Alle Blogbeiträge > Interview, Kommunikation > Mit Kommunikation zum Erfolg

Mit Kommunikation zum Erfolg

daniel_meierWas verbindet einen Ultratriathlet mit einem Unternehmen? Kommunikation. Wie Watzlawick sagte: Man kann nicht nicht kommunizieren − ob als Unternehmen oder als Person. Lesen Sie, worin sich die Kommunikation unterscheidet.

Können Sie sich vorstellen, 3,8 km zu schwimmen, 180 km Velo zu fahren und 42,2 km zu laufen? Das sind «nur» die Distanzen eines Ironmans. Daniel Meier ist ein Schweizer Ultratriathlet und bewältigte während 21 Tage 21 Ironmans – ein neuer Schweizerrekord. Während seiner Ruhephase in Winterthur erzählt er uns, wie er mit viel Training diese Strapazen durchgehalten hat und wie es ihm gelingt, mit Selbstgesprächen seinem Körper Energie zuzuführen.

Weltweit ist es nur ein kleiner Kreis von verrückten Ultratriathleten, die den Körper und den Kopf so wie Dani Meier herausfordern. Am diesjährigen 21-fachen Ultratriathlon in Italien schwamm er 79,8 km in einem 25-Meter-Becken, fuhr 3780 km mit dem Velo und lief 886,2 km, beides in einer Schlaufe. Von den 22 Athleten, die an den Start gingen, waren am Schluss noch neun dabei. Dies beweist, wie hart dieser Wettkampf ist.

Sprachbarrieren verhindern den Smalltalk

An diesen Wettbewerben sind jeweils die gleichen Gesichter anzutreffen, man spricht in der Szene vom «Mythos der Ultratriathlonfamily». In Italien war Daniel Meier beispielsweise der einzige Schweizer Teilnehmer. Wegen dieser Internationalität wird normalerweise in Englisch sowie in der jeweiligen Landessprache des Veranstalters kommuniziert. Dank seines Tessiner Betreuers wurden ihm der organisatorische Aufwand in Italien abgenommen.

Doch gegen die Monotonie wünscht sich Dani Meier, zwischendurch mit seinen Mitstreitern etwas Smalltalk führen zu können – für jeden durchschnittlichen Menschen ist dies unter solchen Bedingungen unvorstellbar. Allerdings ist es für Meier weniger die körperliche Anstrengung als das weniger gute Englisch, das ihn vom Diskutieren abhält. Denn um in einer anderen Sprache zu kommunizieren, benötigt er in der Müdigkeit viel Konzentration und verbraucht somit wertvolle Energie für die kommenden Kilometer. So kommunizieren die Ultratriathlet-Freunde eher mit einem flotten Spruch wie «good job», einem Lächeln oder einem Handzeichen. Meier fokussiert mental vermehrt auf seine Selbstgespräche.

«Meier konzentrier dich!»

Um solche körperlichen Herausforderungen zu meistern, muss die Konzentration während Stunden und Tagen aufrechterhalten werden. Dafür trainiert der Mentaltrainer und Medizinische Masseur Daniel Meier als Vorbereitung auf den 21-fach-Ultratriathlon oftmals nachts am Rheindamm, damit er mit seinen Gedanken noch «einsamer» ist. Seine Themen für Selbstgespräche ordnet er in mentale Schubladen. Zum Beispiel befinden sich in der Schublade «Schmerzbekämpfung» Sätze wie «Meier konzentrier dich! » oder «ganz ruhig!».

In der Schublade «Energie» hingegen werden Diskussionen mit Personen rekonstruiert und je nach Energiebedarf angriffiger gestaltet. Allerdings müssen negative Gedanken verhindert werden: Diese können sonst zu einer negativen Energiespirale führen, was Meier aus dem Rhythmus bringen könnte. Dass ihm nach drei Wochen der Gesprächsstoff ausgehen kann, ist verständlich. Dani Meier kann aber aus einer einzigen SMS drei Energiequellen ziehen – den Absender, die Nachricht und die Antwort. Zu jedem dieser Themen fallen ihm viele Fragen ein, woraus er wieder positive Energie schöpfen und erfolgreich mit sich selber kommunizieren kann.

Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg sowie viel mentale und körperliche Kraft!

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks