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Wort der Woche «Familienrecht»

19. Dezember 2016

Bundesrätin und Justizministerin Simonetta Sommaruga sprach vor zehn Tagen mit dem Tagesanzeiger über das Familienrecht – unser Wort der Woche. Genauer über dessen Modernisierung bzw. die Anpassung an die gesellschaftlichen Verhältnisse. Das Familienrecht müsse laut Sommaruga die Realität abbilden. Dazu gehöre auch die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

Alternative Familienmodelle sind längst keine Seltenheit mehr.

Ist die klassische Familie bedroht?

Ehe ich die «Ehe für alle» ergründe, werfe ich zuerst einen Blick auf den Begriff «Familienrecht». Was Recht ist, ist allen klar: Regeln, Verordnungen, Gesetze. Beim Begriff Familie jedoch scheinen sich die Geister in den Kommentarspalten des Tagis zu scheiden – wie übrigens jede zweite Ehe in der Schweiz, die derzeit exklusiv zwischen heterosexuellen Paaren geschlossen wird, aus deren Verbindung dann die neuzeitliche Definition der Familie – Vater, Mutter, Kind(er) – hervorgeht.

Familie – was ist das?

Entgegen der Meinung vieler Traditionalisten ist die Familie im modernen Kontext ein Konstrukt der Neuzeit, das es erst seit gut zweihundert Jahren gibt. Ursprünglich stammt das Wort Familie vom Lateinischen «famulus» bzw. «famula», was übersetzt «Hausdiener/Sklave» bzw. «Hausdienerin/Sklavin» bedeutet. Denn in der Antike war der «Pater familias» nicht etwa der biologische Miterzeuger der Kernfamilie, sondern der Gutsbesitzer, dem alle darin lebenden und arbeitenden Individuen sowie Sachen und Tiere gehörten, weil er die Herrschaft über das gesamte Gut innehatte.

Selbst im Mittelalter gab es den Begriff Familie im Alltagsgebrauch nicht. Vielmehr war damit ein Rahmenhaushalt gemeint, der wiederum selbst aus vielen unter- und übergeordneten Hausgemeinschaften bestand und damit ebenfalls eine Herrschaftsbezeichnung war und nicht das, was heute allgemein als Familie verstanden wird.

Mehr zur Begriffsgeschichte der Familie auf Wikipedia nachzulesen.

Besorgte Bürger

Weil das junge Konstrukt Familie der Meinung vieler besorgter Bürger nach zum Verschwinden verurteilt ist, wehren sie sich mit Händen und Füssen gegen die «Aufweichung der Familie» oder die «Zerstörung der Gesellschaft», die ihrer Ansicht nach anlässlich der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare samt der freien Adoption in Gang käme*. Sorgen, die gemäss einer kürzlich durchgeführten Umfrage der Schwulenorganisation Pink Cross gar keine sind: 69 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer befürworten eine Ehe für alle.

* Partner gleichgeschlechtlicher Paare dürfen derzeit nur das leibliche Kind des Partners bzw. der Partnerin adoptieren, nicht aber ein gemeinsames Kind, das von der Adoptionsbehörde vermittelt wird, weil sie nur ihre Partnerschaft eintragen, aber nicht heiraten dürfen.

Dennoch möchte ich die Stimmen der besorgten Bürger aufgreifen und ihren Vorbehalten auf den Grund gehen: Da ist die These, dass die Familie geschützt werden müsse – mittels heterosexuellen Ehen, was das freie Adoptionsrecht ebenfalls einschliesst. Die Begründung: Kinder brauchen einen Vater und eine Mutter. Könnten folglich Schwule und Lesben wie heterosexuelle Paare heiraten und gemeinsam ein Kind adoptieren, würde das Kindswohl darunter leiden, weil dann ein gegengeschlechtlicher Elternteil fehlen würde.

«Die werden doch bloss selbst schwul»

Kinder von Schwulen werden auch schwul?

Auch Männer sind gute Eltern.

Manche gehen in ihren Befürchtungen so weit, dass Kinder in Regenbogenfamilien selbst schwul oder lesbisch «werden» könnten. Nun ja, dieses Argument kann ich beileibe widerlegen: Ich bin in einer heterosexuellen Familie aufgewachsen und trotzdem nicht heterosexuell «geworden», obschon ich zwei «Vorbilder» dazu hatte, die obendrein immer noch bilderbuchkonform verheiratet sind.

Warum?

Weil man(n) eben nicht schwul «wird», sondern es «ist». Und zwar von Geburt an. Daran können selbst die Umerziehungscamps diverser Freikirchen und politischer Gruppierungen nichts ändern, weil es nichts mit Erziehung zu tun hat. Das wäre so, als ob ich ein Camp für Braunäugige besuchen müsste, nur weil ich blaue Augen habe. Deswegen werden meine Augen noch lange nicht braun.

Betrachten wir darüber hinaus die Scheidungsquote des Bundesamtes für Statistik, hat sich diese seit den 1960er Jahren verdreifacht und mittlerweile bei jeder zweiten Ehe eingependelt. Analog dem Argumentarium der besorgten Bürger würde den Kindern selbst in der klassisch-bürgerlichen Ehe bzw. Familie der gegengeschlechtliche Elternpart ebenfalls fehlen.

Was also tun? Die «Ehe für alle» allen verbieten?

Wohl kaum. Aber den (bürgerlichen) Horizont erweitern: Das Kindswohl hängt am meisten davon ab, ob das Kind Liebe, Respekt und Fürsorge von Erwachsenen bekommt, und nicht davon, in welcher Geschlechts- oder Partnerschaftskonstellation seine Erzieher bzw. Erzeuger zueinander stehen. Zudem gibt es auch glückliche Kinder von alleinerziehenden Vätern und Müttern, nicht verheirateten Paaren oder aus Patchwork- und Regenbogenfamilien.

Vielmehr brauchen Kinder den Rückhalt ihres gesamten sozialen Umfelds: (Schwule) Göttis, Gotte, Oma, Opa, (lesbische) Tanten, Onkel, (bisexuelle) Cousins, Freunde, Lehrpersonen und Bezugspersonen in Vereinen – alle diese Personen haben Einfluss auf das Kindswohl und stützen die Kernfamilie, indem sie die Aufgaben und Pflichten der biologischen Erzeuger bzw. Erziehungsberechtigten auffangen – wie das unsere Ahnen seit der Steinzeit gemacht haben. Bis das Bürgertum kam …

Das bürgerliche Ideal der Kernfamilie scheint gerade aus Sicht der Kinder nicht zukunftsfähig zu sein, weil es in seinen engen Grenzen zur Überforderung der Elternteile führt und dem Kind Einfalt statt Vielfalt bietet, was wiederum der Zukunft des Kindes nicht zuträglich ist.

Darum freue ich mich als Götti in spe, einen wertvollen Beitrag zur Familie UND Gesellschaft zu leisten, indem ich meinem Göttimeitli oder -bub (ist noch geheim) vielseitige Erfahrungen bieten möchte. Und darauf, dass wir die Ehe künftig für alle öffnen, zumal ich meine eingetragene Partnerschaft gerne «upgraden» möchte, was nach Artikel 8, Absatz 1 der Bundesverfassung nur fair und (geltendes) «Recht» wäre – denn: «Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.»
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Liebsten besinnliche Festtage, beste Gesundheit und einen besonders gelungenen Start ins neue Jahr. Es leben die Familien! Egal, welcher aller Art.

Predrag Jurisic mit dem Team der bunten TRANSLATION-PROBST-Familie

Public Viewing Rumänien – Schweiz

21. Juni 2016

Networking in vergnüglicher Atmosphäre und dabei Fussball schauen – es gibt nur wenig Angenehmeres. Gemeinsam mit dem KMU-Verband, der Fabrikkirche Winterthur und Probst Rechtsanwälte lud die TRANSLATION-PROBST AG Entscheidungsträger und Marketers ein, die Schweizer Nati im Gruppenspiel zu unterstützen.

Gemütliches Beisammensein mit bester Sicht auf die Leinwand.

Gemütliches Beisammensein mit bester Sicht auf die Leinwand.

Mittwochabend, 15. Juni 2016 – der Dauerregen gönnt sich eine kurze Pause. Gegen 17 Uhr treffen sich knapp hundert Gäste vor den Büroräumlichkeiten des Winterthurer Übersetzungsbüros, um in geschlossener Formation zur nahegelegenen Fabrikkirche zu flanieren. Dort werden sie bereits erwartet: Haldengut und Coca-Cola stellen die Getränke und Subway frische Sandwiches bereit. Die Leinwand flimmert seit dem Russlandspiel, der Kommentator ist schon leise zu vernehmen. Bei den Ankömmlingen macht sich nicht erst mit dem ersten kühlen Bier aus der Bügelflasche eine gewisse Vorfreude auf einen gemütlichen und – hoffentlich – spannenden Abend bemerkbar.

Nach einer kurzen Begrüssung durch die Gastgeber, repräsentiert durch Roman Probst und Nik Gugger, folgt auch bereits der Anpfiff zur Partie. Als das erste Tor für Rumänien fällt, geht ein Raunen durch die Zuschauerränge. Ein Raunen: Die Contenance wird gewahrt.

In der Pause weiss der geladene Winterthurer Kult-Stürmer Patrick Bengondo im Interview mit Roman Probst die Gäste mit erfrischenden Anekdoten aus seiner Sportlerlaufbahn zu amüsieren. Für ihn sei Lichtsteiner, trotz des Fauxpas, der beste Spieler auf dem Platz, berichtet er und erntet Lacher und Beifall zugleich. Auch während der zweiten Halbzeit mischt er sich unter die Zuschauer und plaudert ungezwungen, die Leinwand im Auge behaltend.

Roman Probst mit Patrick Bengondo beim Interview in der Halbzeit.

Roman Probst mit Patrick Bengondo beim Interview in der Halbzeit.

Jetzt erlöst Mehmedi die Besucher des Public Viewings durch seinen Ausgleichstreffer, und die Stimmung wird schlagartig gelöst. Liegt für die eigentlich dominierenden Schweizer gar ein Sieg drin? Doch als der Schlusspfiff ertönt und alle irgendwie erleichtert sind, zieht es die Mehrheit nach Hause, wo auf manche das Neun-Uhr-Spiel wartet. Höflich und herzlich bedanken sich Viele für den gelungenen Abend, loben die Organisation und versichern, sie liessen sich den nächsten Anlass bestimmt nicht entgehen.

Wort der Woche «Unternehmer»

25. April 2016

Ein Unternehmer hat viele Aufgaben, und seine Rolle im Unternehmen kann sich ändern. Erfahren Sie hier, was ihn vom Manager unterscheidet und wie er als Kapitän das Schiff in den sicheren Hafen steuern kann.

Auch der Unternehmer muss in einem Team seine Rolle finden.

Auch der Unternehmer muss in einem Team seine Rolle finden.

Als Unternehmer wird eine natürliche oder juristische Person bezeichnet, die alleine oder mit anderen Personen zusammen ein Unternehmen betreibt. Im Gegensatz zum Manager ist der Unternehmer auch der Eigenkapitalgeber. Das Wort gilt als Lehnübersetzung aus dem Englischen «undertaker» im 18. Jahrhundert und dem älteren Französisch «entrepreneur».

Die Rolle des Unternehmers
Am Anfang steht meistens eine innovative Idee, viel Euphorie, Motivation und das nötige Kleingeld für den Start des Unternehmens. Oftmals macht der Unternehmer in dieser Phase alles selber: die Erbringung der Dienstleistung, Marketing, Sales und so weiter. Das Unternehmen wächst, und der erste Mitarbeitende kann eingestellt werden. Noch immer ist der Unternehmer selber operativ tätig. Der zweite, dritte, vierte Mitarbeitende wird eingestellt, und der Unternehmer kann immer mehr Aufgaben delegieren und sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Er arbeitet nun nicht mehr im Unternehmen, sondern am Unternehmen. Dieser Prozess kommt meistens schleichend. Ein Unternehmer sollte sich ihm aber stellen, seinen Fachkräften vertrauen und sich auf andere Aufgaben konzentrieren. Doch welche sind das überhaupt?

Aufgabe des Unternehmers
Die Meinungen, welche Aufgaben ein Unternehmer zu erfüllen hat, klaffen weit auseinander. Einige Unternehmer zählen zwanzig, dreissig oder vierzig Aufgaben auf, die sie zu bewältigen haben. Aber mal ehrlich, eine Person alleine schafft das nicht. Die Aufgabe des Unternehmers lässt sich kurz und einfach erklären: Er muss sicherstellen, dass der Kundennutzen jederzeit gewährleistet ist – auch langfristig. Dafür muss er regelmässig Feedback von den Kunden abholen, den Markt analysieren, Trends und Entwicklungen beobachten und Konkurrenzprodukte unter die Lupe nehmen. Er muss eine strategische Basis entwickeln, Ziele, eine Vision und Mission, an denen sich alle Mitarbeiter orientieren, festlegen und gegen aussen tragen. Nicht vergessen werden darf natürlich die Kontrolle, ob das Schiff immer noch auf Kurs ist, sowie die Einleitung allfälliger Kursänderungen. Und last but not least muss sich ein Unternehmer um eine adäquate Nachfolge kümmern.

Die Rolle und Aufgabe des Unternehmers bietet immer viel Gesprächsstoff. Bestimmt auch am Event KMU SWISS FORUM «Unternehmertum – Rückgrat der Wirtschaft» unseres Partners KMU Swiss. Wir sind gespannt, was Sie dazu meinen und freuen uns über jeden Kommentar.

Wort der Woche «Unternehmenskultur»

11. April 2016

Mitarbeiter-Engagement wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens aus. Was können Unternehmen dafür tun?

Einer für alle - alle für einen. Eine positive Unternehmenskultur macht’s möglich.

Einer für alle – alle für einen. Eine positive Unternehmenskultur macht’s möglich.

Die Unternehmenskultur kann als Persönlichkeit eines Unternehmens verstanden werden. Das Gabler Wirtschaftslexikon bezeichnet sie als die «Grundgesamtheit gemeinsamer Werte, Normen und Einstellungen, welche die Entscheidungen, Handlungen und das Verhalten der Organisationsmitglieder prägen». Sie hat unter anderen folgende Funktionen:

Integration: Eine positive Unternehmenskultur stärkt das Wir-Gefühl der Mitarbeitenden und die gemeinsame Zielerreichung.

Orientierung: Die Unternehmenskultur bildet den Handlungsrahmen und bietet damit Orientierung in nicht alltäglichen Situationen oder Problemlösungsprozessen.

Koordination: Dank der Unternehmenskultur sitzt die ganze Belegschaft im gleichen Boot und bringt es in stürmischen Zeiten immer wieder auf Kurs.

Motivation: Sehen die Mitarbeitenden definierte Werte und einen Sinn in ihrer täglichen Arbeit, wirkt sich dies positiv auf deren Motivation aus.

Warum ist die Unternehmenskultur wichtig?
Wie bereits angedeutet, stärkt die Unternehmenskultur die Orientierung, Integration und Motivation der Mitarbeitenden. Sie ist zudem essenziell für die Mitarbeitergewinnung und -bindung. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Erkenntnis, dass zwischen der Mitarbeiterzufriedenheit und dem Profit bzw. der Produktivität ein klarer Zusammenhang besteht. Kurz gesagt: Sie ist das Fundament des Erfolgs.

Eine positive Unternehmenskultur steigert aber nicht nur den Gewinn eines Unternehmens. Sie ist auch ein versteckter Differenzierungsfaktor gegenüber der Konkurrenz. Denn Automatisierungs- und andere Geschäftsprozesse können leicht kopiert werden. Eine Unternehmenskultur hingegen ist einmalig und von Aussenstehenden nicht so leicht zu durchschauen.

So verleihen Sie Ihrem Unternehmen Persönlichkeit
Die Vision, Mission, Strategie und Ziele eines Unternehmens dürfen nicht nur in der Teppichetage ein Thema sein. Halten Sie diese Punkte in einem Leitbild fest – und vor allem: Kommunizieren Sie sie Ihren Mitarbeitenden, Kunden und anderen Anspruchsgruppen immer und immer wieder. Leben Sie die eigene Kultur, bis sie auch bei Ihren Mitarbeitenden in Fleisch und Blut übergeht. Nur so können Sie sich einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen, der Ihr Boot langfristig auf Kurs hält.

Wort der Woche «Integration»

23. November 2015

Einige nennen es die grösste Flüchtlingskrise seit dem Bürgerkrieg in Ruanda vor 20 Jahren. Andere gehen sogar bis zum Zweiten Weltkrieg zurück. Fakt ist, dass unsere Welt in Unruhe ist, das zeigen auch die jüngsten Ereignisse von Paris. Extrem viele Menschen sind auf der Flucht, und deshalb kommt auch das Thema Integration immer wieder zur Sprache. Wir haben vier unserer ausländischen Mitarbeiter dazu befragt.

Der Duden spuckt gleich mehrere Bedeutungen aus: «Wiederherstellung einer Einheit», «Einbeziehung, Eingliederung in ein grösseres Ganzes» und «Verbindung einer Vielheit von einzelnen Personen oder Gruppen zu einer gesellschaftlichen und kulturellen Einheit». Doch wie kommt man als fremde Person in eine grössere Gruppe, und wie lernt man die kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten kennen?

Verena, Floriane, Pascal und Julia (im Uhrzeigersinn)

Verena, Floriane, Pascal und Julia (im Uhrzeigersinn)

Liebesflüchtlinge
Unsere Mitarbeiterinnen Julia (D), Floriane (F), Verena (D) und unser Comiczeichner Pascal (F) haben eines gemeinsam: Sie alle haben ihren Job, ihren Freundeskreis, ja ihr ganzes Leben in ihrem Heimatland aufgegeben, haben ihre Zelte abgebrochen und sind für die Liebe in die Schweiz gezogen. Alle vier haben eine ähnliche Taktik gewählt, um sich in der Schweiz zu integrieren.

Integration dank Arbeit und Freizeitkontakten
Landsleute treffen und eine Arbeit finden, hiess ihr Erfolgsrezept. Pascal sagt: «Ich wollte mich integrieren, koste es, was es wolle, und habe deshalb jeden Job angenommen, egal wie gut oder schlecht er bezahlt war.» Auch Julia findet, dass die Arbeit bei der Integration hilft: «Das Team der TRANSLATION-PROBST AG macht es einem einfach, sich zugehörig zu fühlen.» Verena hatte dank ihrem Schweizer Freund schnell Kontakt zu Schweizern, und Floriane knüpfte während des Studiums Kontakte, und dank ihrem Sohn, der zuerst in der Krippe und danach in der Schule war, begegnete sie anderen Eltern. Es hört sich alles so einfach an, doch der Teufel steckt im Detail.

Höflich und hilfsbereit, aber distanziert
Oftmals wird man nämlich nicht nur mit Sprachbarrieren konfrontiert, sondern auch mit kulturellen Unterschieden. Julia beschreibt ein Kommunikationsproblem: «Schweizer sind im Allgemeinen höflicher und weniger direkt als die Deutschen. Ich muss besonders feinfühlig sein, damit ich auch das indirekt Ausgesprochene richtig wahrnehme und niemanden mit meiner Direktheit verunsichere.» Floriane findet die Schweizer viel verschlossener als die Franzosen: «Wir hatten Schwierigkeiten herauszufinden, wie wir beispielsweise unseren Nachbarn begegnen sollen, ohne sie vor den Kopf zu stossen.» Verena findet, dass vor allem ältere Menschen zu wenig offen sind: «Mit älteren Schweizern habe ich nach wie vor Probleme, weil sie oft sehr konservativ und verschlossen und nicht gerade offen gegenüber Ausländern sind.» Pascal spricht ein anderes Thema an: die Ordnung.

Die Schweizer und ihr Ordnungsdrang
Durchs Band geben die Mitarbeitenden an, dass es in der Schweiz sehr sauber, rein und geordnet ist. Pascal ist fasziniert davon, dass am Zürichsee alle Autos peinlich genau auf einem Parkfeld in einem Parkhaus stehen: «Alle Autos stehen in der gleichen Richtung im Parkhaus. Für einen Pariser ist das verrückt und unvorstellbar.» Verena wundert sich über den Sauberkeitswahn der Schweizer: «Ich finde viele Schweizer ein wenig pingelig und tendenziell sehr sauber.» Julia sieht das genauso: «Das Land wirkt idyllisch, geordnet und sauber, und alles ist sehr effizient hier.» Floriane mag, dass alles geordnet zu und her geht: «Anfangs war ich überrascht von den vielen Regeln und dass diese von allen befolgt werden. Mittlerweilen mag ich diesen Aspekt der Schweiz.»

Die Sprache, die Ordnung, die Art der Schweizer — das sind alles Dinge, die man verstehen und kennen muss, bevor man sich integrieren kann. Das Gleiche gilt für Übersetzungen: Nur wer die Kultur des Ziellandes genau kennt, kann eine treffsichere Übersetzung abliefern. Aus diesem Grund setzt die TRANSLATION-PROBST AG für die Übersetzungen ausschliesslich muttersprachliche Übersetzer ein, die mit den kulturellen Gegebenheiten des Ziellandes vertraut sind.

Zum Schluss verraten unsere Protagonisten noch ein paar Tipps für eine erfolgreiche Integration:

Pascal: «In der Schweiz muss man pünktlich sein!»

Julia: «Integration ist für mich ein Gefühl. Man sollte versuchen, sich ein soziales Netz aufzubauen, damit man sich dazugehörig fühlt.»

Verena: «Der Schlüssel ist in jedem Fall die Sprache. Es muss nicht Schweizerdeutsch sein, aber man muss sich verständigen können.»

Floriane: «Menschen aus unterschiedlichen sozialen Umfeldern treffen, nicht verzweifeln und geduldig sein.»