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Archiv für die Kategorie ‘Terminologie’

Wort der Woche «Büromaterial»

14. Dezember 2015

Wenn Sie in einem Büro arbeiten, steht auf Ihrem Pult bestimmt ein Schreibtischorganisator mit einigen Rollerballs. Sie verstehen nur Bahnhof? Keine Sorge, Sie sind mit diesem Problem nicht allein. Sucht man nämlich ein ganz bestimmtes Instrument oder Hilfsmittel fürs Büro, wird man über die Google-Suche meistens nicht so einfach fündig.

Wir bringen Licht ins Dunkel: Ein Schreibtischorganisator ist nicht jemand, der jeden Feierabend Ihren Schreibtisch aufräumt, sondern ein ganz einfacher Stifthalter. Googelt man nach Schreibtischorganisator, erhält man genau diejenigen Resultate, die man sich gewünscht hat. Inklusive Google-Shopping und Ads von Büromaterialanbietern. Ersetzt man das Suchwort jedoch durch Stifthalter erhält man Vorschläge von Ebay über Bastelanleitungen bis hin zu Fotogeschenken. Bleiben wir gleich bei den Stiften, denn ein Rollerball ist nämlich nichts anderes als das. Selbstverständlich hat er eine spezielle Spitze. Aber wer googelt schon nach Rollerball, wenn er einen Stift sucht? Ein Rollerball ist übrigens auch ein Therapiegerät fürs Handgelenk sowie der Name eines Science-Fiction-Films.

Abstand halten bitte!
Machen wir gleich weiter mit der Arbeitsplatzorganisation. Stellen Sie sich vor, Sie fangen einen neuen Job an, und der Bildschirm ist viel zu niedrig. Ihre Haltung wird dadurch so furchtbar, dass beinahe die SUVA auf der Matte steht. Sie suchen also etwas, mit dem Sie den Bildschirm ein wenig anheben können. Wonach googeln Sie? Des Rätsels Lösung heisst «Monitor Riser». Wir bei der TRANSLATION-PROBST AG sind trotz mehrsprachigem Team nicht auf diese Idee gekommen. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Ein anderer lustiger Begriff aus der Welt des Büromaterials ist das Distanzelement. Damit können Sie nicht etwa Ihre Kollegen auf Distanz halten, sondern die oberste Briefablage vergrössern oder die darin liegenden Dokumente vor Staub schützen. Und auch der Stehsammler wirft Fragen auf: Man könnte meinen, dass es sich hier um eine Person handelt, die im Stehen Dinge einsammelt. Falsch! Der Stehsammler macht nämlich aktiv gar nichts. Er steht nur auf dem Schreibtisch oder in einem Regal rum, damit man Blätter, Dokumente oder Klarsichtmappen darin deponieren kann – und zwar nicht liegend, sondern stehend.

Perfekt organisiert mit Memograph und Formatkörbchen
Wir sind noch nicht fertig! Das Formatkörbchen erinnert eher an ein Produkt aus der Damenabteilung eines Unterwäscheherstellers als an ein kleines Kistchen, das man auf dem Pult platzieren kann. Und unter einem Memographen könnte man auch ein Registrationsgerät verstehen; in der Bürowelt ist es aber in Tat und Wahrheit ein transparentes Klebeband, das man beschriften und irgendwo hinkleben kann.

Und nun kommen wir zur grossen Preisfrage: Wonach googeln Sie, wenn Sie den Artikel auf dem nebenstehenden Bild bestellen möchten? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Wie heisst das Ding schon wieder?

Wie heisst das Ding schon wieder?

Ein Terminologie-Service ist günstiger als kein Terminologie-Service

14. April 2015

Für eine schnelle und fehlerfreie Übersetzung ist ein Terminologie-Service Gold wert. Dank ihm werden Fachwörter und Abkürzungen in allen Texten gleich übersetzt, und er trägt so zu einem wesentlichen Teil zur Konsistenz des Textes bei. In diesem Artikel erfahren Sie, warum sich der Aufbau einer Terminologie-Datenbank auf jeden Fall für Sie lohnt.

Die meisten KMU geben viel Geld für ein unverwechselbares Branding aus. Dabei geht eins oft vergessen: Zu einem guten Branding gehört auch ein konsistentes Corporate Wording in allen Sprachen, denn dieses maximiert den Wiedererkennungswert des Unternehmens. Erreicht wird das einheitliche Wording ganz einfach mittels eines professionellen Terminologie-Services.

Terminologieeintrag im Wörterbuch.

Ein konsistenter Auftritt ist der Schlüssel zum Erfolg.

Termino-was?
Terminologie ist ein kontrolliertes Vokabular. Es ist die Gesamtheit der Fachwörter und Fachausdrücke, die in einem Fachgebiet benutzt werden – schriftlich und mündlich. So gibt es zum Beispiel die medizinische Terminologie. Manchmal ist die Verwendung der Fachsprache offensichtlich, beispielsweise beim Wort «Oberschenkelschlagader», das in der medizinischen Terminologie Femoralis lautet. Es gibt aber auch Wörter, bei denen lediglich Fachexperten merken, dass der genaue Fachterminus verwendet wurde. So beispielsweise beim Wort «Sucht» ‒ in der Fachsprache als Abhängigkeit bekannt.

Professionalität in den Texten
Genau auf solche Feinheiten kommt es an. Wird in einem Fachartikel plötzlich ein Fachterminus durch ein umgangssprachliches Wort ersetzt, wirkt sich das negativ auf die Professionalität und das versprochene Know-how aus. Die Qualität der Terminologie bestimmt zu einem wesentlichen Teil die Qualität eines Fachtextes – sei es bei einem Originaltext oder bei einer Übersetzung. Ein professioneller Terminologie-Service garantiert, dass jeder Fachbegriff korrekt und immer gleich übersetzt wird. Dies führt zu konsistenten Texten, die von Professionalität zeugen, und verstärkt wiederum das Vertrauen der Kunden und Partner.

Kleine Investition, grosser Profit
Das Schöne am Terminologie-Service ist, dass er zu Beginn zwar eine kleine Investition erfordert, Unternehmen aber mit der Zeit profitieren, ohne nochmals Geld in die Hand nehmen zu müssen. Denn für jedes Wort muss nur einmal bezahlt werden, damit es in der Terminologie-Datenbank gespeichert und ab dann in jedem Text korrekt übersetzt wird. Die konsistente Anwendung des Corporate Wording steigert schliesslich den Wiedererkennungswert des Unternehmens und so die Kundenbindung.

Mit einer unternehmenseigenen Terminologie-Datenbank profitieren Sie zudem von den folgenden Vorteilen:

  • Weniger Rückfragen bei Übersetzungsaufträgen
  • Reduktion verwirrender Synonyme und Eliminierung von Missverständnissen
  • Schaffung eines unternehmenseigenen Wörterbuchs
  • Mitbestimmung beim Aufbau der Terminologie-Datenbank
  • Stetige Aktualisierung der Terminologie-Datenbank

Wer keinen Terminologie-Service beansprucht, riskiert, potenzielle Kunden aufgrund nicht einheitlicher und unprofessioneller Texte zu verlieren. Aus diesem Grund ist ein Terminologie-Service günstiger als kein Terminologie-Service. Die TRANSLATION-PROBST AG bietet Ihnen massgeschneiderte Lösungen, die Ihrem Anspruch und Ihrem Budget entsprechen.

Wort der Woche «Geld»

13. April 2015

Ohne Moos nix los? Von wegen! Rück schon raus mit dem Zaster. Wenn es um Geld geht, sprechen nicht alle die gleiche Sprache.

Zunder, Eier, Piepen, Schotter, Kies, Steine, Mammon, Pinkepinke, Zechinen – bei Ihnen ist der Groschen noch nicht gefallen? Nun, wie übrigens auch bei «Groschen» selbst handelt es sich bei all diesen Begriffen um umgangssprachliche Bezeichnungen für etwas, das Nationen spaltet und Gemüter erhitzt: Geld.

Die vielen verschiedenen Ausdrücke rühren wohl daher, dass man über Geld nicht spricht. Dabei haben die genannten Alternativbezeichnungen durchaus ihre Bedeutung. So stammt der abwertend gemeinte Begriff «Mammon» aus der Bibel, während «Zechinen» frühere venezianische Goldmünzen und «Groschen» sowie «Taler» alte deutsche Währungen bezeichnen. «Pinkepinke» kennen Karnevalsbegeisterte aus Jopp Schmitz‘ Lied «Wer soll das bezahlen?», das auf die durch die Währungsreform ausgelösten Preissteigerungen im Jahre 1948 anspielt. Das Wort leitet sich wohl vom Verb «pinken» ab, das aus dem Rotwelschen, der Gaunersprache, stammt. Vereinfacht gesagt ist es ein lautmalendes Wort für das Klimpern der Münzen.

Ein bunter Haufen: genau so vielfältig sind auch die Ausdrücke für «Geld».

Ein bunter Haufen: genau so vielfältig sind auch die Ausdrücke für «Geld».

Geld, Geld, Geld
«Money, money, money must be funny in the rich man’s world» sang schon die schwedische Popgruppe ABBA. Nun, ob mit oder ohne Geld – es existieren zahlreiche, meist umgangssprachliche Redensarten, in denen Geld vorkommt. «Am Geld kleben» und «auf dem Geld sitzen» bedeutet nichts anderes als geizig sein. «Im Geld schwimmen» ist keine exquisite Sportart, sondern meint wie «Geld wie Heu haben» zu den Reichen zu gehören. Wer «Geld auf den Kopf haut» oder «Geld aus dem Fenster wirft», führt einen sehr verschwenderischen Haushalt. Letztere Redewendung soll übrigens im Mittelalter in Regensburg entstanden sein: Der Kaiser zeigte sich am Fenster des alten Rathauses dem Volk, das ihm auf dem heutigen Rathausplatz huldigte. Von dort aus warf er Münzen zu den Armen im Volk. Da es sich dabei um die Steuergelder der Bürger handelte, sagten diese, der Kaiser werfe ihr Geld zum Fenster raus. Es gibt natürlich auch Sachen, die «mit Geld nicht zu bezahlen sind», oder andere, die «ins Geld laufen», das heisst, teurer werden als gedacht. Ungünstig, wenn jemandem genau dann «der Geldhahn zugedreht wird».

Die vielen Talente des Geldes
Als Oberbegriff vereint Geld Zahlungsmittel, die gegen Güter und Dienstleistungen getauscht werden – es findet also immer noch ein Tauschhandel in modernisierter Form statt. Ausser als Zahlungsmittel dient Geld auch als Wertaufbewahrungsmittel – heutzutage jedoch nur noch für die einzelnen Wirtschaftsteilnehmer und nicht für die gesamte Volkswirtschaft, da Geld hauptsächlich kreditär geschöpft wird. Will heissen, dass es immer eine Forderung auf der Seite der Gläubiger bzw. eine Verbindlichkeit auf der Seite der Schuldner gibt. Geld kann durchaus noch mehr: Als Wertmassstab bzw. Recheneinheit ist es aus unserem Wirtschaftsleben nicht mehr wegzudenken. Lohn, Waren und Dienstleistungen können dank ihm im Wert verglichen und so entlöhnt oder erworben werden. Der deutsche Soziologe und Gesellschaftskritiker Niklas Luhmann schrieb Geld sogar eine soziale Funktion zu. Innerhalb des Wirtschaftssystems könne nur mittels Geld kommuniziert werden.

Nun, wenn Sie «Geld auf der hohen Kante haben» und das nächste Mal am Stammtisch «einen springen lassen», können Sie gleich eine Geschichte zu dieser Redensart zum Besten geben: Früher war es bei der Bezahlung einer Zeche oder Ware üblich, das Geldstück kräftig auf den Tisch zu werfen, um durch den Klang seine Echtheit zu beweisen.

Googeln

23. April 2014

Richtig googeln – gezielt finden

Wort der Woche: Googeln

Wort der Woche: Googeln


Der Duden macht’s seit 2004: Er «googelt» und führt den Begriff bereits zehn Jahre im Rechtschreibduden. Gemeint ist damit die Suche im Internet mithilfe der Suchmaschine Google. Weil sich unsere Recherche-Gewohnheiten in den letzten zehn Jahren massiv verändert haben, widmen wir unser Wort der Woche dem «Googeln» und zeigen Ihnen dabei, wie Sie Ihre Google-Suche mit wenigen Kniffs verbessern können, um noch gezielter zu Ihren gewünschten Suchresultaten zu gelangen.

Google Suche filtern

In der Google-Suche gibt es bereits Filter, die Sie je nach Suchbedürfnis setzen können: Websuche oder doch lieber Bilder? Maps oder Apps? Sie können unter den Suchoptionen Ihre Suche ziemlich stark eingrenzen: ob landes-, orts- oder zeitspezifisch. Mit wenigen Klicks erzielen Sie bessere Suchresultate als mit einer reinen Stichwortsuche.

Mit Operatoren verfeinern

Der Grossteil der Internetgemeinde kennt die Operatoren nicht, die Google zur Verfügung stellt. Im Folgenden ein paar Beispiele, mit denen Sie Ihre Suche präziser und zielführender gestalten können:

filetype: Wenn Sie beispielsweise den Suchbegriff «Checkliste Übersetzungsagenturen» in einem bestimmten Dokumentenformat wünschen, hilft Ihnen der Operator «filetype»: Tippen Sie dazu einfach «checkliste übersetzungsagenturen filetype:pdf» ein. Möchten Sie auch Worddokumente erhalten, dann fügen Sie dies wie folgt ein: «checkliste übersetzungsagenturen filetype:pdf OR filetype:doc».

allintitle: Mit diesem Operator finden Sie Ihr gesuchtes Keyword direkt im Seitentitel, in der Überschrift von Google News oder im Dateinamen bei der Bildersuche. Geben Sie dazu Ihr Stichwort mit dem Operator an: «allintitle:translation».

define: Suchen Sie im Netz nach den Definitionen bestimmter Begriffe, nutzen Sie diesen Operator. Zum Beispiel: «define:terminologie-liste». Sie erhalten dann verschiedene Definitionen des Begriffs «Terminologie-Liste» und Informationen darüber, wozu eine Terminologie-Liste nützlich ist.

Weitere Operatoren finden Sie bei Google.

Google-Suche in Fremdsprachen

Die Google-Suche in Fremdsprachen funktioniert grundsätzlich nach dem gleichen Schema. Dennoch helfen ein paar Suchregeln, Ihre Google-Suche zu optimieren:

  • Fügen Sie Akzente ein, z. B. im Französischen oder Spanischen.
  • Suchen Sie nach Synonymen, indem Sie mit dem folgenden Zeichen operieren «~».

    Roman Probst im Interview mit Beat Z’graggen

Was sagt Suchmaschinen-Experte Beat Z’graggen zum «Googeln»

Für das Wort der Woche hat die TRANSLATION-PROBST AG den Suchmaschinen-Experten Beat Z’graggen rund ums «Googeln» befragt und Meinungen und Tipps eingeholt:

Beat, du arbeitest schon seit den 90er-Jahren mit Suchmaschinen. Welche Befehle sind aus deiner Sicht hilfreich?

Beat Z’graggen: Die Bedeutung der Sonderbefehle hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. Früher haben wir häufig mit dem Google-Befehl «link:ihredomain.com» gearbeitet, mit dem man prüfen kann, von welchen URLs Links auf eine Website verweisen. Bis 2004 konnte ich mit diesem Befehl die wichtigsten Linkquellen auf eine Website ermitteln. Heute ist der Befehl wertlos, weil Google nur noch eine zufällige Auswahl verweisender Websites anzeigt. Dafür wird Google selber immer intelligenter und kann z. B. Fragen wie «Wann wurde die Schweiz gegründet?» oder «Wie alt ist Roger Federer?» direkt beantworten.

Welche dieser Sonderbefehle sind denn noch relevant?

Wichtig ist weiterhin der Befehl «site:ihredomain.com», mit dem ich prüfen kann, wo auf welcher Website bestimmte Inhalte vorkommen. So kann ich z. B. mit dem Befehl «site:admin.ch 1291» die offizielle Website der Schweizer Bundesbehörden nach der Jahreszahl «1291» durchsuchen. Der Befehl zeigt auch, wie viele Seiten einer Website Google kennt. Der Befehl «site:admin.ch» zeigt z. B., dass Google 65 Millionen Seiten der Bundesverwaltung kennt. Entspricht diese Zahl nicht der Anzahl der physisch vorhandenen Seiten, besteht der Grund dafür in der Regel darin, dass der Google-Roboter Probleme mit der Website hat.

Welche Suchbegriffe setzt du fürs Suchmaschinenmarketing ein?

Sinnvoll ist auch der Befehl «allinanchor:ihredomain.com». Damit kann ich herausfinden, ob eine Website vor allem aufgrund externer Links oder wegen der relevanten Inhalte in den Top-Positionen bei Google erscheint. Das kann mir die Frage beantworten, ob ein Mitbewerber vor allem dank des Linkbuilding oder aufgrund seiner Inhalte vorne erscheint.

Welche Rolle spielt für dich als Google-Experte die Qualität von Übersetzungen und Texten?

Früher war ich der Ansicht, jeder Übersetzer sei gleich, und es drehe sich dabei vor allem um den Preis. Spätestens, als wir vor einigen Jahren einen Auftrag verloren, weil ein grosser Kunde aus dem Welschland herausfand, dass die von uns gewählte Übersetzungsagentur schlechte Arbeit geleistet hatte, wurde ich eines Besseren belehrt. Bei der TRANSLATION-PROBST AG ist uns das noch nie passiert. Hier stimmt die Qualität einfach. Die breite Auswahl an Fachübersetzern und Textern, die sich in der Branche unserer Kunden auskennen und z. B. Fachwissen und Wissen über verkaufsorientierte Texte vereinen, ist einmalig. Die Kundenfeedbacks bestätigen mir dies regelmässig. Gerade kürzlich war wieder eine Kundin von einem weltweit tätigen Konzern absolut begeistert von der Qualität, welche die TRANSLATION-PROBST AG geliefert hatte. Als sie dann noch sagte, sie habe von den Textern noch nie so gute Inhalte erhalten, wusste ich wieder einmal, dass wir den richtigen Textpartner haben. 

Wort der Woche – Das Schwarze Brett

13. September 2013

schwarzebrettSeit Kurzem geht die folgende Geschichte im Internet um: Ein 71-jähriger Mann suchte seit vielen Jahren seine Tochter, die er fast 30 Jahre nicht mehr gesehen hatte. Er hängte dazu einen handgeschriebenen Brief ins Fenster eines Ladens – direkt neben Inseraten für Putzhilfen und Gärtnerarbeiten. Ein Passant machte davon ein Foto und stellte es ins Internet. Dank den Social Media Communities verbreitete sich das Bild sehr schnell. Das Foto wurde 100’000 Mal geteilt und selbst Promis halfen, das Bild weiterzuverbreiten. Kurze Zeit später wurde die Tochter tatsächlich gefunden, und der alte Mann konnte seine Tochter endlich in die Arme schliessen. Mithilfe des kleinen Schwarzen Brettes fand also ein Vater seine verloren geglaubte Tochter wieder.

Weil uns die Geschichte so gut gefällt, ernennen wir das «Schwarze Brett» zu unserem Wort der Woche.

Die Erfindung des Schwarzen Bretts ist schon viele Jahrhunderte alt. Früher liessen sich die gewünschten Informationen noch nicht wie heute ganz einfach aus dem Internet kitzeln. Vielmehr musste man sich auf Händler und Reisende verlassen, die Neuigkeiten in die Dörfer und Städte brachten. Und wenn man was suchte oder der Staat eine wichtige Mitteilung zu machen hatte, wurden die Informationen an einen Baum genagelt, so dass möglichst viele Leute informiert werden konnten.

Der Begriff «Schwarzes Brett» stammt vermutlich aus dem Spätmittelalter bzw. aus der Frühen Neuzeit. Der Einzug des Wortes „schwarz“ fand wahrscheinlich über seine mittelalterliche Bedeutung «swartz (schmutzfarbig)» statt. Schon im 16. Jahrhundert wurden Verbrechen in «schwarze Bücher» bzw. «schwarze Register» aufgenommen. 1606 wurde im Lübecker Annenkloster eine «Straf- und Schimpf-Tafel» angebracht, auf der Übeltäter und Verbrecher aufgeschrieben wurden.

Die erste Verwendung des «Schwarzen Brettes» im Bereich der Wissenschaft geht vermutlich auf den deutschen Juristen und Philosophen Christian Thomasius zurück, der 1687 eine Mitteilung über den Einfluss der französischen Sprache an das Schwarze Brett einer deutschen Universität heftete.

[Quelle: Wikipedia.org]

Auch heute wird das Schwarze Brett noch immer gerne an Universitäten verwendet. Dort findet man Anzeigen für WG-Zimmer oder diverse Aktionen. Genauso hat das Schwarze Brett auch Einzug ins Internet gehalten – in Form von Kleinanzeigen oder Foren.

Es ist doch schön zu sehen, wie so eine kleine Erfindung es geschafft hat, die Jahrhunderte zu überstehen und sich an die neuen Möglichkeiten anzupassen.