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Wort der Woche «Brille»

Sie schärft den Blick und schmückt immer mehr Nasen: die Brille. Nicht alle haben das gleiche Bild von ihrer Wirkung. Was jedoch klar ist: «Brillenschlangen» haben heute ein leichteres Leben als früher.

Die Brille hat sich längst zu einem beliebten Modeaccessoire gemausert. Es gibt Frauen, die haben zu jedem Outfit nicht nur den passenden Schuh, sondern auch die stilgerechte Brille.

Markante Hornbrillen werden vermehrt als individuelles Erkennungsmerkmal getragen.

Markante Hornbrillen werden vermehrt als individuelles Erkennungsmerkmal getragen.

Ursache für Kopfweh
Die Brille ist jedoch nicht nur ein Schmuck, sondern häufig auch ein Zaubermittel gegen lästige Kopfschmerzen. Vor allem eine nicht korrigierte Weitsichtigkeit kann Schuld am rhythmischen Pochen in der Schläfe oder dem leichten Hämmern unter der Schädeldecke sein. Der Clou dabei: Die Augen gleichen das Gesehene bis zu einem gewissen Punkt aus, weshalb viele Menschen ohne ihr Wissen weitsichtig sind. Durch die ständige Überanstrengung, um scharf zu sehen, können jedoch besagte belastungsabhängige Kopfschmerzen entstehen. Auch ein leichtes Schielen, das sich bisher geschickt getarnt hat, führt insbesondere nach intensiven Lesephasen oder einer längeren Verabredung mit dem Computer zu Kopfweh. Mal einen Sehtest beim Augenoptiker Ihres Vertrauens zu machen, ist in diesem Fall sicher ein kluger Schachzug.

Verringerte Sehkraft durch die Brille?
Damit sich die Kontaktlinsen nicht vernachlässigt fühlen: Ich habe euch nicht vergessen! Nur seid ihr halt gerade für Menschen mit trockenen Augen wie mich nicht so geeignet, und ihr habt mich deshalb mit geröteten Augen schon ziemlich «zombiehaft» aussehen lassen. Gerade wenn der Computer häufig das Gegenüber darstellt, wird die Tränenflüssigkeit, die das Auge vor der Linse schützt, durch die verringerte Häufigkeit des Wimpernschlags schlechter verteilt. Die Linse reizt dann die Hornhaut, was im ärgsten Fall Entzündungen nach sich ziehen kann. Doch nicht alle singen ein Loblied auf die Brille: Viele befürchten, dass sie ihre Sehkraft verschlechtert. Dies ist aber ein Trugschluss. Zwar kann speziell bei Brillen-Neulingen der Eindruck entstehen, dass das eigene Sehvermögen ohne Brille im Vergleich zu früher schlechter ist. Das liegt aber an der zuvor fehlenden Vergleichsmöglichkeit: Vor der Brille hat das aktuelle Sehvermögen für die Betroffenen die maximale Sehkraft dargestellt. Durch die Brille wurde diese jedoch neu definiert. Setzen die neuen Brillenträger nun ihre Sehhilfe ab, wird ihnen der Unterschied zwischen der optimalen Sehkraft und ihrer natürlichen Sehstärke wortwörtlich vor Augen geführt.

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Unsere Autorin und ihre Brillen im Wandel der Zeit.

Menschliche und tierische Brillenschlangen
Ich selbst trage heute meine Brille mit Stolz, gehört sie doch zu mir, und lässt sie sich doch eher als zusätzliches Accessoire beschreiben. Das war jedoch nicht immer so. Ein Blick auf alte Fotos aus meiner Kindheit beweist: dicke Gläser und das rechte Brillenglas mit einer Folie abgedeckt – es gibt Schöneres. Ich hatte aber Glück: Als «Brillenschlange», eine unter den Brillenträgern und Brillenträgerinnen  unliebsame Betitelung, haben mich meine Klassenkameraden nie bezeichnet (jedenfalls nicht in meiner Anwesenheit). Da sind andere weniger glimpflich davongekommen. In der Tierwelt sind «Brillenschlangen» hingegen begehrte Objekte und stehen deshalb unter weltweitem Schutz – trotzdem werden sie oft von Schlangenbeschwörern für ihre Vorstellung gefangen. Ihren Namen haben die Brillenschlangen (oder auch südostasiatischen Kobras) übrigens der Markierung auf der Rückseite des Halsschildes zu verdanken, die an eine Brille erinnert.

Auch Professoren werden häufig mit einer Brille assoziiert. Ob alle Professoren und Hochschuldozenten, die für die TRANSLATION-PROBST AG arbeiten, eine tragen, wissen wir nicht. Dafür haben wir eigenhändig geprüft, dass sie bei der Nachkorrektur der Übersetzungen und Texte darauf achten, dass die Dioptrie bei null liegt.

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