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Fussball-WM 2014 – Des einen Freud, des anderen Leid

Professor Tells Herz schlägt eindeutig für die Schweizer Nati.

Professor Tells Herz schlägt eindeutig für die Schweizer Nati.

Fussball kann Freunde zu Feinden machen und Gegner zu Verbündeten. Besonders eine Weltmeisterschaft ist fähig, ein ganzes Land in einen Ausnahmezustand zu versetzen. Darauf freut sich jedoch nicht jeder.

In wenigen Tagen ist es soweit: Die Welt schaut auf Brasilien, wo sich alles um ein kugelförmiges, aus Leder oder einem anderen geeigneten Material gefertigtes, zwischen 410 und 450 Gramm schweres Objekt mit einem Überdruck zwischen 0,6 und 1,1 bar drehen wird. Diese Vorgaben jedenfalls machen laut dem Fussball-Weltverband (FIFA) aus einem Ball einen Fussball, mit dem im Herren-Profisport gekickt wird.

Zunächst mein herzlichstes Beileid allen, die mit Fussball nur wenig bis gar nichts anfangen können. Solche Menschenexemplare existieren, und keinesfalls nur in weiblicher Ausstattung. Während der WM-Tage ist es zu deren Graus schlicht unmöglich, dem Thema Fussball zu entkommen. Überall lauern versteckte Gefahren, sei es beim morgendlichen Kaffee mit den Arbeitskollegen oder dem gelegentlichen Schwatz mit dem Nachbarn, der mehrmals betont, «die Italiener sind wohl Ornithologen, was die Schwalben angeht».

Hier deshalb meine Überlebenstipps: vom 12. Juni bis 13. Juli jegliche Art von Small Talk vermeiden, den Radio und den Fernseher aus dem Fenster werfen und das Zeitungsabonnement auf Eis legen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kalkuliert die Vor- und Folgemonate am besten gleich mit. Zu sämtlichen Public Viewings, Pubs und dergleichen sollte zudem ein Abstand von mindestens 500 Metern gewahrt werden. Jetzt wäre auch der perfekte Zeitpunkt, sich zu beweisen, dass man einem Leben in digitaler Abstinenz durchaus gewachsen ist. Mit diesen Ratschlägen sollte einem fussballlosen Sommer nichts im Wege stehen, ausser man liest gerade diesen Blog, in dem, nun ja, halt auch Fussball der Ursprung allen Schreibens ist.
Nun an all jene, deren Herz ab Donnerstag genau wie meines im Fussball-Takt schlägt und die es kaum erwarten können, im Kreis der Freunde lauthals ihre Lieblingsmannschaft anzufeuern (eventuell wird es ja über den Bildschirm direkt ins brasilianische Fussballstadion übertragen, bei der heutigen Technik weiss man nie): Freut euch, fiebert mit, malt euch eure Nationalfarben ins Gesicht, trinkt ein kühles Bierchen dazu, glaubt bis zur letzten Sekunde an den Sieg – an der diesjährigen Copa do Muno FIFA, wie es auf Portugiesisch heisst, soll alles möglich sein.
 
Für wen Professor Tell und ich fanen, wird spätestens dann klar, wenn wir rufen: Hopp Schwiiz! Hop Suisse! Forza Svizzera! Hopp Svizra!
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