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Archiv für die Kategorie ‘Interview’

Wort der Woche: «Software»

14. September 2015

Bei Übersetzungen von Softwares, ERP-Systemen oder anderen technischen Texten ist es wichtig, dass jedes Wort stimmt. Nur so werden fehlerhafte Bedienungen vermieden und Kunden begeistert. Unsere Mitarbeiterin Doris Martin, Stv. Leiterin Projektmanagement, hat selber 10 Jahre lang Softwares übersetzt und weiss genau, worauf es ankommt.

Doris Martin ist unsere Expertin wenn es um technische Übersetzungen geht.

Doris Martin ist unsere Expertin wenn es um technische Übersetzungen geht.

TRANSLATION-PROBST AG: Weshalb muss man eine Software übersetzen? Es können doch fast alle Englisch …
Doris Martin: Für die Lokalisierung von Softwareprogrammen und Websites waren anfangs Marketingstrategien ausschlaggebend. So wollte man Kunden mit bescheidenen oder keinen Englischkenntnissen erreichen. Denn es ist ein Mythos, dass alle Englisch können. Man muss die Sprache des Kunden sprechen. Im Sinne der Globalisierung kommt man heute nicht um eine professionelle Lokalisierung herum. Wer sich heutzutage weltweit «positionieren» und seinen Umsatz steigern möchte, passt seine Produkte auch sprachlich an. Mit der Zeit sind weitere Faktoren dazugekommen. Zum Beispiel verlangen Bestrebungen der EU oder von einzelnen Ländern eine sprachliche Anpassung der Produkte an den jeweiligen Wirtschaftsmarkt. Nehmen wir unsere frankophonen Nachbarn als Beispiel. In Frankreich wurden Sprachgesetze geschaffen, gemäss derer u.a. importierte Software für den französischen Markt vollumfänglich lokalisiert werden soll. Und Frankreich ist nicht das einzige Land mit einer «extremen» Sprachpolitik, die auch dem Schutz der eigenen Sprache dienen soll.

Was ist bei der Übersetzung einer Software wichtig?
Für eine erfolgreiche globale Produkteinführung ist eine frühzeitige Planung der Software wichtig. Eine Software oder App sollte von Anfang an «lokalisierungsfreundlich» entwickelt werden, d.h., es muss von Anfang an klar sein, welche Inhalte, Codes etc. wie exportiert werden, damit diese übersetzt werden. Die zu übersetzenden «Inhalte», auch Strings genannt, werden in einer String-Datei externalisiert und vom Übersetzer wenn immer möglich anhand eines CAT-Tools übersetzt. Wir sprechen hier nicht von maschineller Übersetzung. Diese CAT-Tools unterstützen den Übersetzer bei seiner Arbeit beispielsweise anhand von Translation-Memorys und Terminologie-Datenbanken, was die sprachliche und terminologische Konsistenz gewährleistet. Vom technischen Aspekt her gibt es bei der Entwicklung einer Software, die in der Zukunft übersetzt wird, Verschiedenes im Auge zu behalten. Nicht alle Sprachen lesen sich von links nach rechts und nicht alle Datums- und Zeitformate werden gleich geschrieben, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auch die Zeichencodierung muss beachtet werden, wobei UTF-8 in 99 Prozent der Fälle die richtige Wahl ist. Empfehlenswert ist auch ein enger Austausch zwischen Entwicklern und Übersetzern. Dies ist vor allem in der Testphase der Software wichtig. Wie oft haben sich Benutzer einer lokalisierten Software aufgeregt oder das Programm amüsiert belächelt, weil der Text in einem Dialogfenster abgeschnitten erscheint oder überhaupt keinen Sinn macht. Bei der Lokalisierung sollte man nicht knausrig sein und ein nettes Budget einplanen.

Was unterscheidet die Übersetzung im Bereich Technik von anderen Übersetzungen?
Im Gegensatz zu allgemeinen Übersetzungen wird bei einer technischen Übersetzung (Maschinenbau, Medizin, Computer usw.) vom Übersetzer ein gewisses technisches Know-how vorausgesetzt. Der Übersetzer ist nicht nur ein Sprachvermittler, sondern auch ein «Kenner» der Materie, der die richtige Terminologie am richtigen Ort einsetzt und sich bei technischen Dokumentationen auch bei den erforderlichen ISO-Normen für die Übersetzung auskennt. Ungenaue oder unfachmännische Übersetzungen können zum Beispiel zu einer falschen Handhabung eines Produkts führen und schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Bei der Software-Lokalisierung kann die Übersetzung auch komplexe Aufgabengebiete umfassen, die weit über eine «herkömmliche» Übersetzung hinausgehen. Dazu gehören beispielsweise die Bearbeitung von Grafiken und diversen Dateiformaten, das Testen der Software und das Desktop Publishing (DTP).

Warum sollte die Übersetzung von einem professionellen Übersetzer gemacht werden?
Würden Sie einem Schreiner eine Herztransplantation anvertrauen? Oder würden Sie Ihren Hausarzt zu Rate ziehen, wenn Ihre Waschmaschine den Geist aufgegeben hat? Für eine hochwertige Übersetzung genügt es nicht, dass man eine Fremdsprache beherrscht. Neben einer umfänglichen sprachlichen und fachlichen Ausbildung verfügt ein professioneller (Fach-) Übersetzer als Muttersprachler auch über das erforderliche Sprachgefühl, um einen Text so in der anderen Sprache wiederzugeben, dass er nicht nach «Übersetzung riecht». Ein Text wird vorab analysiert (Intention des Verfassers, Textsorte, Tonalität/Stil, sprachliche und kulturelle Aspekte des Zielpublikums etc.) und danach fachspezifisch übersetzt. Wenn vom Kunden keine Terminologie-Listen oder Referenztexte vorliegen, muss der Übersetzer selbstständig Recherchen anstellen, damit das Wording und die Corporate Language des Kunden in der Übersetzung reflektiert werden und diese nicht nur als eine «wörtliche Wiedergabe» des Ausgangstextes daherkommt.

Wie wichtig ist ein einheitliches Wording bei Übersetzungen?
Ein einheitliches Corporate Design prägt das Image einer Marke nach aussen. Aber auch Texte beeinflussen das Erscheinungsbild, und oft wird das Corporate Wording als Teil der Corporate Identity vernachlässigt. Ein einheitliches Wording erhöht den Wiedererkennungswert eines Unternehmens oder einer Marke und vermittelt Professionalität und ist daher unverzichtbar. Eine einheitliche, widerspruchsfreie und klare Sprache erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Produkt, eine Marke oder eine Dienstleistung gekauft wird. Und dies sollte sich wie ein roter Faden durch die gesamte Unternehmenskommunikation ziehen, von den E-Mails, Geschäftsbriefen, PR-Texten über Broschüren, technische Dokumentation bis hin zu den Texten für die Website und die Social Media. Für treffsichere Übersetzungen, die technische Fachausdrücke oder die Corporate Language einhalten, setzt dies eine methodische und regelmässige Terminologie-Arbeit und -pflege voraus. Heutzutage gibt es professionelle Terminologie-Management-Systeme, die mit Translation-Memory-Systemen zusammenarbeiten und so den Übersetzern bei ihrer täglichen Arbeit hilfreich zur Seite stehen.

Wort der Woche «Moderation»

24. August 2015

Wie moderiert man eine Sitzung, Diskussion oder Gesprächsrunde souverän? Wie lässt sich der Inhalt für alle verständlich zusammenfassen, und was ist ein absolutes No-Go als Moderator? Karin Frei, die Redaktionsleiterin und Moderatorin der Sendung «Club» beim SRF, verrät Ihnen ihre Geheimtipps und erklärt, was Moderieren mit Übersetzen zu tun hat.

Karin Frei studierte europäische Ethnologie, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Völkerrecht.

Karin Frei studierte europäische Ethnologie, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Völkerrecht.

TRANSLATION-PROBST AG: Frau Frei, was macht für Sie eine gute Moderation aus?
Karin Frei: Jemand, der ein Gespräch leitet, muss unbedingt zuhören können. Alles andere ist Übung: Innert Sekunden gilt es zu entscheiden, in welche Richtung das Gespräch weitergehen soll. Gleichzeitig muss der Fluss im Gespräch aufrechterhalten und Raum für eine spannende Diskussion gegeben werden. Meinungen herauszuschälen, zu präzisieren oder zusammenzufassen sind dabei Teil der Moderationsaufgabe.

Wie bereiten Sie sich auf eine Moderation vor?
Ich versuche, mich so schnell und so gut wie möglich bei einem Thema auf den Stand der Dinge zu bringen, damit die drängenden Fragen klar werden. Vorgespräche mit den Gästen präzisieren diese Fragen. Anschliessend halte ich in einem Konzept den idealen Ablauf fest, der mich zwar leitet, der sich aber auch jederzeit während der Moderation fliegend umstellen lässt. Wirklich vorbereiten bzw. auswendig lernen kann ich nur den Einstieg in eine Sendung, der Rest ist freier Flug. Das Schöne und gleichzeitig das Frustrierende an Live-Moderationen ist der Kick, im «Jetzt-gilt‘s»-Modus zu arbeiten. Denn es kommt immer anders, als man es sich vorstellt. Menschen funktionieren vor der Kamera oder im Zusammenspiel plötzlich nicht mehr so wie im Vorfeld. Und da ich am Ende einer Vorbereitung mehr weiss, als in 75 Minuten Platz findet, kann ich nach einer Sendung schlecht abschätzen, wie sie jetzt wirklich war. Es ist keine Seltenheit, dass sich meine Gedanken nach einer Sendung noch die ganze Nacht drehen.

Was ist für Moderatoren ein absolutes No-Go?
Für einen professionellen Moderator kommt es nicht in Frage, jemanden vorzuführen oder die Gäste lediglich für die Selbstdarstellung zu nutzen.

Wie verbinden Sie das Moderieren mit dem Übersetzen?
Übersetzen ist eine der Hauptaufgaben der Moderation. Ein Moderator muss das Zielpublikum vor Augen haben und entscheiden, wie die Information am verständlichsten vom Sender zum Empfänger gelangt. Dies beinhaltet: komplexe Zusammenhänge herunterbrechen, ohne sich im Detail zu verlieren, aber auch gewichten und die essenziellen Punkte herausschälen – kurzum: die Informationsflut übersetzen.

Worauf achten Sie, wenn Sie den Inhalt des Gesagten für die Zuschauer zusammenfassen?
Ich versuche, mich möglichst kurz zu halten, und fasse so zusammen, dass jemand in ein Gespräch einsteigen kann, auch wenn er das Vorangehende verpasst hat. Das gelingt nicht immer gleich, und ist natürlich auch Übungssache.

Was ist Ihr peinlichstes Erlebnis, das Ihnen beim Moderieren passiert ist?
Als ich selber den Faden verloren habe. Gute Gäste retten einen dann, was bei mir glücklicherweise der Fall gewesen ist und für einen Lacher gesorgt hat. Wenn es passiert, möchte man jedoch am liebsten in die Tischkante beissen.

Welchen ultimativen Tipp geben Sie Laien, die eine Diskussion moderieren müssen?
Überlegen Sie, was Sie genau möchten: Wer ist das Zielpublikum? Was soll bei der Diskussion rausschauen? Legen Sie Schwerpunkte fest, gehen Sie mit Neugier ins Gespräch und lassen Sie es laufen. Es ist besser, zuzuhören, nachzufragen und ein Gespräch weiterzuspinnen, als sich krampfhaft an einem Plan und einer Reihenfolge festzuhalten. Ein Moderator ist auch Unterhalter, und wenn er die Diskussion selbst spannend findet, ist die Chance gross, dass das Publikum das Gleiche empfindet.

Ein Goldvreneli für einen sportlichen Höhenflug

19. August 2015

Feedback gegen Goldvreneli – kein schlechter Deal, oder? Auch im August hat unsere Glücksfee unter allen eingegangenen Kundenfeedbacks einen glücklichen Gewinner gezogen: swissT.net. Claudia Marra, Office Managerin beim Schweizer Technologie-Netzwerk, investiert das Goldvreneli «sportlich».

Claudia Marra setzt das Goldvreneli sportlich ein.

Claudia Marra setzt das Goldvreneli sportlich ein.

TRANSLATION-PROBST AG: Frau Marra, von Ihnen haben wir ein Kundenfeedback erhalten. Sind Sie zufrieden mit unseren Übersetzungen?
Claudia Marra: Mit Ihren Übersetzungen bin ich sogar sehr zufrieden, denn sie werden schnell und gleichzeitig sehr fachmännisch ausgeführt.

Vertrauen Sie deshalb Ihre zu übersetzenden Texte der TRANSLATION-PROBST AG an?
Ja, die Texte werden zudem termingerecht und unkompliziert übermittelt. Auch der Service und die Kundenbetreuung lassen keine Wünsche offen.

Und was haben Sie mit dem Goldvreneli vor?
Nun, der nächste Triathlon im Ausland kommt bestimmt. Mit dem Goldvreneli werde ich einen Teil der Startplatzgebühren und der Reise bezahlen – ich kann es kaum erwarten!

Das Schweizer Technologie-Netzwerk swissT.net ist die Dachorganisation der verschiedenen Industriezweige im Technologiesektor der Schweiz. Gerade im technischen Bereich sind treffsichere Übersetzungen von Bedeutung, denn mit jedem falschen Wort riskiert man finanzielle Einbussen. Aus diesem Grund setzt die TRANSLATION-PROBST AG Fachübersetzer aus dem Gebiet der Technik für die Übersetzungen der swissT.net ein.

Wort der Woche «SuisseEMEX‘15»

20. Juli 2015

Erfolgreiche Unternehmen sind ihrer Konkurrenz immer einen Schritt voraus. So lautet auch das Motto der SuisseEMEX’15 «One Step Ahead – Antworten von heute für die Kommunikation von morgen». Am 25. und 26. August erhalten die Besucher der grössten Schweizer Messe für Marketing und Kommunikation treffsichere Marketing-Tipps. Ewa Ming, die Geschäftsführerin der EMEX Management GmbH, steht uns bereits heute Rede und Antwort und verrät einige Highlights der SuisseEMEX’15.

Ewa Ming spricht sieben Sprachen – «Schwiizerdütsch» miteingerechnet.

Ewa Ming, die SuisseEMEX’15 erscheint im neuen Gewand. Was steckt dahinter?
Durch die Digitalisierung rücken Software-Anwendungen und Marketingtools immer näher zusammen. Auch Messen wandeln sich und müssen zur Informationsbeschaffung schneller und effizienter gestaltet werden. Mit der Kooperation mit der Business-Software-Messe topsoft sind wir den entscheidenden Schritt nach vorne gegangen und haben das Messeangebot ergänzt. Das neue Messeformat beinhaltet eine umfassende Leistungsschau mit zahlreichen Konferenzen, Workshops und Fachreferaten für Unternehmen, aber auch für Top Keynotes auf den drei grossen Foren. Zudem warten vier komplett neue Welten mit rund 500 Ausstellern auf die Besucher.

Was macht die SuisseEMEX’15 so besonders?
Im Fokus stehen der persönliche Dialog, das professionelle Networking und der Wissenstransfer. Wir haben Koryphäen, Kreative und Querdenker eingeladen, um auch neue Besuchergruppen aus der Agenturwelt und Kreativbranche anzusprechen. Die Besucher dürfen sich auf ein abwechslungsreiches und attraktives Ausstellungs- und Konferenzprogramm mit hochkarätigem Business Networking und neuen Themenwelten freuen.

Wir haben gehört, dass es einen neuen Networking Event gibt?
Genau, die EMEX Night feiert an der SuisseEMEX’15 Premiere: Das Who‘s Who der gesamten Marketing- und Eventbranche trifft sich am Abend des ersten Messetages. Ein Hauch von Glamour, kulinarische Highlights und Entertainment sind die Grundlage für gute Gespräche unter Gleichgesinnten. Der Event richtet sich an Entscheidungsträger aus der Branche, an Partner wie auch an Verbände und findet am Dienstag, den 25. August 2015, ab 19.00 Uhr, in der Halle 7 statt. Als musikalische Leckerbissen treten unter anderem der aufstrebende Popmusiker James Gruntz, die rockenden Mozart Heroes, DJane Monica Babilon und Giuseppe Scaglione, der Betreiber von my105.ch, auf.

Können Sie uns einen Themenschwerpunkt der diesjährigen SuisseEMEX nennen?
Ein Themenschwerpunkt ist sicherlich die neue Querdenker-Welt für Unternehmen in der «World of Communication». Dabei präsentieren Quer- und Andersdenker, Kreative, Start-ups und Agenturen ihre Ideen in einem kultig inszenierten Umfeld. In Zusammenarbeit mit Karem Albash, dem Initianten des Schweizer Querdenker-Tages, werden in der integrierten Speaker-Zone originelle Geschäftsideen und Produkte vorgestellt. Ebenfalls neu in der «World of Communication» ist die Media Kitchen, in der Verlage, Agenturen und Out-of-Home-Anbieter Werbetrends und Informationen für crossmediale Kampagnen auf dem Silbertablett servieren. Natürlich können sich die Besucher auch in den drei anderen Messewelten auf spannende und überraschende Highlights freuen.

Wo haben die Besucher die besten Netzwerkmöglichkeiten?
Networking steht an der ganzen SuisseEMEX’15 im Fokus. In den Hallen 1, 4 und 6 sind sogar spezielle Zonen für das Business-Speed-Networking eingerichtet. Aber auch in der VIP Garage oder den unzähligen Lounges kann man sich entspannt zurückziehen und Business Meetings durchführen. Der beste Ort ist jedoch bestimmt die neue EMEX Night. Diese ist extra aufs Networking ausgerichtet und kommt mit sehr wertiger Verköstigung und Getränken inklusive Lounges daher. Die EMEX Night sollte keiner aus der Branche verpassen, denn das Rahmenprogramm ist einzigartig und verspricht Glamour. Treffen Sie Prominente und geniessen Sie einen unvergesslichen Abend der Extraklasse!

Sie sehen, die SuisseEMEX’15 dürfen Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Möchten auch Sie in die Kommunikation von morgen eintauchen und erfolgreiches Networking betreiben? Wir vergeben Gratis-Tickets. Schreiben Sie dazu einfach eine E-Mail mit dem Betreff «SuisseEMEX‘15» an Professor Tell.

Goldige Hüte an der SuisseEMEX’15

Halten Sie Ausschau nach unseren goldigen Hüten und Smarts!

Halten Sie Ausschau nach unseren goldigen Hüten und Smarts!

Nicht fehlen an der SuisseEMEX’15 darf natürlich ein Auftritt der TRANSLATION-PROBST AG – wie jedes Jahr haben wir uns ins Zeug gelegt und uns eine unterhaltsame Attraktion für Sie ausgedacht. Auch unser CEO Roman Probst ist dabei. An seinen Referaten erfahren Sie, was alles dazugehört, damit Ihre Kunden und Google Sie gut finden.

Referate Roman Probst

25.08.2015, 13.15-14.00

LiveCom Forum

Kundengewinnung in Zeiten knapper Budgets

25.08.2015, 14.30-15.15

Google Praxis Forum, Halle 6

10 Praxistipps für eine bessere Online-Kundengewinnung

Sie möchten die Referate auf keinen Fall verpassen und sich einen Sitzplatz in den vorderen Reihen sichern? Kein Problem! Kontaktieren Sie uns dazu per E-Mail und geben Sie uns das gewünschte Referat an – natürlich sind auch beide möglich. Weitere Infos zur SuisseEMEX’15 finden Sie hier.

Wort der Woche «Geschäftsbrief»

15. Juni 2015
Gabriela Baumgartner

Gabriela Baumgartner

Bestimmt kennen Sie diese Situation: Sie sitzen vor dem Computer und der Cursor blinkt auf dem leeren, weissen Word-Dokument. Ein Geschäftsbrief soll her. Und zwar einer, der die eigene Firma professionell aussehen lässt. Doch wie geht das genau? Gabriela Baumgartner, Redaktorin der Sendungen «Kassensturz» und «Espresso» bei Schweizer Radio und Fernsehen und Leiterin von Schreibseminaren, gibt Ihnen Tipps, wie Sie mit Ihrem Geschäftsbrief punkten können.

TRANSLATION-PROBST AG: Wie sieht das Layout eines perfekten Geschäftsbriefes aus?
Gabriela Baumgartner: Ein perfekt gestalteter Brief ist optisch übersichtlich und entsprechend gestaltet. Das heisst: eine einfache, gut lesbare Schrift und genug Weissraum. Verschiedene Schriftarten und -grössen sind ebenso unvorteilhaft wie unterschiedliche Hervorhebungen. Weniger ist mehr, lautet das Motto bei der Gestaltung. 

Was wird in Geschäftsbriefen häufig falsch gemacht?
Sehr häufig sind die Briefe optisch überladen, viel zu lang und nicht leserfreundlich aufgebaut. In vielen Briefen erkennt man keine eigentliche Struktur. Doch gerade das wäre für die Verständlichkeit wichtig.

Welche Floskeln sind total veraltet?
Jede Aussage, die keinen Sinn oder keine eigenständige Information transportiert, ist eine Floskel und damit völlig unnötig. «Wir bitten Sie um Kenntnisnahme» gehört in diese Kategorie, ebenso «Wir sehen Ihrer Antwort mit Freude entgegen …» oder «… zu unserer Entlastung senden wir Ihnen …».

Welche Angaben sind in einem Geschäftsbrief Pflicht?
Neben den inhaltlich notwendigen Informationen sind Angaben über die Erreichbarkeit des Absenders wichtig, ebenso Angaben über das weitere Vorgehen.

Professioneller Auftritt dank treffsicheren Geschäftsbriefen.

Professioneller Auftritt dank treffsicheren Geschäftsbriefen.

Wie sollte ein Geschäftsbrief textlich aufgebaut sein?
An die erste Stelle gehört die Kernaussage des Briefes. Worum geht es? Was ist zu tun? Langfädige, floskelhafte Einleitungen sind ebenso unnötig wie Zusammenfassungen oder Wiederholungen.

Wie kann man den Empfänger eines Geschäftsbriefes begeistern?
Mit Kürze und sprachlicher Prägnanz. Das heisst: kurze, klare Sätze, klare Aussagen, keine Fremdwörter und kein Fachchinesisch.

Inwiefern unterscheidet sich ein Geschäftsbrief von einer Geschäfts-E-Mail?
Bei der E-Mail gibt es mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Oft lenkt dieser ganze Schnickschnack aber vom Lesen ab. Zudem ist ein Brief vom Umfang her sofort fassbar. Bei einer E-Mail ist das oft nicht der Fall, der Leser muss erst mal scrollen, um zu sehen, wieviel Text ihn erwartet.

Welche drei Tipps geben Sie unseren Lesern?

  1. Sich überlegen, wem man etwas schreibt? Welchen Wissenstand hat mein Empfänger? Welche Bedürfnisse? Wie steht er zu mir?
  2. Ein kurzes Konzept erstellen. Welches ist meine Hauptaussage? Was will ich dem Leser mitteilen? Was erwarte ich danach von ihm?
  3. Kurz und verständlich schreiben.

Ist es wichtig, dass ein Geschäftsbrief in der Muttersprache des Empfängers geschrieben ist?
Je nach Situation ist eine Übersetzung empfehlenswert. Vor allem wenn klar ist, dass der Empfänger die gängige Sprache nicht versteht und auch nicht über ein Umfeld verfügt, das ihm weiterhelfen kann. 

Dank den Expertentipps von Gabriela Baumgartner fällt Ihnen das Texten Ihres Geschäftsbriefes das nächste Mal bestimmt leichter. Möchten Sie sich gar nicht mehr mit dem Verfassen von Geschäftsbriefen herumschlagen? Dann geben Sie uns ein kurzes Briefing, und wir übernehmen das gerne für Sie – auf Wunsch mit der entsprechenden Übersetzung.

Literaturtipps zum Thema Geschäftsbrief schreiben

  • Besser schreiben im Business
    Aktuelle Tipps und Vorlagen für den Geschäftsalltag Die wichtigsten Informationen auf den Punkt bringen? Mit diesem Buch kein Problem mehr. Einfach und schnell lernen Sie den richtigen Stil für die geschäftliche Kommunikation.
  • Besser schreiben im Alltag
    Aktuelle Tipps und Vorlagen für die private Korrespondenz Ein Schnellkurs für die moderne Korrespondenz: Mit 200 Vorlagen für Verträge, Reklamationen, private Briefe oder Einsprachen an Behörden. So finden Sie schnell die richtigen Worte.

Vertiefen Sie Ihr Wissen! Kurse und Workshops des KV Winterthur und KV Ost: 

Workshop «Besser schreiben»
Sie schreiben eigentlich gerne, und doch sind Sie manchmal frustriert, wenn der Geschäftsbrief, der Bericht oder der Artikel fürs Vereinsheft nicht so recht gelingen will. Was ist überhaupt ein guter Text? Sie repetieren und vertiefen die Grundregeln und erfahren, worauf es beim Schreiben ankommt. Sie lernen, sich klar, einfach und verständlich auszudrücken, interessant und abwechslungsreich zu schreiben und die richtigen Stilmittel bewusst einzusetzen.

Ihr Nutzen
Sie erfahren, wodurch sich ein guter Text auszeichnet und wie Sie Leser erreichen: Sie lernen, einen Text leserfreundlich aufzubauen und Ihre Botschaft am richtigen Ort zu platzieren. In verschiedenen Übungen entwickeln Sie Ihre Schreibkompetenz auf spielerische Art weiter und entdecken Wege, die Sie von der täglichen Schreibroutine wegführen.

Weitere Informationen finden Sie beim Kaufmännischen Verband Ostschweiz und beim Schweizerischen Institut für Betriebsökonomie.