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Archiv für die Kategorie ‘Interview’

Swiss Handicap

4. Dezember 2013

Vom 29. bis 30. November 2013 fand die Swiss Handicap ’13 in der Messe Luzern statt. Rund 150 Aussteller wie Nestlé, Netcloud und die TRANSLATION-PROBST AG unterstützten den Event als Aussteller und/oder Partner.

Lesen Sie im Folgenden das Interview von Roman Probst mit Ewa Ming, der Organisatorin der Swiss Handicap ’13.

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Liebe Ewa Ming

Noch nie hat eine Messeorganisation eine Messe für Menschen mit Behinderung organisiert. Warum haben Sie das gemacht?
Im Bereich der Hilfs- und Kommunikationsmittel für Menschen mit einer Behinderung oder Erkrankung gibt es so viele Innovationen und Angebote, aber keine nationale Plattform, auf der diese präsentiert werden können. Diesen Treffpunkt wollten wir schaffen, aber nicht im Stil einer «normalen» Messe – damit hätten wir nie diese Resonanz erreicht. Es musste ein Ort werden, wo Begegnungen stattfinden und Inklusion gelebt werden kann.

Drei Tage ist es her, seit Sie die Türen der Messe geschlossen haben. Was hat Sie persönlich am meisten beeindruckt?
Der offene und natürliche Umgang unter allen Anwesenden – egal ob bei den Besuchern, Ausstellern oder untereinander. Gezeigt hat sich das nicht nur in den Gesprächen an den Ständen, sondern zum Beispiel auch an der Swiss Handicap Night, der Party nach Messeschluss. Da gab es keine Berührungsängste: Rollstuhlfahrer mischten sich unter die Tanzenden, und Menschen mit und ohne Behinderung feierten gemeinsam bis spät in die Nacht.

Organisieren Sie diesen Event im nächsten Jahr wieder?
Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Die Besucherzahl von 8500 zeigt, dass das Bedürfnis nach einer solchen Plattform da ist. Auch die Aussteller zeigten sich äusserst zufrieden, und viele haben bereits ihre Teilnahme fürs nächste Jahr zugesichert. Es wird also sicher eine Fortsetzung geben, voraussichtlich vom 28. bis 29. November 2014.

Warum muss man diese Messe besuchen?
Als Betroffene, weil man sich in einem professionellen und doch auch emotionalen und stimmungsvollen Rahmen über die neuesten Angebote informieren kann. Aber auch wenn man sich nicht direkt angesprochen fühlt, ist die Messe einen Besuch wert. Wer kennt nicht den einen oder anderen Betroffenen? Es ist ein Thema, das in irgendeiner Form jeden betrifft – ob selbst oder jemanden im näheren Umfeld.

Vielen Dank für das Gespräch.

Auf welchen Lohn dürfen sich Abgänger einer Fachhochschule in der Schweiz einstellen?

11. November 2013

toni-schmid_fh-schweizDie FH-SCHWEIZ, langjähriger Partner der TRANSLATION-PROBST AG, führt alle zwei Jahre eine Lohnumfrage bei ehemaligen Studierenden der Fachhochschulen durch. Sie will als Dachverband der Absolventinnen und Absolventen aller Fachhochschulen mit dieser Umfrage zum einen den Arbeitgebern einen Richtwert geben, mit welchem Lohnniveau sie für Abgänger eines bestimmten Fachbereiches und Standortes kalkulieren müssen. Zum andern will die FH-SCHWEIZ den Studienabgängern transparent machen, welche Löhne sie nach Abschluss etwa erwarten dürfen.

Die TRANSLATION-PROBST AG sponsert diese Umfrage bereits zum zweiten Mal, und zwar aus drei Gründen: Erstens – Transparenz: Wir fördern die Transparenz, weil sie die Basis für eine faire und nachhaltige Zusammenarbeit auf Augenhöhe bildet. Zweitens – Leistungsorientierung: Wir wollen zeigen, dass sich eine solide Bildung wie die an einer Fachhochschule persönlich wie finanziell lohnt. Drittens – Identifikation: Als Gründer und CEO meiner Firma TRANSLATION-PROBST AG habe ich 2006 den Best Student to Business Price gewonnen, der von der damaligen Zürcher Hochschule Winterthur ZHW verliehen wurde. Mit diesem Erfolgserlebnis wurde der Grundstein für meine Firma gelegt, die inzwischen mehrfach ausgezeichnet wurde und sich mittlerweile auf internationalem Niveau bewegt. Von diesem Erfolg habe ich einen grossen Teil der Fachhochschule zu verdanken. Das möchte ich gerne zurückgeben.

An dieser Stelle nutze ich gerne die Möglichkeit, um Toni Schmid, dem CEO FH-SCHWEIZ, einige Fragen zu stellen:

Reicht es heute auf dem Arbeitsmarkt aus, einen FH-Abschluss im Sack zu haben?
«Gut ausgebildete, vernetzt denkende und engagierte Persönlichkeiten sind in allen Bereichen gefragt. Die Fachhochschulen bilden solche Persönlichkeiten aus, und zwar in den unterschiedlichsten Bereichen, von Design über Soziale Arbeit bis zu Technik und Gesundheit. Diese Persönlichkeiten wissen, dass Lernen auch nach dem Studienabschluss weitergeht.»

Welche Fachbereiche sind heute bei den Studierenden die gefragtesten?
«Das Schöne ist:  Alle Studiengänge sind dank dem direkten Praxisbezug Abbild des Arbeitsmarkts und damit sowohl bei den Studieninteressenten als auch bei den Arbeitgebern gefragt.»

Wenn Du Student wärst, was würdest Du studieren?
«Stünde ich nochmals an der gleichen Stelle, würde ich wohl immer noch die Betriebsökonomie wählen. Heute interessieren mich Kunst und Architektur genauso. Und auch meinen ersten Beruf in der Pflege könnte ich mit einem FH-Studium fortsetzen.»

Warum würdest Du nicht an einer Uni studieren?
«Ich liebe das Machen und die damit verbundenen Erfahrungen. Das duale Bildungssystem der Schweiz ist dafür genial. Ich entscheide mich deshalb nicht gegen den universitären Weg, sondern ganz bewusst für einen praxisorientierten und dennoch auf allen Stufen offenen Weg.»

An welcher Fachhochschule der Schweiz würdest Du selber studieren?
«Alle Fachhochschulen garantieren mir eine super Qualität, und ich kann unterschiedliche Studienmodelle wählen. Also spielen persönliche Überlegungen eine Rolle: Will ich in der Region studieren? Habe ich genug Geld für ein Vollzeitstudium? Nutze ich die Chance eines Standortwechsels, um etwas Neues zu erleben?»

Auf welchen Master bist Du besonders stolz?
«Jeder konsekutive Masterstudiengang der Fachhochschulen hat seine Berechtigung und Bedeutung.»

Auf welchen Lohn dürfen sich Abgänger einer Fachhochschule in der Schweiz einstellen?
«Der Lohn variiert je nach Studienbereich, Art des Abschlusses, Position, Region und anderem. Gemäss unseren Umfrageergebnissen verdient ein FH-Bachelor-Absolvent aus dem Bereich Wirtschaft im Schnitt 90 000 Franken, seine Kollegin mit einem FH-Bachelor-Abschluss in Sozialer Arbeit 89 700 Franken. Ein FH-Bachelor-Absolvent aus den Bereichen Architektur, Bau- und Planungswesen kommt im laufenden Jahr auf 83 200 Franken.
Weitere Informationen können über die Website www.fhlohn.ch abgerufen werden.»

 

Vielen Dank, Toni Schmid, für die Beantwortung dieser Fragen. Weitere Fragen und Kommentare könnt Ihr gerne in unserem Blog stellen.