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Artikel Tagged ‘Corporate Language’

Wort der Woche «Einheitlichkeit»

1. Juni 2014

Jeden Tag wird die Website der TRANSLATION-PROBST AG von Besuchern durchstöbert. Manchmal kommt es allerdings vor, dass ein Begriff nicht sofort gefunden wird. Dann wird in der Such-Box gesucht. Einer der am häufigsten gesuchten Begriffe ist «einheitlich» bzw. «Einheitlichkeit». Gemeint ist dabei die «Einheitlichkeit» der Sprache bzw. des Textes – ein wichtiger Teil der Corporate Language. Deshalb machen wir es hier zu unserem Wort der Woche.

shutterstock_173282471Die Einheitlichkeit des Textes hat eine sehr lange Geschichte, vor allem in der Literatur. Für das Theater wurden im 16. Jahrhundert im Rückgriff auf Aristoteles die Einheit von Zeit, Raum und Handlung proklamiert. Ein Theaterstück sollte lediglich die Zeit der Aufführung bzw. eines Tages umfassen, am gleichen Ort spielen und alle Aktionen sollten dem Fortgang einer Handlung dienen. Diese Regel hatte bis weit in die Neuzeit hinein Gültigkeit. Der Roman, vor allem in seiner Blütezeit im 19. Jahrhundert, setzte sich zum Ziel, ein Weltmodell zu schildern, «das die Komplexität und Fülle der Lebenserfahrungen und Diskurse einer Zeit abbilden und/oder in sich aufnehmen kann» (Basislexikon zur literaturwissenschaftlichen Terminologie). Diese Idee war eng mit der Einheitlichkeit der Romangestaltung verbunden. In der Moderne, d.h. vor allem in der Zeit um 1900, begann der Zweifel an der Möglichkeit, die Lebenserfahrungen und Diskurse einer Zeit in ihrer Ganzheit zu erfassen und darzustellen. Wahrnehmung wurde zunehmend als fragmentarisch, perspektivisch betrachtet. So entstanden Romane, die aus einer engen Sichtweise, etwa eines erfolglosen Annoncenakquisiteurs oder eines Kindes, das nicht erwachsen werden will, erzählt wurden. Andere Romane wurden aus unterschiedlichen Perspektiven und so auch auf verschiedenen Stilebenen erzählt. Einheitlichkeit ist seither kein Kriterium für die Qualität eines Romans mehr.

Damit haben wir uns aber sehr weit von den Bedürfnissen derer entfernt, die auf der Website der TRANSLATION-PROBST AG nach dem Begriff «Einheitlichkeit» suchen. Ihnen geht es vielleicht in der Freizeit um Literatur, doch bei ihrer Arbeit haben sie mit Fachtexten aus den Bereichen Marketing, Technik oder Jurisprudenz zu tun. Wie steht es denn hier mit der Einheitlichkeit der Texte?

Viele haben in der Schule gelernt, zu einem guten Stil gehöre, Wörter möglichst nicht zu wiederholen. Auch Stilisten sprechen sich dagegen aus, sie nennen es dann Redundanz. So findet man eben Texte, denen man ansieht, dass in ihnen krampfhaft immer wieder andere Begriffe für die gleiche Sache gesucht wurden. Das tönt aber nicht nur gezwungen, sondern hat bei Fachtexten auch verheerende Auswirkungen. Denn in Fachtexten haben Wörter nicht bloss eine annähernd umschriebene Bedeutung, sondern die zentralen Begriffe sind eindeutig definierte Fachausdrücke. Sie durch Synonyme – die Bedeutung von Synonymen ist nie vollständig deckungsgleich – zu ersetzen, macht einen Fachtext äusserst unpräzis.

Dass in einem Fachtext identische Fachbegriffe verwendet werden müssen, leuchtet denen, die in ihrer täglichen Arbeit mit solchen Texten zu tun haben, relativ schnell ein. Doch «Einheitlichkeit» bezieht sich auf verschiedene Ebenen eines Textes. Damit die Corporate Language einem Unternehmen Identität verleihen kann, ist auch Einheitlichkeit auf der orthografischen und grammatikalischen Ebene nötig. Das scheint auf den ersten Blick problemlos, denn um diese Einheitlichkeit zu erreichen, müssen doch nur die geltenden Regeln angewendet werden. Das stimmt zwar im grossen Ganzen, doch seit einigen Jahren ist auf die Regeln nicht mehr unbedingt Verlass. Bei der Rechtschreibreform ist es zu einem eigentlichen orthografischen Paradigmenwechsel gekommen. Der Duden – nach wie vor das verbindliche Regelwerk – gibt für sehr viele Wörter und Situationen nicht mehr die richtige Form vor, sondern lässt Wahlmöglichkeiten offen. Verwendet ein Unternehmen in seinen Texten nun einmal die eine, ein andermal die andere Form, so schafft diese Uneinheitlichkeit den Eindruck von Fehlerhaftigkeit, was für deren Image kein Vorteil sein kann. Dazu kommt etwas anderes: Hauptsächlich die Globalisierung hat zu einer eigentlichen Überschwemmung des deutschen Sprachraums mit englischen Sprachelementen gebracht. Somit stehen die Verantwortlichen für die Corporate Language eines Unternehmens vor der der Frage, ob sie nun «Geschäftsführer» oder «Manager» oder gar «Chief Operating Officer» schreiben sollen. Und wie schreibt sich «Chief Operating Officer» in einem deutschsprachige Text? Klein wie auf Englisch oder gross, weil es ja nun «auf Deutsch» geschrieben wird, und braucht es Bindestriche, wie man sie auf Deutsch eigentlich machen würde?

Eine andere Ebene der sprachlichen Einheitlichkeit ist der Stil. Hier geht es nicht allein um die Einheitlichkeit innerhalb eines Textes, sondern auch um die Einheitlichkeit einer Textsorte: Tönt eine einfache interne Mitteilung, sagen wir über neue Telefonnummern, wie eine Laudatio bei der Verleihung des Literaturnobelpreises, so reagieren die Adressaten zumindest mit Befremden. Für die stilistische Einheitlichkeit innerhalb eines Textes sind viele Elemente verantwortlich: Wortwahl, Satzgestaltung, Angemessenheit, Originalität usw.

Also ein komplexes Thema. Und auch ein wichtiges: Bei den Korrekturarbeiten der TRANSLATION-PROBST AG nehmen Massnahmen zur Vereinheitlichung eines Texten einen recht grossen Anteil ein. Er ist jedenfalls grösser als die Korrektur falsch geschriebener Wörter.

Website in 14 Sprachen übersetzt − wie der Kanton Zug kommuniziert

27. Januar 2014

Ein Kanton, vierzehn Sprachen: Der Kanton Zug ist die erste Behörde, die mit ihren Einwohnern und Touristen in weit mehr als den Landessprachen kommuniziert – auch auf Chinesisch, Arabisch Kroatisch u.v.a. Damit trägt die Kantonswebsite entscheidend zur Integration bei. Mit dieser Aktion ist der Kanton Zug in der Schweiz Pionier.

Dr. Marc Höchli, Kommunikationsbeauftragter des RegierungsratesZuzüger, Touristen wie auch Unternehmen: Alle stossen im Kanton Zug auf eine offene Kommunikation. Der Kommunikationsbeauftragte des Regierungsrates, Dr. Marc Höchli, erhielt durchwegs positive Rückmeldungen, als die Zuger Website in vierzehn Sprachen aufgeschaltet wurde. Der personelle und finanzielle Aufwand hielt sich dabei in Grenzen.

Wenn Sie mehr über das Schweizer Pionierprojekt wissen möchten, lesen Sie dazu den vollständigen Artikel inklusive Interview mit Dr. Marc Höchli. Erfahren Sie auch, wie teuer eine vierzehnsprachige Website ist und was es dabei kulturell zu berücksichtigen gibt.

Das Altstadt, das Wahrzeichen von Zug

Mit Kommunikation zum Erfolg

10. Dezember 2013

daniel_meierWas verbindet einen Ultratriathlet mit einem Unternehmen? Kommunikation. Wie Watzlawick sagte: Man kann nicht nicht kommunizieren − ob als Unternehmen oder als Person. Lesen Sie, worin sich die Kommunikation unterscheidet.

Können Sie sich vorstellen, 3,8 km zu schwimmen, 180 km Velo zu fahren und 42,2 km zu laufen? Das sind «nur» die Distanzen eines Ironmans. Daniel Meier ist ein Schweizer Ultratriathlet und bewältigte während 21 Tage 21 Ironmans – ein neuer Schweizerrekord. Während seiner Ruhephase in Winterthur erzählt er uns, wie er mit viel Training diese Strapazen durchgehalten hat und wie es ihm gelingt, mit Selbstgesprächen seinem Körper Energie zuzuführen.

Weltweit ist es nur ein kleiner Kreis von verrückten Ultratriathleten, die den Körper und den Kopf so wie Dani Meier herausfordern. Am diesjährigen 21-fachen Ultratriathlon in Italien schwamm er 79,8 km in einem 25-Meter-Becken, fuhr 3780 km mit dem Velo und lief 886,2 km, beides in einer Schlaufe. Von den 22 Athleten, die an den Start gingen, waren am Schluss noch neun dabei. Dies beweist, wie hart dieser Wettkampf ist.

Sprachbarrieren verhindern den Smalltalk

An diesen Wettbewerben sind jeweils die gleichen Gesichter anzutreffen, man spricht in der Szene vom «Mythos der Ultratriathlonfamily». In Italien war Daniel Meier beispielsweise der einzige Schweizer Teilnehmer. Wegen dieser Internationalität wird normalerweise in Englisch sowie in der jeweiligen Landessprache des Veranstalters kommuniziert. Dank seines Tessiner Betreuers wurden ihm der organisatorische Aufwand in Italien abgenommen.

Doch gegen die Monotonie wünscht sich Dani Meier, zwischendurch mit seinen Mitstreitern etwas Smalltalk führen zu können – für jeden durchschnittlichen Menschen ist dies unter solchen Bedingungen unvorstellbar. Allerdings ist es für Meier weniger die körperliche Anstrengung als das weniger gute Englisch, das ihn vom Diskutieren abhält. Denn um in einer anderen Sprache zu kommunizieren, benötigt er in der Müdigkeit viel Konzentration und verbraucht somit wertvolle Energie für die kommenden Kilometer. So kommunizieren die Ultratriathlet-Freunde eher mit einem flotten Spruch wie «good job», einem Lächeln oder einem Handzeichen. Meier fokussiert mental vermehrt auf seine Selbstgespräche.

«Meier konzentrier dich!»

Um solche körperlichen Herausforderungen zu meistern, muss die Konzentration während Stunden und Tagen aufrechterhalten werden. Dafür trainiert der Mentaltrainer und Medizinische Masseur Daniel Meier als Vorbereitung auf den 21-fach-Ultratriathlon oftmals nachts am Rheindamm, damit er mit seinen Gedanken noch «einsamer» ist. Seine Themen für Selbstgespräche ordnet er in mentale Schubladen. Zum Beispiel befinden sich in der Schublade «Schmerzbekämpfung» Sätze wie «Meier konzentrier dich! » oder «ganz ruhig!».

In der Schublade «Energie» hingegen werden Diskussionen mit Personen rekonstruiert und je nach Energiebedarf angriffiger gestaltet. Allerdings müssen negative Gedanken verhindert werden: Diese können sonst zu einer negativen Energiespirale führen, was Meier aus dem Rhythmus bringen könnte. Dass ihm nach drei Wochen der Gesprächsstoff ausgehen kann, ist verständlich. Dani Meier kann aber aus einer einzigen SMS drei Energiequellen ziehen – den Absender, die Nachricht und die Antwort. Zu jedem dieser Themen fallen ihm viele Fragen ein, woraus er wieder positive Energie schöpfen und erfolgreich mit sich selber kommunizieren kann.

Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg sowie viel mentale und körperliche Kraft!

Steigern Sie mit «Corporate Content» Ihre Verkäufe

18. November 2013

corporate_contentFällt es Ihnen immer schwerer, sich gegenüber Ihren Mitbewerbern prägnant abzugrenzen? Bereitet Ihnen ausserdem die zunehmende Digitalisierung Sorgen? Dann kann ich Sie trösten: Sie sind nicht alleine. Vielen Unternehmen geht es so. In dieser Situation ist es für Sie elementar, dass Sie auf allen Kanälen einheitlich und unverkennbar kommunizieren. Sie können sich nur von der Masse abheben, wenn Sie eine eigene Sprache für die Verständigung zwischen Ihnen und Ihren Kunden entwickeln – anhand eines «Corporate Contents».

Bestimmt kennen Sie den Begriff «Corporate Identity und Design», die praktisch jedes Unternehmen schon in irgendeiner Form für sich entdeckt und umgesetzt hat. Doch braucht ein Unternehmen mehr als ein gutes Erscheinungsbild: Was ein Unternehmen ebenso verkörpert − man könnte auch sagen: seine Seele widerspiegelt −, ist die eigene Sprache. Gefragt ist ein unverwechselbarer «Corporate Content». Einen solchen gestalten Sie mit einem Corporate Wording bzw. einer firmeneigenen Terminologie.

Eine kundenfreundliche und kundenorientierte Sprache führt langfristig zu einem anhaltenden Erfolg. Denn sie steigert den Verkauf Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung und bringt zudem noch weitere Vorteile:

  • Höhere Wiedererkennung: Kennt ein Kunde Ihr Unternehmen, erleichtert dies seinen Entscheidungsprozess, da eine hohe Wiedererkennung auch eine hohe Glaubwürdigkeit ausstrahlt, was wiederum mehr Umsatz bringt.
  • Stärkere Abgrenzung: Einzigartigkeit finden Menschen attraktiv und fühlen sich magisch zu ihr hingezogen. Verbinden Sie Ihre USP mit einer unverwechselbaren Sprache und fesseln Sie Ihre Kunden. Damit bleiben Sie dauerhaft in Erinnerung.
  • Bessere Suchmaschinen-Performance: Texte, die verständlich, einheitlich und unmissverständlich sind, führen den potenziellen Kunden direkt von den Suchmaschinen auf Ihre Website oder auf Ihre Angebote. Die richtigen und einheitlichen Formulierungen werden dabei auch von den Suchmaschinen als relevant eingestuft, was Ihnen eine bessere Suchmaschinen-Performance bringt. Ausserdem hilft Ihnen ein konsistenter Inhalt auch in der Formulierung anderer Texte – ob für Broschüren, Websites, Social Media Einträge, Anzeigen, Plakate oder Produktbeschriebe.

Eine einheitliche Terminologie steuert massgeblich zu Ihrem Unternehmenserfolg bei, Sie erreichen damit sowohl on- als auch offline ein starkes Image.

Damit Ihnen Texte gelingen, gibt es ein paar Grundregeln, die Sie beachten sollten:

  1. Titel: Formulieren Sie kurz, knackig und reizvoll (Schlagzeilen-Stil).
  2. Lead: Beantworten Sie die wichtigsten Fragen des Lesers: Wer macht was, wann, wo, warum, in welcher Form und für wen?
  3. Darstellung: Strukturieren und portionieren Sie Ihre Texte mit Abschnitten, Zwischentiteln und Info-Boxen.
  4. Stil: Seien Sie sich selbst und vermeiden Sie übermässige Adjektive oder gängige Floskeln.
  5. Zielgruppe: Sprechen Sie die Probleme Ihrer potenziellen Kunden an: Wo drückt der Schuh? Wie können Sie eine Lösung für Ihre Kunden formulieren? Nur das bringt einen Mehrwert und macht Ihren Text lesenswert.
  6. Satzbau: Schreiben Sie kurze Sätze; verzichten Sie auf endlose Verschachtelungen.
  7. Textform: Wechseln Sie ab zwischen Interviews, Reportagen, Kommentaren oder Mitteilungen. Tipp: Schauen Sie, wie es die Nachrichtenredaktionen machen.
  8. Schlüsselwörter: Markieren Sie wichtige Schlüsselbegriffe im Text. Damit zeigen Sie den Leserinnen und Lesern schnell, worum es im Text geht.

Wenn Sie künftig Ihren Kunden gegenüber noch glaubwürdiger auftreten möchten, jedoch selbst zu wenig Zeit für die richtigen Formulierungen oder die Terminologie haben, unterstützen wir Sie gerne mit passgenauen Marketingtexten. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf – wir beraten Sie gerne: 0840 123 456.

White Paper: Texten Sie sich zum Messeerfolg!

12. Juli 2013

Ein erfolgreicher Messeauftritt steht und fällt mit der richtigen Kommunikation vor, während und nach der Messe. Dabei ist es nicht nur entscheidend was Sie sagen bzw. schreiben, sondern vielmehr wie Sie Ihre Botschaft vermitteln.

Denn um neue Leads zu generieren, benötigen Sie Texte, die Ihre Zielgruppe abholen. Nur wenn Ihre Botschaft ankommt, werden Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung auch verkaufen. Wie Ihre Texte konkret aussehen müssen, damit der Messebesucher seinen Mehrwert schneller bei Ihnen als bei der Konkurrenz erkennt, können Sie in unserem neuen White Paper nachlesen. Um dieses zu erhalten, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an marketing@translation-probst.com mit dem Betreff «White Paper». Gerne schicken wir Ihnen dieses dann als PDF-Dokument zu.

Messestand Translation-Probst

Messestand der TRANSLATION-PROBST AG

Ein erfolgreicher Messeauftritt steht und fällt mit der richtigen Kommunikation vor, während und nach der Messe. Dabei ist es nicht nur entscheidend was Sie sagen bzw. schreiben, sondern vielmehr wie Sie Ihre Botschaft vermitteln. Denn um neue Leads zu generieren, benötigen Sie Texte, die Ihre Zielgruppe abholen. Nur wenn Ihre Botschaft ankommt, werden Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung auch verkaufen.

Wie Ihre Texte konkret aussehen müssen, damit der Messebesucher seinen Mehrwert schneller bei Ihnen als bei der Konkurrenz erkennt, können Sie in unserem neuen White Paper nachlesen.

Um dieses zu erhalten, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an marketing@translation-probst.com mit dem Betreff «White Paper». Gerne schicken wir Ihnen dieses dann als PDF-Dokument zu.