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Wort der Woche «Corporate Language Technology»

28. November 2016

In jeder Branche gibt es Buzzwords, bei denen viele längst die Augen verdrehen [Jonas: z.B. „Buzzword“]. Sprechen wir von CLT, sehen wir die ansteigende Panik bei Leuten, die mit Sprachdienstleistungen sonst wenig zu schaffen haben. Aber keine Angst, Terminologen wollen nur spielen: Sie verhelfen Ihnen zu schnelleren, konsistenten und auch noch günstigeren Übersetzungen.      

Corporate Language Technology – TRANSLATION-PROBST AG

Qualität braucht Zeit: Unser CLT-Team nimmt es ganz genau.

Auf die Frage, wie man CLT in drei Worten zusammenfassen könne, meint der eine Experte zunächst überrascht: «Ja, puh, Terminologie», fasst sich und ergänzt dann «Qualitätssicherung». Eine zweite Expertin skandiert: «Cool, lässig, trendy. Oder Support, Troubleshooting und Qualitätssicherung.» Hier setze ich an und will wissen, woran man Qualität denn messen könne. Bezeichnenderweise misst sich diese in fehlender negativer Rückmeldung, sowohl vonseiten des Kunden als auch – und dies als Zeichen der Effizienz – der Übersetzer. Dann wird es philosophisch. Die Abteilung CLT überbringe dem Übersetzer die Sprache des Kunden, habe also eine Brückenfunktion inne.

CLT-Mitarbeitende: ein Psychogramm
Terminologen sind ein eigener Schlag Menschen: Bei uns stammen alle aus der Linguisten- bzw. Übersetzerecke; sie besitzen neben einem Hochschulabschluss eine ausgeprägte Affinität zu Computern. Sie als Nerds zu bezeichnen, wäre dennoch überzeichnet: Doctor Who-Fanartikel* sucht man auf ihren «Schreib»-Tischen vergeblich. Dafür eine physische Ausgabe des Zürichdeutschen Wörterbuchs.

[*Verena: oder „Raumpatrouille Orion“? Könnte mir aber durchaus vorstellen, davon Fanartikel anzuschaffen (Raumschiff Enterprise-Modell hab ich in der Pipeline 🚀 😹)]

Was macht die CLT-Abteilung?
Ohne mich jetzt in technische Details zu verstricken: Unsere jungen Unerschrockenen stellen sicher, dass die Corporate Language intern und extern gewahrt bleibt. Sie sind somit quasi die Mütter, die mahnend fragen: «Kind, was sind das für Ausdrücke?» Sie erstellen für Kunden und Übersetzer ein mehrsprachiges Glossar. Für technisch Interessierte: Sie finden mehr Informationen über CLT in den Erläuterungen.

Troubleshooting und Support
Wo immer bei den Übersetzern oder im Projektmanagement Probleme mit der Software auftauchen, ist jemand vom CLT zur Stelle: «Wenn irgendetwas hakt, kommen sie zu uns – wir haben keine Angst, Knöpfe zu drücken.» Nerds. Allerdings erkennt das CLT auch, wenn Texte bereits vorgängig fast ganz übersetzt worden sind und meldet diesen versehentlichen Doppelauftrag dem Kunden. Die Freude über überraschend gesparte Ausgaben ist dann meist gross. Böse gesagt: Das CLT kostet die Agentur im Prinzip nur Geld – Rabatte geben und Qualität sichern sind, kurzfristig gesehen, äusserst schlecht für den Umsatz.

Für Aussenstehende witziger Schlusssatz: Unsere Troubleshooter leiden allesamt an Telefonophobie – Sie zucken bei jedem Klingeln zusammen und raunen sich zu: «Geh du ran!»

Haben Sie weitere Fragen zu Corporate Language Technology? Rufen Sie uns (nicht das CLT) gratis an: 0800 123 456.


Info-Box

Die Abteilung CLT (Corporate Language Technology) unterstützt das Wording Ihres Unternehmens, indem sie Ihre Firmenterminologie entwickelt und in mehrsprachigen Terminologie-Datenbanken verwaltet.
Terminologie-Abo: Bei diesem kostenpflichtigen Service kann der Kunde sich direkt ins browserbasierte Interface einloggen und selbständig Begriffe hinzufügen oder ändern. So haben die Übersetzer jederzeit zugriff auf die aktuelle Terminologie. Sprechen Sie mit uns darüber: terminologie@translation-probst.com


Erläuterungen

Wie ist der Ablauf?
Der Kunde wird vom Projektmanagement nach Referenzmaterial (Glossar, Styleguide, Corporate Language, Corporate Identity) gefragt. Mit dem Material erstellen die Mitarbeitenden der CLT-Abteilung eine auf den Kunden und die Branche zugeschnittene Terminologie-Datenbank (Termbank), die sie im Austausch mit dem Kunden laufend ergänzen und pflegen. Bei Änderungen der Datenbank werden die Übersetzer sogleich durch einen Vermerk «vom Kunden bestätigt» informiert. Bei den folgenden Übersetzungen werden diese Begriffe sofort richtig verwendet. Gerade bei sehr technischen, spezifischen Texten vereinfacht die Termbank die Arbeit der Übersetzer ungemein.
Dank der sogenannten Translation Memorys (TMs)* haben die Übersetzer Zugriff auf frühere Übersetzungen und können sich an Stil und Wording dieser orientieren. Matches (übereinstimmende Passagen) aus dem TM werden angezeigt und können an den aktuellen Kontext angepasst werden.

[*Jonas: Würde hier nicht noch einen neuen Begriff einführen: wird sonst zu kompliziert 😼]

Was kostet Sie eine Termbank?
Kurz gesagt, nichts. Im Gegenteil: Da die Datenbank für die Übersetzer jederzeit abrufbar ist, können Ihre Übersetzungen schneller – das heisst günstiger – und konsistenter erfolgen. Bei grösseren Aufträgen wird die Termbank auf unserem Server, der gegen Fremdeinwirkung geschützt in der Schweiz steht, für alle Übersetzer geteilt, d.h. sie haben simultanen Zugriff darauf. So ist eine Konsistenz auch grosser Projekte gewährleistet.

Sehen Sie hier die Köpfe hinter der CLT-Abteilung.

Wort der Woche «Olympia»

11. Juli 2016

166 teilnehmende Länder, mindestens so viele Sprachen und eine lange Tradition – das sind die Olympischen Spiele, die anfangs August trotz ewiger Diskussionen um Doping, Zika und Armut in Rio de Janeiro stattfinden. Bevor die Massenmedien nun wieder das Weltgeschehen zugunsten des sportlichen Grossanlasses zu ignorieren versuchen, nutzen wir die Gelegenheit, Interessantes und Kurioses zur «Olympiade» zu berichten.

Rio ruft, und Athleten aus 166 Nationen kommen – die TPAG macht Sie fit.

Rio ruft, und Athleten aus 166 Nationen kommen – die TPAG macht Sie fit für Olympia.

Der Begriff «Olympiade» bezeichnet eigentlich den Zeitraum von vier Jahren, der zwischen den jeweiligen Olympischen Spielen liegt, nicht die Spiele selbst. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich dieser falsche Ausdruck aber längst etabliert. Auch wird in den Zeitungen «Olympionike» meist synonym mit Olympiateilnehmer verwendet. Etymologisch betrachtet ist dies Nonsens, setzt sich das Wort doch aus «Olympischen Spielen» und «Sieg» zusammen und bezeichnet damit einzig den «Olympiasieger».
Seit den Spielen 1964 in Tokio leisten die Athletinnen und Athleten ein Gelöbnis, das da lautet: «Im Namen aller Teilnehmer verspreche ich, dass wir uns bei den Olympischen Spielen als loyale Wettkämpfer erweisen, ihre Regeln achten und teilnehmen im ritterlichen Geist zum Ruhme des Sports und zur Ehre unserer Mannschaften.» Es scheint aber seit Längerem, dass sich bei der Übersetzung ins Russische Fehler eingeschlichen haben. So soll Russland als Nation dieses Jahr vom Turnier ausgeschlossen werden, sollten die Verantwortlichen die staatlich verordneten Dopingmittel-Abgaben nicht geschickter zu vertuschen vermögen.

Früher war alles besser

In der Antike gab es einige kleine Auflagen, die die Athleten erfüllen mussten, um an den Spielen teilnehmen zu dürfen. Zuallererst musste man Grieche sein und unbescholten – und dann männlich. Frauen waren sowohl als Athletinnen wie auch als Zuschauerinnen von den Spielen ausgeschlossen. Die Ausnahme bildeten unverheiratete Mädchen (etwas Ansporn schadete wohl auch den jungen Griechen nicht). Überhaupt durften Frauen erst 1928 erstmals bei den Spielen in Amsterdam an Leichtathletikwettbewerben teilnehmen – aber nur in den fünf Disziplinen Hochsprung, Diskuswerfen, 100-Meter-Sprint, 800-Meter-Lauf und 4×100-Meter-Staffel. Alle anderen Wettbewerbe wurden als «unweiblich» oder «zu anstrengend» erachtet. Nachvollziehbar wird dies, wenn man bedenkt, dass die Schwimmwettbewerbe 1896 in Athen noch im offenen Meer bei 13 Grad Wassertemperatur abgehalten wurden. Immerhin gab es schon damals allerhand zu gewinnen: Der Sieger bekam eine Silbermedaille und einen Olivenzweig, der Zweitplatzierte eine Bronzemedaille und einen Lorbeerzweig, doch der Dritte ging leer aus. Gold wurde erstmals bei den Spielen 1908 in London verliehen, pardon, in die Hand gedrückt. Erst seit 1960 werden die Medaillen den Gewinnern medienwirksam am Band umgehängt (Fernsehübertragungen gibt es schon seit 1948).

Skurriles und Kurioses

Nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch bizarre Momente fanden zahlreich ihren Weg in die Geschichtsbücher. So soll 1908 der britische Läufer Wyndham Halswelle beim 400-Meter-Lauf die Goldmedaille ganz ohne Rivalen gewonnen haben – er trat im finalen Lauf gegen drei Amerikaner an, die unfairerweise die Ellenbogen einsetzten und ihn ins Straucheln brachten. In der Folge wurde ein Gegner disqualifiziert, und die anderen zwei wollten aus Protest nicht starten. Da lief Halswelle kurzerhand allein.
Es heisst, der US-Amerikaner Fred Lorz habe 1904 in St. Louis den Marathon mit auffallend grossem Vorsprung gewonnen. Er hatte die Strecke zwischen Kilometer 14 und Kilometer 34 mit dem Auto zurückgelegt.
Des Weiteren wurde der Schwede Ingemar Johansson im Finale des Boxwettbewerbs 1952 in Helsinki in der zweiten Runde wegen «Feigheit» disqualifiziert – seine Silbermedaille wurde ihm erst 1981 nachträglich zugesprochen.
Und schliesslich die Geschichte der britischen Judokämpferin Debbie Allan: Nachdem ihr beim Wiegen mehr als 52 kg angezeigt wurden, schnitt sie sich die Haare und schwitzte drei Stunden lang. Da dies nicht half, zog sie sich nackt aus. Doch die Waage zeigte noch immer 50 Gramm zu viel an – somit war für die Athletin Olympia vorbei.

Vergessene Sportarten

Regelmässig überprüft das Olympische Komitee die Wettbewerbe, adelt gewisse Sportarten als olympisch und entlässt andere aus dem Programm. So wurden beispielsweise Fassspringen 1904 und Seilklettern 1932 letztmals ausgetragen. Turniere in Lacrosse, einer Ballsportart, die im angelsächsischen Raum äusserst populär ist, wurden einzig an den Olympischen Spielen von 1904 und 1908 ausgefochten.
Zwischen 1912 und 1948 wurden auch Medaillen in sogenannten Kunstwettbewerben vergeben. Zu diesen gehörten Disziplinen wie «Architektonische Entwürfe», «Zeichnungen und Aquarelle», «Lyrische Werke» und «Musik».
Ich stelle mir vor, wie amüsant es wäre, diese Disziplinen mit Leichtathletik zu verbinden – verschwitzte Läufer malen mit zitternder Hand die zartesten Aquarelle. Gewichtheber, Athleten wie Baumstämme, interpretieren mit sonoren Stimmen luftige Arien. Vielleicht aber bleibt jeder besser bei seiner Disziplin: Die Sportler treiben Sport, die Texter schreiben Spott. Und alle vertrauen darauf, dass die besten Übersetzer ihre Leistungen treffsicher in alle Welt verbreiten.

Wort der Woche «Werbung im Tourismus»

27. Juni 2016

Sennenhund Barry, Heidi, Lord Byron und Wilhelm Tell – sie alle sind Repräsentanten einer Schweiz, die wir alle lieben und auf die wir stolz sind. Klare Seen, schneebestäubte Bergspitzen und pittoreske Städtchen werden weltweit durch aufwendige Marketingmassnahmen angepriesen. Diese sollen Reisenden die Lust vergällen, jemals ein anderes Land besuchen zu wollen. Und es funktioniert leidlich gut: Allein im Jahr 2014 nahm die gesamte Branche 38,5 Milliarden Franken ein.  

Zauberhafte Bergkulisse, Fahne im Wind – doch wo bleibt die moderne Schweiz in der Werbung?

Zauberhafte Bergkulisse, Fahne im Wind – doch wo bleibt die moderne Schweiz in der Werbung?

Trotz des stetigen Wachstums der touristischen Gesamtnachfrage sind längst nicht alle in der Branche erfreut über die greifenden Marketingmassnahmen: Während knapp zwei Drittel der Gelder in die Bewerbung ländlicher und alpiner Regionen fliessen, sind es die urbanen Kulturzentren, denen die Positionierung finanziell erschwert wird. Städte wie Basel, Genf oder Zürich streichen die bemerkenswert hohe Dichte an Kulturinstitutionen, wie Theater, Festivals und Museen, hervor. Vor lauter Alpenromantik kämen die urbanen Elemente bei der Vermarktung zu kurz, monieren sie. Und dies nicht zu Unrecht: Während mehr als einer Dekade nehmen Hotelübernachtungen in den grossen Städten im gleichen Umfang zu, wie sie in den Bergen stagnieren oder sinken.

Einseitige Positionierung

Daniela Bär, die Leiterin Unternehmenskommunikation bei Schweiz Tourismus, erklärt, der Zwist zwischen den urbanen und den ruralen Regionen bestünde seit Anbeginn des Tourismusmarketings. Dennoch unterstreicht sie in einem Interview mit der NZZ: «Das international absolut differenzierende Erlebnis, das die Schweiz zu bieten hat, ist die einzigartige Bergkulisse.» Und um diese Tatsache wissend, inszenieren sich auch die grossen Städte gern vor dem Alpenfirn – und gestehen, dass ihre klare Positionierung bisher noch unausgereift sei. Dies wiederum nutzt Schweiz Tourismus schamlos für eine Kampagne und titelt: «Auf unsere Gipfel schaffen es auch Städter. Dank 670 Bergbahnen.»

Und wie wirbt das nahe Ausland?

Apropos schamlos – Ferienland Schwarzwald besinnt sich auf eine altbekannte Verkaufsformel und bewirbt sich selbst so: «Grosse Berge, feuchte Täler & jede Menge Wald.» Betont (politisch) korrekt hingegen gibt sich die Landeshauptstadt München: Auf Plakaten sitzen bewusst zusammenkomponierte Pärchen auf Treppen und hören sich gemeinsam einen Audio-Guide an – Sie nehmen sich «Zeit für München. Zeit für Kultur.» Allemal selbstsicher präsentiert sich die deutsche Hauptstadt – schlicht mit: «Visit Berlin».

Es geht auch anders

Zürich, das Enfant terrible der Schweiz, bekannte sich in einer Reihe von Spots zu seinen Lastern und versuchte in einer Online-Kampagne, sich als Party-Stadt zu positionieren. Zürich Tourismus wollte versuchen, eine andere Klientel anzusprechen und eine unbekanntere Perspektive aufzuzeigen: «Eine Seite für die, die es mal wieder krachen lassen möchten. Eine Seite für die zwei Tage im Jahr, von denen man noch Jahre lang [sic!] spricht.»

Und immer mehr erkennt die Marketingindustrie, dass auch der Tourismus – eine doch finanzkräftige Branche – von den Klischees Abstand nehmen und auf echten Content und Kundennutzen setzen muss, um sich international von der riesigen Konkurrenz abzusetzen. So entstehen zunehmend Clips und Spots und Hollywood-würdige Filmchen, die alle das Ziel haben, viral zu gehen und die so eroberte Welt in unseren kleinen Alpenstaat zu locken. In diesem Sinne: Dobrodošli, Witaj, Bem-Vindo, Tervetuloa und welcome to Switzerland.

Public Viewing Rumänien – Schweiz

21. Juni 2016

Networking in vergnüglicher Atmosphäre und dabei Fussball schauen – es gibt nur wenig Angenehmeres. Gemeinsam mit dem KMU-Verband, der Fabrikkirche Winterthur und Probst Rechtsanwälte lud die TRANSLATION-PROBST AG Entscheidungsträger und Marketers ein, die Schweizer Nati im Gruppenspiel zu unterstützen.

Gemütliches Beisammensein mit bester Sicht auf die Leinwand.

Gemütliches Beisammensein mit bester Sicht auf die Leinwand.

Mittwochabend, 15. Juni 2016 – der Dauerregen gönnt sich eine kurze Pause. Gegen 17 Uhr treffen sich knapp hundert Gäste vor den Büroräumlichkeiten des Winterthurer Übersetzungsbüros, um in geschlossener Formation zur nahegelegenen Fabrikkirche zu flanieren. Dort werden sie bereits erwartet: Haldengut und Coca-Cola stellen die Getränke und Subway frische Sandwiches bereit. Die Leinwand flimmert seit dem Russlandspiel, der Kommentator ist schon leise zu vernehmen. Bei den Ankömmlingen macht sich nicht erst mit dem ersten kühlen Bier aus der Bügelflasche eine gewisse Vorfreude auf einen gemütlichen und – hoffentlich – spannenden Abend bemerkbar.

Nach einer kurzen Begrüssung durch die Gastgeber, repräsentiert durch Roman Probst und Nik Gugger, folgt auch bereits der Anpfiff zur Partie. Als das erste Tor für Rumänien fällt, geht ein Raunen durch die Zuschauerränge. Ein Raunen: Die Contenance wird gewahrt.

In der Pause weiss der geladene Winterthurer Kult-Stürmer Patrick Bengondo im Interview mit Roman Probst die Gäste mit erfrischenden Anekdoten aus seiner Sportlerlaufbahn zu amüsieren. Für ihn sei Lichtsteiner, trotz des Fauxpas, der beste Spieler auf dem Platz, berichtet er und erntet Lacher und Beifall zugleich. Auch während der zweiten Halbzeit mischt er sich unter die Zuschauer und plaudert ungezwungen, die Leinwand im Auge behaltend.

Roman Probst mit Patrick Bengondo beim Interview in der Halbzeit.

Roman Probst mit Patrick Bengondo beim Interview in der Halbzeit.

Jetzt erlöst Mehmedi die Besucher des Public Viewings durch seinen Ausgleichstreffer, und die Stimmung wird schlagartig gelöst. Liegt für die eigentlich dominierenden Schweizer gar ein Sieg drin? Doch als der Schlusspfiff ertönt und alle irgendwie erleichtert sind, zieht es die Mehrheit nach Hause, wo auf manche das Neun-Uhr-Spiel wartet. Höflich und herzlich bedanken sich Viele für den gelungenen Abend, loben die Organisation und versichern, sie liessen sich den nächsten Anlass bestimmt nicht entgehen.

Wort der Woche «Arbeitssicherheit»

20. Juni 2016

Am kommenden Mittwoch findet im Rahmen der BERNEXPO 2016 die Fachmesse für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz statt. Geladen sind Fachleute und Entscheider aus den genannten Bereichen. Wie sensibilisiert sind Sie auf dieses Thema? Werden auch Sie mit den folgenden Fakten zum Sicherheitsexperten.

Im Arbeitsumfeld lauern die Gefahren – werden Sie ihnen Herr!

Im Arbeitsumfeld lauern die Gefahren – werden Sie ihnen Herr!

Grundsätzlich gilt: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, seine Arbeitnehmer durch alle angemessenen Massnahmen vor Unbill zu schützen. Dazu sind eine Reihe von Fragen zu berücksichtigen.

Wie steht es um Ihr Notfallkonzept?
Im Vorfeld ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Gefahren in seinem Betrieb zu ermitteln. Dazu findet er im Arbeitsgesetz oder bei der Suva einschlägiges Material – oder er zieht einen Spezialisten der Arbeitssicherheit hinzu. Wenn die Gefahren ermittelt sind, muss die Firma ihre Mitarbeitenden darüber informieren, wo diese auftreten können. Darüber hinaus gilt es, ein Notfallkonzept zu entwickeln und die Erste Hilfe zu organisieren.

Sichere Arbeitsumgebung bieten
Ein ausgeklügeltes Notfallkonzept nützt jedoch wenig, wenn der Arbeitsplatz nicht sicher gestaltet ist. Das heisst, dass einerseits nur Arbeitsmittel eingesetzt werden dürfen, die weder Sicherheit noch Gesundheit der Arbeitnehmenden gefährden – es sei denn, eine zeitgemässe Schutzausrüstung wird zur Verfügung gestellt. Andererseits sind mögliche Gefahren an den Gebäuden sowie in der Arbeitsumgebung zu prüfen; die Suva zählt hierzu Konstruktionsmängel wie auch Schädigungen durch Licht, Vibrationen, Explosionen, Feuer und Lärm.

Im Kleinen lauert die grosse Gefahr
Der Arbeitgeber muss jene nötige Infrastruktur bereitstellen, die ein hygienisches Arbeiten ermöglicht; Keime sind schneller übertragen als Haltungsschäden. Apropos Haltungsschäden: Auch körperschonende, ergonomische Abläufe hat der Arbeitgeber bestmöglich zu gewährleisten, um belästigende oder schädigende Einflüsse sowie übermässig starke und allzu einseitige Beanspruchungen zu vermeiden. Konkret: Lassen Sie sich einen neuen Bürostuhl liefern, und bestehen Sie darauf, gelegentlich zur Auflockerung zur Kaffeemaschine pilgern zu dürfen. Aber vorher und nachher Hände waschen!

Auch die Arbeitnehmenden sind in der Pflicht
Der Arbeitgeber ist in der Hauptpflicht – und das ergibt auch Sinn. Denn er kennt die Abläufe und hat damit den Überblick über mögliche gesundheitliche Risiken. Er hat aber auch die Pflicht, sein Personal sorgfältig auszuwählen und auszubilden. Seine Firma kann den sichersten Arbeitsplatz bieten, doch es nützt wenig, wenn sich die Mitarbeitenden nicht an die Anleitungen und Weisungen halten. Sie müssen den Arbeitgeber in der Durchführung der Vorschriften unterstützen und festgestellte Mängel beheben oder melden. Selbstverständlich ist es den Arbeitnehmenden untersagt, sich in einen Zustand zu versetzen, in dem sie für sich oder andere eine Gefahr darstellen – das heisst, Finger weg von der Flasche und anderen Betäubungsmitteln!

Zuwiderhandlung wird geahndet
Handeln Arbeitgeber nicht gemäss den Verordnungen, drohen ihnen Sanktionen, die von Ermahnungen bis hin zur Erhöhung der Prämien reichen können. «Gegen Arbeitnehmende, die sich sicherheitswidrig verhalten, können die Durchführungsorgane nur in Ausnahmefällen Zwangsmassnahmen ergreifen», heisst es im Merkblatt der Suvapro. Allerdings kann der Arbeitgeber sehr wohl unerfreuliche Massnahmen ergreifen: Diese reichen von Verwarnung über Entlassung bis zu strafrechtlichen Sanktionen nach einem Schadensfall.

Was können Sie tun?
Eruieren Sie in einem Selbsttest (Suva 88057) die Situation an Ihrem Arbeitsplatz. Optimieren Sie die Sicherheit Ihres Unternehmens, indem Sie sich einer Branchenlösung anschliessen. Wenn Sie diesem Link folgen, können Sie aus einer Vielzahl von Branchenlösungen jene auswählen, die am besten zu Ihrem Unternehmen passt. Allenfalls wollen Sie direkt eine Mitgliedschaft beantragen oder mit einer Trägerschaft Kontakt aufnehmen.