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Archiv für die Kategorie ‘Übersetzen’

Mein Praktikum bei der Translation-Probst AG

24. Mai 2017

Eine weitere Offenbarung für meine Berufswahl

Erste «Sorgen» führen zu einer neuen Erkenntnis und somit auch zu mehr Sicherheit bei der Berufswahl: vom Dolmetscher bis zum Übersetzer, erfüllt mit neuen Informationen. Doch ist der Alltag am Computer das, was ich mir unter meinem Traumberuf vorstelle?

Man ist stundenlang am Tippen.

Ein Berufsleben am Bildschirm? Für viele undenkbar.

Wie kam ich auf diese Agentur? Ich war auf der Suche nach einem Praktikum, das mit Sprachen zu tun hat. So bekam ich von meiner Lehrerin den Vorschlag, mich bei der Translation-Probst AG zu bewerben. Ich tat dies und habe – dank Vitamin B – ein paar Tage bei ihnen erhalten. Am Tag vor meinem Praktikum war ich ganz beschäftigt mit den Gedanken: «Was muss ich da wohl machen? Werde ich das von mir Verlangte gut erledigen können? Und – was zieht man denn in einem Büro an?» Auf dem Weg im Zug von Baar nach Winterthur konnte ich mich dann doch beruhigen; Die zahlreichen Fragen in meinem Kopf hatte ich für mich geklärt und konnte mich nun stressfrei auf das Praktikum freuen.


Erfreuliches Gespräch mit einer Dolmetscherin
Bei der TPAG habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Ich war begeistert, wie gut das Team zusammenarbeitet. Alle waren hilfsbereit und kontaktfreudig mir gegenüber. Ich bekam einen guten Einblick in ihren Alltag. Schon an meinem ersten Tag durfte ich Grundlegendes über die Firma erfahren und einige Aufgaben erledigen und mich mit der Dolmetscherabteilung unterhalten. Da mein Interesse an dieser Abteilung gross war, hat es mich gefreut, mit einer professionellen Dolmetscherin über ihre Erfahrungen zu sprechen. Das Gespräch hat mich so sehr überzeugt, dass ich diesen Beruf vielleicht später machen möchte. Jedoch wurde mir auch gesagt, dass man viel Verantwortung trägt und oft kurzfristig eine Menge Infos erlernen muss für einen nächsten Dolmetscherauftrag. Da ich mit Stress aber nicht besonders gut umgehen kann, weiss ich nicht, ob dies der perfekte Beruf für mich ist.

Weiterführende Tipps von Texter und Übersetzer
In der Agentur hat es aber noch mehr Abteilungen: Die Übersetzer, die Texter, das CLT-Team, das Marketing oder auch das Management-Team. So bekam ich die Möglichkeit, mich mit den verschiedenen Leuten zu unterhalten und Eindrücke über ihren Alltag zu sammeln. Beim Texter habe ich hauptsächlich Tipps erhalten, wie ich am besten vorgehen sollte, was meine Berufswahl angeht – und wie man denn Texter wird. Da ich jedoch im Texten nicht besonders gut bin, ist diese Richtung keine Option für mich.

Ein Übersetzer hat mich über seine Tätigkeit aufgeklärt. So wie ich es verstanden habe, ist man als Übersetzer hauptsächlich… ja, am Übersetzen. Man sitzt also am Computer und übersetzt jegliche Art von Texten in die vom Kunden verlangte Sprache. So ist man stundenlang am Tippen und am Tippen. Ob dies das Richtige für mich ist? Da bin ich mir nicht sicher. In dieser Agentur wird hauptsächlich am Computer gearbeitet und ich bräuchte ein wenig mehr Bewegung und Abwechslung. Ich habe mein Interesse an Sprachen mit dem Übersetzer geteilt und er brachte mir einen neuen Vorschlag: die Touristikbranche. Das wird womöglich mein nächstes Ziel vor Augen sein.

Praktika als Chance bei der Berufswahl
So kam ich zu dem Entschluss, dass das Übersetzen auf jeden Fall eine tolle Berufsmöglichkeit wäre, es aber nicht so richtig zu mir passt. Der Alltag im Büro war eine total neue Erfahrung für mich. Für einige ist es genau das Richtige – für mich jedoch eher nicht. Jeder hat so seine Wunschvorstellungen von dem perfekten Job, doch bei mir ist alles noch ein wenig verschwommen. Meine Kriterien sind: Fremdsprachen, Reisen, Entdecken und Kommunikation mit Menschen auf der ganzen Welt. Deswegen ist es aber auch gut, dass ich verschiedenen Praktika belegen kann um so herauszufinden, was ich möchte und was nicht. Die drei Tage Praktikum bei der TPAG haben mir meine Entscheidung für eine Berufsrichtung demnach erleichtert; Eine Berufsfeld mehr, über das ich jetzt mehr weiss.

Für neue Praktikanten wünsche ich, dass sie in so gute Hände geraten wie ich.

Liebe Grüsse

Ihre Lorena Bürgin
Schülerin der fms Zug

Nie wieder Sprachen lernen – ein Ohrstöpsel macht’s möglich

1. Mai 2017

Mit Siri sprechen wir schon ziemlich erfolgreich. Doch wenn wir uns im Ausland mit fremdsprachigen Menschen unterhalten wollten, mussten wir bis anhin die jeweilige Sprache lernen. Das könnte bald der Vergangenheit angehören – dank des Ohrstöpsels aus dem Hause Waverly Labs, der ein Gespräch zwischen zwei Fremdsprachigen fast simultan übersetzt und begleitet. Willkommen im Zeitalter des maschinellen Lernens!

Fremdsprachen verstehen dank Ohrstöpseln von Waverly Labs

Nie wieder Sprachen lernen: Ein Ohrstöpsel übersetzt für Sie. Quelle: Waverly Labs

Bereits seit Jahrzehnten beschäftigt sich das Forschungsgebiet «Natural Language Processing» mit der Verarbeitung natürlicher Sprache. Das maschinelle Lernen ist eine bemerkenswerte Entwicklung daraus. Die bekannten Formen des maschinellen Lernens sind beispielsweise die optische Zeichenerkennung (OCR), die Übersetzung unterschiedlicher Sprachen, z. B. Skype-Funktion im Live Chat, oder die Spracherkennung à la Siri.


«Deep Learning» – wenn eine Maschine neuronal arbeitet
In Zukunft wird uns der Bereich des maschinellen Lernens am meisten beeinflussen. Das «Deep Learning» basiert auf einer Methode, die mit künstlichen neuronalen Netzen arbeitet. Diese sind auf mehrere Schichten aufgeteilt. Vorstellen kann man sich das wie einen Filter vom Groben zum Feinen – eine ähnliche Arbeitsweise, nach der auch unser Gehirn funktioniert. Dank immer besseren Hardware schreitet diese Technologie bereits rasant voran.
Im Sammelfeld der Artificial Intelligence «AI» unterscheiden Fachleute zwischen der starken und der schwachen künstlichen Intelligenz. Von einer starken AI sprechen sie, wenn die Maschine zu gleichem fähig ist wie auch der Mensch. Was Filmemacher momentan am meisten fasziniert, ist aber über die philosophische Ebene bisher nicht hinausgekommen. Die Fortschritte der schwachen AI finden wir dagegen, wie bereits oben erwähnt, in unseren alltäglichen Digitalgeräten.

Google und Skype arbeiten schon länger daran
Das grösste Update seit zehn Jahren hat Google mit seiner Übersetzungs-App umgesetzt, die ebenfalls auf eine neuronale Maschinenübersetzung zugreift und Texte jetzt flüssiger und verständlicher übersetzt. Kleinere Texte können bereits in über 100 Sprachen übersetzt werden. Die verbesserte Technologie schafft es gegenüber der früheren, komplette Sätze zu übersetzen, statt nur einzelner Wörter. Dabei suchen sich die neuronalen Algorithmen einen breiteren Kontext als Hilfe.

Skype verfügt über eine weitere interessante Umsetzung der maschinellen Übersetzung: Das Programm für Videotelefonie hat einen Echtzeitübersetzer in seine Software integriert, der inzwischen auch für Gespräche mit dem Handy oder über das Festnetz freigeschalten werden soll. Für die Videotelefonie gibt es dieses Feature bereits seit zwei Jahren, wenn auch nur für Windows. Vor dem Chat muss die gewünschte Sprachkombination eingestellt werden. Hier sind bis jetzt zirka zehn verschiedene Sprachen verfügbar, darunter die wichtigsten westlichen, aber auch Chinesisch, Arabisch und Russisch.

Ein Auslandsflirt mit dem Mann im Ohr
Für eine andere spannende Erfindung wird derzeit mittels Crowdfunding Geld gesammelt – es sind bereits gut vier Millionen Franken zusammengekommen. Die Erfindung soll einem zum Beispiel das Flirten im Ausland vereinfachen. Bei der Erfindung handelt es sich um einen Ohrstöpsel, den zwei Gesprächspartner jeweils tragen, während sie sich in unterschiedlichen Sprachen miteinander unterhalten. Der Ohrstöpsel übersetzt mit einer sehr geringen Zeitverzögerung. Nebst den kleinen Hörgeräten sind noch eine dazugehörige App sowie eine Internetverbindung nötig; An einer Offline-Version wird momentan noch gearbeitet. Komplett aufgeladene Akkus sollen bis zu vier Stunden halten und in der Aufbewahrungsbox, mit der die Geräte geliefert werden, ist eine zusätzliche Batterie als Strombackup eingebaut. Gesprochen wird dann in das eigene Smartphone. Im Standardangebot sind die wichtigsten westlichen Sprachen enthalten, weitere Sprachen sind gegen eine Extragebühr erhältlich. So sollen zukünftig unter anderem auch Türkisch, Griechisch, aber auch Hindi und Koreanisch verfügbar sein.
Trotz vielversprechender und interessanter Entwicklungen im Bereich der maschinellen Übersetzungen, ersetzen diese professionelle Übersetzer, Dolmetscher oder Texter aber nicht: Denn diese können ihren Fachwortschatz gezielt einsetzen, auf kulturelle oder regionale Besonderheiten eingehen oder – beim Dolmetschen – auch aus Mimik und Gestik die dahinterliegenden Emotionen lesen, um diese dann elegant in die Übersetzung zu integrieren.

Ihr Team der TRANSLATION-PROBST AG

E-Post: Die Sprachen Skandinaviens – kennst du eine, kennst du sie alle: Denkste!

6. März 2017

Die ewigen Weiten Skandinaviens. Sie schenken uns romantisch geprägte Vorstellungen, in die einige von uns gerne mal abschweifen. Endlose Tundra, «You are the dancing Queen» singende, blonde Amazonen auf Rentieren und Lordi. Ihre Sprachen, so melodisch und manchmal melancholisch anmutend, verlocken viele zur Annahme, dass die Sprachen der Skandinavier ein und dasselbe sind. Nur, was sind diese Sprachen eigentlich? Woher kommen sie? Und wie vertragen sich eigentlich falsche Freunde?

Skandinavische Sprachen – TRANSLATION-PROBST AG

Skandinavische Sprachen kennen feine, aber entscheidende Unterschiede.

Drei Sprachen zum Preis von einer
Seien Sie jetzt ganz stark! Auch wenn man in schwachen Momenten dazu neigt, Dinge in die gleiche Schublade zu stopfen, so verdienen die drei Schwestern Svenska, Norsk und Dansk zumindest ihr eigenes Fach in dieser Schublade. De facto sind sich die festlandskandinavischen Sprachen aus linguistischer Sicht sehr ähnlich. Auch sprachhistorisch entspringen sie einer gemeinsamen Wurzel. Schon im Schriftbild sieht man sofort, dass diese Sprachen miteinander verwandt sein müssen: vad heter du? / hva heter du? / hvad hedder du? (Wie heisst du?). Fakt ist aber, dass Norwegisch und Dänisch keine Dialekte des Schwedischen sind.


Drei Sprachen mit einer Klatsche
Egal, ob man nun Svenska, Norsk oder Dansk spricht oder lernt, es sind dankbare Sprachen. Die Kompetenz in der einen Sprache eröffnet mit etwas Übung das Verständnis in den anderen. Das heisst aber noch lange nicht, dass Schweden und Norweger die Dänen problemlos verstehen oder vice versa. Nur einen Kötbullar-Wurf entfernt war es dank der geografischen, aber auch politischen Lage der Länder möglich, über Jahrhunderte hinweg ihr Sprachinventar auszutauschen oder durch Dominanz den Wortschatz zu prägen. Das war vor allem in Norwegen unter der Herrschaft Dänemarks möglich. Die Aussprache unterscheidet sich zwar hörbar, dennoch teilen beide Sprachen einen ähnlichen Wortschatz. Auch Schwedisch und Norwegisch nähern sich in ihrer Aussprache an, nutzen aber teils ein anderes Vokabular.
Sprachen mit einer so engen Verwandtschaft und geografischen Nähe teilen sich schwesterlich das Vokabular. Stimmt! Aber nur bedingt. «Falsche Freunde» − das sind Wörter, die gleich geschrieben und ausgesprochen werden, aber jeweils eine andere Bedeutung haben – sorgen für so manch feuchtes Auge; Bezeichnet ein Däne einen Norweger als nett, nennt er ihn rar – der Norweger wird aber recht verärgert sein, denn wer wird gern als «seltsam» bezeichnet? Möchte sich der Norweger hingegen sein kneppe, also sein Hemd, zuknöpfen, dann möchte ich lieber unkommentiert stehen lassen, woran der Däne hier denken könnte … Nun ja, interkulturelle Kommunikation birgt einige Fallen.

Was ist mit Finnisch?
Vorweg möchte ich anbringen, dass Finnisch und Schwedisch nicht dasselbe sind. Auch wenn einige hartnäckig an diesem Glauben festhalten wollen. Es lohnt sich auch hier der Vergleich: vad heter du? vs. mikä nimesi on? Grund für diese Differenz ist die Herkunft des Finnischen. Als uralische Sprache unterscheidet sich Finnisch einfach in ALLEM von den anderen Sprachen: andere Grammatik, anderer Wortschatz und viiieele Fälle – nämlich 15! Zum Vergleich: Das Deutsche kennt gerade einmal vier, wovon der Dativ dem Genitiv sein Tod ist und somit, zumindest umgangssprachlich, nur drei Fälle übrig blieben.

61!
…das ist die Anzahl der Buchstaben, die das längste Wort des Finnischen zählt. Schauen Sie mal, welche Wunder der Linguistik das Finnische bereithält und lesen Sie es für sich einmal laut vor: lentokonesuihkuturbiinimoottoriapumekaanikkoaliupseerioppilas. Na? Sie sehen das Wort vor lauter Buchstaben nicht mehr? Beschreibt dieses Wurm-Wort (in der Fachsprache auch Kompositum genannt) nun eine besondere Praxis der finnischen Sauna? Leider nein. Ganz unromantisch handelt es sich hierbei «nur» um einen «Flugzeug-Jet-Turbinenmotor-Assistenz-Mechaniker, Unteroffizier, in der Ausbildung». Sowieso lieben Finnen Komposita. Ein deutscher Satz kann im Finnischen durch nur ein Wort ausgedrückt werden … und genau das führt dazu, dass ganz Europa die Finnen für schüchtern und schweigsam hält … höpö höpö (was ein Quatsch).

Lange Wörter kurzer Sinn. Würden Abba auf Schwedisch singen, würde man sie auch in den anderen skandinavischen Ländern verstehen, solange sie sich nicht überschwänglich falscher Freunde bedienen. Die Finnen hingegen verlieren sich in ihren langen Wörtern und vergessen manchmal, wie der Satz in einem Wort beendet werden wollte.

Kippis! Trinken Sie ein Glas Bier, wenn Sie das nächste Mal mit einem Dänen reden möchten.


Ihr Kai John vom Team der TRANSLATION-PROBST AG

Wort der Woche «Tapetenwechsel»

12. Dezember 2016

Auswandern mal anders – so einfach kann’s sein, wenn man’s kann!

Als Step 1, 2 und 3 bezeichnen wir unsere internen Prozesse und meinen damit die Übersetzung, die Nachkorrektur und die finale Kontrolle. Mit Steppen hatten wir bisher noch nichts am Hut. Bis Daniel Borak kam: Der elffache Weltmeister im Stepptanz hat unser Übersetzungsbüro beauftragt, seine Dokumente auf Englisch zu übersetzen. Denn er will nächstes Jahr in die USA auswandern. In einem Interview erklärt er der TRANSLATION-PROBST AG, wie es zu dieser Entscheidung kam, was alles dazu nötig war und was ihn in der grossen weiten Welt erwartet.

Interview mit Daniel Borak – TRANSLATION-PROBST AG

Tanzend auswandern: Stepptänzer Daniel Borak will in den USA Fuss fassen.

TRANSLATION-PROBST: Als freischaffender Profitänzer hast du dir bereits in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Italien, Kolumbien, Brasilien, Frankreich, England, Tschechien und in den USA einen Namen gemacht. Wieso zieht es dich nun nach Chicago?
Daniel Borak: Ich habe schon viel von der Welt gesehen und hatte die Möglichkeit, Erfahrungen in den verschiedensten Ländern und Kulturen zu sammeln. In jedem Land habe ich etwas dazugelernt und viele unglaublich talentierte Tänzer und Tänzerinnen kennengelernt. Auch in Chicago war ich schon einige Male – am weltgrössten Stepptanzfestival «Rhythm World». Das Festival wird von der Organisation Chicago Human Rhythm Project durchgeführt, die schon seit 26 Jahren aktiv ist. Der Leiter dieser Organisation ist Lane Alexander, ein genialer Stepptänzer, Lehrer und Choreograph. Lane traf ich erstmals mit 13 Jahren als Schüler im Rahmen eines Workshops in Zürich. Ich war von Beginn an fasziniert von ihm: Er ist genialer Lehrer und feiert zugleich unglaubliche Erfolge mit grossartigen Projekten und Festivals, vereint mit Tanz und Musik Menschen aus der ganzen Welt. 2010 erhielt ich von ihm ein Stipendium für sein Rhythm World Festival, 2014 und 2015 durfte ich dort auftreten und als Gastlehrer unterrichten. Da ich heute beruflich in eine ähnliche Richtung gehe wie er, kam nun von ihm die Anfrage für eine längerfristige Zusammenarbeit: Ab Februar 2017 soll ich bei seinen Projekten mitwirken und gar von seiner Tanzschule aus eigene Projekte kreieren und umsetzen. Dieses Angebot konnte ich bei bestem Willen nicht ablehnen!

Eine Arbeitsstelle hast du also in Aussicht. Was ist noch alles nötig, um in die USA auswandern zu können?
Direkt «auswandern» würde ich es nicht nennen; ich bin gerade dabei, ein O-1-Visum für einen Aufenthalt von drei Jahren zu beantragen. Das ist ein Visum für Personen mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten, das auch als Künstler-Visum bezeichnet wird. Doch ein besonderes Talent reicht dafür nicht aus. Neben dem konkreten Jobangebot braucht man noch einen Sponsor, der bereit ist, für den Künstler zu bürgen – bei mir ist das Lane. Zudem muss ich mein besonders hohes Niveau an Fertigkeiten und Ausbildung beweisen. Daher habe ich mich an die TRANSLATION-PROBST AG gewendet. Sie übersetzt alle notwendigen Dokumente, die die Meilensteine meiner Karriere beinhalten, ins Englische. Dazu gehören beispielsweise Zeitungsartikel und Interviews. Zu guter Letzt ist da noch der Papierkram – Formulare über Formulare zum Ausfüllen. Doch dafür habe ich eine Firma in den USA, die mir dabei hilft.

Anfang Februar soll es bereits losgehen. Was erwartet dich in Chicago?
Ehrlich gesagt: Ich weiss das noch gar nicht so genau. Ich halte mir alles offen und möchte alles einfach mal auf mich zukommen lassen. Lane ermöglicht es mir, selbständig Stücke zu choreographieren, Projekte zu kreieren und meine eigenen Ideen miteinzubringen. Als Künstler ist das natürlich eine enorme Chance. Ideen habe ich bereits viele; was ich daraus machen werde, wird sich zeigen.

Auf was freust du dich am meisten?
Das Beste an der ganzen Sache ist der Tapetenwechsel. Als freischaffender Tänzer, Lehrer und Choreograph bin ich seit Jahren ausgelastet – ich springe von Ort zu Ort, von Projekt zu Projekt. Natürlich ist das nicht nur meine Arbeit, sondern auch mein Hobby, meine Leidenschaft und mein Traum, den ich lebe und liebe. Doch es wird eine ganz neue und mit Sicherheit spannende Erfahrung, mich nur auf die Kunst selbst zu konzentrieren. Die Organisation, das ganze Drumherum, das Hin und Her wird mir abgenommen. Ich fixiere mich einzig und allein auf mein Projekt und die Kunst des Tanzens. Darauf freue ich mich.

Was wirst du vermissen?
Meine Familie, unsere Tanzschule und all meine Freunde. Doch das O-1-Visum erlaubt es mir, während des dreijährigen Aufenthalts immer mal wieder aus- und einzureisen, was ich mit Sicherheit auch nutzen werde. Wie bereits gesagt: Ich halte mir alles offen.

Info-Box

Daniel Borak ist mit seinen 27 Jahren bereits eine grosse Nummer in seiner Branche. Er ist leidenschaftlicher Stepptänzer und wurde während seiner Ausbildung in der Zürcher Tanz-Theater-Schule (ZTTS) ebenso in Ballett, Hip-Hop, Modern, Jazz, Flamenco, Choreographie, Feldenkrais, Pilates, Tanzgeschichte und Theater unterrichtet. Neben der Teilnahme an Meisterschaften und dem Unterrichten an Festivals leitet er gemeinsam mit seiner Mutter Liba die Tanzschule DanceStudio Borak in Winterthur und geht dabei seiner Tätigkeit als Tanzlehrer mit viel Hingabe nach.
Sein Mitwirken an etlichen Projekten − wie beispielsweise WINGS by RIGOLO, 9 Point Inc., DaNaTi, Funny Feet, DAS ZELT Varieté, dem Musical Flashdance und vielen anderen − brachte ihn zum Erfolg. Vergangenen Oktober organisierte er sein eigenes Festival, «Tap Dan’s Festival»: 7 Tage, 7 verschiedene Shows – sechs davon ausverkauft – als eine Art Best Of seiner bisherigen Arbeit und gleichzeitig auch ein Abschiedsfest. Nun wagt er den Schritt in die Metropole des Stepptanzes: Chicago.

Wenn auch Sie einen Tapetenwechsel benötigen und einfach mal auswandern möchten, wenden Sie sich an uns: 0840 123 456 / info@translation-probst.com. Wir erstellen Ihnen im Nu eine Offerte für die Übersetzung Ihrer Dokumente und mit einem besonderen Talent steht Ihrem Auswanderungstraum nichts mehr im Wege.

Ihr Team von der TRANSLATION-PROBST AG

Wort der Woche «Mindesttarif»

5. Dezember 2016

Neulich geriet die Bundesverwaltung unter Beschuss, weil sie laut der Berner Zeitung für Übersetzungsaufträge mehr Steuergeld als nötig ausgebe. Während sich die Bundeskanzlei auf den Mindesttarif als Qualitätsabsicherung beruft, werden günstigere Übersetzungsdienstleister bei Ausschreibungen ausgeschlossen. Aus diesem Anlass beschäftigen wir uns im aktuellen Wort der Woche mit dem «Mindesttarif» bei Übersetzungen.

Mindesttarif ist nicht gleich höhere Qualität

Der Mindesttarif für Übersetzungen ist nicht mehr zeitgemäss.

40 Rappen pro Wort – das ist der Mindesttarif, den die Bundesverwaltung für Übersetzungen durch externe Dienstleister festgelegt hat. Zuviel und wettbewerbswidrig, wie die beiden Nationalräte Barbara Steinemann und Lukas Reimann finden. Aus Sicht der Bundeskanzlei gerechtfertigt, weil damit der Qualität von eingekauften Übersetzungsdienstleistungen Rechnung getragen werde. Und wie sehen das die Übersetzungsdienstleister?

Angebot und Nachfrage spielen lassen

Die TRANSLATION-PROBST AG vertritt klar die Haltung eines freien Wettbewerbs – schliesslich sollten Angebot und Nachfrage über den Preis entscheiden. Ein Mindesttarif ist aber auch aus anderen Gründen nicht empfehlenswert: Je nach Textart, Umfang, Schwierigkeitsgrad oder Lieferfrist variieren die Tarife ohnehin, sodass eine individuelle Offerte nötig ist, die auch unter den Mindesttarif pro Wort fallen kann – gerade bei grossen Volumina.

Für eine durchschnittliche Übersetzung innert fünf Tagen verlangt die TRANSLATION-PROBST AG ebenfalls 40 Rappen pro Wort, was ein Richtwert ist und sich vor allem auf Texte und Übersetzungen mit geringem Umfang bezieht wie bei der Übersetzung von Lebensläufen, Geburtsurkunden oder Zeugnissen. Bei Übersetzungsaufträgen, die z. B. ganze Websites, Kunden- und Mitarbeitermagazine oder Rechtstexte und Verträge betreffen, gestalten sich die Preise nach Fachgebiet und Anforderungsprofil deutlich anders als beim Mindesttarif. Die Preisgestaltung ähnelt derjenigen eines Fahrzeugkaufs: Der Mindesttarif oder Richtwert bezieht sich auf ein Grundmodell. Wenn jemand dieses Grundmodell einmalig bestellt, dann bleibt es bei diesem Preis. Kommen hingegen weitere Extras und Ausstattungen hinzu samt einem Flotteneinkauf, werden die Preise entsprechend individuell verhandelt und mit Mengenrabatten belohnt.

Unsere Empfehlung: Mindesttarife aufheben

Aus den genannten Gründen empfiehlt die TRANSLATION-PROBST AG, die Mindesttarife aufzuheben, weil diese nicht den marktüblichen Rahmenbedingungen entsprechen. Ausserdem sagt ein teurer Preis noch nicht viel über die Qualität der Übersetzungsdienstleistung aus. Diese setzt sich aus verschiedenen Parametern zusammen wie:

• dem Übersetzungs- und Qualitätssicherungsprozess
• der interkulturellen Adaption
• der einheitlichen Fachterminologie

Bei effizient gestalteten Übersetzungsprozessen profitieren die Kunden von günstigeren Tarifen, ohne dass dabei die Qualität beeinträchtigt wird.

Ihr Team von der TRANSLATION-PROBST AG