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Wort der Woche: «disruptive»

Disruptive ist englisch und bedeutet «etwas Bestehendes auflösen, zerstören». Wer also mit seiner Geschäftsidee Erfolg haben will, muss so innovativ sein, dass bestehende Technologien abgelöst oder eben − zerstört werden. Aber Achtung: Wer nicht ständig neue disruptive Ideen entwickelt, wird schnell von der Konkurrenz verschluckt.

Was sind disruptive Technologien genau und woran erkennt man sie? Wikipedia sagt, es sei «eine Innovation, die eine bestehende Technologie, ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung möglicherweise vollständig verdrängt». Die neuen Technologien bedeuten langfristig einen grossen Schritt nach vorne. So gehört beispielsweise das WC in die Kategorie disruptive Technologie. Es hat die Hygiene stark verbessert und dadurch die Lebenserwartung der Menschen rasant ansteigen lassen.

Nur mit innovativen Ideen sticht man aus der Masse heraus und wird erfolgreich.

Nur mit innovativen Ideen sticht man aus der Masse heraus und wird erfolgreich.

Immer wieder neu erfinden
Es genügt nicht, eine gute Idee zu haben und dann jahrelang die gleiche Unternehmensstrategie zu fahren. Denn eine disruptive Technologie, die erfolgreich auf dem Markt etabliert ist, wird irgendwann zur sustaining Technologie. Das heisst zur bestehenden Technologie. Wenn sie diesen Status erreicht hat, wird sie angreifbar durch neue, schnellere und günstigere Lösungen. Wer erfolgreich sein will, muss sich also immer wieder neu erfinden. Die Aussage «geht nicht» gibt es bei innovationshungrigen Menschen nicht. Der folgende Spruch bringt es perfekt auf den Punkt: «Alle haben gesagt, es geht nicht, bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach machte.» Natürlich muss man auch in der Übersetzungsbranche immer wieder disruptiv sein, um seinen Platz an der Sonne behalten zu können.

Disruptive Technologien in der Übersetzungsbranche
Maschinelle Übersetzungstools schiessen wie Pilze aus dem Boden. Klar, diese Tools sind noch meilenweit von den Fähigkeiten eines menschlichen Übersetzers entfernt. Schliesslich können Menschen zwischen den Zeilen lesen, den Kontext erfassen und einen angemessenen Stil in die Übersetzung einfliessen lassen. Diese Tools könnten wohl einmal eine weitreichende Innovation werden, die Dienstleistung bleibt im Kern jedoch die gleiche — nämlich die des Übersetzens. Und trotzdem muss man sich dagegen wappnen, ins Abseits zu geraten. Roman Probst, der CEO und Inhaber der TRANSLATION-PROBST AG, tut dies, indem er immer wieder neue Ideen ausheckt, um sein Unternehmen voranzutreiben: «Wir gehen nach dem ‹Jobs to be done›-Prinzip. Das heisst, wir möchten Innovationen kreieren, die ein ganz spezifisches Bedürfnis unserer Kunden befriedigen.» Ein Beispiel dafür ist das Video-Dolmetschen, das dank der Kooperation mit Swisscom umgesetzt werden konnte. «Die Kunden haben sich immer wieder beklagt, dass Dolmetscher zu hohe Reisekosten verursachen», so Roman Probst. Ein Video-Dolmetscher wird per Video zugeschaltet und verursacht deshalb keine Reisekosten. Zudem können Meetings sehr kurzfristig organisiert werden. «Mit dieser Idee haben wir den Nerv der Zeit getroffen. Die Budgets werden immer kleiner und die Zeitressourcen immer knapper. Mit Video-Dolmetschen können wir also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.»

Je mehr neue Technologien auf den Markt kommen, desto schneller dreht sich die Welt und umso rascher ist die eigene Reaktion gefragt. Das Internet wurde 1969 erfunden und ist heute nicht mehr wegzudenken. Welche disruptiven Technologien kennen Sie oder haben Sie schon im Alltag angewendet?

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