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Archiv für die Kategorie ‘Kultur’

Wort der Woche «Schmotzig»

9. Februar 2015

In drei Tagen ist es soweit: Der Donnerstag wird schmutzig und daher zum «Schmotzigen Donnerstag». Mit Schmutz in diesem Sinn hat er jedoch gar nichts zu tun, auch wenn das häufig angenommen wird.

Ob Schmotziger Dunschtich, Dicker Donnerstag, Unsinniger Donnerstag, Gumpiger Dunschtig oder einfach nur Schmotziga – der Donnerstag vor Aschermittwoch trägt vor allem in Deutschland viele Namen. In der schwäbisch-alemannischen Fasnacht und in den katholischen Orten der Schweiz ist der «Schmotzige Donnschtig» der Startschuss für die Fasnacht. Fasnacht wird übrigens nur im Schweizer Hochdeutschen geschrieben, in Deutschland heisst es «Fastnacht».

Herkunft
Entgegen der verbreiteten Annahme, dass «schmotzig» tatsächlich auf Schmutz und Dreck zurückzuführen sei, findet sich das Wort im alemannischen Begriff für Schmalz bzw. Fett wieder. Der Donnerstag vor Aschermittwoch war nämlich der letzte Schlachttag vor der Fastenzeit und somit für alle Nicht-Vegetarier – die sich damals noch in der Mehrheit befanden – die letzte Gelegenheit, um nochmals in den Genuss von Fleisch zu kommen. Da die Fastenzeit bis Ostern vierzig fleischlose Tage bedeutete, wurde nochmals geschlemmt, was das Zeug hält. So konnte man sich auch genug Fettreserven für die bevorstehende Fastenzeit anfuttern.
Die Kirche freundete sich mit dem teils ausartenden und wollüstigen Treiben vor der Fastenzeit wohl oder übel an und führte den theologisch-pädagogischen Nutzen vor Augen: Die Fasnacht stelle mit den verschiedenen Hexen-, Dämonen- und Teufelsmasken die Herrschaft des Bösen dar und zeige eine gottferne, verkehrte Welt voller Busse. Die Gläubigen seien dadurch eher gewillt für die entbehrungsreiche Fastenzeit.

Der Schmotzige Donnerstag ist auch als Schlacht- und Backtag bekannt.

Der Schmotzige Donnerstag ist auch als Schlacht- und Backtag bekannt.

In Deutschland werden die Schüler am Schmotzigen Donnerstag von der Schule «befreit», und die Narren bekommen vom Bürgermeister symbolisch den Rathausschlüssel in die Hand gedrückt. Diesen dürfen sie bis Fasnachtsdienstag behalten. Umzüge und Strassenfasnachten sind dann natürlich ein Muss. Traditionellerweise werden am Schmotzigen Donnerstag vielerorts im Fett gebackene «Fasnetsküchle» gegessen, zum Beispiel Quarkbällchen (auch bekannt unter Quarkini).

In der Schweiz wird der Schmotzige Donnschtig von Kanton zu Kanton anders gefeiert. Die Luzerner Fasnacht, die zweitgrösste der Schweiz, beginnt um fünf Uhr morgens mit dem «Urknall». Dieser gibt den Guggenmusiken und allen Fasnächtlern das Zeichen, dass nun mit dem fasnächtlichen Treiben begonnen werden darf.

Wie feiern Sie den Schmotzigen Donnerstag? Mit Ohropax im Bett, oder stehen Sie an vorderster Front?

Wort der Woche: «Spectre»

11. Dezember 2014

Er fährt die schnellsten Autos, verfügt immer über die neueste Technik, die schönsten Frauen liegen ihm zu Füssen, und die Männer erblassen vor Neid. Er trägt immer einen schwarzen Anzug und trinkt sein Martini geschüttelt, nicht gerührt. Sie wissen, von wem die Rede ist: Bond, James Bond.

«Spectre» heisst der neueste Streifen aus der James-Bond-Reihe. Seitdem diese Information veröffentlicht wurde, ist der Geheimagent wieder in aller Munde. Paradoxerweise, denn ein Geheimagent sollte ja eigentlich unbekannt sein. Aber auch bei der TRANSLATION-PROBST AG ist James Bond ein Thema. Denn er erinnert uns an die Treffsicherheit unseres Professors Tell.

Wegen seiner Treffsicherheit erinnert uns James Bond an unseren Professor Tell.

Wegen seiner Treffsicherheit erinnert uns James Bond an unseren Professor Tell.

Bedeutung «Spectre»

Was heisst Spectre eigentlich? Das Wort Spectre ist im Fall des neuen Bond-Titels ein Akronym, d.h., es ist ein Kurzwort, das aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter zusammengesetzt ist. Es steht für eine fiktive Terroristenorganisation und bedeutet «SPecial Executive for Counterintelligence, Terrorism, Revenge and Extortion». Kommt das Wort Spectre in der deutschen Sprache vor, so ist normalerweise so viel wie Phantom oder Schreckgespenst gemeint. Spectre kam schon in den Büchern des James-Bond-Erfinders Ian Fleming vor. Mit Glatze und weisser Schosskatze trat der Bösewicht Blofeld, der an der Spitze der Geheimorganisation Spectre steht, bereits in mehreren Bondfilmen auf. Haben sich die Macher des neuen Films nun für diesen Namen entschieden, weil sich alles um Blofeld und seine Terroristenorganisation drehen wird? Auch das Titelbild des Filmes deutet darauf hin: Es erinnert stark an Spectres Markenzeichen: einen Oktopus.

Herausforderung Film-Übersetzung

Die Bücher von Ian Fleming wurden in 23 Sprachen übersetzt. Mit den Verfilmungen sieht es vermutlich ähnlich aus. Viele Kinofans schauen sich einen Film jedoch immer in der Originalversion an. Grund dafür ist, dass ihrer Meinung nach bei der Übersetzung wichtige sprachliche Eigenschaften verloren gehen. Beispielsweise Wortspiele oder die Kultur, die immer direkt mit der Sprache verknüpft ist. Oft wird in Filmen auch mit Akzenten oder Dialekten gespielt, was für die Übersetzung natürlich eine besondere Herausforderung darstellt. Für die Übersetzung von Marketing- oder Businesstexten hat die TRANSLATION-PROBST AG deshalb einen besonderen Qualitätssicherungsprozess eingeführt. So werden beispielsweise nur muttersprachliche Fachübersetzer eingesetzt, die sich im entsprechenden Gebiet sehr gut auskennen und sowohl die Ausgangs- als auch die Zielsprache auf einem sehr hohen Niveau beherrschen. So können sprachliche Feinheiten treffsicher in die Zielsprache übersetzt werden.

Bei James Bond gibt es jedoch einen Begriff, den jeder versteht, auch wenn er nicht übersetzt ist: 007.

Was Weihnachten ohne Apfel wäre

9. Dezember 2014

Dick eingepackt in Jacke, Schal, Wollmütze und Handschuhe erfreuen sich die Menschen an der Weihnachtsbeleuchtung, die Häuser und Geschäfte an den Strassen zieren. Zu Hause angekommen, gönnt man sich ein «Mandarinli» mit einem Punsch, und in vielen Häusern liegt der Duft von Zimt, Nelken und Glühwein in der Luft. Es ist nicht zu übersehen, dass wir mitten in der Adventszeit sind. Wussten Sie, dass auch der Apfel ein Symbol für Weihnachten ist?

Er ist grün, gelb oder rot, und in der Schweiz gibt es ihn das ganze Jahr hindurch: den Apfel. Er ist das Sinnbild von Liebe, Schönheit, Fruchtbarkeit, Versuchung und Sünde. Schon Adam und Eva konnten der glänzend roten Frucht nicht widerstehen und büssten dadurch ihren Platz im Paradies ein. Und auch Schneewittchen liess sich vom Apfel betören und fiel nach dem ersten Biss tot um.

Schmeckt auch mit Schokolade überzogen unglaublich lecker.

Vielseitig einsetzbar: Auch mit Schokolade überzogen schmeckt ein Apfel unglaublich lecker.

Apfel als Ursprung des Christbaumschmucks

Der Apfel hat aber noch andere Hintergründe als Mord und Totschlag: Ein Apfel enthält zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fruchtsäuren und leicht verdauliche Kohlenhydrate. Er ist also ideal, um gesund durch den kalten Winter zu kommen. Deshalb und weil er sehr lange gelagert werden kann, war er früher in Nordeuropa sehr wichtig und wurde als Schmuck an den Christbaum gehängt. Später wurden die Äpfel versilbert und vergoldet, und die Frucht gilt deshalb als Vorläufer der Christbaumkugeln, die um 1830 zum ersten Mal hergestellt wurden. Erst nur für wohlhabende Familien verfügbar, wurde dieser Brauch später vom gewöhnlichen Volk übernommen. Bis heute zieren glänzende, farbige Weihnachtskugeln die Weihnachtsbäume auf der ganzen Welt.

Nicht nur an Weihnachten beliebt

Der Apfel spielte in der Geschichte immer wieder eine Rolle. So auch beim Mythos Wilhelm Tell, der mit seiner Armbrust den Apfel auf dem Kopf seines Sohnes genau in der Mitte traf. Treffsicherheit war für diese Aufgabe unabdingbar, denn ein Fehlschuss hätte fatale Folgen gehabt. Auch die TRANSLATION-PROBST AG setzt auf Treffsicherheit. Mit qualitativ hochstehenden Übersetzungen treffen wir bei Ihrer Zielgruppe ins Schwarze.

Vielleicht sitzen dieses Jahr auch Sie unter einem Christbaum, der mit Äpfeln geschmückt ist? Die TRANSLATION-PROBST AG wünscht Ihnen goldene Weihnachten und ein treffsicheres neues Jahr.

Wort der Woche «Bachelor»

27. November 2014

Es wird getrunken, geknutscht und gezickt. In der Fernsehshow «Der Bachelor» kämpfen 20 junge Frauen um die Gunst des Bachelors Rafael Beutl. Rund um die Uhr von Kameras begleitet, soll Beutl unter den 20 Damen seine grosse Liebe finden. Zickenkrieg und Eifersuchtsdramen sind da natürlich vorprogrammiert. Was uns aber viel mehr interessiert als Frauen, die sich in den Haaren liegen, ist die Bedeutung, die hinter dem Wort «Bachelor» steckt.

Es ist der Running Gag für alle Studierenden, die nach drei Jahren Studium ihr Diplom erhalten: Stolz posieren sie mit dem Diplom in der einen und einer Rose in der anderen Hand, stellen das Bild auf die Social-Media-Kanäle und schreiben dazu: «Ich bin jetzt auch ein Bachelor.» Die Sendung «Der Bachelor» will aber auf etwas ganz anderes als auf den Titel hinaus.

Die Frauen tanzen nach seiner Pfeife: Der aktuelle Bachelor Rafael Beutl.

Die Frauen tanzen nach seiner Pfeife: Der aktuelle Bachelor Rafael Beutl.

Ursprung im Hochmittelalter

Bachelor ist Englisch und bedeutet Junggeselle – also ein unverheirateter Mann, unabhängig von seinem Alter. Der Begriff stammt aus der Handwerkersprache des hochmittelalterlichen Zunftwesens: Der Junggeselle war der jüngste der Gesellen in einem Handwerksbetrieb. Im 15. Jahrhundert bezeichnete das Wort den jungen Gesellen auf Wanderschaft, der noch keine Familie gründen konnte. Seit dem 16. Jahrhundert gilt eine erweiterte Bedeutung: Seither versteht man unter «Junggeselle» allgemein den jüngeren unverheirateten Mann im Gegensatz zum Ehemann. Heutzutage wird diese Bezeichnung für Männer, die in einer nichtehelichen Partnerschaft leben, jedoch als unzutreffend empfunden. Zudem wird der Begriff Junggeselle immer häufiger durch Alleinstehender oder Single ersetzt.

Die Sendung «Der Bachelor» hat für einige aus der Not eine Tugend gemacht. 21 liebeshungrige junge Menschen sehen in dem Format ihre Chance, ihr Singledasein zu beenden. Oder wahrgenommen zu werden und die erhoffte Schauspiel- oder Modelkarriere voranzutreiben.

Bachelor im Bildungskontext

Wie bereits angedeutet, wird das Wort Bachelor heute hauptsächlich im Bildungskontext gebraucht: Der Bachelor ist – seit der Bologna-Deklaration (2003) auch bei uns − ein akademischer Grad, den man an einer Hochschule oder Universität erreichen kann. Üblicherweise ist es der erste Grad eines gestuften Studiums. Darauf folgen der Master- und danach der Doktortitel. Bei der TRANSLATION-PROBST AG legen wir grossen Wert auf einwandfreie Qualität. Deshalb setzen wir auf gut ausgebildete Mitarbeitende. Jedes einzelne Teammitglied verfügt über eine Ausbildung auf Bachelor-Niveau oder höher oder besitzt ein anderes gleichwertiges Diplom.

Rafael Beutl steht nun kurz vor der Entscheidung. 17 Frauen mussten die Koffer bereits packen, 3 Kandidatinnen kämpfen noch um sein Herz. Wir hoffen, dass er bei seiner Entscheidung den Nagel auf den Kopf trifft.

Integration dank treffsicheren Übersetzungen

29. Oktober 2014

Im Landboten vom 16.10.2014 haben wir aufgeschnappt, dass die Suchtprävention Zürich eine ihrer Broschüren in 13 verschiedene Sprachen übersetzt hat. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Information und Integration von Migranten.

Die Broschüre auf Deutsch...

Die Broschüre auf Deutsch…

Stellen Sie sich vor, Sie müssten aus der Schweiz flüchten. Vielleicht weil Krieg herrscht, weil Sie politisch verfolgt werden oder wegen einer Naturkatastrophe. Sie landen in Nordafrika. Genauer gesagt in Marokko. Die Sitten dieses Landes sind Ihnen fremd. Obwohl die Sonne glühend heiss am Himmel steht, tragen die Menschen hier langärmlige Oberteile und lange Hosen. Teilweise ersetzen sie beim Essen das Besteck voll und ganz durch die rechte Hand. Sie wissen jedoch, dass Sie sich diese Bräuche aneignen können. Dazu brauchen Sie nur mit Einheimischen, die Ihnen die marokkanischen Traditionen näher bringen, in Kontakt zu kommen. Doch wie geht das, wenn man die Sprache nicht versteht?

Sprachbarriere verhindert Integration

Die Sprache ist ein wichtiges Merkmal eines Landes und dessen Kultur. Wer sie nicht beherrscht, wird automatisch isoliert. Die erfolgreiche Integration von Migranten hängt demzufolge sehr stark davon ab, wie gut diese die Landessprache sprechen. Denn nur wer sich mit Einheimischen unterhalten kann, lernt die Kultur und die traditionellen Gepflogenheiten kennen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir die Migranten unterstützen und sie in unserer Gesellschaft aufnehmen. Es genügt jedoch nicht, wenn man ihnen einfach einen Sprachkurs finanziert. Genauso wichtig ist, dass der Zugang zu Informationen von Anfang an gewährleistet ist.

Übersetzungen schaffen Abhilfe

...und diejenige auf Tamilisch

…und diejenige auf Tamilisch

Werden Migranten in ihrer Muttersprache abgeholt, verschwindet die Hemmschwelle, und eine Kommunikation wird ermöglicht. Gerade bei schwer verständlichen Texten mit vielen Fachwörtern ist dies der Fall. Deshalb werden Übersetzungsdienstleistungen auch für Behörden und Institutionen immer wichtiger. Und zwar nicht nur Übersetzungen in eine der vier Landessprachen. Dies hat auch die Suchtprävention Zürich eingesehen und die Broschüre «Medikamente bei Kindern und Jugendlichen» in rund 13 Sprachen übersetzen lassen. So sind diese wichtigen Informationen beispielsweise auch für Menschen albanischer oder somalischer Herkunft zugänglich. Auch der Kanton Zug ist sich der Wichtigkeit der sprach- und kulturübergreifenden Kommunikation bewusst, liess er doch vor Kurzem seine gesamte Website von der TRANSLATION-PROBST AG in 14 Sprachen übersetzen.

Übersetzungsagenturen leisten demzufolge einen wichtigen Beitrag für die Integration ausländischer Mitmenschen. Sie erleichtern ihnen den Start in der neuen Heimat, sodass sie möglichst bald wissen, was es mit dem Röstigraben auf sich hat oder wie man Ghackets und Hörnli kocht.