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Wort der Woche – Samichlaus

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Nikolaus von Myra (russische Ikone von Aleksa Petrov, 1294)

Es ist der 6. Dezember: Samichlaustag. Als Kind stellte man am Vorabend traditionsgemäss einen Stiefel vor die Haustüre und fand diesen am nächsten Morgen mit Schokolade, Keksen und Mandarinen gefüllt. Doch was hat es mit dem Brauch des «Samichlaus», wie er in der Schweiz genannt wird, auf sich? Und wie nennt man ihn anderswo?

Samichlaus weltweit
Zum Anfang eine kleine Reise durch die verschiedenen Namensvarianten des Samichlaus. In Deutschland wird der Samichlaus Nikolaus, in Frankreich Saint Nicolas und in Österreich St. Niklas genannt. Die Holländer sprechen von Sinterklaas und die Belgier von Sint Niklaas. Auch die englischsprachigen Kinder kennen die Tradition des Samichlaus, indem sie sich auf Saint Nicholas (England und Irland) oder Santa Claus (Nordamerika) freuen.

Der bekannteste Brauch des heiligen Nikolaus
Der heilige Nikolaus von Myra ist einer der bekanntesten Heiligen der Ost- und lateinischen Kirchen. Er wirkte im 4. Jahrhundert als Bischof von Myra, das in der heutigen Türkei liegt. Sein Wirken führte zur Entstehung mehrerer Legenden, die im Laufe der Geschichte die Bedeutung von Nikolaus unterstrichen und ihn zu einem der wichtigsten Heiligen machten.

Der wohl bekannteste Brauch des Nikolaus ist der Einlegebrauch, bei dem die Schuhe mit Waren gefüllt werden. Dieser Brauch geht auf die Legende dreier Jungfrauen zurück, die nachts vom heiligen Nikolaus beschenkt wurden. Die Vorgänger der ausgelegten Schuhe oder Stiefel von heute waren im 15. Jahrhundert selbst gebastelte Nikolausschiffe aus Papier, in die der heilige Nikolaus seine Gaben legen sollte. Heute stellen Kinder Schuhe, Stiefel oder Teller vor die Haustüre oder hängen Strümpfe an den Kamin, damit der heilige Nikolaus sie auf seiner Reise durch die Nacht mit Schokolade, Nüssen, Mandarinen und Lebkuchen füllen kann. Dabei lobt er die braven Kinder und tadelt die unartigen und bestraft sie. Welche Kinder artig oder unartig waren, erfährt der heilige Nikolaus aus dem «goldenen Buch». Die strafende Figur nimmt «Knecht Ruprecht» ein. Er hat seinen Ursprung im spätmittelalterlichen Kinderschreck. Dabei nutzten Eltern Flugblätter mit Schreckfiguren als Erziehungsmethode für ihre Kinder. Der Kinderfresser war als Schreckfigur am weitesten verbreitet und drohte den ungehorsamen Kindern, sie mitzunehmen, auszupeitschen oder sogar aufzuessen. Heute stellt «Knecht Ruprecht» nicht mehr einen Kinderschreck, sondern den Korbträger des Nikolaus dar.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_von_Myra

http://de.wikipedia.org/wiki/Knecht_Ruprecht

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