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Archiv für die Kategorie ‘Kommunikation’

Googeln

23. April 2014

Richtig googeln – gezielt finden

Wort der Woche: Googeln

Wort der Woche: Googeln


Der Duden macht’s seit 2004: Er «googelt» und führt den Begriff bereits zehn Jahre im Rechtschreibduden. Gemeint ist damit die Suche im Internet mithilfe der Suchmaschine Google. Weil sich unsere Recherche-Gewohnheiten in den letzten zehn Jahren massiv verändert haben, widmen wir unser Wort der Woche dem «Googeln» und zeigen Ihnen dabei, wie Sie Ihre Google-Suche mit wenigen Kniffs verbessern können, um noch gezielter zu Ihren gewünschten Suchresultaten zu gelangen.

Google Suche filtern

In der Google-Suche gibt es bereits Filter, die Sie je nach Suchbedürfnis setzen können: Websuche oder doch lieber Bilder? Maps oder Apps? Sie können unter den Suchoptionen Ihre Suche ziemlich stark eingrenzen: ob landes-, orts- oder zeitspezifisch. Mit wenigen Klicks erzielen Sie bessere Suchresultate als mit einer reinen Stichwortsuche.

Mit Operatoren verfeinern

Der Grossteil der Internetgemeinde kennt die Operatoren nicht, die Google zur Verfügung stellt. Im Folgenden ein paar Beispiele, mit denen Sie Ihre Suche präziser und zielführender gestalten können:

filetype: Wenn Sie beispielsweise den Suchbegriff «Checkliste Übersetzungsagenturen» in einem bestimmten Dokumentenformat wünschen, hilft Ihnen der Operator «filetype»: Tippen Sie dazu einfach «checkliste übersetzungsagenturen filetype:pdf» ein. Möchten Sie auch Worddokumente erhalten, dann fügen Sie dies wie folgt ein: «checkliste übersetzungsagenturen filetype:pdf OR filetype:doc».

allintitle: Mit diesem Operator finden Sie Ihr gesuchtes Keyword direkt im Seitentitel, in der Überschrift von Google News oder im Dateinamen bei der Bildersuche. Geben Sie dazu Ihr Stichwort mit dem Operator an: «allintitle:translation».

define: Suchen Sie im Netz nach den Definitionen bestimmter Begriffe, nutzen Sie diesen Operator. Zum Beispiel: «define:terminologie-liste». Sie erhalten dann verschiedene Definitionen des Begriffs «Terminologie-Liste» und Informationen darüber, wozu eine Terminologie-Liste nützlich ist.

Weitere Operatoren finden Sie bei Google.

Google-Suche in Fremdsprachen

Die Google-Suche in Fremdsprachen funktioniert grundsätzlich nach dem gleichen Schema. Dennoch helfen ein paar Suchregeln, Ihre Google-Suche zu optimieren:

  • Fügen Sie Akzente ein, z. B. im Französischen oder Spanischen.
  • Suchen Sie nach Synonymen, indem Sie mit dem folgenden Zeichen operieren «~».

    Roman Probst im Interview mit Beat Z’graggen

Was sagt Suchmaschinen-Experte Beat Z’graggen zum «Googeln»

Für das Wort der Woche hat die TRANSLATION-PROBST AG den Suchmaschinen-Experten Beat Z’graggen rund ums «Googeln» befragt und Meinungen und Tipps eingeholt:

Beat, du arbeitest schon seit den 90er-Jahren mit Suchmaschinen. Welche Befehle sind aus deiner Sicht hilfreich?

Beat Z’graggen: Die Bedeutung der Sonderbefehle hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. Früher haben wir häufig mit dem Google-Befehl «link:ihredomain.com» gearbeitet, mit dem man prüfen kann, von welchen URLs Links auf eine Website verweisen. Bis 2004 konnte ich mit diesem Befehl die wichtigsten Linkquellen auf eine Website ermitteln. Heute ist der Befehl wertlos, weil Google nur noch eine zufällige Auswahl verweisender Websites anzeigt. Dafür wird Google selber immer intelligenter und kann z. B. Fragen wie «Wann wurde die Schweiz gegründet?» oder «Wie alt ist Roger Federer?» direkt beantworten.

Welche dieser Sonderbefehle sind denn noch relevant?

Wichtig ist weiterhin der Befehl «site:ihredomain.com», mit dem ich prüfen kann, wo auf welcher Website bestimmte Inhalte vorkommen. So kann ich z. B. mit dem Befehl «site:admin.ch 1291» die offizielle Website der Schweizer Bundesbehörden nach der Jahreszahl «1291» durchsuchen. Der Befehl zeigt auch, wie viele Seiten einer Website Google kennt. Der Befehl «site:admin.ch» zeigt z. B., dass Google 65 Millionen Seiten der Bundesverwaltung kennt. Entspricht diese Zahl nicht der Anzahl der physisch vorhandenen Seiten, besteht der Grund dafür in der Regel darin, dass der Google-Roboter Probleme mit der Website hat.

Welche Suchbegriffe setzt du fürs Suchmaschinenmarketing ein?

Sinnvoll ist auch der Befehl «allinanchor:ihredomain.com». Damit kann ich herausfinden, ob eine Website vor allem aufgrund externer Links oder wegen der relevanten Inhalte in den Top-Positionen bei Google erscheint. Das kann mir die Frage beantworten, ob ein Mitbewerber vor allem dank des Linkbuilding oder aufgrund seiner Inhalte vorne erscheint.

Welche Rolle spielt für dich als Google-Experte die Qualität von Übersetzungen und Texten?

Früher war ich der Ansicht, jeder Übersetzer sei gleich, und es drehe sich dabei vor allem um den Preis. Spätestens, als wir vor einigen Jahren einen Auftrag verloren, weil ein grosser Kunde aus dem Welschland herausfand, dass die von uns gewählte Übersetzungsagentur schlechte Arbeit geleistet hatte, wurde ich eines Besseren belehrt. Bei der TRANSLATION-PROBST AG ist uns das noch nie passiert. Hier stimmt die Qualität einfach. Die breite Auswahl an Fachübersetzern und Textern, die sich in der Branche unserer Kunden auskennen und z. B. Fachwissen und Wissen über verkaufsorientierte Texte vereinen, ist einmalig. Die Kundenfeedbacks bestätigen mir dies regelmässig. Gerade kürzlich war wieder eine Kundin von einem weltweit tätigen Konzern absolut begeistert von der Qualität, welche die TRANSLATION-PROBST AG geliefert hatte. Als sie dann noch sagte, sie habe von den Textern noch nie so gute Inhalte erhalten, wusste ich wieder einmal, dass wir den richtigen Textpartner haben. 

Plus bei Kundenbewertungen. Plus zwei Auszeichnungen. Plus 30 % Umsatz.

20. Januar 2014

30 % mehr Umsatz, noch bessere Kundenbewertungen und zwei weitere Auszeichnungen: Auch 2013 ist die TRANSLATION-PROBST AG vom Erfolg verwöhnt worden. Ein Rückblick.

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds der letzten Jahre hat es die TRANSLATION-PROBST AG 2013 geschafft, den Umsatz um weitere 30 % zu steigern – nicht zuletzt dank Investitionen im Bereich der Mitarbeiterentwicklung und Qualitätssteigerung.

Unsere Kunden geben uns 5.65 Notenpunkte

Translation Probst Team

Bei der TRANSLATION-PROBST AG kann jeder Kunde jeden Auftrag systematisch bewerten. Damit möglichst viele Kunden eine Bewertung abgeben, verlosen wir – passend zu unserem Slogan «Treffende Übersetzungen sind Gold wert» – unter den Teilnehmenden regelmässig ein Goldvreneli im Wert von CHF 200.−. Lesen Sie hier, was die glücklichen Gewinner zu ihrem unerwarteten Goldsegen meinen.

Im Jahr 2012 lag der Notendurchschnitt der Kundenbewertung bereits auf respektablen 5.6 (6 = sehr gut). 2013 konnten wir auf sehr hohem Kundenzufriedenheitsniveau den Notendurchschnitt also nochmals steigern − auf die Note 5.65. Insgesamt über 500 Kunden bewerteten dabei Inhalt, Sprachstil, Tonalität, Terminologie und Zielgruppenadaption der Texte und Übersetzungen.

Erneut ausgezeichnet und gewürdigt

Nachdem wir 2012 als bisher einziges Übersetzungsbüro in der Schweiz von der Innovationsförderung des Schweizer Bundes ausgezeichnet wurden, durften wir uns auch 2013 über weitere Auszeichnungen und Würdigungen freuen:

  • Im April 2013 erhielten wir von der Standortförderung Winterthur den zweiten Platz beim Stellenschafferpreis.
  • Im November 2013 erreichten wir an der prestigeträchtigen PwC Accelerator’s «Local to Global»-Expo-Präsentation in Luxemburg eine Top Ten-Platzierung unter zwanzig ausgewählten internationalen, schnell wachsenden Unternehmen.

Nächstes Jahr feiert die TRANSLATION-PROBST AG übrigens schon ihr zehnjähriges Jubiläum. Merken Sie sich jetzt schon den Donnerstag, 16. April 2015, vor – Sie dürfen gespannt sein, worauf wir dann anstossen.

Wie es 2014 weitergeht

Wir werden alle Massnahmen ergreifen, um den hohen Notendurchschnitt noch weiter in die Höhe zu treiben. Ziel ist, im Jahr 2014 einen Notendurchschnitt von über 5.7 zu erhalten.
Zuvorderst steht die weitere Personalentwicklung unserer geschätzten, engagierten und kompetenten Mitarbeitenden, denen unser Wachstum von über 30 % im Jahr 2013 zu verdanken ist.
Ebenfalls ganz vorne stehen Investitionen in unsere Technologie, insbesondere das CRM, für das wir in den letzten Jahren mehrfach ausgezeichnet wurden. Hierfür steht unserem Unternehmen im Jahr 2014 ein hoher sechsstelliger Betrag als Investitionsbudget zur Verfügung.
Neben den verstärkten Investitionen in Personal und Technologie, der eigentlichen Triebfeder für die Kundenzufriedenheit, wird die strategische Unternehmensleitung weiter ausgebaut: Dr. Rolf Specht, Dozent an der ETH Zürich (Psychologie und Theologie), verstärkt die Firma seit 1. Januar 2014 als VR-Präsident.

Ich danke allen Kunden, Partnern und Medienschaffenden für die super Zusammenarbeit 2013 und wünsche einen guten Start ins Jahr 2014.

Roman Probst
Dipl. Kommunikator FH
CEO und VR-Mitglied

Komplexe Kommunikation: Der Lauteste ist nicht unbedingt der Beste

23. Dezember 2013

kommunikationSobald Produkte oder Dienstleistungen austauschbar werden, steigt der Preis- und Werbedruck: Das gnadenlose Buhlen um Kunden setzt ein. Doch der Preis allein ist nicht ausschlaggebend. Warum sich ein Kunde für ein bestimmtes Produkt entscheidet, hängt hauptsächlich von Werten und von der individuellen Ansprache ab, weniger von Äusserlichkeiten oder mächtigem Werbegehabe.

Gängige Premium-Produkte grosser Detaillisten verkaufen sich einem gerne mit einem vermeintlich neuen, noch nie dagewesenen Geschmackserlebnis, das sich dann jedoch grossenteils auf die Verpackung des jeweiligen Produkts beschränkt. Wofür der Konsument letztlich viel bezahlt, aber nicht viel bekommt: Was übrig bleibt, ist kein aussergewöhnliches Erlebnis, sondern der fahle Nachgeschmack, hinters Licht geführt worden zu sein.

Die Verpackung fliegt früher oder später auf

Die Enttäuschung ist gross – wie bei einem Flirt, der von aussen zwar nett ausschaut, sich später in irgendeiner Form dann aber doch als Niete entpuppt. Die Verpackung fliegt früher oder später auf. In der Beziehung zum Kunden ist es nicht anders: Es geht um Einfühlungsvermögen, Ehrlichkeit und Echtheit. Unternehmen müssen ihre Kunden verstehen, um sie erfolgreich und langfristig für sich zu gewinnen. Denn Werte wie Transparenz und persönliche Ansprache sind die einzigen Orientierungspfeiler in der Informations- und Angebotsüberflutung des Wettbewerbs.

Von der Zielgruppe zur Zielperson

Wenn wir schon dabei sind und die Beziehung zu Kunden mit derjenigen eines Flirts vergleichen, so leuchtet es ohne Weiteres ein: Die individuelle Ansprache führt zu mehr Erfolg, als wenn ein Unternehmen pauschal alle erreichen will. Beim Flirten zeigt man sich nicht nur von seiner besten Seite, sondern versucht das Gegenüber auch zu verstehen.

In Zeiten der Medienvielfalt, der Online-Vergleichsmöglichkeiten und der selektiven Wahrnehmung der Konsumenten reicht es nicht mehr, der Lauteste auf dem Markt zu sein. Aufmerksamkeit heisst noch lange nicht Werbewirksamkeit. Und darauf muss sich die klassische Werbung künftig einstellen: Die Zielgruppe ist nämlich längst geschrumpft –auf einzelne Zielpersonen. Die personalisierte Werbung wird dank Big Data zunehmen.

Werbung als Türöffner – Data Mining als Kundenbinder

Will ein Unternehmen der Schnelllebigkeit, dem Hyperwettbewerb und der steigenden Medienvielfalt trotzen, muss es den Fokus auf das richten, was ein Kunde möchte – ob mit persönlichen Gesprächen, Loyalitätsprogrammen oder personalisierter Werbung, die dank eines professionellen Datenmanagements aufbereitet wird. Die Massenwerbung wird der individuellen weichen. Dass personalisierte Werbung erfolgreich ist, hat Amazon schon früh erkannt und auf die Karte des Data Minings gesetzt, um den Kunden gezielt Produktevorschläge zu unterbreiten. Viele Unternehmen verschlafen noch immer den Umstand, dass die eigene Kundendatenbank den grössten Schatz für ein Unternehmen birgt: Wer die Informationen der Kundendatenbank geschickt nutzt, kann auch in gesättigten Märkten überleben. Gekoppelt mit cleveren Strategien und kreativen Ideen kann die klassische Werbung als Türöffner zum Neukunden dienen, das Data Mining jedoch den Kunden für lange Zeit binden.

Mit Kommunikation zum Erfolg

10. Dezember 2013

daniel_meierWas verbindet einen Ultratriathlet mit einem Unternehmen? Kommunikation. Wie Watzlawick sagte: Man kann nicht nicht kommunizieren − ob als Unternehmen oder als Person. Lesen Sie, worin sich die Kommunikation unterscheidet.

Können Sie sich vorstellen, 3,8 km zu schwimmen, 180 km Velo zu fahren und 42,2 km zu laufen? Das sind «nur» die Distanzen eines Ironmans. Daniel Meier ist ein Schweizer Ultratriathlet und bewältigte während 21 Tage 21 Ironmans – ein neuer Schweizerrekord. Während seiner Ruhephase in Winterthur erzählt er uns, wie er mit viel Training diese Strapazen durchgehalten hat und wie es ihm gelingt, mit Selbstgesprächen seinem Körper Energie zuzuführen.

Weltweit ist es nur ein kleiner Kreis von verrückten Ultratriathleten, die den Körper und den Kopf so wie Dani Meier herausfordern. Am diesjährigen 21-fachen Ultratriathlon in Italien schwamm er 79,8 km in einem 25-Meter-Becken, fuhr 3780 km mit dem Velo und lief 886,2 km, beides in einer Schlaufe. Von den 22 Athleten, die an den Start gingen, waren am Schluss noch neun dabei. Dies beweist, wie hart dieser Wettkampf ist.

Sprachbarrieren verhindern den Smalltalk

An diesen Wettbewerben sind jeweils die gleichen Gesichter anzutreffen, man spricht in der Szene vom «Mythos der Ultratriathlonfamily». In Italien war Daniel Meier beispielsweise der einzige Schweizer Teilnehmer. Wegen dieser Internationalität wird normalerweise in Englisch sowie in der jeweiligen Landessprache des Veranstalters kommuniziert. Dank seines Tessiner Betreuers wurden ihm der organisatorische Aufwand in Italien abgenommen.

Doch gegen die Monotonie wünscht sich Dani Meier, zwischendurch mit seinen Mitstreitern etwas Smalltalk führen zu können – für jeden durchschnittlichen Menschen ist dies unter solchen Bedingungen unvorstellbar. Allerdings ist es für Meier weniger die körperliche Anstrengung als das weniger gute Englisch, das ihn vom Diskutieren abhält. Denn um in einer anderen Sprache zu kommunizieren, benötigt er in der Müdigkeit viel Konzentration und verbraucht somit wertvolle Energie für die kommenden Kilometer. So kommunizieren die Ultratriathlet-Freunde eher mit einem flotten Spruch wie «good job», einem Lächeln oder einem Handzeichen. Meier fokussiert mental vermehrt auf seine Selbstgespräche.

«Meier konzentrier dich!»

Um solche körperlichen Herausforderungen zu meistern, muss die Konzentration während Stunden und Tagen aufrechterhalten werden. Dafür trainiert der Mentaltrainer und Medizinische Masseur Daniel Meier als Vorbereitung auf den 21-fach-Ultratriathlon oftmals nachts am Rheindamm, damit er mit seinen Gedanken noch «einsamer» ist. Seine Themen für Selbstgespräche ordnet er in mentale Schubladen. Zum Beispiel befinden sich in der Schublade «Schmerzbekämpfung» Sätze wie «Meier konzentrier dich! » oder «ganz ruhig!».

In der Schublade «Energie» hingegen werden Diskussionen mit Personen rekonstruiert und je nach Energiebedarf angriffiger gestaltet. Allerdings müssen negative Gedanken verhindert werden: Diese können sonst zu einer negativen Energiespirale führen, was Meier aus dem Rhythmus bringen könnte. Dass ihm nach drei Wochen der Gesprächsstoff ausgehen kann, ist verständlich. Dani Meier kann aber aus einer einzigen SMS drei Energiequellen ziehen – den Absender, die Nachricht und die Antwort. Zu jedem dieser Themen fallen ihm viele Fragen ein, woraus er wieder positive Energie schöpfen und erfolgreich mit sich selber kommunizieren kann.

Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg sowie viel mentale und körperliche Kraft!

Früh übt sich die intralinguale Kommunikation

25. November 2013

studieKommunikation ist ein höchst komplexer Vorgang, das gilt erst recht für die Face-to-Face-Kommunikation. Wie wir nämlich die Bedeutung eines Wortes bzw. eines Satzes erfassen, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab. Mit dem Einfluss der Dialekte und Akzente befasste sich eine japanische Studie und kam zu überraschenden Ergebnissen: Der Dialekt, den wir uns bereits in früher Kindheit aneignen, entscheidet unter anderem darüber, wie uns unser Gegenüber versteht.

Wir ermitteln den Sinn einer Aussage nicht nur anhand der Semantik der Wörter, sondern auch anhand der Art, wie sie ausgesprochen werden. #Accents (Akzente) und #dialects (Dialekte) können die Aussprache eines Wortes verändern und es Leuten, die die gleiche Sprache, nicht aber den gleichen Sprachdialekt sprechen, erschweren, einander zu verstehen. Gemäss einer in der Zeitschrift Brain and Language veröffentlichten Studie beeinflusst der Dialekt, den man als Kind lernt, die spätere Sprachverarbeitung. Wissenschaftler von #RIKEN in Japan haben mithilfe von Nahinfrarotspektroskopie (#NIRS) die Aktivitäten in den beiden Hirnhälften von Japanern betrachtet, die einem Japaner zuhörten, der einen Dialekt spricht. Die Studienteilnehmer mussten dabei ähnliche Wortpaare unterscheiden, die mit unterschiedlicher Betonung ausgesprochen wurden und dadurch unterschiedliche Bedeutungen erhielten. Ein Beispiel für das Deutsche wäre der Unterschied zwischen umFAHREN und UMfahren, wobei einmal «um etwas herum fahren» und das andere Mal «etwas umgefahren» wird. Einige der japanischen Studienteilnehmer verwenden solche Betonungen selbst im alltäglichen Gespräch, während andere Studienteilnehmer dies nicht tun. Gemäss der Studie soll die linke Gehirnhälfte, die Wordbedeutungen verarbeitet, vor allem bei jenen Studienteilnehmern aktiv gewesen sein, die den Standard-Dialekt des Japanischen verwenden. Bei den übrigen Studienteilnehmern konnte keine Hirnhälften-spezifische Aktivität festgestellt werden, was bedeutet, dass die Studienteilnehmer den Dialekt kognitiv wie eine Fremdsprache behandeln.

Quelle: Neuroscience Research Techniques / Facebook

Studie: Studie (engl.)