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Wort der Woche «IoT – Internet of Things»

Ob selbstfahrende Autos, intelligente Brillen oder die Pokémon-Jagd durch die Stadt – das Internet der Dinge (IdD, englisch IoT für Internet of Things) ist der nächste Entwicklungsschritt der Computertechnologie. Es schliesst Informationslücken zwischen der realen und der virtuellen Welt. Welche Zukunftsszenarien uns bevorstehen, erfahren Sie in unserem Wort der Woche zum Internet der Dinge.

Wort der Woche: Internet of Things

Werden wir bald zu Cyborgs?

Google ist ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, das Internet mit unseren täglichen Dingen zu verbinden – sei es mit der smarten Brille, mit der Sie surfen, fotografieren oder die nächste Metrostation suchen können; das selbstfahrende Auto, das als rollendes Büro dient, oder die Kontaktlinse für Diabetiker, die konstant den Blutzuckerspiegel in der Tränenflüssigkeit ermittelt und den Patienten vor einer Unter- oder Überzuckerung warnt.

Mensch und Maschine verschmelzen

Ist der Mensch auf dem besten Weg, ein Cyborg zu werden? Kriegen wir irgendwann einen Chip implantiert, auf dem unser ganzes Leben abgespeichert ist – von der Cumulus-Karte über die Krankenakte bis hin zum Konsumverhalten, sodass uns jedes Geschäft beim Vorbeigehen eine Nachricht über unsere interaktive Kontaktlinse übermittelt und uns ein personalisiertes Angebot unterbreitet?

Was nach Science-Fiction klingt, hat uns schon längst erreicht: Vorreiter der Vereinigung von Körper und Technik sind Herzschrittmacher, Gehörimplantate oder Prothesen, die mittlerweile amputierte Gliedmassen wieder funktionsfähig machen. Weit zum Chip im Körper ist es nicht: Im Prinzip könnte die intelligente Kontaktlinse von Google um zusätzliche Messfunktionen erweitert werden – wie Blutdruckmessung, Alarm für Infektionen oder Messung von Nährstoffen mit dem idealen Menüvorschlag für die nächsten Mahlzeiten, den Sie dann gleich im Lebensmittelladen online bestellen und nach Hause liefern lassen können. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – wie auch der aktuelle Hype rund um Pokémon zeigt: Scharenweise stolpern Pokémon-Fans durch die reale Welt, um die virtuellen Pokémon-Figuren in ihrem realen Versteck zu finden.

Gute Technologie, schlechte Technologie

Die Wearables – also die tragbaren, miniaturisierten Computer – könnten unser Leben erheblich erleichtern. Doch Datenschützer sehen auch die Kehrseite der Medaille: An den gesammelten Daten über die Nutzer könnten auch Unternehmen und Behörden interessiert sein, die nicht unbedingt dasselbe Interesse verfolgen wie die Nutzer selbst. Zum Beispiel könnten Krankenkassen an den Daten über den Lebenswandel ihrer Versicherten interessiert sein, um damit die Prämie aufgrund der ermittelten Risiken mit Zuschlägen zu verteuern. Oder Geheimdienste könnten jeden Schritt, den wir in der Realität mit einer smarten Brille zurückgelegt haben, nachvollziehen – gut für die Prävention von potenziellen Gewaltverbrechen, schlecht für die Privatsphäre der Bürger.

Kommerzielle Unternehmen könnten anhand des Konsumverhaltens personalisierte Werbung auf Schritt und Tritt schalten, um so die Umsätze zu steigern und die Marketingkosten zu senken. Damit könnten wir zwar ungewollter Werbung entkommen. Aber wollen wir wirklich, dass die Unternehmen uns so gut kennen, nur damit sie ihren Umsatz in die Höhe treiben können? Fakt ist: Jede neue Technologie ist per se weder gut noch schlecht. Es kommt immer darauf an, in wessen Händen sie liegt.

2030 – Ihr Start in den Tag

Stellen Sie sich vor, Sie wachen an einem Montag im Jahr 2030 auf, weil die Fenster ihre eingebaute Verdunkelung automatisch aufheben und dafür den Sonnenschein hereinlassen, während Sie sich aus dem Bett räkeln und zum Badezimmer schlurfen. Kaum haben Sie das Bad betreten, wird es hell und Ihr Spiegelschrank begrüsst Sie mit den Nachrichten des Tages sowie den bevorstehenden Terminen und teilt Ihnen mit, genügend Sonnenschutz mitzunehmen, da es heute 33 °C heiss wird.

Noch während Sie sich zurechtmachen, läuft in der Küche bereits die Kaffeemaschine heiss und zaubert Ihren täglichen Cappuccino hervor, den Sie in der Küche geniessen, bevor Sie die interaktive Einkaufsliste am Kühlschrank mit den Menüvorschlägen aus Ihrem Body Chip an den Lebensmittelladen übermitteln.

Kaum haben Sie die Haustür abgeschlossen, wirft das Auto in der Garage die Klimaanlage an und stellt Ihren Lieblingsradiosender ein. Beim Einsteigen ertönt ein freundliches «Guten Morgen», gefolgt von der Frage: «Fahren wir direkt ins Büro? Wenn ja, nehmen wir lieber die Landstrasse, weil derzeit ein hohes Verkehrsaufkommen auf der Stadtautobahn herrscht.» Sie sagen natürlich «Ja», schnallen sich an und öffnen Ihren Mail Account, um die Mails per Sprachsteuerung während der Autofahrt zu beantworten.

Das wäre doch ein entspannter Start in den Tag – ohne Stau und ohne Stress. Dafür mit mehr Zeit und Musse. Sind Sie bereit für die Zukunft?

Ihr Team von der TRANSLATION-PROBST AG

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