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Wort der Woche «Werbeslogans»

«Der Klügere liest nach.» Werbeslogans sollen ansprechen, ja Emotionen auslösen – und dabei melodisch klingen und raffiniert einfach sein. Damit ein Werbeslogan dem Erfolg einer Marke Auftrieb verleiht und das Produkt nicht mit einem Fluch behaftet, gilt es einige Punkte zu beachten und auf das Glück zu hoffen.

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Kurz und prägnant – Werbeslogans können eine Marke unsterblich machen.

Werbesprüche sollen auf den ersten Blick vermitteln, was der Kern des Produkts oder der politischen Botschaft ist. Wichtig ist auch zu zeigen, wie dieser Kern sich von dem der Konkurrenz unterscheidet. Und das alles mit wenigen Worten. Slogans unterliegen einem gewissen Zeitgeist, genauso wie es Kleidung auch tut. Ein paar Slogans jedoch haben die Zeit – wie das kleine Schwarze – überdauert und fanden Einzug in den Sprachgebrauch. Beispielsweise der von Perwoll: «Ist der neu?»

Der Begriff Slogan an sich stammt vom schottisch-gälischen «sluagh-ghairm», das sich aus den Worten für Heer und Ruf zusammensetzt: Ursprünglich war der Slogan also der Sammel- und Schlachtruf der Clans. Im deutschsprachigen Raum setzte sich Slogan erst Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Reklame durch: So konnte zwischen Werbebotschaft und Propaganda klarer unterschieden werden.

Eigenschaften eines guten Slogans
In der Fachliteratur – und natürlich im weltweiten Netz – gibt es zahllose Tipps, welche Eigenschaften ein Slogan aufweisen muss, um erfolgreich zu sein:

Kürze:
Ein Slogan soll aus maximal 5–6 Wörtern bestehen und sich auf den Kern der Werbebotschaft beschränken. Dieser Kern trägt die ganze Information über das Produkt – und vermittelt durch seine Kraft Emotionen: «Brille: Fielmann».

Einfachheit:
Ein guter Slogan soll nicht nur kurz, sondern auch leicht verständlich sein. Das heisst, Fachtermini und Fremdwörter sollten vermieden werden und der Wortschatz allgemein jedem potenziellen Abnehmer geläufig sein: «Kau rein. Bleib cool.»

Eingängigkeit:
Dank der gefälligen Melodie oder des eingängigen Rhythmus ist ein guter Slogan einfacher lern- und merkbar als einer, bei dem sich der Rachen rötet. Apropos: Können Sie das folgende Wort lesen, ohne es zu singen? «Ricola!»

Unverwechselbarkeit:
Der Slogan ist in aller Munde, aber niemand denkt dabei an Ihre Firma? Schade haben Sie den Firmen- oder Produktenamen nicht von Anfang an integriert. Der Slogan muss ein klares Markenbild schaffen und sollte ohne den Markennamen in sich zerfallen: «Alles Müller oder was?»

Zweifelhafter Erfolg
Das Rezept, wie ein guter Werbeslogan entstehen soll, scheint klar. Und dennoch sind nur wenige erfolgreich – und manche auch nur, weil sie Anlass zu Spott und Hohn geben. Beispielhaft steht der Spruch von Douglas: «Come in and find out.» Übersetzt heisst dies so viel wie: Komm rein und find‘ raus! Überhaupt scheint der Gebrauch von Anglizismen und die Übersetzung in andere Sprachen problematisch; sie bringen zum Teil seltsame Früchte hervor. Wenn Sie global tätig sind und der Slogan auch in anderen Sprachen funktionieren muss, sollten Sie diesen vorher immer von einem muttersprachlichen Übersetzer prüfen lassen. Dieser kennt die Kultur des Ziellandes genau und kann Sie bereits in der Planungsphase auf mögliche Stolpersteine aufmerksam machen.

Wenn bei der Kreation des Werbeslogans alle Punkte beachtet, eine Prise Humor beigefügt und die Marke treffend beschrieben wurden, dann können Sie unsterblich werden: «Schweizer Fleisch. Alles andere ist Beilage.»

Tun Sie sich trotz Anleitung schwer? Kein Problem. Wir haben Profis, die für Sie Werbeslogans texten können. Melden Sie sich einfach unter 0840 123 456 oder textservice@translation-probst.com. Wir freuen uns!

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