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Wort der Woche – das Telefon

telefon_altWir sind die Generation Telefon, genauer gesagt die Generation Smartphone. Egal, wohin man schaut alle haben ihr Telefon ständig in den Händen: telefonieren, whatsappen oder hören Musik. Noch vor wenigen Jahren waren Mobiltelefone eine seltene Besonderheit. Mittlerweile ist ein Leben ohne den ständigen Begleiter Telefon nicht mehr vorstellbar. Aber auch bei mir im daily business drehte sich in den vergangenen zwei Wochen alles ums Telefon. Wieso das?

Die TRANSLATION-PROBST AG war vorletzte Woche während dreier Tage an der SuisseEMEX und stellte dort an einem Aussen- und Innenstand aus (wir haben darüber gebloggt). Die drei Tage gingen ruckzuck vorbei, aber nach der Messe fühlt sich wie vor der Messe an. Unmengen an Arbeit! Denn nun müssen alle gemachten Kontakte auch genutzt werden bzw. das grosse Nachfassen beginnt. Das heisst von morgens bis abends nichts anderes als telefonieren. Während der vergangenen zwei Wochen waren nicht Diamanten meine besten Freunde, nein, während der vergangenen zwei Wochen war das Telefon mein bester Freund. Meiner Meinung nach Grund genug, das Telefon zum Wort dieser Woche zu küren. Doch seit wann gibt es diesen Apparat und woher kommt die sprachliche Bedeutung?

Das Telefon entstand während des 19. Jahrhunderts, und bei der Entwicklung des ersten Telefonapparates waren mehrere Personen beteiligt. 1877 erlangte Alexander Graham Bell, einer der Mitgründer, das amerikanische Patent für sein Telefon und gründete die Bell Telephone Company. Im Anschluss an die Gründung dieser Firma fanden die Apparate langsam ihren Weg über den Atlantik in die Schweiz.

Etwas Lustiges rund ums Telefon möchte ich Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten: „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat!“ – Wer kennt diese Aussage? Niemand. Okay, das ist der Hintergrund dieser kuriosen Aussage: Um die Übertragungsqualität des Telefonapparates zu testen, nahm Philipp Reis, ebenfalls ein Mitgründer des Telefons, Verbindung mit einem Freund auf. Die Worte sollten für den Fall, dass sie unvollständig ankämen, unmöglich zu erraten sein. Die Geschichte besagt, dass Reis’ Schwager am Telefon im Garten ein Buch vorlas und Reis dem Publikum laut den Text wiederholte, den er dem Empfänger abgelauscht hatte: Deshalb ging ich selbst in den Raum, in dem das Telefon stand, und sprach einige Sätze wie „Die Sonne ist von Kupfer“ oder „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“. Reis verstand zwar nicht genau, was das Pferd frisst, und dachte, die Sonne sei aus Zucker, aber dennoch überzeugte dieser Test des Telefonapparates alle Beteiligten.

Die sprachliche Bedeutung von «Telefon» und deren Herkunft ist laut Duden die folgende: Ein Telefon, früher auch Telephon (von altgriechisch τῆλε tēle «fern» und φωνή phōnē «Laut, Ton, Stimme, Sprache»; auch Fernsprechapparat FeAp) ist einerseits «ein Apparat (mit Handapparat und Wählscheibe oder Drucktasten), der über eine Drahtleitung oder über eine Funkverbindung Gespräche über beliebig grosse Entfernungen möglich macht». Andererseits wird auch ein Telefonanschluss Telefon genannt.

Für mich war das Telefon während der letzten zwei Wochen neben dem bestem Freund manchmal auch ein Störenfried, Nervtöter oder Zeiträuber. Dennoch war das Nachfassen der Messekontakte eine spannende Erfahrung, und das Telefon wird bis zur nächsten Messe wieder von den Diamanten abgelöst. Allerseits ein schönes Wochenende und bis zum nächsten Wort der Woche.

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