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Wörter der Woche: Shampoo, Kajak und Co. – «Exotische» Lehnwörter im Deutschen

Lehnwörter weltweitUnzählige Lehnwörter und Neologismen aus dem Englischen haben den Weg in die deutsche Sprache gefunden. Doch obwohl das Englische in Sachen Lehnwörter vor allem in Zeiten des Internets die Gebersprache Nummer 1 ist, stammen unzählige Wörter aus den verschiedensten Sprachen der Welt.

Diese Woche stellen wir gleich mehrere Wörter vor. Genauer gesagt, nehmen wir Wörter unter die Lupe, die eine sehr lange Reise hinter sich haben, bis sie es in unsere Wörterbücher geschafft haben. Oftmals kamen unsere Wörter der Woche auch auf Umwegen über verschiedene Sprachen in den deutschen Sprachgebrauch.

Hätten Sie beispielsweise gewusst, dass…

Shampoo zwar eine direkte Entlehnung aus dem Englischen to shampoo («Haare waschen») ist, ursprünglich jedoch auf den Imperativ «chāmpnā» (Hindi) «drücken» (im Sinne von «die Kopfhaut massieren») zurückzuführen ist?

Tabu aus dem Französischen und Englischen tabou bzw. taboo entlehnt wurde, der Begriff selbst jedoch aus dem polynesischen Sprachraum stammt? Zunächst war «tapu» die Bezeichnung für geweihte, unberührbare Dinge, die einem weltlichen Zugriff verschlossen waren.

Safari im 20. Jahrhundert unter dem Einfluss des Englischen aus dem Suaheli entlehnt wurde, jedoch ursprünglich auf «safar» (das arabische Wort für Reise) zurückgeht?

Kajak aus der Sprache der Inuit (Eskimo) stammt? In ihrer Sprache bedeutet « qajaq» so viel wie «einsitziges Männerboot».

(Quellen: Kluge F. (2002): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprachen; www.dwds.de)

Die Liste solcher Wörter liesse sich beliebig fortsetzen. Sie zeigt auch, wie sehr unsere Sprache von Begriffen aus anderen Sprachen geprägt wird – meistens ohne, dass dies uns als Sprecher dieser Sprache bewusst ist.

Wer neugierig geworden ist und die Herkunft unterschiedlicher Wörter nachschlagen möchte, kann dies auf der Online-Plattform www.dwds.de tun.

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