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Archiv für die Kategorie ‘Kommunikation’

Wort der Woche «Geschäftsbrief»

15. Juni 2015
Gabriela Baumgartner

Gabriela Baumgartner

Bestimmt kennen Sie diese Situation: Sie sitzen vor dem Computer und der Cursor blinkt auf dem leeren, weissen Word-Dokument. Ein Geschäftsbrief soll her. Und zwar einer, der die eigene Firma professionell aussehen lässt. Doch wie geht das genau? Gabriela Baumgartner, Redaktorin der Sendungen «Kassensturz» und «Espresso» bei Schweizer Radio und Fernsehen und Leiterin von Schreibseminaren, gibt Ihnen Tipps, wie Sie mit Ihrem Geschäftsbrief punkten können.

TRANSLATION-PROBST AG: Wie sieht das Layout eines perfekten Geschäftsbriefes aus?
Gabriela Baumgartner: Ein perfekt gestalteter Brief ist optisch übersichtlich und entsprechend gestaltet. Das heisst: eine einfache, gut lesbare Schrift und genug Weissraum. Verschiedene Schriftarten und -grössen sind ebenso unvorteilhaft wie unterschiedliche Hervorhebungen. Weniger ist mehr, lautet das Motto bei der Gestaltung. 

Was wird in Geschäftsbriefen häufig falsch gemacht?
Sehr häufig sind die Briefe optisch überladen, viel zu lang und nicht leserfreundlich aufgebaut. In vielen Briefen erkennt man keine eigentliche Struktur. Doch gerade das wäre für die Verständlichkeit wichtig.

Welche Floskeln sind total veraltet?
Jede Aussage, die keinen Sinn oder keine eigenständige Information transportiert, ist eine Floskel und damit völlig unnötig. «Wir bitten Sie um Kenntnisnahme» gehört in diese Kategorie, ebenso «Wir sehen Ihrer Antwort mit Freude entgegen …» oder «… zu unserer Entlastung senden wir Ihnen …».

Welche Angaben sind in einem Geschäftsbrief Pflicht?
Neben den inhaltlich notwendigen Informationen sind Angaben über die Erreichbarkeit des Absenders wichtig, ebenso Angaben über das weitere Vorgehen.

Professioneller Auftritt dank treffsicheren Geschäftsbriefen.

Professioneller Auftritt dank treffsicheren Geschäftsbriefen.

Wie sollte ein Geschäftsbrief textlich aufgebaut sein?
An die erste Stelle gehört die Kernaussage des Briefes. Worum geht es? Was ist zu tun? Langfädige, floskelhafte Einleitungen sind ebenso unnötig wie Zusammenfassungen oder Wiederholungen.

Wie kann man den Empfänger eines Geschäftsbriefes begeistern?
Mit Kürze und sprachlicher Prägnanz. Das heisst: kurze, klare Sätze, klare Aussagen, keine Fremdwörter und kein Fachchinesisch.

Inwiefern unterscheidet sich ein Geschäftsbrief von einer Geschäfts-E-Mail?
Bei der E-Mail gibt es mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Oft lenkt dieser ganze Schnickschnack aber vom Lesen ab. Zudem ist ein Brief vom Umfang her sofort fassbar. Bei einer E-Mail ist das oft nicht der Fall, der Leser muss erst mal scrollen, um zu sehen, wieviel Text ihn erwartet.

Welche drei Tipps geben Sie unseren Lesern?

  1. Sich überlegen, wem man etwas schreibt? Welchen Wissenstand hat mein Empfänger? Welche Bedürfnisse? Wie steht er zu mir?
  2. Ein kurzes Konzept erstellen. Welches ist meine Hauptaussage? Was will ich dem Leser mitteilen? Was erwarte ich danach von ihm?
  3. Kurz und verständlich schreiben.

Ist es wichtig, dass ein Geschäftsbrief in der Muttersprache des Empfängers geschrieben ist?
Je nach Situation ist eine Übersetzung empfehlenswert. Vor allem wenn klar ist, dass der Empfänger die gängige Sprache nicht versteht und auch nicht über ein Umfeld verfügt, das ihm weiterhelfen kann. 

Dank den Expertentipps von Gabriela Baumgartner fällt Ihnen das Texten Ihres Geschäftsbriefes das nächste Mal bestimmt leichter. Möchten Sie sich gar nicht mehr mit dem Verfassen von Geschäftsbriefen herumschlagen? Dann geben Sie uns ein kurzes Briefing, und wir übernehmen das gerne für Sie – auf Wunsch mit der entsprechenden Übersetzung.

Literaturtipps zum Thema Geschäftsbrief schreiben

  • Besser schreiben im Business
    Aktuelle Tipps und Vorlagen für den Geschäftsalltag Die wichtigsten Informationen auf den Punkt bringen? Mit diesem Buch kein Problem mehr. Einfach und schnell lernen Sie den richtigen Stil für die geschäftliche Kommunikation.
  • Besser schreiben im Alltag
    Aktuelle Tipps und Vorlagen für die private Korrespondenz Ein Schnellkurs für die moderne Korrespondenz: Mit 200 Vorlagen für Verträge, Reklamationen, private Briefe oder Einsprachen an Behörden. So finden Sie schnell die richtigen Worte.

Vertiefen Sie Ihr Wissen! Kurse und Workshops des KV Winterthur und KV Ost: 

Workshop «Besser schreiben»
Sie schreiben eigentlich gerne, und doch sind Sie manchmal frustriert, wenn der Geschäftsbrief, der Bericht oder der Artikel fürs Vereinsheft nicht so recht gelingen will. Was ist überhaupt ein guter Text? Sie repetieren und vertiefen die Grundregeln und erfahren, worauf es beim Schreiben ankommt. Sie lernen, sich klar, einfach und verständlich auszudrücken, interessant und abwechslungsreich zu schreiben und die richtigen Stilmittel bewusst einzusetzen.

Ihr Nutzen
Sie erfahren, wodurch sich ein guter Text auszeichnet und wie Sie Leser erreichen: Sie lernen, einen Text leserfreundlich aufzubauen und Ihre Botschaft am richtigen Ort zu platzieren. In verschiedenen Übungen entwickeln Sie Ihre Schreibkompetenz auf spielerische Art weiter und entdecken Wege, die Sie von der täglichen Schreibroutine wegführen.

Weitere Informationen finden Sie beim Kaufmännischen Verband Ostschweiz und beim Schweizerischen Institut für Betriebsökonomie.

Ein Terminologie-Service ist günstiger als kein Terminologie-Service

14. April 2015

Für eine schnelle und fehlerfreie Übersetzung ist ein Terminologie-Service Gold wert. Dank ihm werden Fachwörter und Abkürzungen in allen Texten gleich übersetzt, und er trägt so zu einem wesentlichen Teil zur Konsistenz des Textes bei. In diesem Artikel erfahren Sie, warum sich der Aufbau einer Terminologie-Datenbank auf jeden Fall für Sie lohnt.

Die meisten KMU geben viel Geld für ein unverwechselbares Branding aus. Dabei geht eins oft vergessen: Zu einem guten Branding gehört auch ein konsistentes Corporate Wording in allen Sprachen, denn dieses maximiert den Wiedererkennungswert des Unternehmens. Erreicht wird das einheitliche Wording ganz einfach mittels eines professionellen Terminologie-Services.

Terminologieeintrag im Wörterbuch.

Ein konsistenter Auftritt ist der Schlüssel zum Erfolg.

Termino-was?
Terminologie ist ein kontrolliertes Vokabular. Es ist die Gesamtheit der Fachwörter und Fachausdrücke, die in einem Fachgebiet benutzt werden – schriftlich und mündlich. So gibt es zum Beispiel die medizinische Terminologie. Manchmal ist die Verwendung der Fachsprache offensichtlich, beispielsweise beim Wort «Oberschenkelschlagader», das in der medizinischen Terminologie Femoralis lautet. Es gibt aber auch Wörter, bei denen lediglich Fachexperten merken, dass der genaue Fachterminus verwendet wurde. So beispielsweise beim Wort «Sucht» ‒ in der Fachsprache als Abhängigkeit bekannt.

Professionalität in den Texten
Genau auf solche Feinheiten kommt es an. Wird in einem Fachartikel plötzlich ein Fachterminus durch ein umgangssprachliches Wort ersetzt, wirkt sich das negativ auf die Professionalität und das versprochene Know-how aus. Die Qualität der Terminologie bestimmt zu einem wesentlichen Teil die Qualität eines Fachtextes – sei es bei einem Originaltext oder bei einer Übersetzung. Ein professioneller Terminologie-Service garantiert, dass jeder Fachbegriff korrekt und immer gleich übersetzt wird. Dies führt zu konsistenten Texten, die von Professionalität zeugen, und verstärkt wiederum das Vertrauen der Kunden und Partner.

Kleine Investition, grosser Profit
Das Schöne am Terminologie-Service ist, dass er zu Beginn zwar eine kleine Investition erfordert, Unternehmen aber mit der Zeit profitieren, ohne nochmals Geld in die Hand nehmen zu müssen. Denn für jedes Wort muss nur einmal bezahlt werden, damit es in der Terminologie-Datenbank gespeichert und ab dann in jedem Text korrekt übersetzt wird. Die konsistente Anwendung des Corporate Wording steigert schliesslich den Wiedererkennungswert des Unternehmens und so die Kundenbindung.

Mit einer unternehmenseigenen Terminologie-Datenbank profitieren Sie zudem von den folgenden Vorteilen:

  • Weniger Rückfragen bei Übersetzungsaufträgen
  • Reduktion verwirrender Synonyme und Eliminierung von Missverständnissen
  • Schaffung eines unternehmenseigenen Wörterbuchs
  • Mitbestimmung beim Aufbau der Terminologie-Datenbank
  • Stetige Aktualisierung der Terminologie-Datenbank

Wer keinen Terminologie-Service beansprucht, riskiert, potenzielle Kunden aufgrund nicht einheitlicher und unprofessioneller Texte zu verlieren. Aus diesem Grund ist ein Terminologie-Service günstiger als kein Terminologie-Service. Die TRANSLATION-PROBST AG bietet Ihnen massgeschneiderte Lösungen, die Ihrem Anspruch und Ihrem Budget entsprechen.

Wort der Woche «Jahresbericht»

19. Januar 2015

Der Jahresbericht wird nicht nur für Aktionäre, Investoren und die Medien verfasst. Auch für die interne Kommunikation ist er ein wichtiges Instrument. Daniel L. Ambühl, der Präsident des Schweizerischen Verbands für interne Kommunikation (SVIK), erläutert im Interview, wozu der Jahresbericht in der internen Kommunikation dient.

Herr Ambühl, was unterscheidet Ihrer Meinung nach einen guten von einem schlechten Jahresbericht?
Der Unterschied besteht darin, dass der gute Jahresbericht rechtlich einwandfrei, kurz und sprachlich verständlich auf das Geschäftsjahr eingeht, die Finanzzahlen korrekt enthält und wesentliche Elemente mit Grafiken und Bildern sowie besonderen Textpassagen verdeutlicht. Schlechte Jahresberichte enthalten hingegen langfädige, verwässerte Aussagen sowie Fotos und Grafiken, die nichts zum Verständnis beitragen.

Warum ist der Jahresbericht so wichtig?
Er ist vor allem rechtlich wichtig für die Aufsichtsorgane, wie Bund, Kantone, Steuerbehörden, Kontrollstellen, sowie für den Verwaltungsrat, die Geschäftsleitung und die Stakeholder. Die Aktionäre informiert er über die Strategie, Tätigkeit und den Erfolg des Unternehmens und dient Investoren so als Entscheidungsgrundlage. Vereinfacht gesagt ist der Jahresbericht die Visitenkarte des Unternehmens; er prägt das Image massgeblich mit und ist daher für ein Unternehmen essenziell.

Wer liest Jahresberichte?
Natürlich liest kaum jemand einen Jahresbericht von der ersten bis zur letzten Seite. Dennoch holen sich Zielgruppen wie Aktionäre, Analysten, Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter die für sie relevanten Informationen aus dem Jahresbericht. Daher ist es wichtig, dass der Aufbau ein selektives Lesen ermöglicht und eine gute Orientierung über die Themen bietet. Der Jahresbericht ist auch bei Auseinandersetzungen von Bedeutung, weil er den Geschäftsverlauf sowie die finanzielle Situation und rechtliche Angaben zum Unternehmen enthält.

Daniel L. Ambühl, Präsident des Schweizerischen Verbands für interne Kommunikation

Daniel L. Ambühl, Präsident des Schweizerischen Verbands für interne Kommunikation

Was hat der Jahresbericht mit der internen Kommunikation zu tun?
Der Jahresbericht spielt für die interne Kommunikation insofern eine Rolle, als dessen Aussagen sich mit den Handlungen im Geschäftsleben decken sollten. Ist dem nicht so, erscheint das Unternehmen gegenüber den Mitarbeitern unglaubwürdig. Zudem dient er den Mitarbeitern als Orientierung und den neuen Mitarbeitern als Informationsgrundlage über das Unternehmen.

Welches Fazit ziehen Sie für die Jahresberichte?
Der Jahresbericht ist rechtlich wichtig und dementsprechend für diese Funktionsträger relevant. Mit textuellem Firlefanz und fotografisch-farblichen Orgien wird nur vom Wesentlichen abgelenkt. Wer die Kosten für den Jahresbericht im Griff hat, greift auf einfache Lösungen zurück und schränkt den Seitenumfang entsprechend ein. Interessant: Sogar Grossfirmen bewegen sich seit einiger Zeit auf der Effizienzschiene, weil der zeitliche und finanzielle Aufwand über die Jahre stark zugenommen hat. Dennoch ist der Jahresbericht eines der wichtigsten Dokumente überhaupt.

Aus dem Interview mit Daniel L. Ambühl wird deutlich, dass der Jahresbericht bei den Mitarbeitenden für Orientierung sorgt und nach wie vor eines der wichtigsten Dokumente für Unternehmen ist. Auch die Übersetzung in andere Sprachen ist bei Jahresberichten ein grosses Thema. Die TRANSLATION-PROBST AG unterstützt Sie bei dieser Aufgabe gerne.

Die Geburt des Professors Tell als Comic Held

12. November 2014

Professor Tell ist unser Botschafter für die Werte Genauigkeit, Treffsicherheit, Zuverlässigkeit und Swissness und symbolisiert somit das Herzstück der Qualitätssicherung der TRANSLATION-PROBST AG. Tell hat sich von einem einfachen Symbol zu einer richtigen Charakterfigur gemausert, hat seine eigenen Social Media Kanäle und einen festen Platz in unserem Newsletter. Er ist so flexibel, dass er nun sogar in der internen Kommunikation der TRANSLATION-PROBST AG eingesetzt wird. Unter anderem dank ihm wurde unser Kommunikationskonzept bei der Verleihung der Goldenen Feder als drittbeste Arbeit ausgezeichnet. Doch wie ist diese Figur entstanden, und wo liegen die Vorteile eines Comic-Helden in der Unternehmenskommunikation? Die TRANSLATION-PROBST AG sprach darüber mit den Gründern des Comic.

Professor Tell verlost jeden Monat ein Goldvreneli in unserem Newsletter.

Professor Tell verlost jeden Monat ein Goldvreneli in unserem Newsletter.

Roman, wie bist Du auf die Idee mit Professor Tell als Comic gekommen?
Roman Probst: Tell ist inzwischen 77 Jahre alt. Deshalb überlegten wir uns, wie wir ihn in Zukunft einsetzen wollen. Mit Mike Flam und Thomas Kupferschmied steckten wir die Köpfe zusammen. Uns war klar, dass wir das Thema ganzheitlich betrachten müssen. Insbesondere so, dass es auch Bestand für die Zukunft hat. So kamen wir zum Schluss, dass Tell modernisiert werden soll. Wir nahmen uns vor, die neue Epoche an der Messe SuisseEMEX‘14 einzuläuten, weil wir dafür auch ein neues Standkonzept geplant hatten. Dieses begeisterte das Publikum: Den Hintergrund bildete eine Schweizer Landschaft in goldigem Ton. In der Mitte des Messestandes platzierten wir einen riesen Holztisch in Form der Schweiz. Am Messe-Eingang verteilten wir allen Besuchern einen Nagel, den sie an unserem Stand in den Schweizer Holztisch hauen konnten. Wer den Nagel mit höchstens drei Schlägen auf den Kopf traf und im Holz versenkte, gewann ein Goldvreneli. Professor Tell hatte dieses Jahr anstelle der Armbrust einen Hammer in der Hand, war jedoch trotzdem glücklich.

Warum passt Professor Tell zur TRANSLATION-PROBST AG?
Mike Flam: Ich spreche fünf Sprachen fliessend. Doch einen guten Comic in einer anderen Sprache zu lesen, ist für mich noch eine Stufe höher. Dort vereinen sich Kultur und Wortspielereien pointiert in wenigen Worten. Das beste Beispiel dafür ist für mich Asterix. Ich bin fasziniert davon, wie perfekt dies dort geschieht. Insbesondere bei den Übersetzungen. Das passt meines Erachtens bestens zur TRANSLATION-PROBST AG, denn auch sie bietet treffsichere Übersetzungen in allen Sprachen an.

Welche Gedanken hast Du Dir beim Comic gemacht? Welche Details waren Dir wichtig?
Mike Flam: Ein intelligenter Comic transportiert Gedanken und Ideen und ist dabei ein unterhaltsames Medium. Es weckt das Kind in einem, denn jeder hat in irgendeiner Form schon Comics gelesen. Auch die stets präsenten, kurzweiligen 4-Bilder-Comics in Zeitungen und Zeitschriften tragen dazu bei, dass die Menschen sie gerne lesen. Der Comic ist ein bekanntes Medium, und nun wird er mit den Ideen der TRANSLATION-PROBST AG verpackt. Für mich sind dabei intelligente Geschichten wichtig. Zentral am Comic mit dem Helden Professor Tell ist, dass die TRANSLATION-PROBST AG als Unternehmen darin nicht explizit vorkommt, ausser die Figuren nehmen Roman Probst bzw. die TRANSLATON-PROBST AG auf die Schippe.

Ist es nicht gefährlich, den Wert Treffsicherheit mit Comic zu vermischen?
Mike Flam: Meines Erachtens liegt genau hier die Stärke eines Comics, insbesondere wenn dieser wie geplant in den vier Schweizer Nationalsprachen sowie in Englisch und Spanisch lanciert wird. Mit Rücksicht auf die sprachlich-kulturellen Hintergründe kann dort sehr pointiert und treffsicher eine Übersetzung erfolgen. Der Comic wird meines Erachtens sehr grossen Erfolg haben, wenn er genau die Kultur und die Wortspiele aufgreift, die in der Sprache üblich sind. Denn davon lebt ein Comic. Und das ist ja auch die Stärke der TRANSLATION-PROBST AG.

Warum passt die Form des Comics besser zur TRANSLATION-PROBST AG als der reale Tell?
Thomas Kupferschmied: Der reale Professor Tell ist schon über vier Jahre für die TRANSLATION-PROBST AG im Einsatz. Es musste etwas Neues her, das die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf sich zieht. Die Idee eines Comic-Helden kam im Brainstorming mit Mike Flam und dem Marketingteam der TRANSLATION-PROBST AG schnell auf. Denn Tell sollte einfach etwas jünger und agiler wirken. Ganz nach den Werten, welche die TRANSLATION-PROBST AG lebt. Der Comic ist insofern eine gute Idee, da der Professor Tell bleibt, wir ihn aber mit der Comic-Zeichnung in eine jüngere und dynamischere Person verwandeln können. Auch ist er so vielseitiger einsetzbar.

Was bringt das dem Branding der TRANSLATION-PROBST AG?
Thomas Kupferschmied: Wichtig zu beachten ist, dass die Leser, Website-Besucher und Kunden involviert werden. Denn so werden sie zu einem Teil der Geschichte und gestalten den Brand aktiv mit. Es entsteht eine emotionale Bindung zum Brand, sprich zur Firma TRANSLATION-PROBST AG. Jetzt kommt es auf die einheitliche Umsetzung an, damit der Comic in die Herzen der Betrachter geht.

Was braucht es noch für ein optimales Storytelling?
Thomas Kupferschmied: Ich habe gerade vor Kurzem einen interessanten Artikel zum Thema Storytelling gelesen und diese sieben Regeln gefunden:

  1. Erst die Idee, dann die Kanäle
  2. Starten Sie mit dem Warum
  3. Finden Sie Held, Konflikt und Lösung
  4. Fassen Sie die Story in einem Tweet zusammen
  5. Erzeugen Sie einen Spannungsbogen
  6. Respektieren Sie die Intelligenz Ihres Publikums
  7. Machen Sie die Story social und shareable

Roman, wieso Mike Flam?
Roman Probst: Mike Flam besitzt die unglaublich wertvolle Gabe, in Bildern zu denken. Ausserdem legt er Wert auf eine ganzheitliche Betrachtung der Thematik, was mir natürlich sehr entgegen kommt. Hinzu kommt, dass er vor nichts Angst hat und alles ausprobiert: Wenn alle sagen, das funktioniert nicht, dann kommt Mike, der nicht weiss, dass es nicht funktioniert, und macht es einfach.

Das Markomteam der TRANSLATION-PROBST AG mit Mike Flam (links) und Thomas Kupferschmid (rechts)

Das Markomteam der TRANSLATION-PROBST AG mit Mike Flam (links) und Thomas Kupferschmied (rechts)

Wie bist Du ursprünglich auf die Idee mit Professor Tell gekommen?
Roman Probst: Beim Zigarrenrauchen. Ich habe mir überlegt, wie man Text-, Übersetzungs- und Dolmetscherdienstleistungen mit Qualitätsgarantie kreativ anpreisen kann. Und zwar so, dass es nicht kopierbar ist. Tell vereint all unsere Werte wie Genauigkeit, Treffsicherheit, Zuverlässigkeit und Swissness in sich. Da wir jeden unserer Texte von einem Professor oder Hochschuldozenten der Zielsprache korrigieren lassen, wurde aus Tell Professor Tell. Deshalb passt er ideal zu uns.

Wie geht es weiter mit Professor Tell?
Professor Tell wird auf jeden Fall weiterhin in der internen und externen Kommunikation eingesetzt. Auch dank ihm wurde Unsere Arbeit beim Schweizer Rating interne Kommunikation 2014 als drittbeste in der Kategorie «Konzepte/Strategien» bewertet. Er macht seinen Job so gut, dass wir seit über vier Jahren seine eigenen Social Media Kanäle pflegen.

Wort der Woche «Interne Kommunikation»

7. November 2014

Jeder macht es täglich. Einige tun es sogar im Schlaf: Kommunikation ist für Menschen fast so wichtig geworden wie die Luft zum Atmen. Speziell für Unternehmen ist eine strategische Kommunikation existenziell. Nicht nur extern, sondern auch intern. Deshalb hat die TRANSLATION-PROBST AG im Jahr 2014 ihr internes Kommunikationskonzept überarbeitet; dieses neue Konzept wurde bei der Verleihung der Goldenen Feder mit dem Preis «drittbeste Arbeit» in der Kategorie Konzepte und Strategien belohnt. Peter Stücheli-Herlach, Professor und Leiter des Forschungsschwerpunkts für Organisationskommunikation und Öffentlichkeit an der ZHAW, hat für uns Fragen zur internen Kommunikation beantwortet, mit denen sich alle Unternehmen beschäftigen sollten.

TRANSLATION-PROBST AG: Was ist Kommunikation? Und warum ist die interne Kommunikation für Unternehmen so wichtig?

Peter Stücheli-Herlach: Kommunikation? So schnell gefragt, so schwer erklärt! Möglicherweise ist es das: Gemeinsames Handeln ohne Zwang, aber mit Impact. Aber das kennen wir auch aus dem Privaten, aus dem Alltag. Wir reden ja alle ständig miteinander, wir mailen, posten, lesen und werfen Papiere mit Texten auf den Stapel, täglich, stündlich, minütlich. Unternehmenskommunikation muss sich davon unterscheiden. Muss Unternehmensleistungen unausweichlich, Qualitätsmerkmale unverzichtbar werden lassen. Muss Anziehungskraft entwickeln. Muss Tempo haben und Präzision beweisen. Dabei gilt: Die alte Unterscheidung zwischen Innen und Aussen, also zwischen «interner» und «externer» Kommunikation ist überholt. In der Wissens-, Kommunikations- und Netzwerk-Gesellschaft ist sofort draussen, was drinnen abgeht. Und die Aussenwelt massiert konstant die internen Abläufe. Gut beraten deshalb, wer so radikal auf Kommunikation setzt, dass diese unverwechselbar wird, und wer sich dabei umfassend selber engagiert, innen und aussen.

Wie setzt man eine Strategie integrierter Kommunikation in einem Unternehmen um?

Da gibt es viele gangbare Wege. Bei aller Bemühung um die Gestaltung einzelner Beiträge, Medienkanäle und -produkte, bei allen Wünschen nach strategischer Steuerung mit Konzepten, Vorgaben, Standards – wichtig ist, eines nicht zu vergessen: Die Realität der Kommunikation bleibt immer hinter den Zielvorstellungen zurück. Das liegt in der Natur der Sache: Beim Kommunizieren kommen wir zusammen weiter. Gute Kommunikation lässt deshalb vieles hinter sich. Nicht die starre Norm, sondern die ständige Verbesserung der Situation ist deshalb das A und O integrierter Kommunikation. Deshalb gibt es keine Botschaft, bei der man nicht noch nachlegen müsste. Kein Mediendesign, das nicht optimierungsfähig wäre. Keine wichtige Beziehung, die man nicht vertiefen könnte. Kein Netzwerk, das schon perfekt ist. Starre Konzepte können wir vergessen. Konzeptuell denkende und handelnde Profis hingegen, das brauchen wir … nicht immer, aber immer öfter!

Warum wurde die TRANSLATION-PROBST AG Deiner Meinung nach in dieser Kategorie für die Goldene Feder (Preis für interne Kommunikation) nominiert?

Das entzieht sich meiner Kenntnis, ich war ja nicht in der Jury. Ins Auge sticht, dass wir es mit einem Unternehmen bzw. mit einem Unternehmer zu tun haben, der mit sich selber nie ganz zufrieden ist. Wer Marktpositionen erobern will, muss handeln. Wer handelt, macht immer auch Fehler. Erst jetzt kommen die Unterschiede. Denn erfolgreich wird, wer die Fehler erkennt. Wer sie hasst, aber auch vergeben kann. Wer sie überwinden will. Wer sie deshalb intern debattiert. Wer gemeinsam mit Mitarbeitenden, Kunden und Kollegen lernt. Und wer es immer besser machen will. Und: Wer es deshalb auch irgendwann besser macht. Und dadurch schliesslich besser ist.

Vielen Dank für das Interview, Peter Stücheli-Herlach. Wie die Antworten zeigen, ist eine strategische Kommunikation kein in sich abgeschlossener Prozess. Wer Erfolg haben will, muss seine Fehler analysieren und jedes Vorgehen immer wieder hinterfragen. Ansonsten entsteht eine starre Kommunikation, welche die Bedürfnisse der Mitarbeiter nicht befriedigt und somit eine schlechte Reputation nach sich ziehen kann.

Peter Stücheli-Herlach

Peter Stücheli-Herlach

Peter Stücheli-Herlach ist Forscher, Berater, Bildner für öffentliche Kommunikation; Leiter Forschungsschwerpunkt für Organisationskommunikation und Öffentlichkeit am IAM Institut für Angewandte Medienwissenschaft der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (www.stuecheli.com). Mit seinem Team untersuchte er in den Jahren 2013 bis 2014 die Telefonkommunikation der TRANSLATION-PROBST AG und entwickelte zusammen mit dem Unternehmen Optimierungsperspektiven.