Wort der Woche «Scheiss Social Media»

Seit mehreren Jahren sind wir auf fünf Social-Media-Kanälen präsent. Woche um Woche bemühen wir uns mit unserem Blog, unseren Kunden nützliches Wissen aus den Bereichen Kommunikation, Marketing und Übersetzungen feilzubieten. Reaktionen darauf bleiben hingegen weitgehend aus. Und weil wir das besch…eiden finden, gehen wir der Sache auf den Grund und untersuchen das Social-Media-Phänomen samt seiner Tücken.

Scheiss Social Media – unser (Un-)Wort der Woche

Scheiss Social Media – unser (Un-)Wort der Woche

Was jubeln doch all die Social-Media-Experten über tonnenweise Kontaktreichweiten, die Unternehmen mittels Social Media günstig erreichen können, um dann letztlich festzustellen, dass die Kontaktqualität einzig für die (Werbemüll-)Tonne ausreicht. Und was hypen doch all die freakig-funkigen Gurus jedes neue soziale Netzwerk, das als nächstes am Medienhorizont auftaucht, um es den nach Aufmerksamkeit dürstenden Werbekunden als den «neuesten heissen Scheiss» zu verkaufen, obwohl es sich dabei nur um den stinknormalen nächsten Misthaufen handelt, den die Welt einmal mehr nicht braucht.

Reichweite heisst noch nicht viel

Die Anzahl Nutzer einer Plattform sagt längstens nichts darüber aus, ob die Plattform für Werbetreibende sinnvoll für die Kommunikation mit deren Konsumenten ist – z. B. bei Twitter: Wer sich mal umschaut, wem Twitter tatsächlich viel Reichweite und Erfolg beschert, findet schnell Namen wie Barack Obama, Katy Perry oder Justin Bieber. Doch es ist zu bezweifeln, dass die erfolgreichsten Twitter-Accounts zugleich die grössten Umsatztreiber des Netzwerks sind. Trotz über 300 Mio. Nutzern weltweit schreibt Twitter nach wie vor rote Zahlen: Seit Ende 2013 ist dessen Aktienkurs auf knapp einen Fünftel des ursprünglichen Werts geschrumpft.

Hierzulande verwenden in erster Linie Medienunternehmen und IT-Fachleute Twitter als Informationsticker. Daneben tummeln sich auch viele Marketingmenschen, die sich gegenseitig mit ReTweets beehren, um nicht zu sagen: selbst beweihräuchern (was letztlich nur ein stummer Schrei nach Liebe ist, wie es «Die Ärzte» zu singen pflegten). Doch mehr ist da nicht.

Wenn Facebook zum «Failbook» wird

Einen medialen Schuss in den Ofen leistete sich der Gigant Procter & Gamble in Sachen Facebook-Marketing: Seit der Konzern sein Mediabudget von der TV- zur Onlinewerbung verschoben hat, ging es mit den Umsätzen talwärts, bis P & G zum Schluss kam, dass sich – neben anderen Onlinekanälen – das Facebook-Marketing als «nicht wirksam genug» erwiesen hatte. Und das, obwohl Facebook das reichweitenstärkste soziale Netzwerk der Welt ist, über detaillierte Targetingmöglichkeiten verfügt und beinahe alles messen kann, was sich das Controllerherz zu messen wünscht.

Warum also funktioniert Marketing auf Social Media selbst bei Giganten nicht? Nicht weil Social Media etwa Quatsch mit Sauce wären. Sondern weil niemand auf Social Media so viel unnützes Gedöns von Unternehmen lesen, hören und sehen will. Übereifrige Zahlendreher und Marketingmissionare sollten sich fernab von Targeting, Controlling- und Optimierungsinstrumenten mal fragen, was das Wort «social» in den sozialen Medien überhaupt bedeutet – nämlich alles andere als «commercial».

Schon mal die Konsumenten gefragt?

Nicht alles, was sich messen lässt, ist Erfolg versprechend: Vor der ganzen «Analyse-Toolitis» sollte die Konsumentensicht im Zentrum stehen. Also habe ich mich aufgemacht und dazu eine Umfrage im privaten und geschäftlichen Umfeld platziert, um herauszufinden, wie sich meine Mitmenschen über Produkte, Marken und Unternehmen informieren und wie sie zu Social Media stehen. Meine nicht repräsentative Umfrage mit 32 Teilnehmenden aus rund 300 Kontakten hat dennoch interessante Ergebnisse zutage gefördert:

  1. Meine Responsequote liegt bei ca. 10 Prozent und ist damit 100-mal höher als die Responsequote beim Online Marketing im Allgemeinen (was darauf hindeutet, dass nicht der Kanal, sondern die persönliche Beziehung zu mir für dieses Resultat ausschlaggebend ist – ergo: Für Ihren Marketingerfolg ist also der Kanal nebensächlich, nicht aber die Art und Weise, wie Sie zu Ihren potenziellen und bestehenden Kunden sprechen).
  2. Zu den Top 3 der Informationskanäle gehören Suchmaschinen (inkl. Suchmaschinenwerbung), das persönliche Umfeld und – wer hätte das gedacht – Print.
  3. 75 Prozent der Befragten empfinden Werbung oder werbeähnliche Inhalte auf Social Media nervig, obschon 40 Prozent Werbung im Allgemeinen mögen.
  4. 52 Prozent der Befragten nutzen Social-Media-Kanäle ausschliesslich privat – und das obwohl ein überproportionaler Anteil der Teilnehmenden in der Kommunikationsbranche arbeitet.

Fazit: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast, wie Churchill einst sagte. Meine Umfrage ist wirklich zu wenig aussagekräftig, um damit allgemeingültige Gesetzmässigkeiten abzuleiten. Dennoch zeigt sie zwei Tendenzen auf: Zum einen, dass Social-Media-Kanäle für private Zwecke wie Kontakt zu Freunden, Unterhaltung oder Ablenkung genutzt werden und nicht für geschäftliche oder wirtschaftliche Entscheide; zum anderen, dass Werbung dort Akzeptanz findet, wo sich Konsumenten informieren wollen und Zeit dafür haben – also bei der konkreten Suche in Suchmaschinen, innerhalb des persönlichen Umfelds oder beim Lesen von Zeitungen und Zeitschriften.

Folgen für die Praxis

Social Media sind also nicht per se ungeeignet fürs Marketing. Allerdings sollte die Sicht der Konsumenten in den Vordergrund rücken, nicht diejenige der Marketer und schon gar nicht diejenige der Controller (die ja bekanntlich Killer jeglicher Kreativität sind, aber das ist ein anderes Thema).

Für die Praxis ergeben sich dadurch die folgenden Empfehlungen:

  • Social Media eignen sich im B2B-Marketing höchstens für die Personalrekrutierung und Verbreitung von relevanten Unternehmensnachrichten, nicht jedoch als Verkaufs- oder Umsatzkanal. Sie können zudem in der Unternehmenskommunikation hilfreich sein – z. B. als Erweiterung zu Unternehmenspublikationen wie Mitarbeiter- oder Kundenmagazinen. Im Allgemeinen haben nach wie vor nur wenige Angestellte im Büroalltag Zugriff auf Social Media, weshalb es zu prüfen gilt, inwieweit ein Engagement auf diesen Plattformen hinsichtlich der vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen sinn- und wirkungsvoll ist. Damit nehmen wir uns selbst an der Nase und evaluieren derzeit den Nutzen und Sinn unserer Social-Media-Präsenz im B2B-Sektor.
  • Im B2C-Marketing sollten sich die Unternehmen darauf konzentrieren, die Konsumentenbedürfnisse wahrzunehmen und dafür Unterhaltungsvideos und persönliche Geschichten zu publizieren oder ein Helpdesk einzurichten. Vor allem müssen sie sich bewusst sein, dass die sozialen Netzwerke hierbei die Interaktion zwischen den Konsumenten und dem Unternehmen fördern sollen. Es sind keine Verkaufs- und Absatzkanäle, sondern Instrumente für Kundenservice und Imagepflege.
  • Weniger ist mehr: Bei gleichzeitig sinkender Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer und steigender Selbstdarstellungs- und Geltungssucht im Netz lohnt es sich, die Konsumenten zwischendurch über andere Kanäle zu bedienen (Stichwort: Empfehlungs- oder Dialogmarketing) oder schlicht mal in Ruhe zu lassen. Denn sonst passiert das, was bisher in den sozialen Netzwerken schon oft zu beobachten war: Sobald Marketingzombies einen neuen heissen Scheiss gefunden haben und gierig nach den Konsumenten greifen, fliehen Letztere zur nächsten Plattform, bis diese wieder zum nächsten Marketing-Mekka ausgerufen wird (aktuell: Snapchat und Instagram). Und das wiederholt sich am Laufmeter – trotz (oder gerade wegen) modernster Messmethoden und bunter Statistiksträusse.

Darum unser abschliessender Tipp an Sie: Sie müssen nicht jeden Seich mitmachen. Schliesslich sind laut Henry Ford 50 Prozent der Werbegelder sowieso für die Tonne. Und weil wir selbst im Zeitalter der Messmanie nicht wissen, welche 50 Prozent das sind, raten wir Ihnen, mehr in die Kundenbeziehungen zu investieren und weniger in die Effekthascherei – halten Sie es also wie Ford: «Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.»

Weitere zum Schmunzeln animierende Artikel rund um Reichweite und Social Media:

Ihr Team von der TRANSLATION-PROBST AG

PS: Bitte entschuldigen Sie die teilweise entglittene Ausdrucksweise – beim nächsten Mal wird’s wieder anständiger – versprochen!

Wort der Woche «KMU»

99 Prozent aller Schweizer Unternehmen sind KMU – insgesamt 561‘619 Firmen. Zwei Drittel aller Beschäftigten arbeiten in einem KMU, im Schnitt sind es fünf Personen pro KMU, schweizweit fast drei Millionen Menschen. Interessante Zahlen und Fakten des Bundesamts für Statistik – deshalb widmen wir unser Wort der Woche den KMU.

Wort der Woche «KMU»

Mehr KMU statt Wallstreet

In den Wirtschaftsnachrichten hören wir regelmässig von Rekordumsätzen und Milliardengewinnen der Multis, staunen über manch einen Bonus-Exzess und ärgern uns, wenn eine Grossbank wieder mit Steuergeldern gerettet wird. Ganz im Versteckten dagegen, fast schon in Heinzelmännchen-Manier, agieren die vielen KMU, die es ebenfalls mal verdient hätten, erwähnt zu werden. Darum nun eine Hymne auf all die kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz und darauf, warum sie neben den Grosskonzernen sowohl für unsere Wirtschaft als auch für unsere Steuergemeinden wichtig sind.

Patron vs. Profitgier

KMU sind häufig inhabergeführt und verfolgen eine Strategie des langfristigen Unternehmenserfolgs, weil ihre eigene Existenz davon abhängt. Bei Konzernen und Grossbanken ist diese Eigenschaft zunehmend verloren gegangen – nicht zuletzt wegen ihrer Grösse und der fehlenden internen Kontrolle: Zu häufig sind die Manageretagen von kurzfristiger Profitgier getrieben, ja fast schon von ihr infiziert. Und glaubt man Suchtforschern, spielen sich im Gehirn von Spekulanten dieselben Mechanismen ab wie bei Heroin- oder Spielsüchtigen, was früher oder später zu irrationalen Handlungen führt – wie bei der Finanzkrise vor acht Jahren.

Gut, an der Wallstreet ist neben faulen Krediten auch viel Koks im Spiel, was das Ganze noch stärker als Beinahe-Suchtkrankheit wirken lässt. In Zukunft käme es die Weltwirtschaft vermutlich um einiges günstiger, ihre Manageretagen regelmässig in Entzugskliniken zu schicken. Das würde zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, weniger Wirtschaftsblasen produzieren, und so wären auch keine Rettungsschirme nötig. Aber zum Glück gibt es da noch den Patron und die Familienunternehmerin, die mit ihren Angestellten und Kunden sorgsamer umgehen, weil sie sich keinen goldenen Fallschirm besorgen können, sollten sie ihr Unternehmen mit voller Wucht gegen die Wand fahren.

Lokale und regionale Stütze

Steuergünstige Gemeinden ziehen in erster Linie grosse Unternehmen aus dem Ausland an. Nicht wegen der Infrastruktur oder der hoch qualifizierten Mitarbeiter, wie häufig behauptet wird. Es geht eher um den Stutz, der nach Panama und Co. verschifft wird, als um die lokale oder regionale Stütze. Die KMU dagegen sind auch in steuerteuren Gemeinden ansässig, weil sie mit der Region verwurzelt sind und dort ebenfalls Aufträge vergeben sowie Personal beschäftigen, das wiederum Einkommenssteuern bezahlt.

Im Übrigen bezahlen Unternehmen in der Schweiz generell wenig bis gar keine Unternehmenssteuern, wie ein Artikel der NZZ zeigt. Steueroasen-Befürworter würden an dieser Stelle einwenden, dass grosse wie kleine Firmen Arbeitsplätze schaffen, aus denen dann die interessanteren Steuererlöse aus der Einkommenssteuer hervorgehen. Oder sie investieren in die Infrastruktur, was uns allen auch zugutekommt. Doch Grossunternehmen sind in Sachen Steueroptimierung ziemlich launisch: Sie können zwar viele Arbeitsplätze in kurzer Zeit schaffen, doch vernichten sie diese noch rascher, wenn sie ihren Sitz verlagern oder Produktionen ins Ausland verlegen. KMU hingegen haben diese Möglichkeit oft nicht, was der Schweizer Volkswirtschaft mehr Stabilität verleiht, als wenn ein Big Player von der einen zur anderen Oase hüpft.

Persönlicher und familiärer

Für Arbeitnehmende können KMU sogar die interessanteren Arbeitsstellen bieten, weil man in einem KMU nicht nur ein kleines Rädchen im Getriebe eines Grossunternehmens ist, sondern auch Schlüsselpositionen besetzt und sich mit zunehmender Beschäftigungsdauer ein spezifisches Firmen- und Fachwissen aneignet, auf das ein KMU nicht verzichten will bzw. kann. So kommt das KMU in Sachen Weiterbildung oder Gratifikationen den Beschäftigten eher entgegen. Nicht, dass es das in Grossunternehmen nicht gibt. Doch oft ist ein Mitarbeiter dort bloss ein Nümmerchen. Auch ist die Arbeitsatmosphäre in KMU persönlicher und familiärer. Davon profitieren auch Kunden, weil sich die Mitarbeitenden eher mit einem KMU als mit einem Konzern identifizieren können und mit Kunden so umgehen, als wären es die eigenen.

Ein Hoch also auf die KMU. Ein Hoch aber auch auf alle Unternehmen, die mehr auf den langfristigen Erfolg fürs Gemeinwohl setzen als auf die Profitmanie einzelner Schlips- und Koksabteilungen – das bringt uns allen mehr, nicht nur dem einen Prozent mit dem 90%igen Gesamtvermögen der Welt.

Ihr Team der TRANSLATION-PROBST AG

Wort der Woche «Unternehmenskommunikation»

«Man kann nicht nicht kommunizieren», pflegte einst der österreichisch-amerikanische Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick zu sagen. Dieser Lehrsatz gilt ganz besonders für Unternehmen und damit für unser Wort der Woche «Unternehmenskommunikation».

Ehrlichkeit währt am längsten – auch in der Unternehmenskommunikation.

Ehrlichkeit währt am längsten – auch in der Unternehmenskommunikation.

Unternehmenskommunikation umfasst sämtliche Kommunikationsaktivitäten eines Unternehmens – ob nach innen oder nach aussen gerichtet. Fernab all der Kommunikationstheorien nach Bruhn, Luhmann und Co. ist eines in der Unternehmenskommunikation zentral: der Inhalt. In unserem Wort der Woche geben wir Ihnen ein paar Anregungen, wie Sie Inhalte für eine gehaltvolle Unternehmenskommunikation generieren.

Echte Werte dank echter Geschichten
Die Unternehmen sind einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt. Den Erfolg erreichen Sie mit einer zukunftsträchtigen Marktleistung und einer starken Markenführung. Den Wert einer Marke bestimmt nicht alleine der Innovationsgrad eines Produkts bzw. einer Dienstleistung, sondern auch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt und die der Marke eine Identität verleiht. Mit Geschichten hauchen Sie Ihrer Unternehmenskommunikation Leben ein und schaffen somit einen unverkennbaren Wert Ihres Unternehmens und Ihrer Unternehmenskultur.

Voraussetzung für echte Werte sind echte Geschichten von Menschen, die mit Ihrem Unternehmen verbunden sind. Das kann ein kurioses Hobby Ihrer Mitarbeitenden sein, ein soziales Projekt, dem Sie sich annehmen, oder die Entstehungsgeschichte Ihres Unternehmens.

Augen auf im Alltag
Um genügend Geschichten zu finden, die Sie erzählen können, müssen Sie lediglich Ihre Augen im Alltag aufmachen und erkennen, was Menschen innerhalb und ausserhalb Ihres Unternehmens beschäftigt. Involvieren Sie dabei Ihre Mitarbeitenden – denn Sie sind letztlich das Gesicht Ihres Unternehmens, das mit Ihrer Kundschaft in Kontakt tritt. Und je mehr Ihrer Mitarbeitenden an der Unternehmenskommunikation beteiligt sind, umso höher ist ihr Identifikationsgrad mit Ihrem Unternehmen, weil sie sich ernst genommen fühlen und somit zu wertgeschätzten Repräsentanten ihrer Firma avancieren.

Unternehmenszeitungen schaffen eine starke Identifikation 
Mit Unternehmenspublikationen wie einer Mitarbeiter- oder Hauszeitung schlagen Sie gleiche mehrere Fliegen mit einer Klappe: Sie informieren über wichtige Neuerungen im Betrieb, können komplizierte Sachfragen vereinfacht darstellen, den Mitarbeitenden das Wort erteilen sowie Kunden und Projekte vorstellen. Regelmässig erscheinende Unternehmenszeitungen schaffen nach innen eine starke Identifikation und nach aussen eine hohe Glaubwürdigkeit, weil Ihre Kunden Ihr Unternehmen greifbarer und persönlicher erleben – ohne all den Werbesprech, dem sie sonst so begegnen.

Die Themen einer Unternehmenszeitung sind so vielfältig wie das Unternehmen und seine Menschen selbst:

  • Jubiläen und Geburtstage jeglicher Art
  • Impressionen von Team-Anlässen, Messeauftritten oder Kundenevents
  • Erfolge, Auszeichnungen und Zertifizierungen
  • Alles, was neu ist: neue Produkte, neue Standorte, neue Partnerschaften
  • Blick hinter die Kulissen: Was machen Ihre Mitarbeitenden den ganzen Tag? Welche spezialisierten Tätigkeiten üben sie aus? Wegen welcher Eigenschaften haben Sie Ihre Mitarbeitenden eingestellt?
  • Kundeninterviews und Mitarbeiterporträts
  • Corporate Social Responsibility – oder was tut Ihr Unternehmen Gutes für Mensch und Umwelt?
  • Rätsel, Wettbewerbe und Unterhaltsames

Weitere Kanäle der Unternehmenskommunikation 


Neben einer Unternehmenszeitung gibt es weitere Kanäle, die Sie mit Geschichten aus Ihrem Unternehmen füllen können:

  • Websites, Blogs und Social Media – je nach Ressourcen und Kommunikationsstrategie
  • Intranet, Mitarbeiter-Infos, Workshops/Schulungen, Hausmitteilungen, Ideenwettbewerb für Verbesserungen im Betrieb oder bei Produkten
  • Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Kunden- oder öffentliche Anlässe (z. B. Tag der offenen Tür)

Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Egal, für welchen Kanal Sie sich entscheiden: Wichtig für eine erfolgreiche Unternehmenskommunikation sind Elemente wie Transparenz, zeitnahe und crossmediale Kommunikation. Und vor allem Ehrlichkeit.

Wort der Woche «Office Management»

«Ein Pferd kommt vor Hunger um, wenn es von mehreren Leuten gehütet wird.» Diese afrikanische Alltagsweisheit lässt sich oftmals auch auf den Berufsalltag übertragen – wo viele Entscheidungen zu treffen sind, darf es nur einen Verantwortlichen geben. Wenn Geschäftsleiter die anfallende Arbeit jedoch nicht allein stemmen können, benötigen sie jemanden, der einen Teil der Verantwortung übernimmt. Im Berufsalltag wird diese Position vom Office Manager eingenommen. Unser Wort der Woche.

Wort der Woche «Office Management»

Office Manager – die rechte Hand der Führungskraft

Von der Organisation von Anlässen und Projekten über administrative Tätigkeiten bis hin zur allgemeinen Kommunikation zwischen der Führungskraft und den Mitarbeitenden – ein Office Manager ist der Inbegriff von Multitasking. Ein vollgepackter Terminkalender, unzählige Tätigkeiten, die alle möglichst zeitnah erledigt werden müssen, und selbstverständlich auch eine gesunde Menge an Stress gehören zu seinem Berufsalltag. Was sich anspruchsvoll anhört, ist zudem mit immer weiter steigenden Anforderungen verbunden. In einer globalisierten Welt werden die Ansprüche an Führungskräfte immer höher, und damit auch an die Office Managers.

Die Sprache des Vorgesetzten verstehen

Als rechte Hand der Geschäftsführung ist die Bandbreite an Tätigkeiten enorm. Doch auch wenn der Office Manager seine Aufgaben selbstständig ausführt, so geschieht dies immer auf der Basis einer Absprache mit dem Vorgesetzten. Und um eine gute Zusammenarbeit mit dem Chef zu gewährleisten, ist das gegenseitige Verstehen das A und O. Dazu können beispielsweise tägliche Besprechungen, ein gemeinsames Kürzelsystem für eine beschleunigte schriftliche Kommunikation und eine ausgeprägte nonverbale Kompetenz helfen. Schliesslich geht es darum, die Geschäftsführung so gut wie möglich zu verstehen, ihre Wünsche umzusetzen und sie dadurch bestmöglich zu entlasten.

 

Mehrsprachige Eventorganisation als Teil des Office Managements

Ein Office Manager übernimmt auch die Planung und Organisation von Events und Veranstaltungen. Diese Aufgabe erfordert Koordinationstalent, ist anspruchsvoll und wird noch umfangreicher, wenn es sich um mehrsprachige Anlässe handelt. Hierzu werden oft professionelle Dolmetscher eingesetzt, die das grösstmögliche Verständnis aller Beteiligten und somit das Gelingen des Events in allen gewünschten Sprachen sichern. Neben dem Dolmetscher wird auch eine zuverlässige, moderne Konferenztechnik mit allen dazugehörigen technischen Details benötigt.

Unser Dolmetscherwesen

Qualitätsmanagement steht bei uns an erster Stelle. Auch bei unseren Dolmetschereinsätzen garantieren wir eine Qualitätssicherung, die Ihren mehrsprachigen Event zu einem vollen Erfolg macht. Ob internationale Meetings, Kongresse, Workshops, Konferenzen, Tagungen oder Gerichtsverhandlungen – unsere Dolmetscher ermöglichen einen reibungslosen Ablauf.

Aus unserem Netzwerk mit über 350 professionellen, erfahrenen, diplomierten sowie geprüften Dolmetschern wählen wir jenes Team für Sie aus, das auf Ihr Fachgebiet bzw. auf Ihre Branche spezialisiert ist.

Zudem kümmern wir uns bei Bedarf um die Übersetzung der gesamten Event-Dokumentation, zum Beispiel der Präsentationen oder der Vorinformationen, und um alles rund um die Technik, inklusive Planung, Programmierung und Installation, beispielsweise Personenführungs- sowie audiovisuelle Anlagen oder Dolmetscherkabinen.

Eine schnelle Preisauskunft, individuelle Beratung und die Möglichkeit von Express-Reservierungen bei kurzfristigen Buchungen sind für uns selbstverständlich. Ihre Daten werden stets vertraulich behandelt.

Sie planen einen Dolmetschereinsatz? Begeistern auch Sie Ihren Vorgesetzten mit der Organisation eines perfekten mehrsprachigen Events und finden Sie hier Ihre Checkliste.

 

Swiss Office Management Messe SOMM

Nicht vergessen – am 7. und 8. September 2016 findet die Swiss Office Management Messe in Basel für alle Fachbesucher mit Interesse an den neuesten Trends, Informationen und Best Practice Solutions im Bereich Office Management statt. Die Messe spricht die Zielgruppe der Aussteller und interessierten Kunden an und bietet einen umfangreichen Überblick über Produkte und innovative Dienstleistungen auf dem Markt.

Ihr Team der TRANSLATION-PROBST AG

Wort der Woche «Unternehmenspublikationen»

Der Wettbewerb wird immer härter, die eigene Markenpositionierung immer schwieriger. Abhilfe dabei schafft die Unternehmenskommunikation − und zwar mit guten Geschichten in einem schön aufgemachten Mitarbeiter- oder Kundenmagazin. Darum widmen wir unser Wort der Woche den Unternehmenspublikationen. Natürlich nur den gedruckten. Alles andere ist ja schon digital.

Um dem Wert und der Wirkung von Unternehmenspublikationen auf den Grund zu gehen, haben wir einen mehrfach ausgezeichneten Experten und Magazinmacher aufgesucht: Michael Haller, den Leiter Unternehmenskommunikation bei Brüggli.

TRANSLATION-PROBST AG: Welchen Stellenwert nimmt die Unternehmenskommunikation in der modernen Unternehmensführung ein?

Michael Haller: Einen immer wichtigeren: Unternehmen dürfen sich nicht mehr mit leeren Marketingphrasen verkaufen, sondern sollten im Dialog Vertrauen zu ihren Bezugsgruppen aufbauen. Denn Vertrauen bildet die Basis für den Markterfolg. Dazu braucht es transparente Informationen nach innen wie aussen sowie den Einbezug von Mitarbeitenden und Kunden. Dadurch fühlen sich Mitarbeitende wie Kunden wertgeschätzt, was sie mit ihrer langfristigen Loyalität gegenüber dem Unternehmen honorieren. Wesentlich auch: Produkte und Leistungen sind austauschbar, vergleichbar. Die Unternehmenskultur macht den Unterschied. Es ist eine zentrale Aufgabe der Unternehmenskommunikation, diese Werte erlebbar und nachvollziehbar zu machen. Die Unternehmenskommunikation wird so zum Reputationstreiber und Motor der Unternehmensentwicklung.

Ein Mittel der Unternehmenskommunikation sind Unternehmenspublikationen wie ein Mitarbeiter- und Kundenmagazin. Controller würden an dieser Stelle fragen: «Was bringt das finanziell?»

Eine ganze Menge, auch wenn sich die monetäre Auswirkung eines Mitarbeiter- und Kundenmagazins erst auf lange Sicht zeigt. Währenddessen neigen Controller dazu, den Ist-Zustand zu bewerten, was kurzfristig sicher wichtig ist. Doch mit Zahlen allein können sie die Zukunft auch nicht vorhersagen. Sonst bräuchte es die Unternehmenskommunikation ja gar nicht.

Fakt ist: Unternehmenspublikationen machen eine Marke erst richtig erlebbar − ungeachtet der Form und des Kanals. Wichtig ist es, die Kultur und den Hintergrund eines Unternehmens zu vermitteln. Ob das nun als gedrucktes Magazin, im Social-Media-Auftritt oder in Form des Intranets geschieht, ist zweitrangig. Die Themen und Geschichten sind entscheidend, nicht die Medien.

Apropos Themensetzung: Wie lassen sich gute Geschichten finden, die intern wie extern begeistern?

Indem man die üblichen Verdächtigen ignoriert − also weg von der Teppichetage hin zur Basis: Es ist viel interessanter, einen Produktionsmitarbeiter zu einem Produkt zu befragen oder dazu, was es ihm bedeutet, an diesem Produkt zu arbeiten, als den Produktmanager, der dann mit rundgeschliffenen Marketingfloskeln ins Leere plappert.

Neben dem Perspektivenwechsel ist auch der journalistische Anspruch zentral: Transparenz, Hintergrundgeschichten und Analysen mit Tiefgang sind gefragt. Dabei ist es wichtig, authentische Geschichten zu erzählen. Und diese hat jedes Unternehmen: Man braucht nur die Augen aufzumachen − auch im Alltag. Denn Geschichten, die ausserhalb des Unternehmens stattfinden, können in irgendeiner Form auch einen direkten Bezug zum Unternehmen haben − ob das nun Umweltthemen sind, ein Abstimmungsresultat, das unmittelbaren Einfluss auf die eigene Branche hat, oder ein interessantes Engagement einer Mitarbeiterin in ihrer Freizeit.

Wo gibt es Hindernisse oder gar Tabus, wenn du Geschichten entdeckst und darüber berichten möchtest?

Zunächst muss die betroffene Person, die in der Geschichte die Hauptrolle einnimmt, auch ein gutes Gefühl dabei haben, wenn sie etwas von sich preisgibt und sich einem breiteren Publikum zeigt. Falls das nicht der Fall ist, lieber die Geschichte ganz bleiben lassen. Manchmal gibt es auch den umgekehrten Fall, in dem ich jemanden schützen muss, sich nicht unvorteilhaft zu exponieren.

Ein wesentliches Hindernis beim Aufspüren und Niederschreiben von Geschichten entsteht dann, wenn zu viele Interessen und Meinungen von mehreren Personen plötzlich Einfluss darauf nehmen und das Ganze dann rundschleifen, bis alles an Aussagekraft verliert. Hier rate ich: Mehr Mut zu Akzenten, zum Ungehobelten und Kantigen.

Was sind die Vorteile einer gedruckten Unternehmenspublikation? Schliesslich könnte der Inhalt auch digital schön aufbereitet und günstig online erstellt sein.

Die Vorteile eines gedruckten Mitarbeiter- und Kundenmagazins im Vergleich zu digitalen Kommunikationsmitteln liegen einerseits in der Haptik: Die Leserinnen und Leser haben etwas in der Hand, was physisch und emotional spürbar ist. Andererseits kann ein gedrucktes Magazin im eigenen Umfeld technologieunabhängig weitergereicht werden, was einen zusätzlichen Multiplikationseffekt erzeugt: Plötzlich ist das Unternehmen nicht nur bei den Kunden und Mitarbeitenden zuhause, sondern besucht auch gleich deren grösseres Umfeld. Und weil gute Geschichten darin stehen, werden sie auch gelesen.

Womit lässt sich ein Mitarbeiter- und Kundenmagazin ergänzen?

Prinzipiell kommt es darauf an, wie der Themen-Mix aussieht und welche Kanäle sich dann zur Publikation am besten eignen: Während zeitlose Themen, Hintergrundgeschichten und eine eingehende Analyse von Herausforderungen eines Unternehmens ideal in einem Mitarbeiter- und Kundenmagazin aufgehoben sind, sind aktuelle News und Fakten über die digitalen Kanäle zu kommunizieren – ob via Intranet, Website oder Social-Media-Kanal.

Interessant wird das Wechselspiel dann, wenn aus einem aktuellen Thema, das getwittert wurde, eine Hintergrundreportage für das Unternehmensmagazin wird. Oder wenn die Printversion des Magazins plötzlich auf ein Video mit einem Mitarbeitenden verweist, das im Intranet oder der elektronischen Magazinversion geschaltet ist. So können sich verschiedene Medien ergänzen und inhaltlich gegenseitig befruchten.

Wort der Woche «Unternehmenspublikationen»

Michael Haller: «Unternehmenskommunikation wird zum Motor der Organisationsentwicklung.»

Michael Haller leitet die Unternehmenskommunikation des Ausbildungs- und Integrationsunternehmens Brüggli in Romanshorn. Mit einem Team, das kleiner nicht sein könnte, verwirklicht er das Mitarbeiter- und Kundenmagazin «unterwegs» – jedes Mal unter Einbezug von Lernenden mit körperlichen und psychischen Schwierigkeiten. «unterwegs» hat mehrere Auszeichnungen für den gestalterischen und journalistischen Anspruch verliehen bekommen – darunter eine Goldene Feder und eine Silberne Feder des Schweizerischen Verbandes für Interne Kommunikation SVIK sowie einen internationalen Sonderpreis der European Association for Internal Communication FEIEA.

Michael Haller verfügt über einen Master in Communication Management & Leadership, ist ausgebildeter Typograf, Absolvent der Kreativschule des Art Directors Club und arbeitete unter anderem als Journalist und Texter/Konzepter. Bei Brüggli leitet er seit 2008 die Unternehmenskommunikation und betreut daneben – im Namen von Brüggli Medien – auch externe Kunden, die zu Brügglis Mission passen.