Wort der Woche «Trend(s)»

Ob Mode, Werbung oder Digitalisierung – alles ist irgendwann irgendwelchen Trends unterworfen. Manche Menschen und Unternehmen setzen Trends, andere hecheln ihnen hinterher. Doch was hat es mit den Trends so auf sich? Und welche Trends erwarten uns künftig? Diesen und anderen Fragen gehen wir auf den Grund – in unserem Wort der Woche.

Über Trends und Sommerlöcher – unser Wort der Woche.

Über Trends und Sommerlöcher – unser Wort der Woche.

Das Wort «Trend» haben wir aus dem Englischen übernommen, nachdem es vom mittelhochdeutschen «trendeln» (= kreiseln, nach unten rollen) über den Ärmelkanal gekullert ist. Heute umschreiben wir mit Trends keine kreisförmigen Bewegungen mehr, sondern Entwicklungstendenzen – von Börsentrends über meteorologische Trends bis hin zu Zukunftstrends.

Schick bis in den Tod

Trends sind längst vorbei, sobald jeder im Bullshit-Bingo mitmacht: Da flattern einem gerne mal Begriffe wie trendig, brandaktuell oder hochmodern um die Ohren, nur um gezeigt zu bekommen, wie «up to date» etwas ist – natürlich in «Top-Qualität» und so schick, dass einen die Todessehnsucht ereilt, will man als todschick gelten. Allein schon, wenn ich das Adjektiv «brandaktuell» höre, überzieht eine Eiseskälte meine Hirnmasse, als hätte ich eine Glacé zu schnell verspachtelt: Kann denn etwas aktueller sein als die Gegenwart – also so aktuell, dass ein Inferno droht? Oder was bitteschön kann neuer sein als modern? Hochmodern? Vielmehr modert es bei manch einem hoch oben im grauen Stübchen, wenn er es nötig hat, die eigenen Lungen mit unnötigen «Buzzwords» aufzublähen. Richtige Trendsetter reden nämlich nicht darüber, sondern sie tun es und machen unsere Welt bequemer, schöner, interessanter. Aber bloss nicht todschick.

Ein paar Trends zum Sommerloch

Ein Trend, der jahrzehntelang anhält, ist das ominöse Sommerloch: In den Betrieben herrschen Betriebsferien, der Bademeister fällt fast von seinem Aufsichtsstuhl, und die Zeitungen haben keine Geschichten, die sie breittreten können, es sei denn irgendein «Grüsel» treibt sich wieder durch den Blick-Blätterwald. Darum haben wir uns nach ein paar Trends umgesehen, denen wir unsere nächsten Blogs widmen werden. Unter anderem tauchen wir ins Thema «Cognitive Computing» ein und schauen lernfähigen Computern in die Röhre. Dabei erörtern wir die Frage, ob sich dank künstlicher Intelligenz bald alle Texter und Übersetzer ins ewige Sommerloch verabschieden werden.

Ausserdem blicken wir den Konsumenten in den Kopf und finden heraus, was es mit dem Neuromarketing auf sich hat, wozu es taugt und ob wir dann endlich wissen, was Kunden wirklich wollen, oder ob wir die Werbung weiterhin durchs Dorf treiben. Zu guter Letzt machen wir einen Abstecher ins Reich des «Internets der Dinge», kurz «IoT» genannt. Und da treffen wir nicht nur auf einen intelligenten Kühlschrank, der die Glacé so herunterkühlt, dass Sie keinen Hirnfrost erleiden, sondern auch auf klitzekleine Computer, die uns vielleicht bald mitteilen können, wann wir präventiv eine Kopfschmerztablette einwerfen sollten.

Natürlich ist unsere Blogserie zu den Trends nicht abschliessend – so gross ist das Sommerloch nun auch wieder nicht. Und über Mode- und Lifestyle-Trends werden Sie ja kompetent von Frau Wintour und Herrn Lagerfeld informiert. Bei Börsentrends ist es ähnlich wie beim Wetter: Da können Sie sich gleich auf einen Ameisenhaufen setzen, um eine zuverlässige Prognose zu machen. Es kommt, wie es kommt. Und egal ob Sie Ihr Sommerloch nun in Haute Couture hüllen oder in Flipflops Ihre Aktienkurse studieren – wir wünschen Ihnen mit unserer Blogserie zu den Zukunftstrends ein erheiterndes Zwischenhoch. Denn laut Trendforschern soll in Kürze das Januarloch folgen … Und schon wieder dieser Hirnfrost.

Ihr Team von der TRANSLATION-PROBST AG