Wort der Woche «Dr. Google»

Mit dem Web 2.0 verloren die Ärzte ihre Vormachtstellung. Viele Internetuser googeln selbst nach ihren Symptomen. Eine korrekte Diagnose ist jedoch mindestens so wichtig wie eine fehlerlose Übersetzung in der Pharma- und Medizinalbranche.

Bestimmt suchten auch Sie schon im Internet nach den Symptomen und Ursachen einer Krankheit. Damit sind Sie nicht allein: Jede zwanzigste Suchanfrage auf Google steht in Zusammenhang mit Gesundheit.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Dr. Google

Ein Ziehen in der Bauchgegend, häufige Kopfschmerzen oder Übelkeit – in Zeiten von Beschwerden wird häufig nicht zuerst der reale Arzt konsultiert, sondern Dr. Google. Denn der weiss immer und auf alles eine Antwort. Nur bleibt es meistens nicht bei einer Antwort, sondern der Internetuser wird mit einer Fülle an Informationen überschüttet, etwa in Krankheitsforen oder Gesundheitsblogs. Dies kann einerseits zu «Cyberchondrie» führen (ein Wort, das sich aus «Cyber» und «Hypochondrie» zusammensetzt). Hypochonder sind der festen Überzeugung, dass sie krank sind. Obwohl ihr Körper an und für sich gesund ist, leiden sie an Ängsten, die krank machen. Im spannenden Beitrag des Beobachters erfahren Sie mehr über die krankhafte Angst vor der Erkrankung.

Wer wissen will, woher seine Kopfschmerzen kommen, kann schnell Panik bekommen.

Wer wissen will, woher seine Kopfschmerzen kommen, kann schnell Panik bekommen.

Mit Cyberchondrie ist somit gemeint, dass Informationen aus dem Internet hypochondrische Tendenzen auslösen oder verstärken können. Wird z. B. nach dem relativ unspezifischen Symptom «Kopfschmerzen» gegoogelt, können die medizinischen Informationen aus dem Web die Angst schüren, an einem Gehirntumor zu leiden – obwohl Kopfweh bei einer Unmenge an Erkrankungen auftreten kann. Meist hilft die Beruhigung eines Arztes nur kurzfristig; die Betroffenen müssen sich immer wieder selbst im Internet rückversichern, dass sie wirklich nicht krank sind.

Andererseits ist der frei zugänglichen Information im Internet auch durchaus Positives abzugewinnen: Weil die Patienten so gut informiert sind wie nie zuvor, ist das Gespräch zwischen Arzt und Patient ausgeglichener. Der Arzt wird so unter Umständen sogar als glaubwürdiger betrachtet. Informierte Patienten sind also nicht das Problem, jedoch falsch informierte. Auch Google ist sich dessen bewusst und lässt die Resultate von einem Ärzteteam überprüfen. So soll sichergestellt werden, dass die User auf relevante Informationen stossen, wie Google auf seinem offiziellen Blog im Februar verkündete.

Falsche Behandlungen durch Übersetzungsfehler

Genauso wichtig wie eine korrekte Diagnose ist jedoch auch eine fehlerlose Übersetzung in der Medizin und Pharmazeutik. Egal ob es um Packungsbeilagen, Studien oder Gebrauchsanleitungen geht – die Fachbegriffe müssen einwandfrei übersetzt sein. Ansonsten sind Missverständnisse oder gar schwerwiegende Fehler vorprogrammiert. So ergab eine amerikanische Untersuchung, dass 1‘500 von 30‘000 falschen Behandlungen missverständliche Abkürzungen als Ursache haben.

Nur mit einer korrekten Übersetzung kriegen Sie auch die richtigen Tabletten verschrieben.

Nur mit einer korrekten Übersetzung kriegen Sie auch die richtigen Tabletten verschrieben.

In der Schweiz erlebte in den vergangenen zwei Jahren jeder neunte Patient einen Behandlungsfehler – die zum Teil auch auf fehlerhafte Übersetzungen zurückzuführen sind. In der Studie der Linguistin Dr. Anna-Katharina Hüging sticht folgender Fall als Beispiel heraus: Für «medullary thyroid cancer» wählte einer der Probanden die Übersetzung «Rückenmarkkrebs». Korrekt wäre aber «medulärer Schilddrüsenkrebs» gewesen. Ein Fall wie dieser ist zwar selten, macht jedoch deutlich, wie wichtig die Wahl der Übersetzer ist. Diese müssen im Bereich Medizin zu Hause sein und die verschiedenen Fachbegriffe sowie Abkürzungen kennen.

Falls Sie im Medizin- oder Pharmabereich tätig sind, zögern Sie nicht, das Team der TRANSLATION-PROBST AG zu kontaktieren. Wir stehen Ihnen gerne mit unseren professionellen Übersetzungsdienstleistungen zur Seite und verschreiben Ihnen den für Sie passenden Fachübersetzer – ohne Risiken und Nebenwirkungen.

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks