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Archiv für die Kategorie ‘Korrekturlesen’

Das Einmaleins für treffsichere Geschäftsberichte

15. Dezember 2014

Erst noch haben wir das Jahr 2014 eingeläutet, nun neigt es sich schon wieder dem Ende zu. Der Jahreswechsel ist auch die Zeit des Rückblicks. Wie sehen die Zahlen aus? Gibt es eine fette Weihnachtsgans zum Weihnachtsessen oder nur ein kleines Poulet-Minifilet? Die Zahlen werden nach den Festtagen in einem Geschäftsbericht festgehalten und kommentiert. Christoph ist Vizepräsident für Nachhaltigkeit und Kommunikation bei einem internationalen Konzern. Zudem bearbeitet er für die TRANSLATION-PROBST AG regelmässig Geschäftsberichte. Deshalb weiss er, worauf die Leser Wert legen und was beim Verfassen und Übersetzen wichtig ist.

Du hast bestimmt schon Dutzende von Geschäftsberichten gelesen. Was macht für Dich ein guter Geschäftsbericht aus?
Ein Geschäftsbericht ist sehr wichtig, da er die Firma als Ganzes betrachtet. Daher erfordert er eine klare Struktur und eine einfache Sprache, die sich am Leser bzw. an der Leserin orientiert. Zudem ist bei einer klaren Darstellung nicht nur die Gesamtstruktur gut ersichtlich, sondern auch die detaillierten Mikrostrukturen des Textes sind klar erkennbar. Einen solchen Text zu übersetzen oder zu korrigieren wird dann zu einem richtigen Genuss.

Bei einem Geschäftsbericht kommt es auf jedes Wort an.

Bei einem Geschäftsbericht kommt es auf jedes Wort an.

Was ist beim Texten und Übersetzen von Geschäftsberichten wichtig?
Hier geht es um die Frage der Äquivalenz. Wollen wir eine pragmatische Äquivalenz erreichen, d.h. wollen wir versuchen, die dem Text zugrundeliegende kommunikative Wirkkraft in die Übersetzung zu transportieren? Oder geht es uns eher darum, dass die Übersetzung sich sehr nah am Ausgangstext orientiert oder diesen sogar wo immer möglich wörtlich wiedergibt? Gerade Letzteres ist oft bei jenen Geschäftsberichten der Fall, die sich starr an Paragraphen oder Vorschriften orientieren. Am wichtigsten ist es, den Kontext des Berichts zu spüren. Geht es nur um eine «Matter-of-Fact»-Kommunikation? Wird eine Vision bzw. ein neuer Motivationshorizont kommuniziert? Eine ganz wichtige Frage ist auch: Was sagt der Text nicht? Welche kommunikativen oder narrativen Aspekte werden unterdrückt oder in den Hintergrund gerückt?

Welche besonderen Herausforderungen stellen sich bei der Übersetzung eines Geschäftsberichts?
Zuweilen kann die richtige buchhalterische Terminologie zu einer grossen Herausforderung werden. Ferner sind über mehrere Zeilen verteilte, verschachtelte Sätze Schnee von gestern, und trotzdem tauchen sie immer wieder auf. Wenn ein Bericht keine gute Struktur oder eine schlecht organisierte Sprache aufweist, wird es schwierig. Als Übersetzer oder Übersetzerin hat man die Pflicht, präzise zu arbeiten. Es gibt zwar keinen hippokratischen Eid für Übersetzer, jedoch hat jeder gute Übersetzer und jede gute Übersetzerin ein Pflichtgefühl, auch einem wenig organisierten Text eine verständliche Struktur abzuringen. Ein Geschäftsbericht will ja von seinem Zweck her Klarheit vermitteln, um den weiteren Verlauf des Unternehmens in die Kommunikation mit verschiedenen Stakeholdern einzubetten. Wenn der Autor dieses Ziel selbst nicht erreicht hat, wird es für den Übersetzer oder die Übersetzerin mühsam. Am besten ist es dann, sich wenigstens im Kopf vorzustellen, wie die Struktur eigentlich hätte sein können. Dies bringt einem manchmal selbst Klarheit, auch wenn es dem Text an sich nur ansatzweise hilft. Beispielsweise kann man dann in der Übersetzung eine sprachliche Kohärenz sicherstellen, die der Ausgangstext vielleicht nur lückenhaft verwirklichen konnte.

Auf was für sprachliche Komponenten (Stil, Tonalität usw.) achtest Du beim Text eines Geschäftsberichts?
Wie bereits angedeutet, ist für mich die Einfachheit wichtig. Nicht nur Top-Experten sollen einen Geschäftsbericht verstehen können, sondern alle Beteiligten und Interessierten. Ein gutes Kriterium ist z. B. die Frage: Ist der Text klar und einfach genug, dass ein Student oder eine Studentin des jeweiligen Wirtschaftssektors diesen Text gut verstehen und dann das «Executive Summary» verfassen könnte? Wenn nicht, sollte er vereinfacht werden.

Neben der sachlichen Tonalität befürworte ich hin und wieder sprachliche Bilder, damit die Leser wach und munter bleiben. Das sogenannte «Sandwich-Prinzip» hilft dabei. Man kann auch eine trockene Materie in eine gut verdauliche Struktur mit verschiedenen Schichten (eben wie ein Sandwich) einbetten.

Welche technischen Mittel und Hilfestellungen bietet Dir die TRANSLATION-PROBST AG, um die Qualität der Übersetzung zu garantieren?
Die TRANSLATION-PROBST AG bietet dem Kunden eine ideale Kombination von ausgezeichneten, mit Trados und anderen Programmen gewappneten Übersetzer/innen und erfahrenen Korrektoren und Korrektorinnen. Mit vereinten Kräften knacken sie auch die schwierigsten Nüsse. Das qualitätsorientierte Terminologie-Management wiederum ermöglicht die sprachliche Kohärenz und trägt zum Aufbau einer kohärenten Corporate Identity bei.

Welches war für Dich das schwierigste Projekt bei Geschäftsberichten?

Kein Projekt bei der TRANSLATION PROBST AG, was auch etwas über die hohe Qualität ihrer Kunden aussagt. Ich erinnere mich jedoch gut an den Bericht eines multinationalen Mischkonzerns, der derart unorganisiert war, dass teilweise sogar Umsatz und Assets verschiedener Geschäftsjahre vermischt wurden. Dies war aber kein Projekt der TRANSLATION PROBST AG. Als Übersetzer bzw. Korrektor hat man die Pflicht, in solchen Fällen unbedingt mit der Auftraggeberin Rücksprache zu nehmen.

Korrektor Christoph

Geschäftsberichte werden von einem spezialisierten Fachübersetzer in seine Muttersprache übersetzt und von einem Dozenten mit der Expertise im Finanzwesen nachkorrigiert.

Christoph hat Unternehmenskommunikation studiert, das Lizenziat in Theologie abgelegt und seine anschliessenden Doktorats-Studien im Bereich Organisationspsychologie mit Schwerpunkt Kommunikation absolviert. Christoph ist auf den Bereich Finanzwesen spezialisiert Er arbeitet als Vizepräsident für Nachhaltigkeit und Kommunikation bei einem diversifizierten internationalen Konzern mit 75’000 Angestellten, die in elf verschiedenen Sektoren über 25 Mrd. $ Umsatz generieren. In dieser Rolle wie auch in seiner Rolle als Mitarbeiter der TRANSLATION-PROBST AG hat er dieses Jahr einige Geschäftsberichte bearbeitet. Eine weitere Rolle als Dozent für Wirtschaftsenglisch an einem Weiterbildungszentrum ermöglicht es ihm, ein wertvolles Verständnis der «Gaps» zwischen deutschsprachigen und englischsprachigen Geschäftsberichten zu erarbeiten.

Wort der Woche «Einheitlichkeit»

1. Juni 2014

Jeden Tag wird die Website der TRANSLATION-PROBST AG von Besuchern durchstöbert. Manchmal kommt es allerdings vor, dass ein Begriff nicht sofort gefunden wird. Dann wird in der Such-Box gesucht. Einer der am häufigsten gesuchten Begriffe ist «einheitlich» bzw. «Einheitlichkeit». Gemeint ist dabei die «Einheitlichkeit» der Sprache bzw. des Textes – ein wichtiger Teil der Corporate Language. Deshalb machen wir es hier zu unserem Wort der Woche.

shutterstock_173282471Die Einheitlichkeit des Textes hat eine sehr lange Geschichte, vor allem in der Literatur. Für das Theater wurden im 16. Jahrhundert im Rückgriff auf Aristoteles die Einheit von Zeit, Raum und Handlung proklamiert. Ein Theaterstück sollte lediglich die Zeit der Aufführung bzw. eines Tages umfassen, am gleichen Ort spielen und alle Aktionen sollten dem Fortgang einer Handlung dienen. Diese Regel hatte bis weit in die Neuzeit hinein Gültigkeit. Der Roman, vor allem in seiner Blütezeit im 19. Jahrhundert, setzte sich zum Ziel, ein Weltmodell zu schildern, «das die Komplexität und Fülle der Lebenserfahrungen und Diskurse einer Zeit abbilden und/oder in sich aufnehmen kann» (Basislexikon zur literaturwissenschaftlichen Terminologie). Diese Idee war eng mit der Einheitlichkeit der Romangestaltung verbunden. In der Moderne, d.h. vor allem in der Zeit um 1900, begann der Zweifel an der Möglichkeit, die Lebenserfahrungen und Diskurse einer Zeit in ihrer Ganzheit zu erfassen und darzustellen. Wahrnehmung wurde zunehmend als fragmentarisch, perspektivisch betrachtet. So entstanden Romane, die aus einer engen Sichtweise, etwa eines erfolglosen Annoncenakquisiteurs oder eines Kindes, das nicht erwachsen werden will, erzählt wurden. Andere Romane wurden aus unterschiedlichen Perspektiven und so auch auf verschiedenen Stilebenen erzählt. Einheitlichkeit ist seither kein Kriterium für die Qualität eines Romans mehr.

Damit haben wir uns aber sehr weit von den Bedürfnissen derer entfernt, die auf der Website der TRANSLATION-PROBST AG nach dem Begriff «Einheitlichkeit» suchen. Ihnen geht es vielleicht in der Freizeit um Literatur, doch bei ihrer Arbeit haben sie mit Fachtexten aus den Bereichen Marketing, Technik oder Jurisprudenz zu tun. Wie steht es denn hier mit der Einheitlichkeit der Texte?

Viele haben in der Schule gelernt, zu einem guten Stil gehöre, Wörter möglichst nicht zu wiederholen. Auch Stilisten sprechen sich dagegen aus, sie nennen es dann Redundanz. So findet man eben Texte, denen man ansieht, dass in ihnen krampfhaft immer wieder andere Begriffe für die gleiche Sache gesucht wurden. Das tönt aber nicht nur gezwungen, sondern hat bei Fachtexten auch verheerende Auswirkungen. Denn in Fachtexten haben Wörter nicht bloss eine annähernd umschriebene Bedeutung, sondern die zentralen Begriffe sind eindeutig definierte Fachausdrücke. Sie durch Synonyme – die Bedeutung von Synonymen ist nie vollständig deckungsgleich – zu ersetzen, macht einen Fachtext äusserst unpräzis.

Dass in einem Fachtext identische Fachbegriffe verwendet werden müssen, leuchtet denen, die in ihrer täglichen Arbeit mit solchen Texten zu tun haben, relativ schnell ein. Doch «Einheitlichkeit» bezieht sich auf verschiedene Ebenen eines Textes. Damit die Corporate Language einem Unternehmen Identität verleihen kann, ist auch Einheitlichkeit auf der orthografischen und grammatikalischen Ebene nötig. Das scheint auf den ersten Blick problemlos, denn um diese Einheitlichkeit zu erreichen, müssen doch nur die geltenden Regeln angewendet werden. Das stimmt zwar im grossen Ganzen, doch seit einigen Jahren ist auf die Regeln nicht mehr unbedingt Verlass. Bei der Rechtschreibreform ist es zu einem eigentlichen orthografischen Paradigmenwechsel gekommen. Der Duden – nach wie vor das verbindliche Regelwerk – gibt für sehr viele Wörter und Situationen nicht mehr die richtige Form vor, sondern lässt Wahlmöglichkeiten offen. Verwendet ein Unternehmen in seinen Texten nun einmal die eine, ein andermal die andere Form, so schafft diese Uneinheitlichkeit den Eindruck von Fehlerhaftigkeit, was für deren Image kein Vorteil sein kann. Dazu kommt etwas anderes: Hauptsächlich die Globalisierung hat zu einer eigentlichen Überschwemmung des deutschen Sprachraums mit englischen Sprachelementen gebracht. Somit stehen die Verantwortlichen für die Corporate Language eines Unternehmens vor der der Frage, ob sie nun «Geschäftsführer» oder «Manager» oder gar «Chief Operating Officer» schreiben sollen. Und wie schreibt sich «Chief Operating Officer» in einem deutschsprachige Text? Klein wie auf Englisch oder gross, weil es ja nun «auf Deutsch» geschrieben wird, und braucht es Bindestriche, wie man sie auf Deutsch eigentlich machen würde?

Eine andere Ebene der sprachlichen Einheitlichkeit ist der Stil. Hier geht es nicht allein um die Einheitlichkeit innerhalb eines Textes, sondern auch um die Einheitlichkeit einer Textsorte: Tönt eine einfache interne Mitteilung, sagen wir über neue Telefonnummern, wie eine Laudatio bei der Verleihung des Literaturnobelpreises, so reagieren die Adressaten zumindest mit Befremden. Für die stilistische Einheitlichkeit innerhalb eines Textes sind viele Elemente verantwortlich: Wortwahl, Satzgestaltung, Angemessenheit, Originalität usw.

Also ein komplexes Thema. Und auch ein wichtiges: Bei den Korrekturarbeiten der TRANSLATION-PROBST AG nehmen Massnahmen zur Vereinheitlichung eines Texten einen recht grossen Anteil ein. Er ist jedenfalls grösser als die Korrektur falsch geschriebener Wörter.

Treffende Headlines texten und übersetzen

25. Mai 2014

Ob im Journalismus, in der Werbung oder im Suchmaschinenmarketing − treffende Headlines zu schreiben, ist nicht einfach. Die folgenden Tipps und Beispiele helfen Ihnen dabei, Ihre Anspruchs- und Zielgruppen zu erreichen, ebenso Google und Co.

Treffende Headlines erhöhen die User- und Suchmaschinen-Relevanz

Es-gilt-mit-dem-Text-jede-Zielgruppe-spezifisch-anzusprechenSpricht Ihre Headline relevante Inhalte an, die sowohl Ihre Zielgruppe als auch die Suchmaschinen interessieren? Denken Sie bei der Beantwortung dieser Frage an die folgende Situation: Wenn Sie selbst im Netz nach etwas suchen, dann sind Sie froh, wenn Sie die Inhalte rasch, übersichtlich und klar antreffen – ohne Umwege und ohne falsche Versprechen. Die Headline muss also den relevanten Inhalt in Form von Reizbegriffen oder Keywords bereits enthalten. Im Weiteren sind relevante Begriffe im Website-Titel, Lead- und Fliesstext integriert. Damit schaffen Sie echte User- wie Suchmaschinen-Relevanz, weil Ihr Seiteninhalt das Thema eingehend erfasst.

Consumer Insight und Sprachkultur kennen = Relevanz schaffen

Ein Seiteninhalt wird dann relevant, wenn er einen Consumer Insight (= ein Bedürfnis, eine Sehnsucht, ein Motiv eines Kunden) anspricht, aber auch dessen Sprache spricht. Überlegen Sie sich, welche Probleme des Kunden Sie mit Ihren Produkten bzw. Dienstleistungen lösen, und sprechen Sie diese Lösungen in Ihren Headlines und Texten an. Adaptieren Sie bei Übersetzungen die Zielsprache an das kulturelle Umfeld Ihres Kunden: In welchem Land arbeitet er? In welchen Verhältnissen lebt er? Welche kulturellen Werte vertritt er?

Denken Sie dabei nur an eine Person – einen Kunden, den Sie gerne für sich gewinnen möchten: Was macht ihm das Leben angenehmer? Wie kann er einfacher arbeiten? Womit können Sie ihm den Alltag erleichtern? Braucht er eine Sicherheit? Sucht er nach Anerkennung und Bestätigung? Wie fühlt er sich angesprochen, durch welche Reiz-, Slang- oder Fachbegriffe?

Hier ein Beispiel für die gezielte Ansprache eines Consumer Insights:

Erfolgreich abnehmen mit dem 7-Minuten-Training

In dieser Headline sind gleich drei Consumer Insights angesprochen – nämlich (1) die Absicht, abnehmen zu wollen, (2) die Bequemlichkeit, dafür nicht viel investieren zu wollen, und (3) die Sicherheit, mit Erfolg abnehmen zu können.

Eine Headline spricht starke Emotionen an

Haben Sie die Lösung für das Problem Ihres Kunden gefunden, gilt es, diese mit starken Emotionen aufzuladen. Lassen Sie mit Ihrer Headline bzw. Ihrer Botschaft Bildwelten im Kopf entstehen, indem Sie Geschichten erzählen – zum Beispiel, wie Sie auf eine brillante Geschäftsidee gekommen sind oder welcher Promi Ihnen den Tipp des Lebens gab. Sprechen Sie bewusst Ängste und Bedrohungen an oder verraten Sie ein paar Geheimrezepte von Berühmtheiten und Branchenplayern. Oder geben Sie Tipps, wie Ihre Kunden Fehler verhindern können.

Hier ein paar Beispiele, wie Headlines Emotionen ansprechen:

  • Schützen Sie Ihre Geldanlagen
  • So gelingt Ihnen die nächste Lohnverhandlung
  • 5 Erfolgsfaktoren, die auch Richard Branson beherzigt
  • 7 Textfehler, die Sie vermeiden sollten

Fazit: kurz, relevant und authentisch

Neben dem relevanten Inhalt gilt es, Headlines wie Fliesstexte kurz und prägnant zu formulieren. Wiederholen Sie relevante Keywords, sowohl im Fliesstext als auch in Zwischentiteln. Das verbessert Ihr Suchmaschinen-Ranking und die Anziehungskraft für Ihre Kunden. Bleiben Sie bei all dem authentisch und versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können. Denn das würde Ihrer Reputation schaden.

Interview zu Texten und Headlines

Oliver Brunschwiler, Head of Brand Communication bei FREITAG

Oliver Brunschwiler, Head of Brand Communication bei FREITAG

Die TRANSLATION-PROBST AG übersetzt und korrigiert seit fünf Jahren Texte für FREITAG. Dass sich FREITAG damals für die TRANSLATION-PROBST AG entschieden hat, liegt in deren Qualitätsführerschaft. Roman Probst hat Oliver Brunschwiler, Head of Brand Communication bei FREITAG, gefragt, worauf es ihm beim Texten und Übersetzen von Headlines ankommt.

Wie hoch ist der Stellenwert von treffenden Texten/Headlines bei FREITAG?

Absolut zentral. Von der Bestellbestätigung bis zum Produkt-Inlay ziehen wir unsere F-Sprache durch. Sie ist Teil unserer FREITAG-DNA und beeinflusst die Wahrnehmung der Marke auf allen Kanälen nachhaltig.

Was ist für FREITAG wichtig, wenn es um Texte geht?

Zum einen der Spielwitz. Wir nehmen uns nicht zu ernst, dafür nehmen wir unsere Leser umso ernster. Zum andern achten wir darauf, unsere verschiedenen Kundentypen mit unseren Texten spezifisch anzusprechen. Studenten sprechen wir anders an als DINKs, das Wording ist immer auf die Zielgruppe ausgerichtet, und dies in allen Sprachen. Hier hat uns TRANSLATION-PROBST weitergebracht.

Wann haben Sie für Texte die besten Ideen?

Beim Schreiben. Aber die besten Ideen habe ich unter der Dusche.

Welche Herausforderung sehen Sie beim Übersetzen von Headlines?

Kulturunterschiede. Eine pointierte Headline ist dann gelungen, wenn man damit bei seinem Zielpublikum im wahrsten Sinne des Wortes den Nagel auf den Kopf trifft.

Wann ist für Sie eine Headline Weltklasse?

Wenn sie hängen bleibt.

Googeln

23. April 2014

Richtig googeln – gezielt finden

Wort der Woche: Googeln

Wort der Woche: Googeln


Der Duden macht’s seit 2004: Er «googelt» und führt den Begriff bereits zehn Jahre im Rechtschreibduden. Gemeint ist damit die Suche im Internet mithilfe der Suchmaschine Google. Weil sich unsere Recherche-Gewohnheiten in den letzten zehn Jahren massiv verändert haben, widmen wir unser Wort der Woche dem «Googeln» und zeigen Ihnen dabei, wie Sie Ihre Google-Suche mit wenigen Kniffs verbessern können, um noch gezielter zu Ihren gewünschten Suchresultaten zu gelangen.

Google Suche filtern

In der Google-Suche gibt es bereits Filter, die Sie je nach Suchbedürfnis setzen können: Websuche oder doch lieber Bilder? Maps oder Apps? Sie können unter den Suchoptionen Ihre Suche ziemlich stark eingrenzen: ob landes-, orts- oder zeitspezifisch. Mit wenigen Klicks erzielen Sie bessere Suchresultate als mit einer reinen Stichwortsuche.

Mit Operatoren verfeinern

Der Grossteil der Internetgemeinde kennt die Operatoren nicht, die Google zur Verfügung stellt. Im Folgenden ein paar Beispiele, mit denen Sie Ihre Suche präziser und zielführender gestalten können:

filetype: Wenn Sie beispielsweise den Suchbegriff «Checkliste Übersetzungsagenturen» in einem bestimmten Dokumentenformat wünschen, hilft Ihnen der Operator «filetype»: Tippen Sie dazu einfach «checkliste übersetzungsagenturen filetype:pdf» ein. Möchten Sie auch Worddokumente erhalten, dann fügen Sie dies wie folgt ein: «checkliste übersetzungsagenturen filetype:pdf OR filetype:doc».

allintitle: Mit diesem Operator finden Sie Ihr gesuchtes Keyword direkt im Seitentitel, in der Überschrift von Google News oder im Dateinamen bei der Bildersuche. Geben Sie dazu Ihr Stichwort mit dem Operator an: «allintitle:translation».

define: Suchen Sie im Netz nach den Definitionen bestimmter Begriffe, nutzen Sie diesen Operator. Zum Beispiel: «define:terminologie-liste». Sie erhalten dann verschiedene Definitionen des Begriffs «Terminologie-Liste» und Informationen darüber, wozu eine Terminologie-Liste nützlich ist.

Weitere Operatoren finden Sie bei Google.

Google-Suche in Fremdsprachen

Die Google-Suche in Fremdsprachen funktioniert grundsätzlich nach dem gleichen Schema. Dennoch helfen ein paar Suchregeln, Ihre Google-Suche zu optimieren:

  • Fügen Sie Akzente ein, z. B. im Französischen oder Spanischen.
  • Suchen Sie nach Synonymen, indem Sie mit dem folgenden Zeichen operieren «~».

    Roman Probst im Interview mit Beat Z’graggen

Was sagt Suchmaschinen-Experte Beat Z’graggen zum «Googeln»

Für das Wort der Woche hat die TRANSLATION-PROBST AG den Suchmaschinen-Experten Beat Z’graggen rund ums «Googeln» befragt und Meinungen und Tipps eingeholt:

Beat, du arbeitest schon seit den 90er-Jahren mit Suchmaschinen. Welche Befehle sind aus deiner Sicht hilfreich?

Beat Z’graggen: Die Bedeutung der Sonderbefehle hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. Früher haben wir häufig mit dem Google-Befehl «link:ihredomain.com» gearbeitet, mit dem man prüfen kann, von welchen URLs Links auf eine Website verweisen. Bis 2004 konnte ich mit diesem Befehl die wichtigsten Linkquellen auf eine Website ermitteln. Heute ist der Befehl wertlos, weil Google nur noch eine zufällige Auswahl verweisender Websites anzeigt. Dafür wird Google selber immer intelligenter und kann z. B. Fragen wie «Wann wurde die Schweiz gegründet?» oder «Wie alt ist Roger Federer?» direkt beantworten.

Welche dieser Sonderbefehle sind denn noch relevant?

Wichtig ist weiterhin der Befehl «site:ihredomain.com», mit dem ich prüfen kann, wo auf welcher Website bestimmte Inhalte vorkommen. So kann ich z. B. mit dem Befehl «site:admin.ch 1291» die offizielle Website der Schweizer Bundesbehörden nach der Jahreszahl «1291» durchsuchen. Der Befehl zeigt auch, wie viele Seiten einer Website Google kennt. Der Befehl «site:admin.ch» zeigt z. B., dass Google 65 Millionen Seiten der Bundesverwaltung kennt. Entspricht diese Zahl nicht der Anzahl der physisch vorhandenen Seiten, besteht der Grund dafür in der Regel darin, dass der Google-Roboter Probleme mit der Website hat.

Welche Suchbegriffe setzt du fürs Suchmaschinenmarketing ein?

Sinnvoll ist auch der Befehl «allinanchor:ihredomain.com». Damit kann ich herausfinden, ob eine Website vor allem aufgrund externer Links oder wegen der relevanten Inhalte in den Top-Positionen bei Google erscheint. Das kann mir die Frage beantworten, ob ein Mitbewerber vor allem dank des Linkbuilding oder aufgrund seiner Inhalte vorne erscheint.

Welche Rolle spielt für dich als Google-Experte die Qualität von Übersetzungen und Texten?

Früher war ich der Ansicht, jeder Übersetzer sei gleich, und es drehe sich dabei vor allem um den Preis. Spätestens, als wir vor einigen Jahren einen Auftrag verloren, weil ein grosser Kunde aus dem Welschland herausfand, dass die von uns gewählte Übersetzungsagentur schlechte Arbeit geleistet hatte, wurde ich eines Besseren belehrt. Bei der TRANSLATION-PROBST AG ist uns das noch nie passiert. Hier stimmt die Qualität einfach. Die breite Auswahl an Fachübersetzern und Textern, die sich in der Branche unserer Kunden auskennen und z. B. Fachwissen und Wissen über verkaufsorientierte Texte vereinen, ist einmalig. Die Kundenfeedbacks bestätigen mir dies regelmässig. Gerade kürzlich war wieder eine Kundin von einem weltweit tätigen Konzern absolut begeistert von der Qualität, welche die TRANSLATION-PROBST AG geliefert hatte. Als sie dann noch sagte, sie habe von den Textern noch nie so gute Inhalte erhalten, wusste ich wieder einmal, dass wir den richtigen Textpartner haben. 

Geschäftsbericht ist nicht gleich Geschäftsbericht

21. Februar 2014

Für viele Unternehmer ist er ein Graus: der jährliche Geschäftsbericht. Dabei sind Geschäftsberichte heute weit mehr als nur eine Anhäufung von Zahlen − sie sind ein Mittel zur Information und Repräsentation. Ein überzeugender Geschäftsbericht besticht durch die richtige Tonalität, durch grammatische und orthografische Korrektheit sowie durch das visuelle Layout. Ein Unternehmen kann damit neben Treuhändern und Steuerbehörden auch Investoren, Partner und potenzielle Neukunden überzeugen. Im Folgenden haben wir einige Stimmen aus der Praxis zum Thema Geschäftsbericht zusammengestellt.

Die TRANSLATION-PROBST AG übersetzt seit mehreren Jahren den Geschäftsbericht von HUBER+SUHNER. Lesen Sie im Folgenden das Interview mit Axel Rienitz, dem Leiter Corporate Communication HUBER+SUHNER, zum Thema Geschäftsbericht.

Auszug aus dem Geschäftsbericht von HUBER+SUHNER

Auszug aus dem Geschäftsbericht von HUBER+SUHNER

 

Was zeichnet aus Ihrer Sicht einen professionellen Geschäftsbericht aus?

Axel Rienitz

Axel Rienitz

Axel Rienitz: Das wichtigste an einem Geschäftsbericht ist, dass sich der Leser in möglichst kurzer Zeit einen Überblick über die wichtigsten Aussagen und Zahlen verschaffen kann. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten Typografie und Gestaltung. Eine konsistente Terminologie ist ein weiteres Element. Darüber hinaus erzählen wir bei HUBER+SUHNER im Geschäftsbericht kurze Geschichten, die über die nackten Finanzergebnisse hinaus den Lesern ein realistisches Bild vom Unternehmen vermitteln.

Wie unterscheidet sich Huber+Suhner mit seinem Geschäftsbericht von seinen Mitbewerbern?

Axel Rienitz: Heutzutage auf dem Markt der Meinungen Gehör zu finden, ist sehr schwer geworden. Wir geben uns nicht der Illusion hin, wir könnten als mittelgrosses Unternehmen mit den Schwergewichten in der Schweiz konkurrieren. Unser Geschäftsbericht richtet sich in erster Linie an unsere Aktionäre und die Finanzanalysten, die uns seit Jahren begleiten. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er kurz und schlicht ist. Das passt am besten zu einem Industrieunternehmen, das vor allem durch die Qualität seiner Kundenlösungen zu überzeugen weiss.

Zum Thema Gestaltung von Geschäftsberichten befragten wir auch Beatrice Tschanz, die Inhaberin der Agentur Feelgood Media GmbH.

Beatrice Tschanz

Beatrice Tschanz

Beatrice Tschanz: Ein Geschäftsbericht mit einer übersichtlichen Gestaltungsweise bietet dem Betrachter die Möglichkeit, sich detailliert über das Unternehmen und dessen Produkte zu informieren. Bei der Gestaltung ist auf die Einhaltung des Erscheinungsbildes der Firma (Corporate Design) zu achten, damit der Bericht zum Unternehmen passt. Inhaltlich sollten klare Fakten mit Emotionen verbunden werden, damit das Lesen für jeden Betrachter angenehm ist – für den Investor, der sich nur für die Zahlen interessiert, sowie für den emotionalen Leser, der mehr Wert auf ein angenehmes Erscheinungsbild legt.

Zum Thema PR-Relevanz von Geschäftsberichten befragten wir Christian Wick, den Inhaber der PR-Agentur WickPR AG, Zürich.

Christian Wick

Christian Wick

Christian Wick: Der Geschäftsbericht ist nach wie vor ein ausgezeichnetes Instrument zur Imagepflege eines Unternehmens oder einer Institution gegenüber ihren Stakeholdern und den Medien. Das Verlagshaus Ringier beispielsweise hat aus ihrem Geschäftsbericht oft ein regelrechtes Kunstwerk gemacht. Swatch publizierte ihren letzten Geschäftsbericht auf Schweizerdeutsch und erzielte damit eine kostengünstige und gleichzeitig sympathische grosse mediale Beachtung. Wie immer in der Kommunikation: Wer kreativ ist, kann auch aus einer auf den ersten Blick eher trockenen Materie ein überraschendes und nachhaltiges «Message House» bauen.

Roman Probst, CEO TRANSLATION-PROBST AG, zum Thema Übersetzung/Korrektorat von Geschäftsberichten.

Worauf kommt es bei einem Geschäftsbericht an? Wie viele Geschäftsberichte redigiert TRANSLATION-PROBST AG aktuell? Um was für Kunden handelt es sich dabei?

Roman Probst

Roman Probst

Roman Probst: Wir stellen fest, dass das Bedürfnis unserer Kunden nach professionell redigierten und übersetzten Geschäftsberichten in den letzten Jahren stetig angestiegen ist. Ein Geschäftsbericht muss heute in vielerlei Aspekten überzeugen, nicht bloss inhaltlich. Die Tonalität ist wichtig, die Terminologie muss stimmen, genauso wie die branchen- und landesüblichen Fachbegriffe und Finessen. Der Geschäftsbericht muss kurz und knackig verfasst sein − Zeit ist ein rares Gut in der heutigen Geschäftswelt. Er muss aber trotzdem sämtliche Ansprüche der Stakeholder befriedigen. Last but not least wird dem optischen Auftritt stets zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es heisst nicht umsonst, der Mensch esse mit den Augen. Entsprechend muss der erste Eindruck des Geschäftsberichtes das Interesse des Betrachters wecken und der öffentlichen Wahrnehmung des Unternehmens entsprechen.

Wir bieten unsere Dienstleistungen im Zusammenhang mit Geschäftsberichten derzeit mehreren Dutzend Schweizer Unternehmen an, die in diversen Sektoren aktiv sind und Wert auf einen professionellen Auftritt gegenüber ihren Stakeholder legen.

Hand aufs Herz, welche positiven Rückmeldungen haben Sie bereits erhalten, damit Sie Ihre obige Aussage zu Geschäftsberichten untermauern können?

Roman Probst: Die beste Rückmeldung kommt von unseren Kunden selber. Wir stellen fest, dass uns alle unsere Kunden in den letzten vier Jahren treu geblieben sind und uns weiterhin mit der Übersetzung ihrer Geschäftsberichte beauftragen. Einige unserer Kunden haben uns zudem weiterempfohlen, wodurch wir vermehrt Kunden gewinnen konnten. Das ist für uns natürlich eine grosse Ehre und Freude.

Wie unterscheiden sich die Geschäftsberichte, die Ihr Übersetzungsbüro redigiert bzw. übersetzt hat, von anderen?

Roman Probst: Wir konnten in den letzten Jahren im Finanz- und Wirtschaftsbereich ein grosses Know-how aufbauen und somit die Stärken der Übersetzer und internen Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit weiter ausbauen. Durch dieses Fachwissen ist es uns gelungen, auch Systeme, Programme und Workflows zu entwickeln, die letztlich unseren Geschäftskunden zugutekommen. So konnten wir auf dem Übersetzungsmarkt eine Führungsstellung erlangen. Dazu gehören zum Beispiel der Aufbau von Glossaren bzw. Translation-Memorys oder der Service, Texte direkt im InDesign zu übersetzen und zu redigieren. Dadurch können wir Fehlerquellen minimieren, und unsere Kunden sparen Zeit und Geld. Und last but not least auch dank unserer Dolmetscherdienste: Einige Kunden buchen zusätzlich zur Redaktion und Übersetzung ihres Geschäftsberichtes den Dolmetscher für ihre Konferenz oder Versammlung und profitieren somit vom durchgängigen Wissen, das bei uns inhouse zum Unternehmen gesammelt werden konnte. Dadurch bieten wir den entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Was soll ein Unternehmen tun, wenn es seinen Geschäftsbericht redigieren und/oder übersetzen lassen will?

Wir freuen uns, wenn es uns gelingt, weitere Unternehmen von unseren Übersetzungs- und Korrektorats-Dienstleistungen zu überzeugen. Wir unterstützen sie gerne dabei, den Geschäftsbericht ihres Unternehmens gezielt zu überarbeiten oder ins Englische oder Französische zu übersetzen. Dabei berücksichtigen wir sprachliche und landesübliche Finessen, die für das Unternehmen und seine Stakeholder den kleinen, aber entscheidenden Unterschied ausmachen. Um schnell und diskret eine Preis-Offerte für die Redaktion oder Übersetzung eines Geschäftsberichts zu erhalten, können Sie den bestehenden Geschäftsbericht auf unserem Preisrechner hochladen. Damit erhalten Sie unverbindlich und innerhalb von Sekunden eine Offerte zugestellt. Oder Sie senden uns den Geschäftsbericht per Mail oder rufen uns an (Tel: 0840 123 456). Selbstverständlich garantieren wir die volle Diskretion für Ihre eingereichten Informationen.