Archiv

Archiv für Januar, 2014

Website in 14 Sprachen übersetzt − wie der Kanton Zug kommuniziert

27. Januar 2014

Ein Kanton, vierzehn Sprachen: Der Kanton Zug ist die erste Behörde, die mit ihren Einwohnern und Touristen in weit mehr als den Landessprachen kommuniziert – auch auf Chinesisch, Arabisch Kroatisch u.v.a. Damit trägt die Kantonswebsite entscheidend zur Integration bei. Mit dieser Aktion ist der Kanton Zug in der Schweiz Pionier.

Dr. Marc Höchli, Kommunikationsbeauftragter des RegierungsratesZuzüger, Touristen wie auch Unternehmen: Alle stossen im Kanton Zug auf eine offene Kommunikation. Der Kommunikationsbeauftragte des Regierungsrates, Dr. Marc Höchli, erhielt durchwegs positive Rückmeldungen, als die Zuger Website in vierzehn Sprachen aufgeschaltet wurde. Der personelle und finanzielle Aufwand hielt sich dabei in Grenzen.

Wenn Sie mehr über das Schweizer Pionierprojekt wissen möchten, lesen Sie dazu den vollständigen Artikel inklusive Interview mit Dr. Marc Höchli. Erfahren Sie auch, wie teuer eine vierzehnsprachige Website ist und was es dabei kulturell zu berücksichtigen gibt.

Das Altstadt, das Wahrzeichen von Zug

Wort der Woche – Final

24. Januar 2014

Das wär ein Ding: Zwei Schweizer spielen um den Sieg in einem Grand Slam, einem der vier grossen Turniere des Welttennis. Das wär ein Final! Und so machen wir eben «Final» zu unserem Wort der Woche.

Swiss flagStan the Man hat seinen Teil schon geleistet, jetzt (Freitagmorgen, 9 Uhr) muss es nur noch King Roger tun. Dann heisst es am Sonntag mit Sicherheit: Game, Set und Match für einen Schweizer! Das wär ein Final! Dafür, dass beim Tennis so oft englische Begriffe verwendet werden, liegt für einmal weder an der Globalisierung noch am Internet. Diesmal ist es ganz einfach die Herkunft des Sports (die Sprachgeschichte geht eben verschlungene Wege!): Mit der Sache werden auch die Begriffe übernommen. Das machten schon die alten Germanen: Sie sahen, dass es in den römischen Behausungen hell war, machten auch ein Loch in die Wand und nannten es wie die Römer «fenestra», woraus später «Fenster» wurde. Auch beim «Final» haben die alten Römer die Hand im Spiel; das Wort ist eine Weiterentwicklung des lateinischen «finis» (Ende, Grenze, Ziel). Und das passt beim Tennis ausgezeichnet: Nach fünf Sätzen, wenn dann dem einen Spieler beim Stand von 30 zu 29 nach Deuce und Advantage endlich ein Break gelingt (bei einem Grand Slam gibt es ja im fünften Satz kein Tie-Break), dann sind die beiden wirklich am Ende!

Übrigens zeigt sich beim Tennis deutlich, dass Deutsch eben nicht Deutsch ist. Die Deutschen sagen nicht «der Final», sondern «das Finale» (eher in der Musik als beim Tennis), häufiger aber «Endspiel» («Endspiel» gibt es in der Schweiz nur auf dem Theater, doch Samuel Beckett hat sein Theaterstück auch nicht «Final», sondern «Fin de partie» bzw. «Endgame» genannt). Auch sonst verwenden die Deutschen häufiger deutschsprachige Begriffe: «Aufschlag», «Einstand», «Vorteil» usw. Die Schweizer, die sich sonst eher am Französischen orientieren, fahren beim Tennis ganz aufs Englische ab – ausser bei «Satz», ausgerechnet bei dem Wort, das wir in erster Linie nicht mit Tennis, sondern mit Sprache assoziieren (die Sprache ist zuweilen auch nicht besonders logisch).

Wie werden übrigens die beiden Schweizer, der Romand und der Basler, bei der Feier zum Final miteinander sprechen? Brauchen Sie einen Dolmetscher? Die TRANSLATION-PROBST AG hat ihre Dienste bereits angeboten. Allerdings wird das wohl kein Geschäft − die beiden werden sich problemlos unterhalten können: auf Englisch!

Plus bei Kundenbewertungen. Plus zwei Auszeichnungen. Plus 30 % Umsatz.

20. Januar 2014

30 % mehr Umsatz, noch bessere Kundenbewertungen und zwei weitere Auszeichnungen: Auch 2013 ist die TRANSLATION-PROBST AG vom Erfolg verwöhnt worden. Ein Rückblick.

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds der letzten Jahre hat es die TRANSLATION-PROBST AG 2013 geschafft, den Umsatz um weitere 30 % zu steigern – nicht zuletzt dank Investitionen im Bereich der Mitarbeiterentwicklung und Qualitätssteigerung.

Unsere Kunden geben uns 5.65 Notenpunkte

Translation Probst Team

Bei der TRANSLATION-PROBST AG kann jeder Kunde jeden Auftrag systematisch bewerten. Damit möglichst viele Kunden eine Bewertung abgeben, verlosen wir – passend zu unserem Slogan «Treffende Übersetzungen sind Gold wert» – unter den Teilnehmenden regelmässig ein Goldvreneli im Wert von CHF 200.−. Lesen Sie hier, was die glücklichen Gewinner zu ihrem unerwarteten Goldsegen meinen.

Im Jahr 2012 lag der Notendurchschnitt der Kundenbewertung bereits auf respektablen 5.6 (6 = sehr gut). 2013 konnten wir auf sehr hohem Kundenzufriedenheitsniveau den Notendurchschnitt also nochmals steigern − auf die Note 5.65. Insgesamt über 500 Kunden bewerteten dabei Inhalt, Sprachstil, Tonalität, Terminologie und Zielgruppenadaption der Texte und Übersetzungen.

Erneut ausgezeichnet und gewürdigt

Nachdem wir 2012 als bisher einziges Übersetzungsbüro in der Schweiz von der Innovationsförderung des Schweizer Bundes ausgezeichnet wurden, durften wir uns auch 2013 über weitere Auszeichnungen und Würdigungen freuen:

  • Im April 2013 erhielten wir von der Standortförderung Winterthur den zweiten Platz beim Stellenschafferpreis.
  • Im November 2013 erreichten wir an der prestigeträchtigen PwC Accelerator’s «Local to Global»-Expo-Präsentation in Luxemburg eine Top Ten-Platzierung unter zwanzig ausgewählten internationalen, schnell wachsenden Unternehmen.

Nächstes Jahr feiert die TRANSLATION-PROBST AG übrigens schon ihr zehnjähriges Jubiläum. Merken Sie sich jetzt schon den Donnerstag, 16. April 2015, vor – Sie dürfen gespannt sein, worauf wir dann anstossen.

Wie es 2014 weitergeht

Wir werden alle Massnahmen ergreifen, um den hohen Notendurchschnitt noch weiter in die Höhe zu treiben. Ziel ist, im Jahr 2014 einen Notendurchschnitt von über 5.7 zu erhalten.
Zuvorderst steht die weitere Personalentwicklung unserer geschätzten, engagierten und kompetenten Mitarbeitenden, denen unser Wachstum von über 30 % im Jahr 2013 zu verdanken ist.
Ebenfalls ganz vorne stehen Investitionen in unsere Technologie, insbesondere das CRM, für das wir in den letzten Jahren mehrfach ausgezeichnet wurden. Hierfür steht unserem Unternehmen im Jahr 2014 ein hoher sechsstelliger Betrag als Investitionsbudget zur Verfügung.
Neben den verstärkten Investitionen in Personal und Technologie, der eigentlichen Triebfeder für die Kundenzufriedenheit, wird die strategische Unternehmensleitung weiter ausgebaut: Dr. Rolf Specht, Dozent an der ETH Zürich (Psychologie und Theologie), verstärkt die Firma seit 1. Januar 2014 als VR-Präsident.

Ich danke allen Kunden, Partnern und Medienschaffenden für die super Zusammenarbeit 2013 und wünsche einen guten Start ins Jahr 2014.

Roman Probst
Dipl. Kommunikator FH
CEO und VR-Mitglied

Wort der Woche – König

3. Januar 2014

3-koenigskuchenAm 6. Januar ist Dreikönigstag: Sternsinger sammeln dann Spenden für arme Kinder und segnen die Häuser mit den drei Buchstaben «C+M+B» (einer traditionellen Segensbitte). In der Schweiz ist es Brauch, einen Dreikönigskuchen zu geniessen und darauf zu hoffen, den kleinen König aus Plastik zu ergattern. Denn der Glückliche darf dann für einen Tag König oder Königin sein und bestimmen, was unternommen werden soll. Im ersten Wort der Woche des Jahres 2014 gehen wir deshalb dem Begriff «König» nach.

Zuerst zur Klärung der Bedeutung: König ist die Amtsbezeichnung für den höchsten monarchischen Würdenträger in der Rangfolge eines souveränen Staates. Nun zur Klärung der Wortherkunft: Das Wort «König» ist germanischen Ursprungs, allerdings sind die Wortquellen umstritten.

1. Erklärung: König als einer, der einem vornehmen Geschlecht entstammt

Das Wort «König» ist in älteren deutschen Sprachstufen (ahd. kuning, mhd. künic) sowie in den meisten altgermanischen Sprachen (altengl. cyning, altnord. konungr) bezeugt. Die zugrundeliegende Form von König ist *kuninga-z. Darin enthalten ist das Suffix –ing/-ung, was Zugehörigkeit und Abstammung bezeichnet. Der Begriff *kuninga-z bedeutet also «der zum kuni/kunja-Gehörige» oder «der von einem kuni/kunja-Abstammende». Als weiterer Ausgangspunkt der Wortbildung ist auch das altgermanische Wort *kunja = «Sippe/Geschlecht» akzeptiert.

Dem Ausdruck *kuninga liegt das Wort «Adliger» zugrunde, was «vornehmer Mann» bedeutet. Dementsprechend wäre der *kuningaz «der einem (edlen) Geschlecht Entstammende» beziehungsweise eine Person von vornehmer Herkunft.

2. Erklärung: König als Wissender

Eine andere Annahme besagt, dass*gnə– = «Wissen» die Quelle des Wortes «König» ist. Demnach wäre der König als «Wissender» bezeichnet worden. Diese These kann dadurch gestützt werden, dass die Germanen ihren Königen grosse Weisheit und umfangreiches Wissen zusprachen.

Ob adliger oder wissender König, wir wünschen Ihnen viel Glück bei der Suche nach dem kleinen Kuchenkönig und natürlich «en Guätä».