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Geschäftsbericht ist nicht gleich Geschäftsbericht

Für viele Unternehmer ist er ein Graus: der jährliche Geschäftsbericht. Dabei sind Geschäftsberichte heute weit mehr als nur eine Anhäufung von Zahlen − sie sind ein Mittel zur Information und Repräsentation. Ein überzeugender Geschäftsbericht besticht durch die richtige Tonalität, durch grammatische und orthografische Korrektheit sowie durch das visuelle Layout. Ein Unternehmen kann damit neben Treuhändern und Steuerbehörden auch Investoren, Partner und potenzielle Neukunden überzeugen. Im Folgenden haben wir einige Stimmen aus der Praxis zum Thema Geschäftsbericht zusammengestellt.

Die TRANSLATION-PROBST AG übersetzt seit mehreren Jahren den Geschäftsbericht von HUBER+SUHNER. Lesen Sie im Folgenden das Interview mit Axel Rienitz, dem Leiter Corporate Communication HUBER+SUHNER, zum Thema Geschäftsbericht.

Auszug aus dem Geschäftsbericht von HUBER+SUHNER

Auszug aus dem Geschäftsbericht von HUBER+SUHNER

 

Was zeichnet aus Ihrer Sicht einen professionellen Geschäftsbericht aus?

Axel Rienitz

Axel Rienitz

Axel Rienitz: Das wichtigste an einem Geschäftsbericht ist, dass sich der Leser in möglichst kurzer Zeit einen Überblick über die wichtigsten Aussagen und Zahlen verschaffen kann. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten Typografie und Gestaltung. Eine konsistente Terminologie ist ein weiteres Element. Darüber hinaus erzählen wir bei HUBER+SUHNER im Geschäftsbericht kurze Geschichten, die über die nackten Finanzergebnisse hinaus den Lesern ein realistisches Bild vom Unternehmen vermitteln.

Wie unterscheidet sich Huber+Suhner mit seinem Geschäftsbericht von seinen Mitbewerbern?

Axel Rienitz: Heutzutage auf dem Markt der Meinungen Gehör zu finden, ist sehr schwer geworden. Wir geben uns nicht der Illusion hin, wir könnten als mittelgrosses Unternehmen mit den Schwergewichten in der Schweiz konkurrieren. Unser Geschäftsbericht richtet sich in erster Linie an unsere Aktionäre und die Finanzanalysten, die uns seit Jahren begleiten. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er kurz und schlicht ist. Das passt am besten zu einem Industrieunternehmen, das vor allem durch die Qualität seiner Kundenlösungen zu überzeugen weiss.

Zum Thema Gestaltung von Geschäftsberichten befragten wir auch Beatrice Tschanz, die Inhaberin der Agentur Feelgood Media GmbH.

Beatrice Tschanz

Beatrice Tschanz

Beatrice Tschanz: Ein Geschäftsbericht mit einer übersichtlichen Gestaltungsweise bietet dem Betrachter die Möglichkeit, sich detailliert über das Unternehmen und dessen Produkte zu informieren. Bei der Gestaltung ist auf die Einhaltung des Erscheinungsbildes der Firma (Corporate Design) zu achten, damit der Bericht zum Unternehmen passt. Inhaltlich sollten klare Fakten mit Emotionen verbunden werden, damit das Lesen für jeden Betrachter angenehm ist – für den Investor, der sich nur für die Zahlen interessiert, sowie für den emotionalen Leser, der mehr Wert auf ein angenehmes Erscheinungsbild legt.

Zum Thema PR-Relevanz von Geschäftsberichten befragten wir Christian Wick, den Inhaber der PR-Agentur WickPR AG, Zürich.

Christian Wick

Christian Wick

Christian Wick: Der Geschäftsbericht ist nach wie vor ein ausgezeichnetes Instrument zur Imagepflege eines Unternehmens oder einer Institution gegenüber ihren Stakeholdern und den Medien. Das Verlagshaus Ringier beispielsweise hat aus ihrem Geschäftsbericht oft ein regelrechtes Kunstwerk gemacht. Swatch publizierte ihren letzten Geschäftsbericht auf Schweizerdeutsch und erzielte damit eine kostengünstige und gleichzeitig sympathische grosse mediale Beachtung. Wie immer in der Kommunikation: Wer kreativ ist, kann auch aus einer auf den ersten Blick eher trockenen Materie ein überraschendes und nachhaltiges «Message House» bauen.

Roman Probst, CEO TRANSLATION-PROBST AG, zum Thema Übersetzung/Korrektorat von Geschäftsberichten.

Worauf kommt es bei einem Geschäftsbericht an? Wie viele Geschäftsberichte redigiert TRANSLATION-PROBST AG aktuell? Um was für Kunden handelt es sich dabei?

Roman Probst

Roman Probst

Roman Probst: Wir stellen fest, dass das Bedürfnis unserer Kunden nach professionell redigierten und übersetzten Geschäftsberichten in den letzten Jahren stetig angestiegen ist. Ein Geschäftsbericht muss heute in vielerlei Aspekten überzeugen, nicht bloss inhaltlich. Die Tonalität ist wichtig, die Terminologie muss stimmen, genauso wie die branchen- und landesüblichen Fachbegriffe und Finessen. Der Geschäftsbericht muss kurz und knackig verfasst sein − Zeit ist ein rares Gut in der heutigen Geschäftswelt. Er muss aber trotzdem sämtliche Ansprüche der Stakeholder befriedigen. Last but not least wird dem optischen Auftritt stets zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es heisst nicht umsonst, der Mensch esse mit den Augen. Entsprechend muss der erste Eindruck des Geschäftsberichtes das Interesse des Betrachters wecken und der öffentlichen Wahrnehmung des Unternehmens entsprechen.

Wir bieten unsere Dienstleistungen im Zusammenhang mit Geschäftsberichten derzeit mehreren Dutzend Schweizer Unternehmen an, die in diversen Sektoren aktiv sind und Wert auf einen professionellen Auftritt gegenüber ihren Stakeholder legen.

Hand aufs Herz, welche positiven Rückmeldungen haben Sie bereits erhalten, damit Sie Ihre obige Aussage zu Geschäftsberichten untermauern können?

Roman Probst: Die beste Rückmeldung kommt von unseren Kunden selber. Wir stellen fest, dass uns alle unsere Kunden in den letzten vier Jahren treu geblieben sind und uns weiterhin mit der Übersetzung ihrer Geschäftsberichte beauftragen. Einige unserer Kunden haben uns zudem weiterempfohlen, wodurch wir vermehrt Kunden gewinnen konnten. Das ist für uns natürlich eine grosse Ehre und Freude.

Wie unterscheiden sich die Geschäftsberichte, die Ihr Übersetzungsbüro redigiert bzw. übersetzt hat, von anderen?

Roman Probst: Wir konnten in den letzten Jahren im Finanz- und Wirtschaftsbereich ein grosses Know-how aufbauen und somit die Stärken der Übersetzer und internen Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit weiter ausbauen. Durch dieses Fachwissen ist es uns gelungen, auch Systeme, Programme und Workflows zu entwickeln, die letztlich unseren Geschäftskunden zugutekommen. So konnten wir auf dem Übersetzungsmarkt eine Führungsstellung erlangen. Dazu gehören zum Beispiel der Aufbau von Glossaren bzw. Translation-Memorys oder der Service, Texte direkt im InDesign zu übersetzen und zu redigieren. Dadurch können wir Fehlerquellen minimieren, und unsere Kunden sparen Zeit und Geld. Und last but not least auch dank unserer Dolmetscherdienste: Einige Kunden buchen zusätzlich zur Redaktion und Übersetzung ihres Geschäftsberichtes den Dolmetscher für ihre Konferenz oder Versammlung und profitieren somit vom durchgängigen Wissen, das bei uns inhouse zum Unternehmen gesammelt werden konnte. Dadurch bieten wir den entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Was soll ein Unternehmen tun, wenn es seinen Geschäftsbericht redigieren und/oder übersetzen lassen will?

Wir freuen uns, wenn es uns gelingt, weitere Unternehmen von unseren Übersetzungs- und Korrektorats-Dienstleistungen zu überzeugen. Wir unterstützen sie gerne dabei, den Geschäftsbericht ihres Unternehmens gezielt zu überarbeiten oder ins Englische oder Französische zu übersetzen. Dabei berücksichtigen wir sprachliche und landesübliche Finessen, die für das Unternehmen und seine Stakeholder den kleinen, aber entscheidenden Unterschied ausmachen. Um schnell und diskret eine Preis-Offerte für die Redaktion oder Übersetzung eines Geschäftsberichts zu erhalten, können Sie den bestehenden Geschäftsbericht auf unserem Preisrechner hochladen. Damit erhalten Sie unverbindlich und innerhalb von Sekunden eine Offerte zugestellt. Oder Sie senden uns den Geschäftsbericht per Mail oder rufen uns an (Tel: 0840 123 456). Selbstverständlich garantieren wir die volle Diskretion für Ihre eingereichten Informationen.

  1. 3. April 2014, 14:56 | #1

    Im B2B-Bereich haben wir sehr gute Erfahrungen mit Geschäftsberichten, die nebst Zahlen auch innovative Fachbeiträge zum vergangenen Jahr enthalten haben. Die Kunden und Partner interessieren sich echt dafür und machen Content-starke Berichte zum Höhepunkt der jährlichen Kommunikation.

  2. Phil Beckershoff
    5. April 2014, 09:43 | #2

    Vorab ein Dankeschön für Ihren Blog-Beitrag. Ich habe ihn mit Interesse gelesen. Sowohl Ihre Nennungen als auch die «Stimmen aus der Praxis» bringen zum Ausdruck, dass ein Geschäftsbericht mehr sein kann und soll als «eine Anhäufung von Zahlen». Da stimme ich Ihnen zu:

    «Ein Geschäftsbericht ist die Veröffentlichung eines Unternehmens, in der es den Anteilseignern und der interessierten Öffentlichkeit gegenüber Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ablegt». Quelle: Wikipedia

    Als Kommunikationsschaffender habe auch ich über Jahre hinweg die (wahrlich nicht neuen) Nennungen zum vermeintlich unausgeschöpften Potenzial von Geschäftsberichten beherzt vertreten und (gewinnorientiert) zum Besten gegeben. Dies ändert aber nichts daran, dass Geschäftsberichte vorrangig Rechenschaft über das Tun und Lassen eines Unternehmens während einer spezifischen Berichtsperiode ablegen sollen bzw. müssen. Und dies – zumal bei börsenkotierten Unternehmen – nach verbindlichen Vorgaben zur Rechnungslegung, die gewährleisten sollen, dass mit erster Priorität Aktionäre (Sharehodlers) darüber befinden können, ob «ihr» Unternehmen auch im Konkurrenzvergleich in ihrem Sinne gearbeitet hat.

    Aus persönlicher Überzeugung wünsche ich mir daher vielmehr eine bewusste Rückbesinnung: Es täte gewiss gut daran, wenn sich nebst der genannten Kerndialoggruppe auch vermehrt alle mit der Erarbeitung eines Geschäftsberichts betrauten Parteien mit dem Fundament desselben fundiert auseinander setzen würden. Wer dies tut, der wird erkennen, dass es sich beim Finanzteil eines Geschäftsberichts um weit mehr als «eine (müssige) Anhäufung von Zahlen» handelt.

    Frohes Schaffen!

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