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Archiv für die Kategorie ‘Sprachen’

Wort der Woche «aufgleisen»

24. Oktober 2016

Während die SBB Güterwagen aufgleisen, gleisen wir täglich Text- und Übersetzungsprojekte auf. Zumindest höre ich diesen Ausdruck mehrmals täglich im Büro und finde es faszinierend, welchen Stellenwert so ein kleines Verb in unserem Alltag erhalten hat. Darum lautet mein persönliches Wort der Woche «aufgleisen» (das dann im «Big Ocean of Buzzwords» untergeht). Gute Unterhaltung.

Aufgleisen aufs Abstellgleis – TRANSLATION-PROBST AG

Heute schon was aufgegleist?

Springt ein Zürcher Tram aus den Schienen, gleisen es Bahnarbeiter wieder auf. Doch wer hilft, wenn einem Donald Trump in den sozialen Netzwerken eine Entgleisung nach der anderen widerfährt? Ein Abbruchkommando? Das Franziskaner Schweigegelübde? Manche Leute sollten in solchen Situationen Dieter Nuhrs Ratschlag öfters befolgen und «einfach mal die Fresse halten».

Aufgleisen aufs Abstellgleis

Doch zurück zum Wort der Woche. Warum sprechen wir immer vom «Aufgleisen eines Projekts», wenn wir dabei etwas in die Wege leiten, Abklärungen vornehmen oder sonst was organisieren? Ich weiss es selbst nicht, also frage ich Google:

«warum benutzen wir das wort aufgleisen so häufig»

Google weiss nämlich alles (nur nicht, welche Werbung ich sehen will, sonst würde es mich nicht seit Tagen mit irgendwelchen russischen Datingplattformen belagern – ob da wohl Putin dahintersteckt?).

«Who cares», würde Roger Schawinski da sagen – in Sachen Suchmaschinenresultate ist Google nach wie vor «King» und spuckt mir einen Link aus, der mich auf die Blogwiese führt. Dort angekommen erfahre ich, dass es offenbar ein Schweizer Phänomen ist, alles aufgleisen zu wollen. Nun gut, wir Schweizer fahren ja auch viel mit der SBB, die Basler bevorzugt mit ihrem «Drämmli». Schliesslich wollen wir alle möglichst schnell von A nach B kommen. Darum auch die Rennerei am Zürcher Hauptbahnhof, als ob es um Leben und Tod ginge!

Dabei geht es nur um Pünktlichkeit.

Und weil uns Schweizern die Pünktlichkeit heilig ist, liefern wir alle unsere Projekte «on time» aus. Machen wir das nicht, kommt rasch ein Mitbewerber zum Zug und verdrängt uns aufs Abstellgleis.

Dabei wäre es sinnvoller, das Verb «aufgleisen» mal aufs Abstellgleis zu befördern und die Projekte stattdessen zum Laufen zu bringen. Denn aufgleisen kann man vieles, ob es dann auch läuft, ist eine andere Frage.

Weiteres fürs Sackgleis

Jaja, seit der Bologna-Reform sammeln wir fleissig «Credits», damit wir irgendwann mal zum «Chief Executive Officer» aufsteigen oder sonst irgendein «Manager of»-Amt bekleiden, bis wir im schnöden Beratersprech ganz ertrinken und nicht mehr wissen, wo unser «head» samt unseren «heels» ist. Und dennoch infiziert uns dieses Bullshit-Bingo von den überbezahlten Beratern und Experten immer mehr: Als ich in die Arbeitswelt des Marketings eintauchte, ballerte man mir ein «Kick-off-Meeting» in meinen Outlook-Kalender. «Schön», dachte ich, «gibt’s heute Tischfussball zum Start in den Tag?»

Leider nein.

Nur die erste Besprechung einer bevorstehenden Kampagne, bei der die Geduld meines Sitzfleisches aufs Äusserste geprüft wurde. «Kick-off-Meating» wäre da wohl die treffendere Bezeichnung gewesen …

Bevor Sie zum Wochenende Ihre «Out of Office»-Funktion auf «on» schalten, machen Sie selbst den Test, wie stark Ihr Alltag von «Buzzwords occupied» ist – im Beratersprech-Quiz des Spiegels. «Sharen» Sie anschliessend Ihr Resultat auf unserer Facebookpage. Wenn Sie mehr als sieben der zehn Fragen richtig haben, offerieren wir Ihnen gerne unsere Textdienstleistungen für frische Formulierungen jenseits von allen «Consulting Cracks»: 0840 123 456.

Ihr «Chief Writing Officer»

Predrag Jurisic

Wort der Woche «Office Management»

5. September 2016

«Ein Pferd kommt vor Hunger um, wenn es von mehreren Leuten gehütet wird.» Diese afrikanische Alltagsweisheit lässt sich oftmals auch auf den Berufsalltag übertragen – wo viele Entscheidungen zu treffen sind, darf es nur einen Verantwortlichen geben. Wenn Geschäftsleiter die anfallende Arbeit jedoch nicht allein stemmen können, benötigen sie jemanden, der einen Teil der Verantwortung übernimmt. Im Berufsalltag wird diese Position vom Office Manager eingenommen. Unser Wort der Woche.

Wort der Woche «Office Management»

Office Manager – die rechte Hand der Führungskraft

Von der Organisation von Anlässen und Projekten über administrative Tätigkeiten bis hin zur allgemeinen Kommunikation zwischen der Führungskraft und den Mitarbeitenden – ein Office Manager ist der Inbegriff von Multitasking. Ein vollgepackter Terminkalender, unzählige Tätigkeiten, die alle möglichst zeitnah erledigt werden müssen, und selbstverständlich auch eine gesunde Menge an Stress gehören zu seinem Berufsalltag. Was sich anspruchsvoll anhört, ist zudem mit immer weiter steigenden Anforderungen verbunden. In einer globalisierten Welt werden die Ansprüche an Führungskräfte immer höher, und damit auch an die Office Managers.

Die Sprache des Vorgesetzten verstehen

Als rechte Hand der Geschäftsführung ist die Bandbreite an Tätigkeiten enorm. Doch auch wenn der Office Manager seine Aufgaben selbstständig ausführt, so geschieht dies immer auf der Basis einer Absprache mit dem Vorgesetzten. Und um eine gute Zusammenarbeit mit dem Chef zu gewährleisten, ist das gegenseitige Verstehen das A und O. Dazu können beispielsweise tägliche Besprechungen, ein gemeinsames Kürzelsystem für eine beschleunigte schriftliche Kommunikation und eine ausgeprägte nonverbale Kompetenz helfen. Schliesslich geht es darum, die Geschäftsführung so gut wie möglich zu verstehen, ihre Wünsche umzusetzen und sie dadurch bestmöglich zu entlasten.

 

Mehrsprachige Eventorganisation als Teil des Office Managements

Ein Office Manager übernimmt auch die Planung und Organisation von Events und Veranstaltungen. Diese Aufgabe erfordert Koordinationstalent, ist anspruchsvoll und wird noch umfangreicher, wenn es sich um mehrsprachige Anlässe handelt. Hierzu werden oft professionelle Dolmetscher eingesetzt, die das grösstmögliche Verständnis aller Beteiligten und somit das Gelingen des Events in allen gewünschten Sprachen sichern. Neben dem Dolmetscher wird auch eine zuverlässige, moderne Konferenztechnik mit allen dazugehörigen technischen Details benötigt.

Unser Dolmetscherwesen

Qualitätsmanagement steht bei uns an erster Stelle. Auch bei unseren Dolmetschereinsätzen garantieren wir eine Qualitätssicherung, die Ihren mehrsprachigen Event zu einem vollen Erfolg macht. Ob internationale Meetings, Kongresse, Workshops, Konferenzen, Tagungen oder Gerichtsverhandlungen – unsere Dolmetscher ermöglichen einen reibungslosen Ablauf.

Aus unserem Netzwerk mit über 350 professionellen, erfahrenen, diplomierten sowie geprüften Dolmetschern wählen wir jenes Team für Sie aus, das auf Ihr Fachgebiet bzw. auf Ihre Branche spezialisiert ist.

Zudem kümmern wir uns bei Bedarf um die Übersetzung der gesamten Event-Dokumentation, zum Beispiel der Präsentationen oder der Vorinformationen, und um alles rund um die Technik, inklusive Planung, Programmierung und Installation, beispielsweise Personenführungs- sowie audiovisuelle Anlagen oder Dolmetscherkabinen.

Eine schnelle Preisauskunft, individuelle Beratung und die Möglichkeit von Express-Reservierungen bei kurzfristigen Buchungen sind für uns selbstverständlich. Ihre Daten werden stets vertraulich behandelt.

Sie planen einen Dolmetschereinsatz? Begeistern auch Sie Ihren Vorgesetzten mit der Organisation eines perfekten mehrsprachigen Events und finden Sie hier Ihre Checkliste.

 

Swiss Office Management Messe SOMM

Nicht vergessen – am 7. und 8. September 2016 findet die Swiss Office Management Messe in Basel für alle Fachbesucher mit Interesse an den neuesten Trends, Informationen und Best Practice Solutions im Bereich Office Management statt. Die Messe spricht die Zielgruppe der Aussteller und interessierten Kunden an und bietet einen umfangreichen Überblick über Produkte und innovative Dienstleistungen auf dem Markt.

Ihr Team der TRANSLATION-PROBST AG

Wort der Woche «Werbung im Sport»

30. Mai 2016

Wer an Sport denkt, kommt um Werbung nicht herum – sie ist omnipräsent: auf Autos, Banden, Helmen, ja Gewehren. Die Werbung soll, im Zusammenhang mit Emotionen, das Image der jeweiligen Marke aufbauen und stabilisieren. Zum Thema Werbung im Sport gibt es grundsätzlich 3 Perspektiven: die der Unternehmen, der Kernzielgruppe – und der Wissenschaft.

Formel1 - TRANSLATION-PROBST_AG

Schnelle Autos, schneller Erfolg? Sponsoring im Sport

Sportwerbung im Fokus der Forschung
Trikotwerbung gibt es nun schon 40 Jahre. Dennoch begann sich die Forschung erst kürzlich für dieses Feld zu interessieren. Es scheint, dass erst ein massloses Überborden der Werbung die Wissenschaft überhaupt auf dieses Thema brachte. Lange wurde von den Sponsoring-Verantwortlichen lediglich die Sichtbarkeit ihres Logos gemessen (und bezahlt). Also die Zeit, in der die Werbung im Bild ist. Mittels Eye Tracking kann heute festgestellt werden, wie lange, ob überhaupt und wo genau der Zuschauer die Werbung wahrnimmt. Interessanter-, aber wenig überraschenderweise konnte so festgestellt werden, dass sich beim Sportkonsumenten eine gewisse Gewöhnung an Werbebotschaften eingestellt hat. Das Fazit der Wissenschaft lautet demnach, dass weder Positionierung noch Häufigkeit, sondern allein Exklusivität die Aufmerksamkeit der Fans auf sich zieht.

Unternehmer und Sponsoring
Die Unternehmen wiederum gliedern sich in zwei Gruppen. Auf der einen Seite stehen die Verkäufer, die ihr Produkt für angemessenes Geld bestmöglich platziert wissen wollen. Hier gilt klar: Der Global Player sichert sich das saftigste Plätzchen. Als Kehrseite der Übersättigung des Konsumenten gilt, dass eine Erinnerung an die Werbung nur dann auftritt, wenn für ihn die Marke eine ohnehin schon starke Rolle spielt.

Auf der anderen Seite stehen die Anbieter, die den fettesten Fisch, pardon: Deal, ins Trockene zu holen versuchen. Zu den Anbietern gehört als potentestes Beispiel die FIFA. Sie vermag den Sponsoren die enorme Aufmerksamkeit eines enormen Zielpublikums zu bieten, nimmt sich dabei aber die Freiheit, auf bekanntlich unfaire Weise Marken zu fördern und andere zu ignorieren. Interessant: Der Skandal um die FIFA hat sie keinen einzigen Sponsor gekostet – und die Fans haben, trotz Aufruf, keine der Marken boykottiert.

Perspektive der Fans
Die, die Sport schauen, entwickeln mitunter heftige Emotionen – sie wären dabei äusserst empfänglich für Werbebotschaften. Doch deren Omnipräsenz führte unlängst dazu, dass sie mental ausgeblendet werden. Dem Fan ist es einerlei, ob Emirates oder Swiss ihr Teamtrikot ziert; Hauptsache: Der Hot Dog schmeckt und das Bier erfrischt.

In diesem Sinne sehen wir im Juni vorfreudig nach Frankreich und im August gespannt nach Brasilien. Denn ob Französisch oder Portugiesisch – der Sport spricht seine eigene Sprache, und die Werbebotschaft muss sich dem Geschehen unterordnen.

Wort der Woche «Zielgruppendefinition»

22. Februar 2016

Sagen Ihnen die Abkürzungen WOOF, SOHO und DINK etwas? Wenn nicht, haben Sie möglicherweise zu viel Streuverlust bei Ihrer Werbung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Zielgruppen definieren und treffsicher erreichen können.

3 Fliegen auf einen Streich dank treffsicher definierten Zielgruppen.

3 Fliegen auf einen Streich dank treffsicher definierten Zielgruppen.

Vor Kurzem war ich in einem Restaurant und habe den Kellner beobachtet. Er war zu allen Gästen sehr freundlich und zuvorkommend – und doch hat er an jedem Tisch eine völlig neue Rolle eingenommen. Beim Tisch voller junger Frauen wurde aus ihm ein Spassvogel, der die Damen mit Witzen zum Lachen brachte. Am Tisch mit dem frischverliebten Pärchen wurde er ganz still und beinahe unsichtbar, sodass sich die Weingläser wie von Geisterhand auffüllten, und bei den Geschäftsmännern machte er hin und wieder eine anerkennende Bemerkung. Der unscheinbare Kellner ist ein gewiefter Kerl, hat er doch seine Gäste innert kürzester Zeit gescannt, deren Bedürfnisse erfasst und sie dementsprechend bedient. So klingelt die Kasse und das Trinkgeld fliesst.

Beispiele für Zielgruppendefinition
Genau wie der Kellner sollten auch Sie Ihre Zielgruppen genau definieren und segmentieren. Denn nur so fühlen sich die potenziellen und bestehenden Kunden angesprochen, und die von Ihnen gewünschte Handlung wird ausgelöst. Damit es ein bisschen einfacher wird, haben wir hier einige Beispiele für Sie:

  • WOOF: Well off older folks à –> wohlhabende Senioren
  • SOHO: Small Office oder Home Office (vor allem für die IT-Branche eine wichtige Zielgruppe)
  • DINK: Double income no kids –> kinderlose Doppelverdiener
  • LOHAS: Lifestyle of health and sustainability (haben meist ein überdurchschnittliches Einkommen, konsumieren Bio-Produkte und sind Naturliebhaber)
  • LOVOS: Lifestyle of voluntary simplicity (Menschen die versuchen, durch Konsumverzicht Alltagszwängen entgegenzuwirken)

Diese Liste ist selbstverständlich nicht abschliessend. Ausserdem müssen Sie die Zielgruppen jederzeit den sich verändernden Rahmenbedingungen anpassen.

Vergessen Sie die Sprache nicht!
Wenn Sie die Zielgruppen definiert haben, geht es um die Feinabstimmung. In welcher Tonalität werden sie am besten abgeholt? Welche Sprache sprechen sie? Wenn Sie diese Dinge beachten, vermeiden Sie Streuverlust, sparen Kosten und steigern die Response-Rate.

Falls Sie Unterstützung beim Texten oder Übersetzen brauchen, stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung. Melden Sie sich einfach unter info@translation-probst.com oder 0840 123 456.

Wort der Woche «Iran»

25. Januar 2016

Am 16. Januar 2016, dem sogenannten «Implementation Day», wurde der Importstopp für Öl und Gas aus dem Iran aufgehoben. Weil der Iran im Abbau dieser Ressourcen technisch massiv im Rückstand ist, stellt das Land vor allem für die Industriebranche einen lukrativen Absatzmarkt dar. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie die iranische Geschäftswelt von sich überzeugen – und dabei kommt es nicht nur auf die Sprache an.

Nur treffsichere Ansprachen wirbeln Staub auf.

Nur treffsichere Ansprachen wirbeln Staub auf.

Das hört sich vielversprechend an: Im Bereich Erdgasvorräte reiht sich das Land hinter Russland auf Rang zwei ein und verdrängt Katar auf den dritten Platz. Und selbst bei den Erdölvorkommen spielt es hinter Venezuela, Saudi-Arabien und Kanada bei den ganz Grossen mit. Bereits mit wenig finanziellem und personellem Aufwand können Sie den Iran auf Ihre Dienstleistung aufmerksam machen, indem Sie die neue Zielgruppe treffsicher auf Persisch ansprechen. Sei es mit Broschüren, mit Ihrer Website oder anderen Marketinginstrumenten. Die Zielgruppe fühlt sich dadurch abgeholt, und Sie verschaffen sich gegenüber Ihrer Konkurrenz einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Kultur – kleine Unterschiede, die ins Gewicht fallen
Doch mit der Übersetzung alleine ist es noch nicht getan. Wichtig ist, dass sowohl die Sprache als auch die Bilder an die persische und islamische Kultur angepasst werden. Sprachlich kann das die TRANSLATION-PROBST AG garantieren, da sie ausschliesslich muttersprachliche Fachübersetzer einsetzt. Bei der Auswahl der Bilder sollten Sie darauf achten, dass die abgelichteten Personen beispielsweise keine kurzen Hosen und kurzärmelige Hemden tragen, denn das verbietet der islamische Glauben. Des Weiteren wird der Familienzusammenhalt im Iran sehr gross geschrieben. Bilder, die glückliche Familien zeigen, wecken daher bei der iranischen Zielgruppe Vertrauen.

Wenn Sie diese kleinen Tipps beachten, sind Sie bereits auf gutem Weg. Haben Sie weitere Fragen zur interkulturellen Adaption? Wir helfen Ihnen gerne unter 0840 123 456 oder info@translation-probst.com.