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Die Sprache des Fussballs

Nach drei erfolgreichen Jahren gab er Ende Mai 2014 überraschend seinen Rücktritt als Trainer des FC Aarau bekannt: René Weiler. Dem Fussball selbst kehrt er jedoch nicht den Rücken – und so war er als Zuschauer an der Fussball-WM in Brasilien hautnah dabei. Uns erzählt er exklusiv von seinen Reiseerlebnissen. Dabei sticht eines heraus: Sprache hat die Eigenschaft, Menschen inner- und ausserhalb des Fussballstadions zu vereinen – oder eben halt nicht.

René Weiler startete seine Spielerkarriere vor 13 Jahren beim FC Winterthur – mit Jogi Löw als Teamkollegen.

René Weiler startete seine Spielerkarriere vor 13 Jahren beim FC Winterthur – mit Jogi Löw als Teamkollegen.

René Weiler: «Mein kurzfristiger Abstecher an die WM in Brasilien hat mir wieder einmal gezeigt, dass Fussball einerseits verbindet und andererseits eine einzige Sprache ist – zumindest was das Spiel angeht. Egal, wer eine Partie bestreitet oder leitet, die Stimmung und Stimme auf den Rängen und im Stadion ist dieselbe. Die Laola-Welle verdeutlicht das am besten; diese Massendarbietung wird während der Spiele denn auch oft praktiziert. Dasselbe Verständnis untereinander gilt bei den Spielern und den Schiedsrichtern. Ob die Engländer gegen die Italiener spielen oder ein Japaner ein Spiel zwischen Südamerikanern und Europäern pfeift, alle – auch die Zuschauer – verstehen sich mit oder ohne Worte. Während das im Stadion also einwandfrei funktioniert, waren meine kommunikativen Probleme ausserhalb doch erheblich grösser. Obwohl der englischen und auch französischen Sprache mächtig, stand ich mit meinen nicht vorhandenen Portugiesischkenntnissen im Verkehr, in der Stadt, in den Restaurants und oftmals auch in den Hotels buchstäblich auf verlorenem Posten. Dies bestärkte mich erst recht, die nun freie Zeit, die mir nach meinem Rücktritt als Trainer des FC Aarau zur Verfügung steht, sinnvoll zu nutzen und mir wichtige Fähigkeiten für das Leben und das Weiterkommen im Fussball-Business anzueignen. Dazu gehören die Sprachen. Je perfekter, desto besser. Dialoge sind gewinnbringend und vereinen nicht nur Menschen in einem Fussballstadion, sondern auch ausserhalb. Weltweit!»

Über seine Pläne will René Weiler noch nichts verraten. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Unser Tipp: Es hat definitiv etwas mit Fussball zu tun. Vielleicht ein Trainerjob in Brasilien?

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