Wort der Woche «Apostille»

Wer Übersetzungen von juristischen oder amtlichen Dokumenten für das Ausland benötigt, braucht notariell beglaubigte Übersetzungen – in der Regel mit einer zusätzlichen Überbeglaubigung oder Apostille durch die Staatskanzlei. Worauf Sie bei solchen Übersetzungsaufträgen achten müssen, erklären wir Ihnen in unserem Wort der Woche.

Apostille – TRANSLATION-PROBST AG

Die Apostille beglaubigt Ihre Übersetzung für den internationalen Urkundenverkehr.

Die Apostille dient im internationalen Urkundenverkehr als offizielle Beglaubigungsform. Sie bescheinigt zum einen die Unterschrift und die Eigenschaft, in der der Unterzeichner gehandelt hat; zum anderen bestätigt sie die Echtheit des Urkundenstempels oder -siegels. Eingeführt wurde die Apostille als Beglaubigungs- und Legalisationsform 1961 an der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht (HCCH). Sie gilt in allen Mitgliedstaaten der Haager Konferenz (HCCH).

Notariell beglaubigte Übersetzung / Apostille

Je nach Dokumentenform, deren Gebrauchszweck und Bestimmungsland genügt bereits eine notariell beglaubigte Übersetzung: In dieser bestätigt ein Notar, dass der Übersetzer oder die Übersetzungsagentur das entsprechende Dokument nach bestem Wissen und Gewissen übersetzt hat. Zu dieser Art von Dokumenten zählen z. B. Bankbestätigungen, Diplome und Arbeitszeugnisse oder Zivilstandsdokumente wie Geburts- und Ehescheine oder Todesbescheinigungen.

Im internationalen Verkehr mit Behörden braucht es zusätzlich zur notariell beglaubigten Übersetzung eine Apostille durch die Staatskanzlei: Mit der Apostille garantiert die Staatskanzlei, dass die übersetzte Urkunde im Bestimmungsland ohne weitere Beglaubigung (z. B. durch ein Konsulat) akzeptiert wird. Wichtig dabei ist es, dass sowohl die notarielle Beglaubigung als auch die Apostille im gleichen Kanton vorgenommen werden.

Für alle Länder, die nicht Mitglied des Haager Übereinkommens sind, benötigen Sie eine Überbeglaubigung sowie eine zusätzliche Bestätigung durch das Konsulat bzw. die Botschaft des Bestimmungslandes.

Beglaubigte Übersetzungen für Privat- und Geschäftskunden

Die TRANSLATION-PROBST AG bietet beglaubigte Übersetzungen sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden an. Eine Übersicht zu den verschiedenen Dokumenten finden Sie in der folgenden Auflistung:

Privatkunden

  • Zivilstandsdokumente wie Geburtsscheine, Ehescheine und Todesbescheinigungen, Pässe, Visabescheinigungen oder Wohnsitzbestätigungen
  • Diplome, Arbeits- und Schulzeugnisse sowie Zertifikate
  • Papiere für Immigration oder Emigration und Einbürgerung

Geschäftskunden

  • Internationale Verträge, Patente oder Behördengesuche
  • Juristische Dokumente wie Gerichtsurteile, Beschlüsse oder Straf- und Haftbefehle
  • Geschäftsstatuten, Handelsregisterauszüge oder Dokumente für den Import und Export

Ob mit oder ohne Apostille – wir unterstützen Sie gerne bei beglaubigten Übersetzungen. Für eine Beratung oder Offerte wenden Sie sich entweder per Mail oder Telefon an uns: 0840 123 456.

Ihr Team der TRANSLATION-PROBST AG

Wort der Woche «Dolmetschen»

Interview mit einer Dolmetscherin

Gute Sprachkenntnisse reichen für das Dolmetschen aus – dieser Irrtum ist weit verbreitet.

Dolmetschen ist erheblich aufwendiger, als viele denken. Anna Buesser, eine professionelle Dolmetscherin der TRANSLATION-PROBST AG, erklärt, warum Dolmetschen mehr als nur die mündliche Übertragung von Informationen in eine andere Sprache ist und welcher Aufwand sich hinter jedem Dolmetsch-Einsatz verbirgt.

TRANSLATION-PROBST AG: Welche Sprachen dolmetschst du? In welchen Fachgebieten?

Anna Buesser: Ich bin trilingual; zu meinen Muttersprachen zählen Englisch, Französisch und Deutsch. Zudem spreche ich Italienisch als Fremdsprache. Ich dolmetsche also aus diesen vier Sprachen in meine drei Muttersprachen. Meine Fachgebiete sind breit gefächert. Darunter fallen zum Beispiel Wirtschaft, Recht, Politik und Medizin.

Was fasziniert dich an diesem Job?

Mich faszinieren vor allem die Vielfalt der Themen und die neuen Herausforderungen bei jedem Auftrag. Dabei sieht jeder Tag anders aus – der Job wird nie zur Routine. Besonders viel Spass macht mir das selbstständige und unabhängige Arbeiten. «Being good at what I do» macht meinen Beruf schliesslich tagtäglich zu meinem Hobby.

Freelance-Dolmetscherin für die TRANSLATION-PROBST AG

Anna Buesser, Dolmetscherin CAS

Wie sieht ein typischer Dolmetsch-Auftrag bei der TRANSLATION-PROBST AG für dich aus?

Nachdem ich die Anfrage erhalten habe, überprüfe ich alle Angaben und meine Verfügbarkeit und unterbreite eine Offerte. Bei einer Zusage fordere ich alle notwendigen Unterlagen an und beginne wenn möglich sofort mit der Vorbereitung. Am Tag des Anlasses muss ich frühzeitig am vereinbarten Ort eintreffen, um mich dem Kunden vorzustellen, allfällige Last-Minute-Änderungen zu besprechen, alles vorzubereiten und zu überprüfen (z. B. Soundcheck).

Sobald der erste Redner anfängt, wird gedolmetscht. In den Pausen ziehe ich mich zurück. Wenn der nächste Redner beginnt, wird wieder gedolmetscht. Dieser Prozess wiederholt sich bis zum Schluss. Bei mehrtägigen Konferenzen bereite ich am Abend im Hotel das Material für den nächsten Tag vor. Und das Ganze wiederholt sich wie oben beschrieben. Am Ende des Dolmetsch-Auftrags hole ich ein erstes Feedback vom Kunden ab und leite dieses an die TRANSLATION-PROBST AG weiter.

Wie viel Aufwand steckt hinter den Vorbereitungen für einen Dolmetsch-Auftrag?

Um mich vorzubereiten, lese ich alle Unterlagen, recherchiere viel und präge mir die spezifische Terminologie ein. Bei Fragen und Unklarheiten wende ich mich an die TRANSLATION-PROBST AG. Je nach Schwierigkeit und Dauer des Auftrags muss ich mit mehreren Tagen Vorbereitungszeit vor dem Anlass rechnen. Hinter wenigen Stunden Dolmetschen steckt also ein mehrtägiger Aufwand.

Warum ist es wichtig, den Dolmetscher-Service für einen Event von einer Agentur mit professionellem Know-how organisieren zu lassen?

Eine Agentur stellt die Anlaufstelle für die Koordination aller involvierten Parteien dar. Sie macht alle im Voraus erforderlichen Abklärungen, organisiert passende Dolmetscher sowie das Vorbereitungsmaterial und vermittelt zwischen dem Kunden und dem Dolmetscher. Sie übernimmt auch das Haftrisiko, organisiert die Technik und allfällige Übernachtungen. Nach dem Auftrag holt sie Feedbacks zur Evaluation ein.

Dadurch werden sowohl dem Kunden als auch dem Dolmetscher wichtige Aufgaben abgenommen. Know-how in diesem Bereich ist unabdingbar, damit die Zusammenarbeit zwischen allen involvierten Parteien reibungslos erfolgt. Die Agentur muss die Rolle des Dolmetschers und die des Tontechnikers verstehen, muss kundenorientiert sein und, was am wichtigsten ist: Die Agentur muss rund um die Uhr verfügbar sein, falls Probleme auftreten.

Wie empfindest du die Zusammenarbeit mit der TRANSLATION-PROBST AG?

Seit 2010 arbeite ich für die TRANSLATION-PROBST AG. Die Zusammenarbeit empfinde ich als sehr professionell und angenehm. Die Mitarbeitenden des Dolmetscherwesens sind selbst Dolmetscher und verstehen unsere Rolle nur zu gut. Sie arbeiten vorausschauend und sind sehr bemüht, alles bestens zu organisieren.

Welche Problematik bringt der Beruf des Dolmetschers mit sich?

Viele Kunden verstehen leider nicht, was das Dolmetschen alles mit sich bringt. Viele denken, wir seien «Universalgenies» und wir bräuchten nur auf einen Knopf zu drücken und alles komme von selbst. Leider ist das ein Zerrbild, weshalb unsere Arbeit nicht geschätzt wird, sondern für selbstverständlich gehalten wird. Es braucht viel Taktgefühl und Diplomatie, um das falsche Bild geradezurücken und dem Kunden unseren Beruf zu erklären.

Andere Kunden hingegen schätzen unsere Arbeit und loben uns für unser Können. Diese Seite unseres Berufs gleicht die negativen Aspekte aus.

Hier finden Sie eine Checkliste für Ihren mehrsprachigen Anlass.

Unsere Dolmetsch-Arten – Ihre Vorteile

Simultandolmetschen

  • zeitgleiche Verdolmetschung des vom Redner gesprochenen Textes
  • keine Zeitverzögerung, authentische Dynamik Ihres Events
  • komfortables Zuhören über Headsets
  • Einsatzgebiete: mehrsprachige Veranstaltungen, Konferenzen, Tagungen, Verhandlungen, Shows, Galas, usw.

Konsekutivdolmetschen

  • zeitversetzte Verdolmetschung von Redeabschnitten, meist anhand von Notizen
  • Verdolmetschung von möglichen Fragen der Zuhörer in die Sprache des Redners
  • Einsatzgebiete: Tisch- und Begrüssungsreden, feierliche Anlässe, bilaterale Verhandlungen, Vorträge, usw.

Verhandlungsdolmetschen

  • zeitversetzte Verdolmetschung, meistens in einem informellen Kontext
  • gut geeignet für Einsätze mit wenigen Teilnehmern
  • Übertragung der Sprachen in beide Richtungen
  • Einsatzgebiete: Begleitung während Kundenbesuchen, Messen, usw.

Gerichtsdolmetschen

  • Zeitversetzte und fachspezifische Verdolmetschung
  • Beeidigte, öffentlich bestellte Dolmetscher
  • Unterstützung bei der Erfüllung rechtlicher Anforderungen
  • Einsatzgebiete: bei Gerichten, Notaren, Behörden, Anhörungen bei der Polizei, usw.

Videodolmetschen

  • Zeitversetztes Online-Verdolmetschung
  • mehrsprachige Besprechungen über Smartphones, Tablets und Computer
  • 2 Teilnehmer oder kleine Gruppen
  • Einsatzgebiete: informelle Meetings oder kurze Besprechungen von örtlich getrennten Parteien, im Tagesgeschäft von international tätigen Unternehmen

Wort der Woche «Scheiss Social Media»

Seit mehreren Jahren sind wir auf fünf Social-Media-Kanälen präsent. Woche um Woche bemühen wir uns mit unserem Blog, unseren Kunden nützliches Wissen aus den Bereichen Kommunikation, Marketing und Übersetzungen feilzubieten. Reaktionen darauf bleiben hingegen weitgehend aus. Und weil wir das besch…eiden finden, gehen wir der Sache auf den Grund und untersuchen das Social-Media-Phänomen samt seiner Tücken.

Scheiss Social Media – unser (Un-)Wort der Woche

Scheiss Social Media – unser (Un-)Wort der Woche

Was jubeln doch all die Social-Media-Experten über tonnenweise Kontaktreichweiten, die Unternehmen mittels Social Media günstig erreichen können, um dann letztlich festzustellen, dass die Kontaktqualität einzig für die (Werbemüll-)Tonne ausreicht. Und was hypen doch all die freakig-funkigen Gurus jedes neue soziale Netzwerk, das als nächstes am Medienhorizont auftaucht, um es den nach Aufmerksamkeit dürstenden Werbekunden als den «neuesten heissen Scheiss» zu verkaufen, obwohl es sich dabei nur um den stinknormalen nächsten Misthaufen handelt, den die Welt einmal mehr nicht braucht.

Reichweite heisst noch nicht viel

Die Anzahl Nutzer einer Plattform sagt längstens nichts darüber aus, ob die Plattform für Werbetreibende sinnvoll für die Kommunikation mit deren Konsumenten ist – z. B. bei Twitter: Wer sich mal umschaut, wem Twitter tatsächlich viel Reichweite und Erfolg beschert, findet schnell Namen wie Barack Obama, Katy Perry oder Justin Bieber. Doch es ist zu bezweifeln, dass die erfolgreichsten Twitter-Accounts zugleich die grössten Umsatztreiber des Netzwerks sind. Trotz über 300 Mio. Nutzern weltweit schreibt Twitter nach wie vor rote Zahlen: Seit Ende 2013 ist dessen Aktienkurs auf knapp einen Fünftel des ursprünglichen Werts geschrumpft.

Hierzulande verwenden in erster Linie Medienunternehmen und IT-Fachleute Twitter als Informationsticker. Daneben tummeln sich auch viele Marketingmenschen, die sich gegenseitig mit ReTweets beehren, um nicht zu sagen: selbst beweihräuchern (was letztlich nur ein stummer Schrei nach Liebe ist, wie es «Die Ärzte» zu singen pflegten). Doch mehr ist da nicht.

Wenn Facebook zum «Failbook» wird

Einen medialen Schuss in den Ofen leistete sich der Gigant Procter & Gamble in Sachen Facebook-Marketing: Seit der Konzern sein Mediabudget von der TV- zur Onlinewerbung verschoben hat, ging es mit den Umsätzen talwärts, bis P & G zum Schluss kam, dass sich – neben anderen Onlinekanälen – das Facebook-Marketing als «nicht wirksam genug» erwiesen hatte. Und das, obwohl Facebook das reichweitenstärkste soziale Netzwerk der Welt ist, über detaillierte Targetingmöglichkeiten verfügt und beinahe alles messen kann, was sich das Controllerherz zu messen wünscht.

Warum also funktioniert Marketing auf Social Media selbst bei Giganten nicht? Nicht weil Social Media etwa Quatsch mit Sauce wären. Sondern weil niemand auf Social Media so viel unnützes Gedöns von Unternehmen lesen, hören und sehen will. Übereifrige Zahlendreher und Marketingmissionare sollten sich fernab von Targeting, Controlling- und Optimierungsinstrumenten mal fragen, was das Wort «social» in den sozialen Medien überhaupt bedeutet – nämlich alles andere als «commercial».

Schon mal die Konsumenten gefragt?

Nicht alles, was sich messen lässt, ist Erfolg versprechend: Vor der ganzen «Analyse-Toolitis» sollte die Konsumentensicht im Zentrum stehen. Also habe ich mich aufgemacht und dazu eine Umfrage im privaten und geschäftlichen Umfeld platziert, um herauszufinden, wie sich meine Mitmenschen über Produkte, Marken und Unternehmen informieren und wie sie zu Social Media stehen. Meine nicht repräsentative Umfrage mit 32 Teilnehmenden aus rund 300 Kontakten hat dennoch interessante Ergebnisse zutage gefördert:

  1. Meine Responsequote liegt bei ca. 10 Prozent und ist damit 100-mal höher als die Responsequote beim Online Marketing im Allgemeinen (was darauf hindeutet, dass nicht der Kanal, sondern die persönliche Beziehung zu mir für dieses Resultat ausschlaggebend ist – ergo: Für Ihren Marketingerfolg ist also der Kanal nebensächlich, nicht aber die Art und Weise, wie Sie zu Ihren potenziellen und bestehenden Kunden sprechen).
  2. Zu den Top 3 der Informationskanäle gehören Suchmaschinen (inkl. Suchmaschinenwerbung), das persönliche Umfeld und – wer hätte das gedacht – Print.
  3. 75 Prozent der Befragten empfinden Werbung oder werbeähnliche Inhalte auf Social Media nervig, obschon 40 Prozent Werbung im Allgemeinen mögen.
  4. 52 Prozent der Befragten nutzen Social-Media-Kanäle ausschliesslich privat – und das obwohl ein überproportionaler Anteil der Teilnehmenden in der Kommunikationsbranche arbeitet.

Fazit: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast, wie Churchill einst sagte. Meine Umfrage ist wirklich zu wenig aussagekräftig, um damit allgemeingültige Gesetzmässigkeiten abzuleiten. Dennoch zeigt sie zwei Tendenzen auf: Zum einen, dass Social-Media-Kanäle für private Zwecke wie Kontakt zu Freunden, Unterhaltung oder Ablenkung genutzt werden und nicht für geschäftliche oder wirtschaftliche Entscheide; zum anderen, dass Werbung dort Akzeptanz findet, wo sich Konsumenten informieren wollen und Zeit dafür haben – also bei der konkreten Suche in Suchmaschinen, innerhalb des persönlichen Umfelds oder beim Lesen von Zeitungen und Zeitschriften.

Folgen für die Praxis

Social Media sind also nicht per se ungeeignet fürs Marketing. Allerdings sollte die Sicht der Konsumenten in den Vordergrund rücken, nicht diejenige der Marketer und schon gar nicht diejenige der Controller (die ja bekanntlich Killer jeglicher Kreativität sind, aber das ist ein anderes Thema).

Für die Praxis ergeben sich dadurch die folgenden Empfehlungen:

  • Social Media eignen sich im B2B-Marketing höchstens für die Personalrekrutierung und Verbreitung von relevanten Unternehmensnachrichten, nicht jedoch als Verkaufs- oder Umsatzkanal. Sie können zudem in der Unternehmenskommunikation hilfreich sein – z. B. als Erweiterung zu Unternehmenspublikationen wie Mitarbeiter- oder Kundenmagazinen. Im Allgemeinen haben nach wie vor nur wenige Angestellte im Büroalltag Zugriff auf Social Media, weshalb es zu prüfen gilt, inwieweit ein Engagement auf diesen Plattformen hinsichtlich der vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen sinn- und wirkungsvoll ist. Damit nehmen wir uns selbst an der Nase und evaluieren derzeit den Nutzen und Sinn unserer Social-Media-Präsenz im B2B-Sektor.
  • Im B2C-Marketing sollten sich die Unternehmen darauf konzentrieren, die Konsumentenbedürfnisse wahrzunehmen und dafür Unterhaltungsvideos und persönliche Geschichten zu publizieren oder ein Helpdesk einzurichten. Vor allem müssen sie sich bewusst sein, dass die sozialen Netzwerke hierbei die Interaktion zwischen den Konsumenten und dem Unternehmen fördern sollen. Es sind keine Verkaufs- und Absatzkanäle, sondern Instrumente für Kundenservice und Imagepflege.
  • Weniger ist mehr: Bei gleichzeitig sinkender Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer und steigender Selbstdarstellungs- und Geltungssucht im Netz lohnt es sich, die Konsumenten zwischendurch über andere Kanäle zu bedienen (Stichwort: Empfehlungs- oder Dialogmarketing) oder schlicht mal in Ruhe zu lassen. Denn sonst passiert das, was bisher in den sozialen Netzwerken schon oft zu beobachten war: Sobald Marketingzombies einen neuen heissen Scheiss gefunden haben und gierig nach den Konsumenten greifen, fliehen Letztere zur nächsten Plattform, bis diese wieder zum nächsten Marketing-Mekka ausgerufen wird (aktuell: Snapchat und Instagram). Und das wiederholt sich am Laufmeter – trotz (oder gerade wegen) modernster Messmethoden und bunter Statistiksträusse.

Darum unser abschliessender Tipp an Sie: Sie müssen nicht jeden Seich mitmachen. Schliesslich sind laut Henry Ford 50 Prozent der Werbegelder sowieso für die Tonne. Und weil wir selbst im Zeitalter der Messmanie nicht wissen, welche 50 Prozent das sind, raten wir Ihnen, mehr in die Kundenbeziehungen zu investieren und weniger in die Effekthascherei – halten Sie es also wie Ford: «Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.»

Weitere zum Schmunzeln animierende Artikel rund um Reichweite und Social Media:

Ihr Team von der TRANSLATION-PROBST AG

PS: Bitte entschuldigen Sie die teilweise entglittene Ausdrucksweise – beim nächsten Mal wird’s wieder anständiger – versprochen!

Wort der Woche «KMU»

99 Prozent aller Schweizer Unternehmen sind KMU – insgesamt 561‘619 Firmen. Zwei Drittel aller Beschäftigten arbeiten in einem KMU, im Schnitt sind es fünf Personen pro KMU, schweizweit fast drei Millionen Menschen. Interessante Zahlen und Fakten des Bundesamts für Statistik – deshalb widmen wir unser Wort der Woche den KMU.

Wort der Woche «KMU»

Mehr KMU statt Wallstreet

In den Wirtschaftsnachrichten hören wir regelmässig von Rekordumsätzen und Milliardengewinnen der Multis, staunen über manch einen Bonus-Exzess und ärgern uns, wenn eine Grossbank wieder mit Steuergeldern gerettet wird. Ganz im Versteckten dagegen, fast schon in Heinzelmännchen-Manier, agieren die vielen KMU, die es ebenfalls mal verdient hätten, erwähnt zu werden. Darum nun eine Hymne auf all die kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz und darauf, warum sie neben den Grosskonzernen sowohl für unsere Wirtschaft als auch für unsere Steuergemeinden wichtig sind.

Patron vs. Profitgier

KMU sind häufig inhabergeführt und verfolgen eine Strategie des langfristigen Unternehmenserfolgs, weil ihre eigene Existenz davon abhängt. Bei Konzernen und Grossbanken ist diese Eigenschaft zunehmend verloren gegangen – nicht zuletzt wegen ihrer Grösse und der fehlenden internen Kontrolle: Zu häufig sind die Manageretagen von kurzfristiger Profitgier getrieben, ja fast schon von ihr infiziert. Und glaubt man Suchtforschern, spielen sich im Gehirn von Spekulanten dieselben Mechanismen ab wie bei Heroin- oder Spielsüchtigen, was früher oder später zu irrationalen Handlungen führt – wie bei der Finanzkrise vor acht Jahren.

Gut, an der Wallstreet ist neben faulen Krediten auch viel Koks im Spiel, was das Ganze noch stärker als Beinahe-Suchtkrankheit wirken lässt. In Zukunft käme es die Weltwirtschaft vermutlich um einiges günstiger, ihre Manageretagen regelmässig in Entzugskliniken zu schicken. Das würde zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, weniger Wirtschaftsblasen produzieren, und so wären auch keine Rettungsschirme nötig. Aber zum Glück gibt es da noch den Patron und die Familienunternehmerin, die mit ihren Angestellten und Kunden sorgsamer umgehen, weil sie sich keinen goldenen Fallschirm besorgen können, sollten sie ihr Unternehmen mit voller Wucht gegen die Wand fahren.

Lokale und regionale Stütze

Steuergünstige Gemeinden ziehen in erster Linie grosse Unternehmen aus dem Ausland an. Nicht wegen der Infrastruktur oder der hoch qualifizierten Mitarbeiter, wie häufig behauptet wird. Es geht eher um den Stutz, der nach Panama und Co. verschifft wird, als um die lokale oder regionale Stütze. Die KMU dagegen sind auch in steuerteuren Gemeinden ansässig, weil sie mit der Region verwurzelt sind und dort ebenfalls Aufträge vergeben sowie Personal beschäftigen, das wiederum Einkommenssteuern bezahlt.

Im Übrigen bezahlen Unternehmen in der Schweiz generell wenig bis gar keine Unternehmenssteuern, wie ein Artikel der NZZ zeigt. Steueroasen-Befürworter würden an dieser Stelle einwenden, dass grosse wie kleine Firmen Arbeitsplätze schaffen, aus denen dann die interessanteren Steuererlöse aus der Einkommenssteuer hervorgehen. Oder sie investieren in die Infrastruktur, was uns allen auch zugutekommt. Doch Grossunternehmen sind in Sachen Steueroptimierung ziemlich launisch: Sie können zwar viele Arbeitsplätze in kurzer Zeit schaffen, doch vernichten sie diese noch rascher, wenn sie ihren Sitz verlagern oder Produktionen ins Ausland verlegen. KMU hingegen haben diese Möglichkeit oft nicht, was der Schweizer Volkswirtschaft mehr Stabilität verleiht, als wenn ein Big Player von der einen zur anderen Oase hüpft.

Persönlicher und familiärer

Für Arbeitnehmende können KMU sogar die interessanteren Arbeitsstellen bieten, weil man in einem KMU nicht nur ein kleines Rädchen im Getriebe eines Grossunternehmens ist, sondern auch Schlüsselpositionen besetzt und sich mit zunehmender Beschäftigungsdauer ein spezifisches Firmen- und Fachwissen aneignet, auf das ein KMU nicht verzichten will bzw. kann. So kommt das KMU in Sachen Weiterbildung oder Gratifikationen den Beschäftigten eher entgegen. Nicht, dass es das in Grossunternehmen nicht gibt. Doch oft ist ein Mitarbeiter dort bloss ein Nümmerchen. Auch ist die Arbeitsatmosphäre in KMU persönlicher und familiärer. Davon profitieren auch Kunden, weil sich die Mitarbeitenden eher mit einem KMU als mit einem Konzern identifizieren können und mit Kunden so umgehen, als wären es die eigenen.

Ein Hoch also auf die KMU. Ein Hoch aber auch auf alle Unternehmen, die mehr auf den langfristigen Erfolg fürs Gemeinwohl setzen als auf die Profitmanie einzelner Schlips- und Koksabteilungen – das bringt uns allen mehr, nicht nur dem einen Prozent mit dem 90%igen Gesamtvermögen der Welt.

Ihr Team der TRANSLATION-PROBST AG

Wort der Woche «Unternehmenskommunikation»

«Man kann nicht nicht kommunizieren», pflegte einst der österreichisch-amerikanische Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick zu sagen. Dieser Lehrsatz gilt ganz besonders für Unternehmen und damit für unser Wort der Woche «Unternehmenskommunikation».

Ehrlichkeit währt am längsten – auch in der Unternehmenskommunikation.

Ehrlichkeit währt am längsten – auch in der Unternehmenskommunikation.

Unternehmenskommunikation umfasst sämtliche Kommunikationsaktivitäten eines Unternehmens – ob nach innen oder nach aussen gerichtet. Fernab all der Kommunikationstheorien nach Bruhn, Luhmann und Co. ist eines in der Unternehmenskommunikation zentral: der Inhalt. In unserem Wort der Woche geben wir Ihnen ein paar Anregungen, wie Sie Inhalte für eine gehaltvolle Unternehmenskommunikation generieren.

Echte Werte dank echter Geschichten
Die Unternehmen sind einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt. Den Erfolg erreichen Sie mit einer zukunftsträchtigen Marktleistung und einer starken Markenführung. Den Wert einer Marke bestimmt nicht alleine der Innovationsgrad eines Produkts bzw. einer Dienstleistung, sondern auch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt und die der Marke eine Identität verleiht. Mit Geschichten hauchen Sie Ihrer Unternehmenskommunikation Leben ein und schaffen somit einen unverkennbaren Wert Ihres Unternehmens und Ihrer Unternehmenskultur.

Voraussetzung für echte Werte sind echte Geschichten von Menschen, die mit Ihrem Unternehmen verbunden sind. Das kann ein kurioses Hobby Ihrer Mitarbeitenden sein, ein soziales Projekt, dem Sie sich annehmen, oder die Entstehungsgeschichte Ihres Unternehmens.

Augen auf im Alltag
Um genügend Geschichten zu finden, die Sie erzählen können, müssen Sie lediglich Ihre Augen im Alltag aufmachen und erkennen, was Menschen innerhalb und ausserhalb Ihres Unternehmens beschäftigt. Involvieren Sie dabei Ihre Mitarbeitenden – denn Sie sind letztlich das Gesicht Ihres Unternehmens, das mit Ihrer Kundschaft in Kontakt tritt. Und je mehr Ihrer Mitarbeitenden an der Unternehmenskommunikation beteiligt sind, umso höher ist ihr Identifikationsgrad mit Ihrem Unternehmen, weil sie sich ernst genommen fühlen und somit zu wertgeschätzten Repräsentanten ihrer Firma avancieren.

Unternehmenszeitungen schaffen eine starke Identifikation 
Mit Unternehmenspublikationen wie einer Mitarbeiter- oder Hauszeitung schlagen Sie gleiche mehrere Fliegen mit einer Klappe: Sie informieren über wichtige Neuerungen im Betrieb, können komplizierte Sachfragen vereinfacht darstellen, den Mitarbeitenden das Wort erteilen sowie Kunden und Projekte vorstellen. Regelmässig erscheinende Unternehmenszeitungen schaffen nach innen eine starke Identifikation und nach aussen eine hohe Glaubwürdigkeit, weil Ihre Kunden Ihr Unternehmen greifbarer und persönlicher erleben – ohne all den Werbesprech, dem sie sonst so begegnen.

Die Themen einer Unternehmenszeitung sind so vielfältig wie das Unternehmen und seine Menschen selbst:

  • Jubiläen und Geburtstage jeglicher Art
  • Impressionen von Team-Anlässen, Messeauftritten oder Kundenevents
  • Erfolge, Auszeichnungen und Zertifizierungen
  • Alles, was neu ist: neue Produkte, neue Standorte, neue Partnerschaften
  • Blick hinter die Kulissen: Was machen Ihre Mitarbeitenden den ganzen Tag? Welche spezialisierten Tätigkeiten üben sie aus? Wegen welcher Eigenschaften haben Sie Ihre Mitarbeitenden eingestellt?
  • Kundeninterviews und Mitarbeiterporträts
  • Corporate Social Responsibility – oder was tut Ihr Unternehmen Gutes für Mensch und Umwelt?
  • Rätsel, Wettbewerbe und Unterhaltsames

Weitere Kanäle der Unternehmenskommunikation 


Neben einer Unternehmenszeitung gibt es weitere Kanäle, die Sie mit Geschichten aus Ihrem Unternehmen füllen können:

  • Websites, Blogs und Social Media – je nach Ressourcen und Kommunikationsstrategie
  • Intranet, Mitarbeiter-Infos, Workshops/Schulungen, Hausmitteilungen, Ideenwettbewerb für Verbesserungen im Betrieb oder bei Produkten
  • Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Kunden- oder öffentliche Anlässe (z. B. Tag der offenen Tür)

Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Egal, für welchen Kanal Sie sich entscheiden: Wichtig für eine erfolgreiche Unternehmenskommunikation sind Elemente wie Transparenz, zeitnahe und crossmediale Kommunikation. Und vor allem Ehrlichkeit.