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Wort der Woche «Katalysator»

Das Wort der Woche widmet sich dem Fahrzeugkatalysator, einem Gerät, das sich medial derzeit in prominenter Gesellschaft befindet, hat doch der VW-Konzern mit seinem Abgasskandal für dicke Luft in den Medien gesorgt.

Manchmal ist es in der Kommunikation wie bei einem Katalysator: Es gilt, die Schadstoffe auf ein Minimum zu reduzieren. Den Qualm in Wolfsburg dagegen kann VW mit keinem Katalysator der Welt auflösen, sondern nur mit Taten und der Flucht nach vorne.

Der Katalysator ist griechisch und bedeutet Auflösung
Das Wort geht auf den griechischen Begriff katálysis zurück, was so viel wie «Auflösung» bedeutet. Ein Fahrzeugkatalysator hat demnach die Aufgabe, Verbrennungsschadstoffe wie Kohlenwasserstoffe, Kohlenstoffmonoxid und Stickoxide in ungefährliche Stoffe wie Wasser, Stickstoff oder Kohlenstoffdioxid umzuwandeln. Ein Katalysator löst also die gefährlichen Stoffe in weniger gefährliche auf. Zum Wohl aller.

Ob sich der Skandal-Dunst über VW bald wieder auflöst, hängt davon ab, wie rasch der Wolfsburger Autobauer die betroffenen Fahrzeuge umrüstet. Und wer weiss: Vielleicht bietet sich VW damit die Chance, eine neue Technologie zu entwickeln, die eine Manipulation der Abgaswerte erst gar nicht nötig macht. Für die Marke und die weltweite Belegschaft wäre dies zu wünschen.

Der Katalysator sorgt auch bei Übersetzungen für gute Luft.

Der Katalysator sorgt auch bei Übersetzungen für gute Luft.

Was hat ein Katalysator mit Übersetzungen gemein?
Mehr als Sie denken: Bei Texten und Übersetzungen geht es – sofern nicht eine mehr oder weniger wörtliche Übersetzung gewünscht ist – ebenfalls darum, zu filtern und sich auf das Essenzielle zu fokussieren. Unsere Texter und Übersetzer agieren dabei wie ein Katalysator: Sie reinigen den Text von bestimmten Floskeln, Füllwörtern oder Worthülsen. Stattdessen streichen sie diejenigen Botschaften heraus, die Ihren Kommunikationszielen und den Bedürfnissen Ihrer Kunden entsprechen. Ohne Schnickschnack und Wortblähungen. Dafür direkt und ehrlich.

Ein empfehlenswertes Tool, das auch Sie im Büroalltag nutzen können, ist die Textanalyse von Wortliga: Mit diesem Tool lässt sich leicht überprüfen, ob ein Text einfach, klar und prägnant formuliert ist. Sie kopieren dabei Ihren Ausgangstext ins entsprechende Dialogfenster und lassen den Roboter all die Füllwörter, Wortwiederholungen oder zu langen Sätze herausschälen. Probieren Sie das mal für Ihren täglichen Mailverkehr – Sie werden merken, dass Ihre Botschaften mit der Zeit besser ankommen, weil Sie präziser und eleganter formulieren.

Nutzen Sie Ihr Umfeld als Text-Katalysator
Wenn Sie häufig schreiben und dabei wichtige Informationen an Ihre Empfänger richten, lohnt es sich, Ihren Text von Ihrem Umfeld auf die Probe stellen zu lassen: Bitten Sie doch jemanden, Ihnen Ihren eigenen Text laut vorzulesen. Ihr Gegenüber funktioniert dabei wie ein Katalysator und stolpert oder verzagt an Stellen, die noch nicht sauber genug formuliert sind. Bei diesem Prozess geht es zusätzlich darum, die eigenen Vorstellungen mit den Vorstellungen Ihres Gegenübers in Einklang zu bringen und zu prüfen, ob Ihre Botschaft so ankommt, wie Sie es beabsichtigt haben. Probieren Sie diese Methode im Alltag. Dadurch erhalten Sie selbst eine andere Sicht auf Ihren Text, was Ihre Schreibkompetenz fördert.

Unser Wort der Woche, geschrieben von unserem Texter und PR-Berater Predrag Jurisic. Bei welchen Themen katalysieren Sie? Bis nächste Woche − garantiert ungefiltert.

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