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Wort der Woche «Arbeitssicherheit»

Am kommenden Mittwoch findet im Rahmen der BERNEXPO 2016 die Fachmesse für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz statt. Geladen sind Fachleute und Entscheider aus den genannten Bereichen. Wie sensibilisiert sind Sie auf dieses Thema? Werden auch Sie mit den folgenden Fakten zum Sicherheitsexperten.

Im Arbeitsumfeld lauern die Gefahren – werden Sie ihnen Herr!

Im Arbeitsumfeld lauern die Gefahren – werden Sie ihnen Herr!

Grundsätzlich gilt: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, seine Arbeitnehmer durch alle angemessenen Massnahmen vor Unbill zu schützen. Dazu sind eine Reihe von Fragen zu berücksichtigen.

Wie steht es um Ihr Notfallkonzept?
Im Vorfeld ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Gefahren in seinem Betrieb zu ermitteln. Dazu findet er im Arbeitsgesetz oder bei der Suva einschlägiges Material – oder er zieht einen Spezialisten der Arbeitssicherheit hinzu. Wenn die Gefahren ermittelt sind, muss die Firma ihre Mitarbeitenden darüber informieren, wo diese auftreten können. Darüber hinaus gilt es, ein Notfallkonzept zu entwickeln und die Erste Hilfe zu organisieren.

Sichere Arbeitsumgebung bieten
Ein ausgeklügeltes Notfallkonzept nützt jedoch wenig, wenn der Arbeitsplatz nicht sicher gestaltet ist. Das heisst, dass einerseits nur Arbeitsmittel eingesetzt werden dürfen, die weder Sicherheit noch Gesundheit der Arbeitnehmenden gefährden – es sei denn, eine zeitgemässe Schutzausrüstung wird zur Verfügung gestellt. Andererseits sind mögliche Gefahren an den Gebäuden sowie in der Arbeitsumgebung zu prüfen; die Suva zählt hierzu Konstruktionsmängel wie auch Schädigungen durch Licht, Vibrationen, Explosionen, Feuer und Lärm.

Im Kleinen lauert die grosse Gefahr
Der Arbeitgeber muss jene nötige Infrastruktur bereitstellen, die ein hygienisches Arbeiten ermöglicht; Keime sind schneller übertragen als Haltungsschäden. Apropos Haltungsschäden: Auch körperschonende, ergonomische Abläufe hat der Arbeitgeber bestmöglich zu gewährleisten, um belästigende oder schädigende Einflüsse sowie übermässig starke und allzu einseitige Beanspruchungen zu vermeiden. Konkret: Lassen Sie sich einen neuen Bürostuhl liefern, und bestehen Sie darauf, gelegentlich zur Auflockerung zur Kaffeemaschine pilgern zu dürfen. Aber vorher und nachher Hände waschen!

Auch die Arbeitnehmenden sind in der Pflicht
Der Arbeitgeber ist in der Hauptpflicht – und das ergibt auch Sinn. Denn er kennt die Abläufe und hat damit den Überblick über mögliche gesundheitliche Risiken. Er hat aber auch die Pflicht, sein Personal sorgfältig auszuwählen und auszubilden. Seine Firma kann den sichersten Arbeitsplatz bieten, doch es nützt wenig, wenn sich die Mitarbeitenden nicht an die Anleitungen und Weisungen halten. Sie müssen den Arbeitgeber in der Durchführung der Vorschriften unterstützen und festgestellte Mängel beheben oder melden. Selbstverständlich ist es den Arbeitnehmenden untersagt, sich in einen Zustand zu versetzen, in dem sie für sich oder andere eine Gefahr darstellen – das heisst, Finger weg von der Flasche und anderen Betäubungsmitteln!

Zuwiderhandlung wird geahndet
Handeln Arbeitgeber nicht gemäss den Verordnungen, drohen ihnen Sanktionen, die von Ermahnungen bis hin zur Erhöhung der Prämien reichen können. «Gegen Arbeitnehmende, die sich sicherheitswidrig verhalten, können die Durchführungsorgane nur in Ausnahmefällen Zwangsmassnahmen ergreifen», heisst es im Merkblatt der Suvapro. Allerdings kann der Arbeitgeber sehr wohl unerfreuliche Massnahmen ergreifen: Diese reichen von Verwarnung über Entlassung bis zu strafrechtlichen Sanktionen nach einem Schadensfall.

Was können Sie tun?
Eruieren Sie in einem Selbsttest (Suva 88057) die Situation an Ihrem Arbeitsplatz. Optimieren Sie die Sicherheit Ihres Unternehmens, indem Sie sich einer Branchenlösung anschliessen. Wenn Sie diesem Link folgen, können Sie aus einer Vielzahl von Branchenlösungen jene auswählen, die am besten zu Ihrem Unternehmen passt. Allenfalls wollen Sie direkt eine Mitgliedschaft beantragen oder mit einer Trägerschaft Kontakt aufnehmen.

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