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Das goldene Leder für den FC Winterthur

1. April 2016

Fussballspieler und Stadion sind für den FC Winterthur, der derzeit Fünfte der Challenge League, die grössten Posten der Jahresrechnung. Geschäftsführer Andreas Mösli greift mit Sponsoren zu speziellen Massnahmen, um bei der FC Winterthur AG auch dieses Jahr eine erfolgreiche Bilanz auszuweisen.

Der FC Winterthur kickt sich ab der neuen Saison mit dem goldenen Leder zum Sieg.

Der FC Winterthur kickt sich ab der neuen Saison mit dem goldenen Leder zum Sieg.

Andreas Mösli ist seit 2003 Geschäftsführer des FC Winterthur. Wir haben den erfolgreichen Geschäftsführer getroffen, und dieser erzählte uns von seinem neuesten Projekt, das den Club finanziell vorantreiben soll. „Mein neuestes Projekt wird eine absolute Neuheit im Sport-Sponsoring“, erzählt uns der unkonventionelle Geschäftsführer. „Wir haben einen Sponsoring-Partner gefunden, der auf dieselbe Seite kickt!“, so Mösli weiter.

Mit diesem neuen Partner meint Mösli die Firma TRANSLATION-PROBST AG, die bereits seit 11 Jahren in Winterthur zu Hause ist und mit dem goldenen Logo gleich auffällt. Die Firma von CEO Roman Probst verkörpert die Werte Genauigkeit, Treffsicherheit und Zuverlässigkeit – also Werte, die auch beim FC Winterthur hoch im Kurs stehen. Zusammen haben die beiden Firmen ein Sponsoring-Konzept entwickelt, das dem FC Winterthur nicht nur Geld, sondern auch mehr Fans bringen soll. Ab der neuen Saison wird im Stadion Schützenwiese in Winterthur, das es übrigens seit 1896 gibt, nur noch mit einem goldenen Liga-Ball gespielt, der nach jedem Spiel an den Höchstbietenden verkauft wird. Die Auktion erfolgt noch während des Spiels über eine neu entwickelte Applikation, die für Android, Windows und IOS-Nutzer gratis als Download angeboten wird.

Der goldene Ball wird von Adidas hergestellt und pro Spiel von einem Sponsor beschriftet. So erhofft sich Geschäftsführer Mösli eine Mehreinnahme durch den Verkauf der Bälle und mehr interessierte Sponsoren. Firmen aus Winterthur und Umgebung, die gerne als Sponsor auftreten würden, können auf der Homepage des FC Winterthur die neu gestalteten Sponsoring-Pakete ansehen und mit Andreas Mösli Kontakt aufnehmen.

Wort der Woche «SuisseEMEX‘15»

20. Juli 2015

Erfolgreiche Unternehmen sind ihrer Konkurrenz immer einen Schritt voraus. So lautet auch das Motto der SuisseEMEX’15 «One Step Ahead – Antworten von heute für die Kommunikation von morgen». Am 25. und 26. August erhalten die Besucher der grössten Schweizer Messe für Marketing und Kommunikation treffsichere Marketing-Tipps. Ewa Ming, die Geschäftsführerin der EMEX Management GmbH, steht uns bereits heute Rede und Antwort und verrät einige Highlights der SuisseEMEX’15.

Ewa Ming spricht sieben Sprachen – «Schwiizerdütsch» miteingerechnet.

Ewa Ming, die SuisseEMEX’15 erscheint im neuen Gewand. Was steckt dahinter?
Durch die Digitalisierung rücken Software-Anwendungen und Marketingtools immer näher zusammen. Auch Messen wandeln sich und müssen zur Informationsbeschaffung schneller und effizienter gestaltet werden. Mit der Kooperation mit der Business-Software-Messe topsoft sind wir den entscheidenden Schritt nach vorne gegangen und haben das Messeangebot ergänzt. Das neue Messeformat beinhaltet eine umfassende Leistungsschau mit zahlreichen Konferenzen, Workshops und Fachreferaten für Unternehmen, aber auch für Top Keynotes auf den drei grossen Foren. Zudem warten vier komplett neue Welten mit rund 500 Ausstellern auf die Besucher.

Was macht die SuisseEMEX’15 so besonders?
Im Fokus stehen der persönliche Dialog, das professionelle Networking und der Wissenstransfer. Wir haben Koryphäen, Kreative und Querdenker eingeladen, um auch neue Besuchergruppen aus der Agenturwelt und Kreativbranche anzusprechen. Die Besucher dürfen sich auf ein abwechslungsreiches und attraktives Ausstellungs- und Konferenzprogramm mit hochkarätigem Business Networking und neuen Themenwelten freuen.

Wir haben gehört, dass es einen neuen Networking Event gibt?
Genau, die EMEX Night feiert an der SuisseEMEX’15 Premiere: Das Who‘s Who der gesamten Marketing- und Eventbranche trifft sich am Abend des ersten Messetages. Ein Hauch von Glamour, kulinarische Highlights und Entertainment sind die Grundlage für gute Gespräche unter Gleichgesinnten. Der Event richtet sich an Entscheidungsträger aus der Branche, an Partner wie auch an Verbände und findet am Dienstag, den 25. August 2015, ab 19.00 Uhr, in der Halle 7 statt. Als musikalische Leckerbissen treten unter anderem der aufstrebende Popmusiker James Gruntz, die rockenden Mozart Heroes, DJane Monica Babilon und Giuseppe Scaglione, der Betreiber von my105.ch, auf.

Können Sie uns einen Themenschwerpunkt der diesjährigen SuisseEMEX nennen?
Ein Themenschwerpunkt ist sicherlich die neue Querdenker-Welt für Unternehmen in der «World of Communication». Dabei präsentieren Quer- und Andersdenker, Kreative, Start-ups und Agenturen ihre Ideen in einem kultig inszenierten Umfeld. In Zusammenarbeit mit Karem Albash, dem Initianten des Schweizer Querdenker-Tages, werden in der integrierten Speaker-Zone originelle Geschäftsideen und Produkte vorgestellt. Ebenfalls neu in der «World of Communication» ist die Media Kitchen, in der Verlage, Agenturen und Out-of-Home-Anbieter Werbetrends und Informationen für crossmediale Kampagnen auf dem Silbertablett servieren. Natürlich können sich die Besucher auch in den drei anderen Messewelten auf spannende und überraschende Highlights freuen.

Wo haben die Besucher die besten Netzwerkmöglichkeiten?
Networking steht an der ganzen SuisseEMEX’15 im Fokus. In den Hallen 1, 4 und 6 sind sogar spezielle Zonen für das Business-Speed-Networking eingerichtet. Aber auch in der VIP Garage oder den unzähligen Lounges kann man sich entspannt zurückziehen und Business Meetings durchführen. Der beste Ort ist jedoch bestimmt die neue EMEX Night. Diese ist extra aufs Networking ausgerichtet und kommt mit sehr wertiger Verköstigung und Getränken inklusive Lounges daher. Die EMEX Night sollte keiner aus der Branche verpassen, denn das Rahmenprogramm ist einzigartig und verspricht Glamour. Treffen Sie Prominente und geniessen Sie einen unvergesslichen Abend der Extraklasse!

Sie sehen, die SuisseEMEX’15 dürfen Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Möchten auch Sie in die Kommunikation von morgen eintauchen und erfolgreiches Networking betreiben? Wir vergeben Gratis-Tickets. Schreiben Sie dazu einfach eine E-Mail mit dem Betreff «SuisseEMEX‘15» an Professor Tell.

Goldige Hüte an der SuisseEMEX’15

Halten Sie Ausschau nach unseren goldigen Hüten und Smarts!

Halten Sie Ausschau nach unseren goldigen Hüten und Smarts!

Nicht fehlen an der SuisseEMEX’15 darf natürlich ein Auftritt der TRANSLATION-PROBST AG – wie jedes Jahr haben wir uns ins Zeug gelegt und uns eine unterhaltsame Attraktion für Sie ausgedacht. Auch unser CEO Roman Probst ist dabei. An seinen Referaten erfahren Sie, was alles dazugehört, damit Ihre Kunden und Google Sie gut finden.

Referate Roman Probst

25.08.2015, 13.15-14.00

LiveCom Forum

Kundengewinnung in Zeiten knapper Budgets

25.08.2015, 14.30-15.15

Google Praxis Forum, Halle 6

10 Praxistipps für eine bessere Online-Kundengewinnung

Sie möchten die Referate auf keinen Fall verpassen und sich einen Sitzplatz in den vorderen Reihen sichern? Kein Problem! Kontaktieren Sie uns dazu per E-Mail und geben Sie uns das gewünschte Referat an – natürlich sind auch beide möglich. Weitere Infos zur SuisseEMEX’15 finden Sie hier.

Interview mit einer Fachdolmetscherin aus dem Medizinbereich

7. Juli 2015

Anna M. dolmetscht schon seit vier Jahren für uns im Medizin- und Pharmabereich. Sie lässt uns hinter die Kulissen blicken und erzählt, auf welch originelle Art ein Professor für Urologie das Publikum über Testosteron aufgeklärt hat.

Anna, was ist das Besondere bei der Verdolmetschung eines Arzt-Patient-Gesprächs?
Bei der Verdolmetschung eines Arzt-Patient-Gesprächs achte ich einerseits auf die sprachlichen und kulturellen Unterschiede und andererseits auf eine klare Wiedergabe des Gesagten, damit keine Missverständnisse aufkommen. Gefühle und persönliche Ansichten haben da keinen Platz – ich bin lediglich das Sprachrohr zwischen den beiden Parteien und versuche, mich neutral zu verhalten. Ausserdem passe ich mich situativ der Ausbildung und dem Wissensstand des Patienten an, je nachdem kann es durchaus hilfreich sein, wenn ich «einfache» Begriffe statt des medizinischen Fachjargons bei der Verdolmetschung benutze. Besonders wichtig ist zudem, dass die Schweigepflicht respektiert wird.

Anna M. passt sich bei der Verdolmetschung dem Vorwissen des Patienten an.

Anna M. passt sich bei der Verdolmetschung dem Vorwissen des Patienten an.

Wäre es nicht praktischer, wenn ein Verwandter des Patienten die Verdolmetschung übernehmen würde?
Wie ich vorher bereits erwähnt habe, ist die emotionale Distanz zum Patienten von hoher Bedeutung. Übernimmt ein Verwandter des Patienten die mündliche Übersetzung des Gesprächs, kann dies zu mehreren Problemen führen. Erstens könnte sich der Verwandte von Vorurteilen, Gefühlen oder persönlichen Einstellungen gegenüber dem Arzt oder den vorgeschlagenen Operationen leiten lassen. Ob absichtlich oder ungewollt: Der Verwandte könnte dem Patienten seine eigene Interpretation des Gesagten rüberbringen. Ferner weiss der Verwandte wohl über die Krankheit oder die Probleme des Patienten Bescheid, kennt aber weder die Fachausdrücke noch die Materie. Muss ihm der Arzt zuerst alles erklären, entstehen grosse zeitliche Lücken, in denen der Patient nichts versteht und eventuell ungeduldig oder entmutigt wird. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass der Verwandte aufgrund fehlender Professionalität nicht alles verdolmetscht, was gesagt wird, worauf der Patient jedoch das Recht hat.

Kannst du dich an ein spezielles Erlebnis während des Dolmetschens erinnern?
Nun, Empathie für das Fachpublikum ist nicht nur bei der Verdolmetschung gefragt. Anlässlich eines Workshops im Ausland durfte ich fürs Medizinpersonal mehrere Stunden lang dolmetschen. Was niemand wusste: Der Gastgeber hatte als Überraschung einen Professor für Urologie eingeladen. Und zwar nicht einen älteren Herrn mit Brille und weissem Kittel, wie man denken würde, sondern einen Rockertyp mit zusammengebundenen Haaren à la Karl Lagerfeld. Sogar eine Gitarre hatte er dabei. Zuerst erklärte er mit viel Humor den Einfluss von Testosteron auf das männliche Wesen – in allen Details und mit einer Vielfalt von Bildern. Im Anschluss daran bat er das Publikum, mit ihm zusammen Lieder der Beatles zu singen. Das war sehr ungewohnt, aber eine willkommene Abwechslung zur eher trocken vorgetragenen Materie während des übrigen Workshops, die das Publikum mit einer Standing Ovation honoriert hat!

Haben Sie einen wichtigen Anlass geplant, für den Sie einen Dolmetscher brauchen? Dann profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung als Organisationspartner für Dolmetscher-Einsätze. Gerne unterbreiten wir Ihnen eine schnelle, unverbindliche Offerte.

Wort der Woche «Alternativmedizin»

1. Juni 2015

Schul- oder Alternativmedizin? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister wie bei der Frage, ob Sie ein «Migros-» oder «Coop-Chind» sind. Damit Sie besser Bescheid wissen, stelle ich Ihnen drei alternativmedizinische Ansätze vor.

Für viele ist «Homöopathie» ein Stolperwort. Der Name dieser alternativmedizinischen Behandlungsmethode bedeutet, aus dem Altgriechischen übersetzt, in etwa «ähnliches Leiden». Die Methode beruht auf dem «Ähnlichkeitsprinzip», das der deutsche Arzt Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhunderts formuliert hat: «Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden.» Das heisst, dass homöopathische Arzneimittel in unverdünntem Zustand genau die Symptome auslösen, die sie im verdünnten Zustand heilen. Wenn beispielsweise jemand allergisch gegen Bienengift ist, wird ihm dieses in hohem Masse verdünnt verabreicht. Womit wir gleich bei der Herstellung von homöopathischen Heilmitteln sind: «Potenzierung» (aus dem Lateinischen «potentia» – die Kraft). Das Prinzip der Potenzierung besteht in der schrittweisen Bearbeitung der Grundsubstanzen, deren es mittlerweile über 3000 aus der Welt der Pflanzen, Tiere oder Mineralien gibt. Rein chemisch erfolgt eine zunehmende Verdünnung in einem definierten Mischungsverhältnis. Es ist jedoch genau diese Verdünnung des Wirkstoffes, wegen der die Homöopathie schon vor einiger Zeit ins Feuer der Kritik geraten ist: «Tausendmal gerührt» titelte in etwa Spiegel Online 2010.

«Globuli» – in der Homöopathie am bekanntesten – sind mit der potenzierten Lösung besprühte Milchzuckerkügelchen.

«Globuli» – in der Homöopathie am bekanntesten – sind mit der potenzierten Lösung besprühte Milchzuckerkügelchen.

Im Einklang mit Ying und Yang
Ein weiterer bekannter Vertreter der Naturheilmedizin ist Akupunktur (lat. acus – «Nadel» und punctio – «Stechen») – die traditionelle chinesische Medizin. Sie basiert auf einem System von Akupunkturpunkten und Meridianen (Energiebahnen) im Körper, auf denen die Energie fliesst. Ein gestörter Energiefluss, der zu Erkrankungen führe, soll durch Stiche in Akupunkturpunkte behoben werden, die sich auf den Meridianen befinden. Nach altchinesischer Auffassung fliesst in den Meridianen die Lebensenergie mit ihren Anteilen Ying und Yang. Die Akupressur und die Moxibustion verfolgen das gleiche Therapieziel, nur wird zur Behandlung stumpfer Druck bzw. Wärme eingesetzt. Ist Akupunktur mehr als der vielfach mit alternativer Medizin in Verbindung gebrachte Placebo-Effekt? Nun, viele Patienten mit chronischen Schmerzen sind sich sicher: Akupunktur hilft. So belegen klinische Studien die Wirksamkeit der Akupunktur wie auch der Scheinakupunktur (bei der beliebige Stellen gestochen werden), z. B. bei chronischen Rückenschmerzen oder bei der Vorbeugung von Migräneattacken. In vielen anderen Fällen wurde die Wirksamkeit jedoch noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Sanfter Druck durch die Hände soll Spannungsdifferenzen und Bewegungseinschränkungen korrigieren.

Sanfter Druck durch die Hände soll Spannungsdifferenzen und Bewegungseinschränkungen korrigieren.

Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren
In Deutschland schon länger von den Krankenkassen anerkannt ist die Osteopathie (gr. ostéon «Knochen» und páthos «Leiden»). Die therapeutischen Verfahren, die der Behandler mit blossen Händen ausführt, werden auch in der Schweiz immer beliebter. Die Osteopathie basiert auf fundierten Kenntnissen der Anatomie, Neurologie, Physiologie, Pathologie und Embryologie und geht von der Annahme aus, dass der Mensch sowohl über die Fähigkeit zur Selbstregulation als auch über ein Heilungspotenzial verfügt. Dabei betrachtet der Behandler den Körper ganzheitlich, sprich: er versteht alle Gewebe in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit und ihrem Zusammenwirken. Dazu gehören zum Beispiel Probleme der Organe, des Nervensystems, der Lymphen oder der Blutzirkulation. Die Hände als Werkzeug dienen dazu, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu fördern, so dass der Organismus heilen kann. Bei schweren oder akuten Krankheiten, Brüchen, vor oder nach Operationen reicht dies jedoch nicht aus – eine osteopathische Begleitung als Ergänzung zur Schulmedizin oder anderen Therapieformen ist jedoch häufig sinnvoll.

Bioresonanztherapie, Bachblüten, Fussreflexzonenmassage – die Liste an alternativen Heilverfahren ist noch nicht vollständig. In der Schweiz geht mittlerweile jeder Zweite zum klassischen Arzt und zugleich zu Alternativmedizinern, was in vielen Fällen auch durchaus sinnvoll ist. Manchmal lohnt es sich eben durchaus, einen Abstecher in den Coop bzw. in die Migros zu machen.

Wort der Woche «Phobie»

18. Mai 2015

Helleno… was? Hellenologophobie! Bedeutet nichts weniger als die Angst vor der griechischen Sprache und vor griechischen Fachausdrücken. Nun, witziger- oder für die Betroffenen vielmehr tragischerweise sind alle Phobienamen griechisch. Der Hellenologophobiker meidet also selbst den Fachausdruck für seine eigene Angststörung. Mit dieser ist er wenigstens nicht alleine, denn die Liste der Phobien ist lang.

Das Wort «Phobie», das aus dem Altgriechischen stammt, bedeutet Furcht. So besteht bei den Angststörungen, die man als Phobie bezeichnet, eine konkrete, übermässige Furcht vor bestimmten Objekten oder einer Situation. Umgangssprachlich wird der Begriff «Phobie» jedoch auch allgemeiner als Bezeichnung für eine Abneigung verwendet.

Phobie im Dreierpack

Bei der Störung Phobie unterscheidet man wiederum drei verschiedene Formen: Zum einen die Agoraphobie, bei der die Ängste beispielsweise auf öffentlichen Plätzen, in Menschenmengen oder beim alleinigen Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln auftreten. Typisch ist hier, dass die Betroffenen gar nicht so viel Angst verspüren, da sie die genannten Situationen komplett vermeiden. Eine weitere Form ist die soziale Phobie. Bei dieser fürchten sich die Betroffenen vor Situationen, in denen sie im Mittelpunkt stehen, zum Beispiel beim Halten eines Vortrags. Händezittern, Erröten oder Harndrang sind häufige Symptome. Meistens spielt ein geringes Selbstbewusstsein und die Furcht vor Kritik eine unterschwellige Rolle. Und dann wären da noch die spezifischen Phobien – denken Sie an den Hellenologophobiker vom Anfang.

Angst vor Erdnussbutter am Gaumen

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: die Erdnussbutter.

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: die Erdnussbutter.

Zugegebenermassen: Gewisse spezifische Phobien mögen absurd klingen. Anatidaephobie – Angst vor der Beobachtung durch Enten – oder Arachibutyrophobie – Angst vor Erdnussbutter am Gaumen – sind zwei Paradebeispiele. Bei der Dextrophobie haben die Betroffenen Angst vor Dingen, die sich an der rechten Körperhälfte befinden. Tatsächlich gibt es auch eine Angst vor der Angst, die sogenannte «Phobophobie». Wie man sieht: Eine phobische Reaktion kann sich gegen alles und jeden richten. Auf YouTube existiert ein Video mit dem Titel «100 witzige Phobien und Ängste in 170 Sekunden».

Nicht-Betroffene vermag die Liste mit manchmal unfassbaren Phobien aufzuheitern; gleichzeitig werden diese bei ihnen zu Unverständnis führen. Wie kann man Angst davor haben, sich hinzusetzen? Oder vor dem Himmel? Für die Betroffenen jedoch sind sie sicher alles andere als lustig. Und sie sind sich meistens ihrer übertriebenen Ängste bewusst.

Ursachen der Phobie

Woher kommen diese Phobien? Meistens gibt es nicht eine einzige Ursache. Erziehung, Erfahrungen, Erlebnisse – all diese Faktoren spielen bei der Entstehung mit. Leidet zum Beispiel ein Elternteil an einer Spinnenphobie, ist es denkbar, dass ein Kind diese Furcht übernimmt. Dass Angsterkrankungen manchmal in einer Familie mehrmals auftreten, deutet auf eine bestimmte Vererbbarkeit. Dies ist aber nicht in jedem Fall so. Auch schlechte Erfahrungen oder ungünstige Umstände können zu einer Phobie beitragen. So kann es reichen, in einer harmlosen Situation von etwas zu hören, um fortan diese Situation zu meiden.

Ungelöster Konflikt im Unbewussten

Eine Phobie kann auf einen unbewältigten Konflikt deuten.

Eine Phobie kann auf einen unbewältigten Konflikt deuten.

Einen anderen Ansatz vertritt die Tiefenpsychologie. Laut ihr steckt hinter einer krankhaften Furcht ein innerer Konflikt– sprich unbewusste, verdrängte Gefühle. Wächst ein Mädchen zum Beispiel aufgrund der gescheiterten Ehe ihrer Eltern allein bei der Mutter auf, kann sich eine starke Angst entwickeln, dass es seine Mutter «auch noch verliert». Da es mit dieser Angst aber gar nicht umgehen kann, sprich überfordert ist, weicht es auf eine «einfachere» Phobie aus und fürchtet sich beispielsweise vor Menschenmengen. Diesen kann sie nämlich aus dem Weg gehen. Zugleich bindet sie unbewusst die Mutter an sich, die sie vermehrt begleiten muss.

Es gibt verschiedene Wege, eine Phobie zu überwinden. Schwierig wird es durch den Umstand, dass wir Menschen eine Angst normalerweise mit einer Gefahr verknüpfen. Bei einer Phobie täuscht uns die Angst jedoch. Je nachdem, wie einschränkend sich die Phobie auf den Alltag auswirkt, ist das Aufsuchen eines Fachexperten wie so oft sicher nicht der verkehrteste Weg.