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Archiv für November, 2014

Wort der Woche «Bachelor»

27. November 2014

Es wird getrunken, geknutscht und gezickt. In der Fernsehshow «Der Bachelor» kämpfen 20 junge Frauen um die Gunst des Bachelors Rafael Beutl. Rund um die Uhr von Kameras begleitet, soll Beutl unter den 20 Damen seine grosse Liebe finden. Zickenkrieg und Eifersuchtsdramen sind da natürlich vorprogrammiert. Was uns aber viel mehr interessiert als Frauen, die sich in den Haaren liegen, ist die Bedeutung, die hinter dem Wort «Bachelor» steckt.

Es ist der Running Gag für alle Studierenden, die nach drei Jahren Studium ihr Diplom erhalten: Stolz posieren sie mit dem Diplom in der einen und einer Rose in der anderen Hand, stellen das Bild auf die Social-Media-Kanäle und schreiben dazu: «Ich bin jetzt auch ein Bachelor.» Die Sendung «Der Bachelor» will aber auf etwas ganz anderes als auf den Titel hinaus.

Die Frauen tanzen nach seiner Pfeife: Der aktuelle Bachelor Rafael Beutl.

Die Frauen tanzen nach seiner Pfeife: Der aktuelle Bachelor Rafael Beutl.

Ursprung im Hochmittelalter

Bachelor ist Englisch und bedeutet Junggeselle – also ein unverheirateter Mann, unabhängig von seinem Alter. Der Begriff stammt aus der Handwerkersprache des hochmittelalterlichen Zunftwesens: Der Junggeselle war der jüngste der Gesellen in einem Handwerksbetrieb. Im 15. Jahrhundert bezeichnete das Wort den jungen Gesellen auf Wanderschaft, der noch keine Familie gründen konnte. Seit dem 16. Jahrhundert gilt eine erweiterte Bedeutung: Seither versteht man unter «Junggeselle» allgemein den jüngeren unverheirateten Mann im Gegensatz zum Ehemann. Heutzutage wird diese Bezeichnung für Männer, die in einer nichtehelichen Partnerschaft leben, jedoch als unzutreffend empfunden. Zudem wird der Begriff Junggeselle immer häufiger durch Alleinstehender oder Single ersetzt.

Die Sendung «Der Bachelor» hat für einige aus der Not eine Tugend gemacht. 21 liebeshungrige junge Menschen sehen in dem Format ihre Chance, ihr Singledasein zu beenden. Oder wahrgenommen zu werden und die erhoffte Schauspiel- oder Modelkarriere voranzutreiben.

Bachelor im Bildungskontext

Wie bereits angedeutet, wird das Wort Bachelor heute hauptsächlich im Bildungskontext gebraucht: Der Bachelor ist – seit der Bologna-Deklaration (2003) auch bei uns − ein akademischer Grad, den man an einer Hochschule oder Universität erreichen kann. Üblicherweise ist es der erste Grad eines gestuften Studiums. Darauf folgen der Master- und danach der Doktortitel. Bei der TRANSLATION-PROBST AG legen wir grossen Wert auf einwandfreie Qualität. Deshalb setzen wir auf gut ausgebildete Mitarbeitende. Jedes einzelne Teammitglied verfügt über eine Ausbildung auf Bachelor-Niveau oder höher oder besitzt ein anderes gleichwertiges Diplom.

Rafael Beutl steht nun kurz vor der Entscheidung. 17 Frauen mussten die Koffer bereits packen, 3 Kandidatinnen kämpfen noch um sein Herz. Wir hoffen, dass er bei seiner Entscheidung den Nagel auf den Kopf trifft.

Treffsichere Antworten sind Gold wert

24. November 2014

Professor Tell, der mit seiner Treffsicherheit seit 2010 unsere Qualitätsgarantie symbolisiert, denkt sich jeden Monat ein kniffliges Ratespiel für Sie aus. Jede treffsichere Antwort nimmt an der Verlosung eines Goldvrenelis im Wert von Fr. 250.− teil. Im November geht es um das Thema interne Kommunikation. Wissen Sie, welcher Begriff gesucht ist?

Versuchen Sie Ihr Glück beim monatlichen Tell Comic.

Versuchen Sie Ihr Glück beim monatlichen Tell Comic.

Natürlich gibt es Dutzende von Begriffen, die für die interne Kommunikation wichtig sind. Professor Tell zielt aber auf einen ganz bestimmten ab. Sie haben keine Idee, was es sein könnte? Stöbern Sie ein bisschen auf unserer Website www.translation-probst.ch und lassen Sie sich inspirieren – Sie stossen ganz bestimmt auf die richtige Lösung.

Wort der Woche «Dialogmarketing»

20. November 2014

Unpersönliche Massensendungen sind überholt. Die Kunden wollen heute persönlich angesprochen und in ihrem Umfeld abgeholt werden. Diesem Bedürfnis wird man mit gezieltem Dialogmarketing gerecht. Als Partner des Schweizer Dialogmarketing-Preises durften wir Heinz Schopfer, dem Verbandsmanager des Schweizer Dialogmarketing Verbands (SDV), Fragen stellen, die Ihnen bestimmt auf der Zunge brennen.

Wie erklären Sie Dialogmarketing in zwei Sätzen?
Dialogmarketing ist der Oberbegriff für alle Marketingaktivitäten, bei denen Medien mit der Absicht eingesetzt werden, eine interaktive Beziehung zu Individuen herzustellen. Ziel ist es dabei, den Empfänger zu einer individuellen, messbaren Reaktion (Response) zu veranlassen.

Warum ist Dialogmarketing für Unternehmen wichtig?
Für die Neukundengewinnung im Business wie auch im Consumer-Bereich ist Dialogmarketing unerlässlich. Mit gut gemachtem Dialogmarketing kann das Unternehmen seine Kunden binden und zu Wiederkäufern machen.

Welche drei Punkte sind für ein gutes Dialogmarketing ausschlaggebend?
Punkt 1: Wie kann ich meinem Kunden nützlicher sein als andere?
Punkt 2: Wie hole ich meinen Kunden dort ab, wo er sich derzeit befindet?
Punkt 3: Wie motiviere ich meinen Kunden zu einer positiven Aktion (Response)?

Heinz Schopfer, Verbandsmanager Schweizer Dialogmarketing Verband

Heinz Schopfer, Verbandsmanager Schweizer Dialogmarketing Verband

Welche Unternehmen machen aus Ihrer Sicht top im Dialogmarketing?
All die Unternehmen, die bei unserem SDV Award ihre Projekte einreichen. Sie beweisen damit, dass sie es geschafft haben, eine kreative und vor allem erfolgreiche Dialogmarketing-Kampagne zu lancieren.

Warum habt Ihr ausgerechnet die TRANSLATION-PROBST AG als Partner ausgewählt?
Die TRANSLATION-PROBST AG übersetzt nicht nur Texte, sondern redigiert und korrigiert solche für unsere Kommunikation rund um den SDV Award. Das ist eine grosse Entlastung für das Organisationsteam des Awards, weil wir immer unter Zeitdruck Texte für die Presse, online, Broschüren, Website und Reglemente zu erstellen haben.

Mit den Antworten von Heinz Schopfer wird klar, dass Dialogmarketing wichtig ist, um langfristige Kundenbeziehungen zu ermöglichen. Denn so können sich Unternehmen im Konkurrenzkampf abheben und dem Kunden Nähe vermitteln. Doch das beste und kreativste Dialogmarketing bringt nur dann etwas, wenn auch die Qualität der Dienstleistung stimmt und im besten Fall garantiert wird.

Die Geburt des Professors Tell als Comic Held

12. November 2014

Professor Tell ist unser Botschafter für die Werte Genauigkeit, Treffsicherheit, Zuverlässigkeit und Swissness und symbolisiert somit das Herzstück der Qualitätssicherung der TRANSLATION-PROBST AG. Tell hat sich von einem einfachen Symbol zu einer richtigen Charakterfigur gemausert, hat seine eigenen Social Media Kanäle und einen festen Platz in unserem Newsletter. Er ist so flexibel, dass er nun sogar in der internen Kommunikation der TRANSLATION-PROBST AG eingesetzt wird. Unter anderem dank ihm wurde unser Kommunikationskonzept bei der Verleihung der Goldenen Feder als drittbeste Arbeit ausgezeichnet. Doch wie ist diese Figur entstanden, und wo liegen die Vorteile eines Comic-Helden in der Unternehmenskommunikation? Die TRANSLATION-PROBST AG sprach darüber mit den Gründern des Comic.

Professor Tell verlost jeden Monat ein Goldvreneli in unserem Newsletter.

Professor Tell verlost jeden Monat ein Goldvreneli in unserem Newsletter.

Roman, wie bist Du auf die Idee mit Professor Tell als Comic gekommen?
Roman Probst: Tell ist inzwischen 77 Jahre alt. Deshalb überlegten wir uns, wie wir ihn in Zukunft einsetzen wollen. Mit Mike Flam und Thomas Kupferschmied steckten wir die Köpfe zusammen. Uns war klar, dass wir das Thema ganzheitlich betrachten müssen. Insbesondere so, dass es auch Bestand für die Zukunft hat. So kamen wir zum Schluss, dass Tell modernisiert werden soll. Wir nahmen uns vor, die neue Epoche an der Messe SuisseEMEX‘14 einzuläuten, weil wir dafür auch ein neues Standkonzept geplant hatten. Dieses begeisterte das Publikum: Den Hintergrund bildete eine Schweizer Landschaft in goldigem Ton. In der Mitte des Messestandes platzierten wir einen riesen Holztisch in Form der Schweiz. Am Messe-Eingang verteilten wir allen Besuchern einen Nagel, den sie an unserem Stand in den Schweizer Holztisch hauen konnten. Wer den Nagel mit höchstens drei Schlägen auf den Kopf traf und im Holz versenkte, gewann ein Goldvreneli. Professor Tell hatte dieses Jahr anstelle der Armbrust einen Hammer in der Hand, war jedoch trotzdem glücklich.

Warum passt Professor Tell zur TRANSLATION-PROBST AG?
Mike Flam: Ich spreche fünf Sprachen fliessend. Doch einen guten Comic in einer anderen Sprache zu lesen, ist für mich noch eine Stufe höher. Dort vereinen sich Kultur und Wortspielereien pointiert in wenigen Worten. Das beste Beispiel dafür ist für mich Asterix. Ich bin fasziniert davon, wie perfekt dies dort geschieht. Insbesondere bei den Übersetzungen. Das passt meines Erachtens bestens zur TRANSLATION-PROBST AG, denn auch sie bietet treffsichere Übersetzungen in allen Sprachen an.

Welche Gedanken hast Du Dir beim Comic gemacht? Welche Details waren Dir wichtig?
Mike Flam: Ein intelligenter Comic transportiert Gedanken und Ideen und ist dabei ein unterhaltsames Medium. Es weckt das Kind in einem, denn jeder hat in irgendeiner Form schon Comics gelesen. Auch die stets präsenten, kurzweiligen 4-Bilder-Comics in Zeitungen und Zeitschriften tragen dazu bei, dass die Menschen sie gerne lesen. Der Comic ist ein bekanntes Medium, und nun wird er mit den Ideen der TRANSLATION-PROBST AG verpackt. Für mich sind dabei intelligente Geschichten wichtig. Zentral am Comic mit dem Helden Professor Tell ist, dass die TRANSLATION-PROBST AG als Unternehmen darin nicht explizit vorkommt, ausser die Figuren nehmen Roman Probst bzw. die TRANSLATON-PROBST AG auf die Schippe.

Ist es nicht gefährlich, den Wert Treffsicherheit mit Comic zu vermischen?
Mike Flam: Meines Erachtens liegt genau hier die Stärke eines Comics, insbesondere wenn dieser wie geplant in den vier Schweizer Nationalsprachen sowie in Englisch und Spanisch lanciert wird. Mit Rücksicht auf die sprachlich-kulturellen Hintergründe kann dort sehr pointiert und treffsicher eine Übersetzung erfolgen. Der Comic wird meines Erachtens sehr grossen Erfolg haben, wenn er genau die Kultur und die Wortspiele aufgreift, die in der Sprache üblich sind. Denn davon lebt ein Comic. Und das ist ja auch die Stärke der TRANSLATION-PROBST AG.

Warum passt die Form des Comics besser zur TRANSLATION-PROBST AG als der reale Tell?
Thomas Kupferschmied: Der reale Professor Tell ist schon über vier Jahre für die TRANSLATION-PROBST AG im Einsatz. Es musste etwas Neues her, das die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf sich zieht. Die Idee eines Comic-Helden kam im Brainstorming mit Mike Flam und dem Marketingteam der TRANSLATION-PROBST AG schnell auf. Denn Tell sollte einfach etwas jünger und agiler wirken. Ganz nach den Werten, welche die TRANSLATION-PROBST AG lebt. Der Comic ist insofern eine gute Idee, da der Professor Tell bleibt, wir ihn aber mit der Comic-Zeichnung in eine jüngere und dynamischere Person verwandeln können. Auch ist er so vielseitiger einsetzbar.

Was bringt das dem Branding der TRANSLATION-PROBST AG?
Thomas Kupferschmied: Wichtig zu beachten ist, dass die Leser, Website-Besucher und Kunden involviert werden. Denn so werden sie zu einem Teil der Geschichte und gestalten den Brand aktiv mit. Es entsteht eine emotionale Bindung zum Brand, sprich zur Firma TRANSLATION-PROBST AG. Jetzt kommt es auf die einheitliche Umsetzung an, damit der Comic in die Herzen der Betrachter geht.

Was braucht es noch für ein optimales Storytelling?
Thomas Kupferschmied: Ich habe gerade vor Kurzem einen interessanten Artikel zum Thema Storytelling gelesen und diese sieben Regeln gefunden:

  1. Erst die Idee, dann die Kanäle
  2. Starten Sie mit dem Warum
  3. Finden Sie Held, Konflikt und Lösung
  4. Fassen Sie die Story in einem Tweet zusammen
  5. Erzeugen Sie einen Spannungsbogen
  6. Respektieren Sie die Intelligenz Ihres Publikums
  7. Machen Sie die Story social und shareable

Roman, wieso Mike Flam?
Roman Probst: Mike Flam besitzt die unglaublich wertvolle Gabe, in Bildern zu denken. Ausserdem legt er Wert auf eine ganzheitliche Betrachtung der Thematik, was mir natürlich sehr entgegen kommt. Hinzu kommt, dass er vor nichts Angst hat und alles ausprobiert: Wenn alle sagen, das funktioniert nicht, dann kommt Mike, der nicht weiss, dass es nicht funktioniert, und macht es einfach.

Das Markomteam der TRANSLATION-PROBST AG mit Mike Flam (links) und Thomas Kupferschmid (rechts)

Das Markomteam der TRANSLATION-PROBST AG mit Mike Flam (links) und Thomas Kupferschmied (rechts)

Wie bist Du ursprünglich auf die Idee mit Professor Tell gekommen?
Roman Probst: Beim Zigarrenrauchen. Ich habe mir überlegt, wie man Text-, Übersetzungs- und Dolmetscherdienstleistungen mit Qualitätsgarantie kreativ anpreisen kann. Und zwar so, dass es nicht kopierbar ist. Tell vereint all unsere Werte wie Genauigkeit, Treffsicherheit, Zuverlässigkeit und Swissness in sich. Da wir jeden unserer Texte von einem Professor oder Hochschuldozenten der Zielsprache korrigieren lassen, wurde aus Tell Professor Tell. Deshalb passt er ideal zu uns.

Wie geht es weiter mit Professor Tell?
Professor Tell wird auf jeden Fall weiterhin in der internen und externen Kommunikation eingesetzt. Auch dank ihm wurde Unsere Arbeit beim Schweizer Rating interne Kommunikation 2014 als drittbeste in der Kategorie «Konzepte/Strategien» bewertet. Er macht seinen Job so gut, dass wir seit über vier Jahren seine eigenen Social Media Kanäle pflegen.

Wort der Woche «Interne Kommunikation»

7. November 2014

Jeder macht es täglich. Einige tun es sogar im Schlaf: Kommunikation ist für Menschen fast so wichtig geworden wie die Luft zum Atmen. Speziell für Unternehmen ist eine strategische Kommunikation existenziell. Nicht nur extern, sondern auch intern. Deshalb hat die TRANSLATION-PROBST AG im Jahr 2014 ihr internes Kommunikationskonzept überarbeitet; dieses neue Konzept wurde bei der Verleihung der Goldenen Feder mit dem Preis «drittbeste Arbeit» in der Kategorie Konzepte und Strategien belohnt. Peter Stücheli-Herlach, Professor und Leiter des Forschungsschwerpunkts für Organisationskommunikation und Öffentlichkeit an der ZHAW, hat für uns Fragen zur internen Kommunikation beantwortet, mit denen sich alle Unternehmen beschäftigen sollten.

TRANSLATION-PROBST AG: Was ist Kommunikation? Und warum ist die interne Kommunikation für Unternehmen so wichtig?

Peter Stücheli-Herlach: Kommunikation? So schnell gefragt, so schwer erklärt! Möglicherweise ist es das: Gemeinsames Handeln ohne Zwang, aber mit Impact. Aber das kennen wir auch aus dem Privaten, aus dem Alltag. Wir reden ja alle ständig miteinander, wir mailen, posten, lesen und werfen Papiere mit Texten auf den Stapel, täglich, stündlich, minütlich. Unternehmenskommunikation muss sich davon unterscheiden. Muss Unternehmensleistungen unausweichlich, Qualitätsmerkmale unverzichtbar werden lassen. Muss Anziehungskraft entwickeln. Muss Tempo haben und Präzision beweisen. Dabei gilt: Die alte Unterscheidung zwischen Innen und Aussen, also zwischen «interner» und «externer» Kommunikation ist überholt. In der Wissens-, Kommunikations- und Netzwerk-Gesellschaft ist sofort draussen, was drinnen abgeht. Und die Aussenwelt massiert konstant die internen Abläufe. Gut beraten deshalb, wer so radikal auf Kommunikation setzt, dass diese unverwechselbar wird, und wer sich dabei umfassend selber engagiert, innen und aussen.

Wie setzt man eine Strategie integrierter Kommunikation in einem Unternehmen um?

Da gibt es viele gangbare Wege. Bei aller Bemühung um die Gestaltung einzelner Beiträge, Medienkanäle und -produkte, bei allen Wünschen nach strategischer Steuerung mit Konzepten, Vorgaben, Standards – wichtig ist, eines nicht zu vergessen: Die Realität der Kommunikation bleibt immer hinter den Zielvorstellungen zurück. Das liegt in der Natur der Sache: Beim Kommunizieren kommen wir zusammen weiter. Gute Kommunikation lässt deshalb vieles hinter sich. Nicht die starre Norm, sondern die ständige Verbesserung der Situation ist deshalb das A und O integrierter Kommunikation. Deshalb gibt es keine Botschaft, bei der man nicht noch nachlegen müsste. Kein Mediendesign, das nicht optimierungsfähig wäre. Keine wichtige Beziehung, die man nicht vertiefen könnte. Kein Netzwerk, das schon perfekt ist. Starre Konzepte können wir vergessen. Konzeptuell denkende und handelnde Profis hingegen, das brauchen wir … nicht immer, aber immer öfter!

Warum wurde die TRANSLATION-PROBST AG Deiner Meinung nach in dieser Kategorie für die Goldene Feder (Preis für interne Kommunikation) nominiert?

Das entzieht sich meiner Kenntnis, ich war ja nicht in der Jury. Ins Auge sticht, dass wir es mit einem Unternehmen bzw. mit einem Unternehmer zu tun haben, der mit sich selber nie ganz zufrieden ist. Wer Marktpositionen erobern will, muss handeln. Wer handelt, macht immer auch Fehler. Erst jetzt kommen die Unterschiede. Denn erfolgreich wird, wer die Fehler erkennt. Wer sie hasst, aber auch vergeben kann. Wer sie überwinden will. Wer sie deshalb intern debattiert. Wer gemeinsam mit Mitarbeitenden, Kunden und Kollegen lernt. Und wer es immer besser machen will. Und: Wer es deshalb auch irgendwann besser macht. Und dadurch schliesslich besser ist.

Vielen Dank für das Interview, Peter Stücheli-Herlach. Wie die Antworten zeigen, ist eine strategische Kommunikation kein in sich abgeschlossener Prozess. Wer Erfolg haben will, muss seine Fehler analysieren und jedes Vorgehen immer wieder hinterfragen. Ansonsten entsteht eine starre Kommunikation, welche die Bedürfnisse der Mitarbeiter nicht befriedigt und somit eine schlechte Reputation nach sich ziehen kann.

Peter Stücheli-Herlach

Peter Stücheli-Herlach

Peter Stücheli-Herlach ist Forscher, Berater, Bildner für öffentliche Kommunikation; Leiter Forschungsschwerpunkt für Organisationskommunikation und Öffentlichkeit am IAM Institut für Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (www.stuecheli.com). Mit seinem Team untersuchte er in den Jahren 2013 bis 2014 die Telefonkommunikation der TRANSLATION-PROBST AG und entwickelte zusammen mit dem Unternehmen Optimierungsperspektiven.