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Archiv für die Kategorie ‘Reisebericht’

Professor Tell in Paris!

7. Mai 2013
Notre-Dame: Professor Tell in Paris

Majestätisch: Notre-Dame

Nach meinem Messeauftritt an der Swiss Online Marketing habe ich jetzt wieder Zeit, Euch von meiner Weltreise zu berichten. Nach meiner ersten Destination Moskau ging es für mich gleich weiter Richtung Paris.

Gestikulieren in Frankreich
Gleich nach meiner Ankunft drängte ich mich am Flughafen durch die Menschenmassen und nahm den Zug Richtung «Gare du Nord». Mitten in der Menschenmenge fiel mir gleich auf, dass die Franzosen sehr viel mit ihrer Körpersprache ausdrücken. Und so manche Geste konnte ich als Schweizer nicht ohne meinen Reiseführer verstehen: Dazu zählte das Herunterziehen eines Auges mit dem Zeigefinger. Dies bedeutet so viel wie «Ich habe dich durchschaut!». Und wenn Euch ein Franzose signalisieren möchte, dass etwas sehr verrückt ist, dreht er seine Handgelenke auf Schläfenhöhe.  Wie gut kennt Ihr Euch mit den Gesten der Franzosen aus? Hier könnt Ihr Euer Wissen unter Beweis stellen.

Sprachliche Fauxpas
Mein erster Spaziergang in Paris führte mich entlang der berühmten Sehenswürdigkeiten wie der Oper und dem Louvre sowie der majestätischen Kathedrale Notre-Dame. Während ich mich ein wenig ausruhte, kam ein Franzose namens Pierre auf mich zu und wir kamen ins Gespräch. Da merkte ich erst, dass meine Bemühungen um die französische Sprache in der Schulzeit doch schon sehr lange zurückliegen. Doch im Gegensatz zu meinem Russisch konnte ich mich auf Französisch wenigstens verständigen. Trotzdem wünschte ich mir manchmal einen Dolmetscher der TRANSLATION-PROBST AG an meiner Seite, mit dessen Hilfe ich so manches sprachliches Fettnäpfchen hätte vermeiden können. Nur drei Beispiele von sogenannten faux-amis (oder falschen Freunden), bei denen Deutschsprachige gut aufpassen sollten, damit sie in Frankreich nicht missverstanden werden.

Eiffelturm: Professor Tell in ParisÜbersetzungen Deutsch-Französisch, Französisch-Deutsch

Deutsch Französisch Ähnliches Wort im Französischen Deutsch
brav bien élevé brave tapfer, mutig
Regal l’étagère le régal das Festessen
das Blatt feuille blatte die Schabe

«Was ist das?» auf Französisch
Mein neuer Pariser Reiseführer Pierre lud mich auf eine spontane Stadttour ein, wobei natürlich der Eiffelturm nicht fehlen durfte. Auch wenn ich fit und 20 Jahre jünger wäre, hätte ich den Lift und nicht die 1665 Stufen auf den 324 Meter hohen Eiffelturm genommen! Pierre wusste auch sehr viele interessante Anekdoten über die französische Sprache zu erzählen. So erklärte er mir, dass sich das französische Wort für «Klappfenster» ursprünglich aus dem Deutschen entwickelt hat: Im 18. Jahrhundert sollen deutsche Besucher in Frankreich oftmals auf Klappfenster gezeigt und gefragt haben: «Was ist das?» Daraus hat sich dann vasistas entwickelt, was noch heute der französische Begriff für Klapp- oder Dachfenster ist. Ob das wirklich stimmt, weiss ich nicht. Aber eine sehr nette Geschichte, die man gerne weitererzählt.

Geheimtipps sind Gold wert!
Die Geschichten von Pierre waren wirklich faszinierend, doch schon nach kurzer Zeit verabschiedete sich mein spontaner Reiseleiter und ich war wieder auf mich allein gestellt. Hungrig vom vielen Sightseeing freute ich mich besonders auf die französische Küche, mit ihren vielen Köstlichkeiten. Noch ein Geheimtipp für Eure nächste Parisreise, der Gold wert ist: Das nette Bistro Le Richelieu im Viertel Louvre-Opéra. Hier kann man ein köstliches 3-Gänge-Menü bereits ab 25 Franken (20 Euro) geniessen, wobei natürlich ein Glas Rotwein nicht fehlen darf.

Insgesamt dauerte mein Paris-Aufenthalt eine Woche. Danach hatte ich aber immer noch nicht genug von Frankreich. So reiste ich weiter an die Côte d’Azur und schliesslich Richtung Norden in die Normandie. Dort verbrachte ich ein paar schöne Wochen, bevor ich meine nächste Destination anpeilte. Aber mehr davon gibt’s in meinem kommenden Blogbeitrag.

Professor Tell in Paris

Abenteuer Weltreise: Ich bin zurück und wieder ONLINE!

27. März 2013

Professor Tell auf dem Roten Platz

Professor Tell auf dem Roten Platz

Es kommt halt doch oft anders, als man denkt: Eigentlich wollte ich nur eine kleine Auszeit nehmen und in fremden Ländern verschiedene Sprachen und Kulturen kennenlernen. Doch schliesslich nahm ich für eine längere Zeit Abschied von WLAN, TV und Natel und reiste mehrere Monate offline durch China, Brasilien, USA und andere Länder.

Gerade erst bin ich wieder in die Schweizer Berge zurückgekehrt und lasse meine ganze Reise noch einmal Revue passieren. Noch sehr gut erinnere ich mich an meinen ersten Halt auf meiner Reise: Moskau. Obwohl die Flugzeit von Zürich nach Moskau nur knapp dreieinhalb Stunden beträgt, fühlte ich mich sofort in einer anderen Welt. Allein schon wegen der Plakate und Ladenschilder in kyrillischer Schrift. In meinem Reiseführer las ich, dass das kyrillische Alphabet aus 33 Buchstaben besteht, die zum grössten Teil aus dem griechischen Alphabet übernommen oder abgeleitet wurden.

Schöner Roter Platz
Besonders beeindruckend war für mich der Kreml (Кремль). Er liegt am Ufer der Moskwa (Москва), und seine gigantischen Mauern sind schon von weitem zu sehen. Von der Grösse her ebenso eindrucksvoll ist der Rote Platz (Красная Площадь). Wenn man sich in die Mitte dieser gigantischen Fläche stellt, hat man einen hervorragenden Ausblick auf den Kreml, das berühmte Einkaufszentrum GUM (ГУМ) sowie die Basilius-Kathedrale (Храм Василия Блаженного). Doch irgendwie ist der Rote Platz selbst alles andere als rot. Interessiert fragte ich einen Einheimischen, der mir verriet, dass die russischen Wörter für «schön» und «rot» ursprünglich dieselben waren, nämlich «krasny» (красный). Im Laufe der Zeit verlor dieses Adjektiv jedoch die Bedeutung «schön», weshalb viele die Farbe Rot mit dem Namen des Platzes verbinden. Dies führte dann auch zu den eigentlich nicht ganz richtigen Übersetzungen in andere Sprachen, etwa im Deutschen oder im Englischen (Red Square).

Altbekanntes trotz kyrillischer Schrift
Trotz der mir fremden Schrift kam mir in den Moskauer Einkaufsstrassen doch so einiges sehr bekannt vor. Denn dank der international bekannten Logos, Farben und Schriften erkennt man bestimmte Unternehmen auf den ersten Blick, auch ohne Transkription bzw. Übersetzung. Doch seht selbst:

McDonalds Russland

Professor Tell in Moskau

Neben den Monumenten rund um den Roten Platz hat die russische Hauptstadt auch noch andere Giganten zu bieten. Zum Beispiel die knapp 100 Meter hohe Statue des russischen Zaren Peter des Grossen, der auf einem genauso überdimensionalen Schiff steht. Diese Statue wurde anlässlich des 300-jährigen Bestehens der russischen Marine errichtet, die von Peter dem Grossen gegründet wurde.

Professor Tell in Moskau

Professor Tell und Peter der Grosse

Moskau ist wirklich eine spannende Stadt: eine schöne erste Destination auf meiner Weltreise. Von Russland ging es für mich dann weiter in die Ferne und Wärme. Doch mehr dazu in meinem nächsten Blogbeitrag.

So geht’s jetzt weiter
Nach dieser langen Reise werde ich mich jetzt erst einmal ein bisschen zu Hause erholen und meine Erlebnisse in einem Reisebericht auf Papier bringen bzw. in Form eines Online-Tagebuchs posten. Meine nächster Halt wird dann nicht mehr so weit weg sein: Am 10. und 11. April bin ich an der Swiss Online Marketing.

Ich freue mich schon jetzt auf Euren Besuch am Stand der TRANSLATION-PROBST AG, wo Ihr Eure Treffsicherheit unter Beweis stellen und attraktive Preise gewinnen könnt. Nicht verpassen! Ihr findet mich und das TRANSLATION-PROBST Team in der Halle 1, direkt neben dem Eingang.