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Wort der Woche «Integration»

Einige nennen es die grösste Flüchtlingskrise seit dem Bürgerkrieg in Ruanda vor 20 Jahren. Andere gehen sogar bis zum Zweiten Weltkrieg zurück. Fakt ist, dass unsere Welt in Unruhe ist, das zeigen auch die jüngsten Ereignisse von Paris. Extrem viele Menschen sind auf der Flucht, und deshalb kommt auch das Thema Integration immer wieder zur Sprache. Wir haben vier unserer ausländischen Mitarbeiter dazu befragt.

Der Duden spuckt gleich mehrere Bedeutungen aus: «Wiederherstellung einer Einheit», «Einbeziehung, Eingliederung in ein grösseres Ganzes» und «Verbindung einer Vielheit von einzelnen Personen oder Gruppen zu einer gesellschaftlichen und kulturellen Einheit». Doch wie kommt man als fremde Person in eine grössere Gruppe, und wie lernt man die kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten kennen?

Verena, Floriane, Pascal und Julia (im Uhrzeigersinn)

Verena, Floriane, Pascal und Julia (im Uhrzeigersinn)

Liebesflüchtlinge
Unsere Mitarbeiterinnen Julia (D), Floriane (F), Verena (D) und unser Comiczeichner Pascal (F) haben eines gemeinsam: Sie alle haben ihren Job, ihren Freundeskreis, ja ihr ganzes Leben in ihrem Heimatland aufgegeben, haben ihre Zelte abgebrochen und sind für die Liebe in die Schweiz gezogen. Alle vier haben eine ähnliche Taktik gewählt, um sich in der Schweiz zu integrieren.

Integration dank Arbeit und Freizeitkontakten
Landsleute treffen und eine Arbeit finden, hiess ihr Erfolgsrezept. Pascal sagt: «Ich wollte mich integrieren, koste es, was es wolle, und habe deshalb jeden Job angenommen, egal wie gut oder schlecht er bezahlt war.» Auch Julia findet, dass die Arbeit bei der Integration hilft: «Das Team der TRANSLATION-PROBST AG macht es einem einfach, sich zugehörig zu fühlen.» Verena hatte dank ihrem Schweizer Freund schnell Kontakt zu Schweizern, und Floriane knüpfte während des Studiums Kontakte, und dank ihrem Sohn, der zuerst in der Krippe und danach in der Schule war, begegnete sie anderen Eltern. Es hört sich alles so einfach an, doch der Teufel steckt im Detail.

Höflich und hilfsbereit, aber distanziert
Oftmals wird man nämlich nicht nur mit Sprachbarrieren konfrontiert, sondern auch mit kulturellen Unterschieden. Julia beschreibt ein Kommunikationsproblem: «Schweizer sind im Allgemeinen höflicher und weniger direkt als die Deutschen. Ich muss besonders feinfühlig sein, damit ich auch das indirekt Ausgesprochene richtig wahrnehme und niemanden mit meiner Direktheit verunsichere.» Floriane findet die Schweizer viel verschlossener als die Franzosen: «Wir hatten Schwierigkeiten herauszufinden, wie wir beispielsweise unseren Nachbarn begegnen sollen, ohne sie vor den Kopf zu stossen.» Verena findet, dass vor allem ältere Menschen zu wenig offen sind: «Mit älteren Schweizern habe ich nach wie vor Probleme, weil sie oft sehr konservativ und verschlossen und nicht gerade offen gegenüber Ausländern sind.» Pascal spricht ein anderes Thema an: die Ordnung.

Die Schweizer und ihr Ordnungsdrang
Durchs Band geben die Mitarbeitenden an, dass es in der Schweiz sehr sauber, rein und geordnet ist. Pascal ist fasziniert davon, dass am Zürichsee alle Autos peinlich genau auf einem Parkfeld in einem Parkhaus stehen: «Alle Autos stehen in der gleichen Richtung im Parkhaus. Für einen Pariser ist das verrückt und unvorstellbar.» Verena wundert sich über den Sauberkeitswahn der Schweizer: «Ich finde viele Schweizer ein wenig pingelig und tendenziell sehr sauber.» Julia sieht das genauso: «Das Land wirkt idyllisch, geordnet und sauber, und alles ist sehr effizient hier.» Floriane mag, dass alles geordnet zu und her geht: «Anfangs war ich überrascht von den vielen Regeln und dass diese von allen befolgt werden. Mittlerweilen mag ich diesen Aspekt der Schweiz.»

Die Sprache, die Ordnung, die Art der Schweizer — das sind alles Dinge, die man verstehen und kennen muss, bevor man sich integrieren kann. Das Gleiche gilt für Übersetzungen: Nur wer die Kultur des Ziellandes genau kennt, kann eine treffsichere Übersetzung abliefern. Aus diesem Grund setzt die TRANSLATION-PROBST AG für die Übersetzungen ausschliesslich muttersprachliche Übersetzer ein, die mit den kulturellen Gegebenheiten des Ziellandes vertraut sind.

Zum Schluss verraten unsere Protagonisten noch ein paar Tipps für eine erfolgreiche Integration:

Pascal: «In der Schweiz muss man pünktlich sein!»

Julia: «Integration ist für mich ein Gefühl. Man sollte versuchen, sich ein soziales Netz aufzubauen, damit man sich dazugehörig fühlt.»

Verena: «Der Schlüssel ist in jedem Fall die Sprache. Es muss nicht Schweizerdeutsch sein, aber man muss sich verständigen können.»

Floriane: «Menschen aus unterschiedlichen sozialen Umfeldern treffen, nicht verzweifeln und geduldig sein.»

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