Googeln

Richtig googeln – gezielt finden

Wort der Woche: Googeln

Wort der Woche: Googeln


Der Duden macht’s seit 2004: Er «googelt» und führt den Begriff bereits zehn Jahre im Rechtschreibduden. Gemeint ist damit die Suche im Internet mithilfe der Suchmaschine Google. Weil sich unsere Recherche-Gewohnheiten in den letzten zehn Jahren massiv verändert haben, widmen wir unser Wort der Woche dem «Googeln» und zeigen Ihnen dabei, wie Sie Ihre Google-Suche mit wenigen Kniffs verbessern können, um noch gezielter zu Ihren gewünschten Suchresultaten zu gelangen.

Google Suche filtern

In der Google-Suche gibt es bereits Filter, die Sie je nach Suchbedürfnis setzen können: Websuche oder doch lieber Bilder? Maps oder Apps? Sie können unter den Suchoptionen Ihre Suche ziemlich stark eingrenzen: ob landes-, orts- oder zeitspezifisch. Mit wenigen Klicks erzielen Sie bessere Suchresultate als mit einer reinen Stichwortsuche.

Mit Operatoren verfeinern

Der Grossteil der Internetgemeinde kennt die Operatoren nicht, die Google zur Verfügung stellt. Im Folgenden ein paar Beispiele, mit denen Sie Ihre Suche präziser und zielführender gestalten können:

filetype: Wenn Sie beispielsweise den Suchbegriff «Checkliste Übersetzungsagenturen» in einem bestimmten Dokumentenformat wünschen, hilft Ihnen der Operator «filetype»: Tippen Sie dazu einfach «checkliste übersetzungsagenturen filetype:pdf» ein. Möchten Sie auch Worddokumente erhalten, dann fügen Sie dies wie folgt ein: «checkliste übersetzungsagenturen filetype:pdf OR filetype:doc».

allintitle: Mit diesem Operator finden Sie Ihr gesuchtes Keyword direkt im Seitentitel, in der Überschrift von Google News oder im Dateinamen bei der Bildersuche. Geben Sie dazu Ihr Stichwort mit dem Operator an: «allintitle:translation».

define: Suchen Sie im Netz nach den Definitionen bestimmter Begriffe, nutzen Sie diesen Operator. Zum Beispiel: «define:terminologie-liste». Sie erhalten dann verschiedene Definitionen des Begriffs «Terminologie-Liste» und Informationen darüber, wozu eine Terminologie-Liste nützlich ist.

Weitere Operatoren finden Sie bei Google.

Google-Suche in Fremdsprachen

Die Google-Suche in Fremdsprachen funktioniert grundsätzlich nach dem gleichen Schema. Dennoch helfen ein paar Suchregeln, Ihre Google-Suche zu optimieren:

  • Fügen Sie Akzente ein, z. B. im Französischen oder Spanischen.
  • Suchen Sie nach Synonymen, indem Sie mit dem folgenden Zeichen operieren «~».

    Roman Probst im Interview mit Beat Z’graggen

Was sagt Suchmaschinen-Experte Beat Z’graggen zum «Googeln»

Für das Wort der Woche hat die TRANSLATION-PROBST AG den Suchmaschinen-Experten Beat Z’graggen rund ums «Googeln» befragt und Meinungen und Tipps eingeholt:

Beat, du arbeitest schon seit den 90er-Jahren mit Suchmaschinen. Welche Befehle sind aus deiner Sicht hilfreich?

Beat Z’graggen: Die Bedeutung der Sonderbefehle hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. Früher haben wir häufig mit dem Google-Befehl «link:ihredomain.com» gearbeitet, mit dem man prüfen kann, von welchen URLs Links auf eine Website verweisen. Bis 2004 konnte ich mit diesem Befehl die wichtigsten Linkquellen auf eine Website ermitteln. Heute ist der Befehl wertlos, weil Google nur noch eine zufällige Auswahl verweisender Websites anzeigt. Dafür wird Google selber immer intelligenter und kann z. B. Fragen wie «Wann wurde die Schweiz gegründet?» oder «Wie alt ist Roger Federer?» direkt beantworten.

Welche dieser Sonderbefehle sind denn noch relevant?

Wichtig ist weiterhin der Befehl «site:ihredomain.com», mit dem ich prüfen kann, wo auf welcher Website bestimmte Inhalte vorkommen. So kann ich z. B. mit dem Befehl «site:admin.ch 1291» die offizielle Website der Schweizer Bundesbehörden nach der Jahreszahl «1291» durchsuchen. Der Befehl zeigt auch, wie viele Seiten einer Website Google kennt. Der Befehl «site:admin.ch» zeigt z. B., dass Google 65 Millionen Seiten der Bundesverwaltung kennt. Entspricht diese Zahl nicht der Anzahl der physisch vorhandenen Seiten, besteht der Grund dafür in der Regel darin, dass der Google-Roboter Probleme mit der Website hat.

Welche Suchbegriffe setzt du fürs Suchmaschinenmarketing ein?

Sinnvoll ist auch der Befehl «allinanchor:ihredomain.com». Damit kann ich herausfinden, ob eine Website vor allem aufgrund externer Links oder wegen der relevanten Inhalte in den Top-Positionen bei Google erscheint. Das kann mir die Frage beantworten, ob ein Mitbewerber vor allem dank des Linkbuilding oder aufgrund seiner Inhalte vorne erscheint.

Welche Rolle spielt für dich als Google-Experte die Qualität von Übersetzungen und Texten?

Früher war ich der Ansicht, jeder Übersetzer sei gleich, und es drehe sich dabei vor allem um den Preis. Spätestens, als wir vor einigen Jahren einen Auftrag verloren, weil ein grosser Kunde aus dem Welschland herausfand, dass die von uns gewählte Übersetzungsagentur schlechte Arbeit geleistet hatte, wurde ich eines Besseren belehrt. Bei der TRANSLATION-PROBST AG ist uns das noch nie passiert. Hier stimmt die Qualität einfach. Die breite Auswahl an Fachübersetzern und Textern, die sich in der Branche unserer Kunden auskennen und z. B. Fachwissen und Wissen über verkaufsorientierte Texte vereinen, ist einmalig. Die Kundenfeedbacks bestätigen mir dies regelmässig. Gerade kürzlich war wieder eine Kundin von einem weltweit tätigen Konzern absolut begeistert von der Qualität, welche die TRANSLATION-PROBST AG geliefert hatte. Als sie dann noch sagte, sie habe von den Textern noch nie so gute Inhalte erhalten, wusste ich wieder einmal, dass wir den richtigen Textpartner haben. 

Goldvreneli, Eiertütschen und andere Osterbräuche

In wenigen Tagen hoppelt der Hase wieder durch die Gärten und versteckt farbige Hühner- und Schokoladeneier − es ist wieder Osterzeit. So bunt wie die bemalten Ostereier sind auch die Osterbräuche und deren Entstehung. Passend zum Osterfest werfen wir einen Blick darauf. Und warum das Goldvreneli nun ebenfalls zum Osterbrauch wird, erfahren Sie weiter unten.

Morgenröte, Auferstehung und Fruchtbarkeit

Das deutsche Wort «Ostern» geht laut Wikipedia auf das altgermanische «Austrō > Ausro» zurück, was für «Morgenröte» steht und möglicherweise ein germanisches Frühlingsfest bezeichnet. Im Christentum symbolisiert die Morgenröte Jesu Auferstehung, da sein leeres Grab «früh am Morgen, als eben die Sonne aufging» entdeckt wurde (Markus-Evangelium 16, 2). Neues Leben beginnt auch ausserhalb der christlichen Religion, sobald der Frühling Einzug hält: Viele Völker und Religionen feiern Frühjahrsfeste und ehren die Sonne als Licht- und Lebensspenderin (vgl. Wikipedia: Brauchtum, Frühlingsfeste). Für «Neuheiden» ist das «Ostara-Fest» (benannt nach der germanischen Frühlingsgöttin Ostara) ein Fest der Fruchtbarkeit, weshalb das Osterei und der Osterhase als Symbole verwendet werden.

Eiertütschen, Fleischweihe und Birkenruten

Während im europäischen Raum die Ostereiersuche und das Eiertütschen zur Tradition gehören, feiern die Amerikaner in New York das Osterfest mit einer bunten «Easter Parade». Für die Mexikaner bedeutet das Osterfest ein zweiwöchiges Volksfest mit Tanz und Musik. In bestimmten Gegenden, etwa in Teilen Österreichs, steht die Speisensegnung oder «Fleischweihe» auf dem Programm. Die Finnen hingegen schlagen sich gegenseitig leicht mit Birkenruten – in Erinnerung an die Palmzweige, die Jesus beim Empfang in Jerusalem zu Füssen gelegt wurden. Weitere spannende Osterbräuche finden Sie in Wikipedia.

Goldvreneli wird neuer Brauch hase

Damit Ihr Osterfest nicht nur bunt, sondern golden wird, verlosen wir ein Goldvreneli, wenn Sie unseren Osterhasen finden. Diesen verstecken wir irgendwo auf unserer Website und führen damit einen eigenen Osterbrauch ein. Starten Sie jetzt Ihre Osterhasen-Suche und gewinnen Sie mit etwas Glück ein Goldvreneli.

23.04.2014 – Oster-Goldvreneli-Gewinner steht fest

Haben Sie es auch gelesen? Eine Waadtländer Gemeinde brach den Ostereier-Weltrekord, indem sie nicht weniger als 21‘723 Eier aneinanderreihte. Zum Artikel in der Aargauer Zeitung: http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/ostereier-weltrekord-waadtlaender-gemeinde-reiht-21723-eier-aneinander-127899359

Ganz so aufwendig war unser Osterauftrag nicht. In unserem Blog-Artikel vom 13. April «Goldvreneli, Eiertütschen und andere Osterbräuche» forderten wir unsere Leser zur Online-Osterhasensuche auf. Die Belohnung: die Aussicht auf ein Goldvreneli, das unter den Findern verlost wurde.

Spannend auch die Teilnehmer-Quote: Über 117 Personen haben mitgemacht, das sind mehr als die bisherige Anzahl Tage im Jahr 2014. Beeindruckend. Nie hatten wir mit einem solchen Andrang auf unseren Osterhasen gerechnet.

Ah ja, der glückliche Gewinner der Verlosung und stolze Besitzer des Goldvrenelis ist:

Patrik Zimmermann
Kampagnen-Manager Online Business
Helvetia Versicherungen

Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer fürs Mitmachen. Als kleines Geschenk erhalten Sie einen einmaligen Gutschein auf Ihre nächste Übersetzung im Wert von CHF 10.−. Der Gutschein-Code lautet: «Goldiges Osterei».

Herzliche Grüsse, Roman Probst

Die Krim: Pro und Kontra zum Beitritt zu Russland

Unsere Übersetzerin in Russland, die uns bereits einige Impressionen von den Olympischen Winterspielen in Sotschi zugesandt hat, macht sich Gedanken zu den Ereignissen in der Ukraine, insbesondere zur Krim. Sie berichtet über die Reaktion der Russinnen und Russen und fügt einige persönliche Überlegungen an.

Die Situation rund um die kleine Halbinsel Krim erhitzt sich. Am 16. März wurde das Referendum durchgeführt, bei dem sich 96 Prozent der Bevölkerung für einen Beitritt zu Russland ausgesprochen haben. Zwei Tage später unterzeichnete Präsident Putin im Kreml einen Vertrag über die Aufnahme der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Krim.

In Russland selber gibt es keine Einstimmigkeit. Einerseits bedeutet der Beitritt der Halbinsel zu Russland für die meisten Russen einen logischen Schritt, der seit vielen Jahren immer wieder diskutiert wurde. Bekanntlich ist der grösste Teil der Bevölkerung der Krim russisch. Am Dienstagabend feierten über 600‘000 Menschen die „Heimkehr“ der Krim nach Russland. Andrerseits verstehen die Russen, dass die Weltgemeinschaft diesen Entscheid kaum akzeptieren wird. Niemand in Russland will eine Wiederholung der blutigen Geschichte zwischen dem Kosovo und Serbien. Warum Präsident Putin so rasant reagierte und bereits zwei Tage nach dem Referendum einen Vertrag unterschrieb, bleibt für die meisten Russen ein Rätsel.

Auf dem russischen Internet finden sich dazu viele witzige Vermutungen. Eine davon hat mit der russischen Sportlerin und Duma-Abgeordneten Alina Kabaewa zu tun. Viele Russen vermuten, dass sich Präsident Putin letztes Jahr wegen ihr scheiden liess und sie ihm bereits zwei Kinder geschenkt hat.

Der obere Text lautet: «Bei meiner Ehre! Ich habe ihn zum Frauentag am 8. März um eine Dose Creme gebeten!» (auf Russisch klingelt das Wort «Creme» sehr ähnlich wie das Wort «Krim»). Der Satz unter den Bildern lautet: «Ich brauche einen neuen Kinderwagen, habe aber Angst, ihn darum zu bitten.» (Kinderwagen heisst auf Russisch «Kolyaska», was sehr ähnlich wie «Alaska» tönt).

Auf dem Internet kann man sich auch mit der To-Do-Liste des russischen Präsidenten vertraut machen, die in die gleiche Richtung zielt:

Universiade
Olympiade
Paraolympiade
Krim
Alaska

Ich persönlich habe widersprüchliche Gefühle. Mit dem Krim-Beitritt hat Russland seine geopolitische Lage verbessert und das russische Volk auf der Halbinsel sozusagen verteidigt. Jede Medaille hat aber eine Kehrseite.

Was ich befürchtet, sind nicht die Sanktionen, mit denen die Weltgemeinschaft droht. Jeder weiss, dass der russische Staatshaushalt extrem von den Einnahmen aus Rohstoffexporten abhängig ist. Die EU wird sich aber nie auf einen Unterbruch der Öl- und Gasimporte aus Russland einigen können, weil man in diesem Fall den Ast absägt, auf dem man sitzt. Was ich befürchte, sind die Massen- und die Social Media, die zum Hass zwischen unseren Völkern aufstacheln.

Ich war mehrmals in der Ukraine, habe ein paar gute Freunde und Bekannte dort. Ausserdem kenne ich viele Ukrainer, die in Russland arbeiten. Das ist unser Brudervolk, wir haben eine Sprache, eine Mentalität, eine gemeinsame Kultur. Was die Massmedien jetzt machen, ist inakzeptabel. Wenn man russische, ukrainische, deutsche und amerikanische TV- und Radio-Sendungen und Artikel über die Krim vergleicht, findet man kaum etwas Gemeinsames. Die Fakten werden unterschiedlich interpretiert, manchmal sogar verdreht.

Ich habe gestern mit einem ukrainischen Freund telefoniert, der in Kiew lebt. Er ist wie viele andere Ukrainer der Meinung, Janukowitsch sei ein Protegé des Kremls. Gemäss seiner Information haben sich nur 42 Prozent der Krimbevölkerung für den Beitritt ausgesprochen. Putin sei Hitler #2, sagt er. Der kümmere sich nicht um den Wohlstand des russischen Volkes und spiele sein eigenes Spiel.

Ich bin Patriotin, ich kann aber die Eile des russischen Präsidenten auch nicht nachvollziehen. Warum wurden zum Beispiel die Russen nicht gefragt, ob sie diesen Beitritt wünschen? Entweder gibt es einen Grund, den ein einfacher Russe nicht kennt, oder aber das Problem liegt noch tiefer. Was will Putin als Nächstes? Wo ist die Garantie, dass Deutschland das Kaliningrader Gebiet (ehemaliges Königsberg) nicht zurückverlangt? Japan könnte die Kurilen zurückverlangen. Was passiert, wenn Russland Ansprüche auf Alaska erhebt? Es gibt mehr Fragen als Antworten.

Die «Fasnacht» und ihr enorm breites Wortfeld

Es ist allerorten unübersehbar – es ist wieder Fasnacht. Ein spannendes Wort für unsere Rubrik «Wort der Woche». Denn «Fasnacht» hat ein enorm breites Wortfeld entwickelt, das sprach- und kulturgeschichtlich höchst interessant ist.

Maske am DogenpalastIn der Schweiz beginnt die Fasnacht in Büren an der Aare mit dem sogenannten «Büre Nöijohr», dann folgt am «Schmutzigen Donnerstag» Luzern mit dem «Urknall» sowie Solothurn mit der «Chesslette»; Basel mit dem «Morgenstraich» und der «Cortège» bildet dann den Höhepunkt. In Winterthur findet die Fasnacht dieses Jahr am Wochenende vom 7. bis 10. März statt – mit allerlei Aktivitäten: der «Narrenbaum» wird aufgestellt, es gibt einen «Guggenumzug», eine «Altstadt-Dudlätä», den «Grossen Umzug» und den «Kinderumzug», dann wird der «Narrenbaum» gefällt und der «Böögg» verbrannt, zum Schluss gibt’s die «Uslumpete». An «Aschermittwoch» (in der Kirche werden die Gläubigen mit einem Aschezeichen gesegnet) ist dann alles vorbei – ausser im thurgauischen Ermatingen: Ende März gibt es hier die «Groppenfasnacht», die «späteste Fasnacht der Welt».

Das Wort «Fasnacht» ist der Überbegriff für ein Wortfeld, das ebenso breitgefächert wie reichhaltig in den lokalen Unterschieden der Gebräuche und Daten ist. Allein für das Wort «Fasnacht» gibt es unzählige Varianten: «Fastnacht», «Fasnet», «Fasching», «Fastelovend», «Fasteleer» usw. Dazu kommen Bezeichnungen wie «Karneval», «fünfte Jahreszeit» usw. In einer Volksetymologie (gemeint ist damit nach «Wikipedia» ein Wortbildungsprozess, bei dem ein unbekanntes Wort nach dem Vorbild eines vertraut klingenden Wortes in die Nehmersprache eingegliedert wird) wird «Fasnacht» auf die Wörter «fasten» und «Nacht» zurückgeführt: Gemeint ist also die «Nacht vor der Fastenzeit», den 40 Tagen vor Ostern. Sprachhistorisch gesehen liegt die Herkunft von «Fasnacht» allerdings nicht derart auf der Hand. Die Urform des Wortes ist «fasanaht», wobei der Wortteil «fasa» wohl etwas mit der Bedeutung «reinigen», «läutern» zu tun hat.

Dass die Fasnacht hauptsächlich mit dem Katholizismus zu tun hat, ist – historisch gesehen – zwiespältig. Die Gebräuche gehen wohl bereits auf vorchristliche Zeiten zurück, da standen sie stärker im Zusammenhang mit dem Ende des Winters bzw. mit dem Wiedererstarken der Natur, worauf es auch heute noch Anklänge gibt (vgl. das Verbrennen des Böögg in Winterthur). Fasnächtliche Aktivitäten sind dann wieder aus dem Spätmittelalter bekannt. Die katholische Kirche duldete diese Aktivitäten, da sie die «civitas diaboli», den Staat des Teufels, verkörperte − am Aschermittwoch musste dann aber wieder die «civitas Dei», der Staat Gottes, die Oberhand haben. Die Kirchenoberen versuchten immer wieder die (nicht zuletzt unter Alkoholeinfluss) überbordenden Aktivitäten einzuschränken. Die volkstümlichen Kräfte waren indes zumeist stärker. Der Protestantismus schaffte dann die Fastenzeit vor Ostern ab, und damit erübrigte sich auch die Fasnacht – zumindest war dies die Idee.

In der im Volk verankerten Kraft der Fasnacht liegt der Grund für die Vielfalt und Unterschiedlichkeit des fasnächtlichen Treibens in den Regionen. Es handelt sich eindeutig um eine Bewegung von unten, die – im Unterschied etwa zu den religiösen Feiertagen oder etwa dem «Sechseläuten» − in den Formen nie von oben reglementiert werden und in der die einfache Bevölkerung ihre Grenzen überschreiten konnten. Ein interessantes Merkmal, das sich durch fast alle Formen der Fasnacht hindurchzieht, ist die  –vorübergehende − Abschaffung der Ungleichheit, die durch die Verkleidung unterstützt wird. Diese Kraft, die sich in den vielfältigen Gebräuchen der Fasnacht zeigt, ist auch in der Sprachentwicklung zu sehen. Hier ist es vor allem die Jugend, die immer wieder neue, äusserst kreative sprachliche Formen entwickelt. Der «Duden» (quasi die sprachliche «Obrigkeit») hat es aufgegeben, gegen solche sprachliche Entwicklungen anzukämpfen. Allerdings eignet sich das anarchisch-kreative sprachliche Material der Jugend kaum für eine erfolgreiche Business-Kommunikation.

«Art on Ice» bringt den Raclettekäse und unsere Herzen zum Schmelzen

Donnerstagabend. Es ist der 27. Februar 2014. Wir treffen uns beim Hallenstadion Zürich, um mit unseren treuesten Kunden «Art on Ice» zu besuchen.

Roman Probst, CEO der TRANSLATION-PROBST AG

Roman Probst, CEO der TRANSLATION-PROBST AG

Um 18.15 Uhr treffen die ersten Gäste ein, es gibt Glühwein und Punsch. Der Raclette-Ofen streikt zwar erst noch, doch Willy kriegt ihn mit seinen flinken Fingern zum Funktionieren. Heiss ist auch die Stimmung, und die Vorfreude auf «Art on Ice» wird grösser. Raclette und Gschwellti sind bereit, der Moment für die Stärkung auf den bevorstehenden Event gekommen. 50 Personen, darunter unsere geschätzten Kunden sowie Mark, Sandra und ich, geniessen den frischen Käse, mit allen erdenklichen Gewürzkombinationen.

Die Stimmung ist gelöst, die Gespräche locker, aber hey: Wer will schon die Premiere von «Art on Ice» verpassen? Besonders dann, wenn Tatiana Volosozhar & Maxim Trankov dabei sind, die Paarlauf-Olympiasieger in Sotschi 2014 wurden. Sind sie überhaupt dabei? In den Medien war zu lesen, dass sie gleichentags kurzfristig um 14 Uhr im Kreml von Wladimir Putin eingeladen waren. Wir erfahren dann während der Show, dass sie vom russischen Präsidenten ein Auto geschenkt erhielten.

Unsere Kunden und wir werden mit einer kunstvollen Darbietung beschenkt: von den Olympia-Gewinnern mit Loreen (Eurovision Contest-Siegerin 2012) oder von den Hurts, die mit mystischen Synthie-Pop-Tönen das Publikum verzaubern. Magie und Mystik liegen in der Luft. Doch am höchsten schlagen die Publikumsherzen, als die beiden Schweizer Sterne Sarah Meier und Stéphane Lambiel das Eisparkett betreten und in einer gelungenen Kombination von Perfektion und Grazie mit Leidenschaft über das Eis blitzen.

Erstaunt und begeistert

Einmal mehr sind unsere Kunden erstaunt und begeistert. Diesmal weniger wegen unserer Leistungen, sondern vielmehr wegen des einmaligen Erlebnisses, das wir gemeinsam im Hallenstadion teilen dürfen. An dieser Stelle bedankt sich das Team der TRANSLATION-PROBST AG nochmals herzlich für den erlebnisreichen Abend und die jahrelange Treue. Merci!


Wars das mit «Art on Ice» fürs 2014? Nein! Am 4. März treffen wir uns mit unseren Kunden aus der Romandie in Lausanne im Patinoire. Es gibt noch ein Gratis-Ticket. Wer mag es haben?

TRANSLATION-PROBST AG zu Besuch bei

TRANSLATION-PROBST AG zu Besuch bei „Art on Ice“ in Zürich