Professor Tell in Paris!

Notre-Dame: Professor Tell in Paris

Majestätisch: Notre-Dame

Nach meinem Messeauftritt an der Swiss Online Marketing habe ich jetzt wieder Zeit, Euch von meiner Weltreise zu berichten. Nach meiner ersten Destination Moskau ging es für mich gleich weiter Richtung Paris.

Gestikulieren in Frankreich
Gleich nach meiner Ankunft drängte ich mich am Flughafen durch die Menschenmassen und nahm den Zug Richtung «Gare du Nord». Mitten in der Menschenmenge fiel mir gleich auf, dass die Franzosen sehr viel mit ihrer Körpersprache ausdrücken. Und so manche Geste konnte ich als Schweizer nicht ohne meinen Reiseführer verstehen: Dazu zählte das Herunterziehen eines Auges mit dem Zeigefinger. Dies bedeutet so viel wie «Ich habe dich durchschaut!». Und wenn Euch ein Franzose signalisieren möchte, dass etwas sehr verrückt ist, dreht er seine Handgelenke auf Schläfenhöhe.  Wie gut kennt Ihr Euch mit den Gesten der Franzosen aus? Hier könnt Ihr Euer Wissen unter Beweis stellen.

Sprachliche Fauxpas
Mein erster Spaziergang in Paris führte mich entlang der berühmten Sehenswürdigkeiten wie der Oper und dem Louvre sowie der majestätischen Kathedrale Notre-Dame. Während ich mich ein wenig ausruhte, kam ein Franzose namens Pierre auf mich zu und wir kamen ins Gespräch. Da merkte ich erst, dass meine Bemühungen um die französische Sprache in der Schulzeit doch schon sehr lange zurückliegen. Doch im Gegensatz zu meinem Russisch konnte ich mich auf Französisch wenigstens verständigen. Trotzdem wünschte ich mir manchmal einen Dolmetscher der TRANSLATION-PROBST AG an meiner Seite, mit dessen Hilfe ich so manches sprachliches Fettnäpfchen hätte vermeiden können. Nur drei Beispiele von sogenannten faux-amis (oder falschen Freunden), bei denen Deutschsprachige gut aufpassen sollten, damit sie in Frankreich nicht missverstanden werden.

Eiffelturm: Professor Tell in ParisÜbersetzungen Deutsch-Französisch, Französisch-Deutsch

Deutsch Französisch Ähnliches Wort im Französischen Deutsch
brav bien élevé brave tapfer, mutig
Regal l’étagère le régal das Festessen
das Blatt feuille blatte die Schabe

«Was ist das?» auf Französisch
Mein neuer Pariser Reiseführer Pierre lud mich auf eine spontane Stadttour ein, wobei natürlich der Eiffelturm nicht fehlen durfte. Auch wenn ich fit und 20 Jahre jünger wäre, hätte ich den Lift und nicht die 1665 Stufen auf den 324 Meter hohen Eiffelturm genommen! Pierre wusste auch sehr viele interessante Anekdoten über die französische Sprache zu erzählen. So erklärte er mir, dass sich das französische Wort für «Klappfenster» ursprünglich aus dem Deutschen entwickelt hat: Im 18. Jahrhundert sollen deutsche Besucher in Frankreich oftmals auf Klappfenster gezeigt und gefragt haben: «Was ist das?» Daraus hat sich dann vasistas entwickelt, was noch heute der französische Begriff für Klapp- oder Dachfenster ist. Ob das wirklich stimmt, weiss ich nicht. Aber eine sehr nette Geschichte, die man gerne weitererzählt.

Geheimtipps sind Gold wert!
Die Geschichten von Pierre waren wirklich faszinierend, doch schon nach kurzer Zeit verabschiedete sich mein spontaner Reiseleiter und ich war wieder auf mich allein gestellt. Hungrig vom vielen Sightseeing freute ich mich besonders auf die französische Küche, mit ihren vielen Köstlichkeiten. Noch ein Geheimtipp für Eure nächste Parisreise, der Gold wert ist: Das nette Bistro Le Richelieu im Viertel Louvre-Opéra. Hier kann man ein köstliches 3-Gänge-Menü bereits ab 25 Franken (20 Euro) geniessen, wobei natürlich ein Glas Rotwein nicht fehlen darf.

Insgesamt dauerte mein Paris-Aufenthalt eine Woche. Danach hatte ich aber immer noch nicht genug von Frankreich. So reiste ich weiter an die Côte d’Azur und schliesslich Richtung Norden in die Normandie. Dort verbrachte ich ein paar schöne Wochen, bevor ich meine nächste Destination anpeilte. Aber mehr davon gibt’s in meinem kommenden Blogbeitrag.

Professor Tell in Paris

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