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Archiv für die Kategorie ‘Dolmetschen’

Wort der Woche: «Gebärdensprache»

16. März 2015

Nach der Begegnung mit einem gehörlosen Mädchen wusste Gabriela Hauswirth schon mit zwölf Jahren, dass sie Gebärdensprachdolmetscherin werden wollte. Inzwischen übersetzt sie nicht nur die SRF-Tagesschau in die Gebärdensprache, sondern auch ganze Konzerte. Im Interview erklärt die Hörende unter anderem, ob es in der Gebärdensprache auch Dialekte gibt und was unter einem Bilingual Slam zu verstehen ist. 

Gabriela Hauswirth in Ihrem Element: Bei der Gebärdensprache spielt die Mimik eine grosse Rolle.

Gabriela Hauswirth in Ihrem Element: Bei der Gebärdensprache spielt die Mimik eine grosse Rolle.

Welches ist für Sie die grösste Herausforderung beim Dolmetschen der Tagesschau?
Die Tagesschau zu dolmetschen, bedeutet, während 25 Minuten komplexe Inhalte in die Gebärdensprache zu übersetzen – und das live und in einem sehr hohen Tempo. Die Gebärdensprache besitzt eine andere Grammatik als die deutsche Sprache, und der Satzaufbau wird visuell im Raum dargestellt. Meine Arbeit ist keine Wort-für-Wort-Übersetzung, sondern eine kulturelle Verdolmetschung des Inhalts, der Intention und der Ausdrucksweise des Gesagten. Wird zum Beispiel jemand interviewt, der gerade seine Familienmitglieder und sein Hab und Gut in einer Umweltkatastrophe verloren hat, besitzt dieser Beitrag eine andere Energie, als wenn vom Neubau eines Pharmariesen berichtet wird. Die Sprachstruktur vorverfasster und abgelesener Moderationen und Beiträge ist ausserdem komplexer als die spontaner Aussagen.

Sie waren mit Patent Ochsner unterwegs und haben das ganze Konzert in Gebärdensprache übersetzt. Wie gebärdet man Musik?
Das Fachgebiet der Musikübersetzung bedeutet eine intensive Auseinandersetzung mit den Musikern, dem Musikstil, den Texten und dem Rhythmus. Denn all dies wird übersetzt. «Man muss es sehen, um es zu verstehen», ist eine der Erkenntnisse dieser Sparte, die immer öfter zur Arbeit einer ausgebildeten Dolmetscherin für Gebärdensprache gehört. Der Verein für Musik und Gebärdensprache (MUX) organisiert den Gehörlosen Zugang zu fünf bis sechs Musikveranstaltungen pro Jahr. Wer darüber informiert sein will, kann sich über www.mux3.ch für den Newsletter anmelden.

Neben Musikkonzerten dolmetschen Sie auch an Bilingual Slams. Was muss man sich darunter vorstellen?
Bilingual Slams sind Slams, bei denen sowohl Gebärdensprachbenutzer als auch Sprechende antreten, deren Storys live übersetzt werden. Alle haben Zugang zu dieser Form der Sprachkunst, da die Dolmetscher/innen entweder direkt auf der Bühne die Darbietung eines Slam-Poeten dolmetschen oder einen gehörlosen Slam-Poeten via Mikrophon in die Lautsprache übersetzen. Wie bei Konzerten auch, sieht man dem Publikum nicht an, wer die Gebärdensprache und wer die Lautsprache benutzt.

Gibt es in der Gebärdensprache auch Dialekte oder verschiedene Sprachen?
Ja natürlich – Sprache entsteht dort, wo Menschen zusammentreffen und miteinander kommunizieren. In der deutschschweizerischen Gebärdensprache gibt es fünf Dialekte. Heute unfassbar: In der Schweiz war die Gebärdensprache bis in die 80er-Jahre in der Schule verboten, weshalb die gehörlosen Schüler heimlich und in der Pause gebärdeten. Auf diesem Weg und durch ein sehr lebendiges Vereinswesen der Gehörlosen wurde die Sprache trotz Unterdrückung weitergegeben.

Und was ist mit der Grammatik?
Nun, es gibt eine; sie ist aber grundverschieden von der Grammatik der deutschen Sprache. Dabei spielen die Bewegung der Hand und der Ort der Gebärde eine zentrale Rolle. Auch die Mimik, die von Nicht-Sprachkundigen als lebhaft empfunden wird, beinhaltet viele grammatikalische Funktionen.

Was haben Ihrer Meinung nach Gebärdensprachdolmetscher/innen und «normale» Dolmetscher/innen gemeinsam?
Beide sind Hirn- und Herzarbeitende, die versuchen, Menschen zu verstehen und Inhalte, Gefühle und Ideen des Sprechers dem Gegenüber zugänglich zu machen. Sie bauen täglich Brücken, die mehr Verständnis schaffen. Als ich einmal ein Gespräch zwischen einer blinden und einer gehörlosen Person übersetzen durfte, war das für mich das Sinnbild, wozu Dolmetscher/innen beitragen – egal, mit welchen Sprachen sie arbeiten. Menschen, die sich sonst nicht verstehen können, bekommen dank den Dolmetschern/Dolmetscherinnen die Möglichkeit, voneinander zu lernen, sowie einen Einblick in eine ihnen fremde Welt.

Wort der Woche «Weltfrieden»

23. Februar 2015

Die Miss-Kandidatinnen sprechen es reumütig aus, um die Gunst der Jury zu gewinnen, und viele Grossmächte dieser Welt streben danach: Weltfrieden. Gerade in einer Zeit, in dem der Terror dieser Welt uns täglich einholt, ein grosses Wort.

Jeden Tag erhalten wir Push-Nachrichten mit den neuesten Updates zu den Kriegen, die in dieser Welt geführt werden. Was mit einer friedlichen Demonstration angefangen hat, endet oft in einem blutigen Massaker, das mehrere Monate oder sogar Jahre andauert und bei dem tausende unschuldige Menschen ums Leben kommen. Männer, Frauen und Kinder. In einer solchen Zeit ist der Wunsch nach Weltfrieden besonders gross.

Blog der Translation-Probst AG zum Thema Weltfrieden.

Treffsichere Übersetzer und Dolmetscher können einen Beitrag zum Weltfrieden leisten

Bedeutung
Weltfrieden ist der Ausdruck für den Idealzustand eines weltweiten Friedens. Um diesen zu erreichen, müssten also alle Feindseligkeiten und Kriege bedingungslos begraben werden. Weltfrieden bedeutet dauerhafte Freiheit, Gerechtigkeit und Glück für alle Menschen und Völker. Es scheint ein einfaches Unterfangen zu sein – mit einem Ergebnis, von dem alle profitieren würden. Und doch hat das Streben nach Macht in unserer Welt immer noch die Überhand.

Die Rolle der Dolmetscher
Laut dem Theologen Hans Küng ist Weltfrieden nur durch Frieden, Toleranz und Respekt zwischen den Religionen und durch ethisches Handeln möglich. Was sich so einfach anhört, ist eine richtige Knacknuss. Denn ethisches Handeln wird von Kultur zu Kultur und von Religion zu Religion anders definiert. Was in der einen Kultur als ethisch und moralisch korrekt betrachtet wird, wird in der anderen verpönt. Meistens kommen noch Sprachbarrieren dazu, und die Missverständnisse sind vorprogrammiert. Hier können treffsichere Dolmetscher Abhilfe schaffen. Sie könne Brücken zwischen den Kulturen und Religionen bauen, als Vermittler wirken und so ein gegenseitiges Verständnis aufbauen. Das kann schon im Kleinen beginnen. Beispielsweise in einem Unternehmen, in dem viele Menschen unterschiedlicher Herkunft arbeiten.

Wie viele Kulturen haben Sie unter Ihrem Dach?
Arbeiten Sie auch in einem Multikulti-Team? Bei der TRANSLATION-PROBST AG arbeiten über 20 Festangestellte mit 10 verschiedenen Nationalitäten. Die kulturellen Unterschiede werden uns täglich vor Augen geführt, was immer in witzigen und lehrreichen Erkenntnissen endet. Deshalb hoffen auch wir, dass die Kulturen und Religionen dieser Welt einen gemeinsamen Nenner finden und wir mit unseren Übersetzungen einen kleinen Teil zum Weltfrieden beitragen können.

Wer in der Schweiz Kunden «absahnen» will, muss den «Rahm» kennen. Und die «Cervelatprominenz». Oder in der Romandie die «Cheffe»

12. Mai 2014

In der Deutschschweiz, der Romandie oder im Tessin unterscheiden sich die Schweizer Sprachgewohnheiten von jenen unserer Nachbarländer. Es sind diese kleinen sprachlichen Unterschiede, die darüber entscheiden, ob Sie Kunden für Ihr Unternehmen gewinnen oder nicht.

Um Ihren Umsatz mithilfe von Marketingtexten in fremden Märkten zu erhöhen, müssen die übersetzten Texte die potenziellen Kunden ansprechen, indem sie die lokalen und kulturellen Gegebenheiten berücksichtigen. Aber wie ist das innerhalb der gleichen Sprache? Die deutsche Sprache wird beispielsweise in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien, Südtirol, Elsass und Lothringen sowie von Minderheiten in weiteren mitteleuropäischen Ländern gesprochen. Die französische Sprache in der Schweiz (über 20 %), in Frankreich, Belgien, Luxemburg, Kanada, West- und Zentralafrika und anderen Regionen. So vielfältig die Länder und Regionen sind, so unterschiedlich ist auch die jeweilige Sprache – auch die geschriebene. Nicht anders verhält es sich mit dem italienischen Sprachgebrauch.

Globalisierung verstärkt Swissness

Im Zuge der Globalisierung hat sich das Schweizer Selbstbewusstsein (Stichwort: Swissness) verstärkt, was sich auch in der geschriebenen Sprache niederschlägt: Man spricht nun von Schweizer Hochdeutsch bzw. von der Schweizer Standardsprache − in der Kurzform: Deutsch (CH). Gleiches gilt fürs Französische und Italienische. Die im Rahmen der Globalisierung auftretenden Migrationsbewegungen, in unserem Fall insbesondere die Einwanderung gut ausgebildeter deutscher und französischer Fachkräfte in die Schweiz, haben zu einer kulturellen Gegenreaktion geführt – in Form einer vermehrten Verwendung der Schweizer Dialekte im gesprochenen Wort und auf der Ebene der Schriftlichkeit in der Verwendung des Schweizer Hochdeutschen, Französischen und Italienischen.

Cervelatprominenz, Rahm und Cheffe

Wenn Schweizer von Cervelatprominenz, Rahm und Spital sprechen, meinen die Deutschen Lokalprominenz, Sahne und Krankenhaus. Dieses Beispiel zeigt den Anspruch, dem Ihr Sprachdienstleister gerecht werden muss. Er darf fremdsprachige Texte nicht einfach ins Deutsche, Französische oder Italienische übersetzen, sondern muss die jeweiligen Sprachvariante des entsprechenden Landes bzw. der entsprechenden Region, in unserem Fall der Schweiz, beachten – etwa in der Orthografie des Schweizer Hochdeutschen: z.B. die grundsätzliche Verwendung des Kommas als Dezimalzeichen (ausser bei Geldbeträgen) oder den erhöhten Gebrauch des Fugen-S und des Doppel-S anstatt ß. Im Französischen weicht der Wortschatz im Bereich der politischen, wirtschaftlichen, institutionellen, gesundheitlichen Organisationen deutlich ab. In der Schweiz wird nach dem Bachelor eine Vielfalt von formations postgrades angeboten, während in Frankreich die Rede von Master oder 3e cycle ist. Und bei der Personalsuche achtet die Romandie bei der Chefin darauf, diese auch in der weiblichen Form anzusprechen: Cheffe statt Chef (=Frankreich-Französisch). Ohne extra-textuelles Wissen über die Schweiz (sprich Kultur, organisatorisches System usw.) kann sich der Übersetzer in diesem Dschungel schnell einmal verlieren.

Wenn der Geldbeutel das Schweizer Portemonnaie kalt lässt

Um Kosten zu sparen, wenden sich Schweizer oder ausländische Unternehmen für ihre deutschsprachigen bzw. französischen Übersetzungen für die Schweiz an deutsche bzw. französische Übersetzungsagenturen. Die Folgen daraus können für Ihr Unternehmen aber grössere Umsatzeinbussen bedeuten – denn liest ein Deutschschweizer in einem Marketingtext «Geldbeutel» lässt ihn das kalt. Er wird kaum für Ihr Produkt in sein «Portemonnaie» greifen. Gefühle sind an kulturelle und sprachliche Begebenheiten gekoppelt und spielen im Marketing eine entscheidende Rolle, da sie nur über die Sprache vermittelt werden können. Damit der Schweizer sein Portemonnaie für Ihr Unternehmen lockert, brauchen Sie einen Sprachdienstleister, der die lokalen und regionalen Eigenheiten kennt und mit Muttersprachlern aus der jeweiligen Region arbeitet. Wie sind da Ihre Erfahrungen?

In einem weiteren Blogartikel erklärt Ihnen unser Korrektor Christian Treffort Besonderheiten des Westschweizer Französisch.

Die Krim: Pro und Kontra zum Beitritt zu Russland

20. März 2014

Unsere Übersetzerin in Russland, die uns bereits einige Impressionen von den Olympischen Winterspielen in Sotschi zugesandt hat, macht sich Gedanken zu den Ereignissen in der Ukraine, insbesondere zur Krim. Sie berichtet über die Reaktion der Russinnen und Russen und fügt einige persönliche Überlegungen an.

Die Situation rund um die kleine Halbinsel Krim erhitzt sich. Am 16. März wurde das Referendum durchgeführt, bei dem sich 96 Prozent der Bevölkerung für einen Beitritt zu Russland ausgesprochen haben. Zwei Tage später unterzeichnete Präsident Putin im Kreml einen Vertrag über die Aufnahme der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Krim.

In Russland selber gibt es keine Einstimmigkeit. Einerseits bedeutet der Beitritt der Halbinsel zu Russland für die meisten Russen einen logischen Schritt, der seit vielen Jahren immer wieder diskutiert wurde. Bekanntlich ist der grösste Teil der Bevölkerung der Krim russisch. Am Dienstagabend feierten über 600‘000 Menschen die „Heimkehr“ der Krim nach Russland. Andrerseits verstehen die Russen, dass die Weltgemeinschaft diesen Entscheid kaum akzeptieren wird. Niemand in Russland will eine Wiederholung der blutigen Geschichte zwischen dem Kosovo und Serbien. Warum Präsident Putin so rasant reagierte und bereits zwei Tage nach dem Referendum einen Vertrag unterschrieb, bleibt für die meisten Russen ein Rätsel.

Auf dem russischen Internet finden sich dazu viele witzige Vermutungen. Eine davon hat mit der russischen Sportlerin und Duma-Abgeordneten Alina Kabaewa zu tun. Viele Russen vermuten, dass sich Präsident Putin letztes Jahr wegen ihr scheiden liess und sie ihm bereits zwei Kinder geschenkt hat.

Der obere Text lautet: «Bei meiner Ehre! Ich habe ihn zum Frauentag am 8. März um eine Dose Creme gebeten!» (auf Russisch klingelt das Wort «Creme» sehr ähnlich wie das Wort «Krim»). Der Satz unter den Bildern lautet: «Ich brauche einen neuen Kinderwagen, habe aber Angst, ihn darum zu bitten.» (Kinderwagen heisst auf Russisch «Kolyaska», was sehr ähnlich wie «Alaska» tönt).

Auf dem Internet kann man sich auch mit der To-Do-Liste des russischen Präsidenten vertraut machen, die in die gleiche Richtung zielt:

Universiade
Olympiade
Paraolympiade
Krim
Alaska

Ich persönlich habe widersprüchliche Gefühle. Mit dem Krim-Beitritt hat Russland seine geopolitische Lage verbessert und das russische Volk auf der Halbinsel sozusagen verteidigt. Jede Medaille hat aber eine Kehrseite.

Was ich befürchtet, sind nicht die Sanktionen, mit denen die Weltgemeinschaft droht. Jeder weiss, dass der russische Staatshaushalt extrem von den Einnahmen aus Rohstoffexporten abhängig ist. Die EU wird sich aber nie auf einen Unterbruch der Öl- und Gasimporte aus Russland einigen können, weil man in diesem Fall den Ast absägt, auf dem man sitzt. Was ich befürchte, sind die Massen- und die Social Media, die zum Hass zwischen unseren Völkern aufstacheln.

Ich war mehrmals in der Ukraine, habe ein paar gute Freunde und Bekannte dort. Ausserdem kenne ich viele Ukrainer, die in Russland arbeiten. Das ist unser Brudervolk, wir haben eine Sprache, eine Mentalität, eine gemeinsame Kultur. Was die Massmedien jetzt machen, ist inakzeptabel. Wenn man russische, ukrainische, deutsche und amerikanische TV- und Radio-Sendungen und Artikel über die Krim vergleicht, findet man kaum etwas Gemeinsames. Die Fakten werden unterschiedlich interpretiert, manchmal sogar verdreht.

Ich habe gestern mit einem ukrainischen Freund telefoniert, der in Kiew lebt. Er ist wie viele andere Ukrainer der Meinung, Janukowitsch sei ein Protegé des Kremls. Gemäss seiner Information haben sich nur 42 Prozent der Krimbevölkerung für den Beitritt ausgesprochen. Putin sei Hitler #2, sagt er. Der kümmere sich nicht um den Wohlstand des russischen Volkes und spiele sein eigenes Spiel.

Ich bin Patriotin, ich kann aber die Eile des russischen Präsidenten auch nicht nachvollziehen. Warum wurden zum Beispiel die Russen nicht gefragt, ob sie diesen Beitritt wünschen? Entweder gibt es einen Grund, den ein einfacher Russe nicht kennt, oder aber das Problem liegt noch tiefer. Was will Putin als Nächstes? Wo ist die Garantie, dass Deutschland das Kaliningrader Gebiet (ehemaliges Königsberg) nicht zurückverlangt? Japan könnte die Kurilen zurückverlangen. Was passiert, wenn Russland Ansprüche auf Alaska erhebt? Es gibt mehr Fragen als Antworten.

Spaziergang durch Sotschi

24. Februar 2014

Sotschi ist Russland. Durch und durch. Aber nicht nur. Alleine in Sotschi wohnen über 20 Nationen. Was dahintersteckt, erzählt uns unsere Übersetzerin vor Ort.

Über 20 Nationen wohnen in Sotschi

Spaziergang durch Sotschi

Spaziergang durch Sotschi

Gestern hatte ich ein paar Stunden frei und nutzte die Zeit für einen Spaziergang durch Sotschi. Die Olympischen Spiele bieten eine einzigartige Möglichkeit, Leute aus der ganzen Welt zu treffen und ihre Kultur, Sitten und Mentalität kennenzulernen. Allein in der Region von Sotschi wohnen über 20 verschiedene Nationen: Neben Russen beheimatet die Stadt auch Griechen, Georgier, Aserbaidschaner, Armenier oder Moldawier. Sotschi als multikulturelle Stadt spiegelt die Olympischen Spiele wider.

Trachten, Traditionen und Trinken

Als ich im Olympischen Park spazieren war, machte ich spannende Begegnungen mit Leuten, die als Veranschaulichung der Regionalitäten traditionell gekleidet waren (Kilts, Tracht, Kimono usw.). Wir redeten etwas miteinander, machten ein paar Fotos, tauschten Pins aus – und danach spielten sie ihre Musikinstrumente weiter (Alphorn, Balalaika usw.).

Spaziergang durch Sotschi

Spaziergang durch Sotschi

Dominiert wird Sotschi hauptsächlich von den Russen: Von Kaliningrad bis zum fernen Osten, von Archangelsk bis

Sotschi − im Olympischen Park lernt man die Vielseitigkeit der russischen Kultur kennen. Die traditionellen russischen Klischees wie Schapka-uschanka (Pelzmütze), Lapti (Fussbekleidung aus Birkenrinde) oder sogar Walenki (Fussbekleidung aus Filz) sind im Olympischen Park zu sehen.

Was mir noch auffällt: Neben dem Sport ist auch sonst noch Einiges los. Auf den zahlreichen Bühnen gibt es vom frühen Morgen bis zum späten Abend Konzerte. Ausserdem wird getanzt und getrunken. Nicht zu knapp.

 

 

 

 

Spaziergang durch Sotschi

Spaziergang durch Sotschi

Spaziergang durch Sotschi

Spaziergang durch Sotschi

Spaziergang durch Sotschi

Spaziergang durch Sotschi

Spaziergang durch Sotschi

Spaziergang durch Sotschi