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Public Viewing Rumänien – Schweiz

21. Juni 2016

Networking in vergnüglicher Atmosphäre und dabei Fussball schauen – es gibt nur wenig Angenehmeres. Gemeinsam mit dem KMU-Verband, der Fabrikkirche Winterthur und Probst Rechtsanwälte lud die TRANSLATION-PROBST AG Entscheidungsträger und Marketers ein, die Schweizer Nati im Gruppenspiel zu unterstützen.

Gemütliches Beisammensein mit bester Sicht auf die Leinwand.

Gemütliches Beisammensein mit bester Sicht auf die Leinwand.

Mittwochabend, 15. Juni 2016 – der Dauerregen gönnt sich eine kurze Pause. Gegen 17 Uhr treffen sich knapp hundert Gäste vor den Büroräumlichkeiten des Winterthurer Übersetzungsbüros, um in geschlossener Formation zur nahegelegenen Fabrikkirche zu flanieren. Dort werden sie bereits erwartet: Haldengut und Coca-Cola stellen die Getränke und Subway frische Sandwiches bereit. Die Leinwand flimmert seit dem Russlandspiel, der Kommentator ist schon leise zu vernehmen. Bei den Ankömmlingen macht sich nicht erst mit dem ersten kühlen Bier aus der Bügelflasche eine gewisse Vorfreude auf einen gemütlichen und – hoffentlich – spannenden Abend bemerkbar.

Nach einer kurzen Begrüssung durch die Gastgeber, repräsentiert durch Roman Probst und Nik Gugger, folgt auch bereits der Anpfiff zur Partie. Als das erste Tor für Rumänien fällt, geht ein Raunen durch die Zuschauerränge. Ein Raunen: Die Contenance wird gewahrt.

In der Pause weiss der geladene Winterthurer Kult-Stürmer Patrick Bengondo im Interview mit Roman Probst die Gäste mit erfrischenden Anekdoten aus seiner Sportlerlaufbahn zu amüsieren. Für ihn sei Lichtsteiner, trotz des Fauxpas, der beste Spieler auf dem Platz, berichtet er und erntet Lacher und Beifall zugleich. Auch während der zweiten Halbzeit mischt er sich unter die Zuschauer und plaudert ungezwungen, die Leinwand im Auge behaltend.

Roman Probst mit Patrick Bengondo beim Interview in der Halbzeit.

Roman Probst mit Patrick Bengondo beim Interview in der Halbzeit.

Jetzt erlöst Mehmedi die Besucher des Public Viewings durch seinen Ausgleichstreffer, und die Stimmung wird schlagartig gelöst. Liegt für die eigentlich dominierenden Schweizer gar ein Sieg drin? Doch als der Schlusspfiff ertönt und alle irgendwie erleichtert sind, zieht es die Mehrheit nach Hause, wo auf manche das Neun-Uhr-Spiel wartet. Höflich und herzlich bedanken sich Viele für den gelungenen Abend, loben die Organisation und versichern, sie liessen sich den nächsten Anlass bestimmt nicht entgehen.

Wort der Woche «Rumänien»

13. Juni 2016

Was wissen Sie über Rumänien? Dass deren Nationalmannschaft an der EM in der Schweizer Gruppe spielt. Und dass Taschendiebe und Kommunisten von dort kommen. Und sonst nichts? Wir finden, dass es an der Zeit ist, diese Wissenslücke zu schliessen und Rumänien die Ehre zu erweisen.

Public Viewing ROU:SUI mit der TRANSLATION-PROBST AG

Mehr Wissen über Rumänien dank der Euro2016

Kaum bekanntes Juwel der Tourismusbranche
Rumänien liegt im Grenzraum zwischen Okzident und Orient – eingebettet zwischen fünf Ländern, am Fusse der Karpaten und an den Ufern des Schwarzen Meeres. Die Tourismusbranche nennt den Küstenabschnitt der «Perle des Ostens» mit seinen traumhaften Sandstränden die rumänische Riviera. Auch sonst wartet Rumänien mit unzähligen Sehenswürdigkeiten auf: einem eigenen Mount Rushmore, Draculas Schloss, dem «kleinen Wien», dem «kleinen Paris» und dem Donaudelta.

Lebendige Kultur und Sprachenvielfalt
Bedingt durch seine Geschichte, die von der antiken Besetzung durch die Römer über den Einfall der Osmanen bis zum Niedergang der sozialistischen Diktatur reicht, verfügt Rumänien über eine reichhaltige und lebendige Kultur. Von den knapp 21 Millionen Rumänen spricht die deutliche Mehrzahl Rumänisch (Limba Românǎ), gefolgt von Ungarisch und – je nach Region – Englisch und Französisch. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts machten die deutschsprachigen Siebenbürger Sachsen und Donauschwaben einen hohen Anteil an der Bevölkerung aus; ihre Zahl sank aber stetig bis auf heute 2,2 Prozent. Zu Unrecht berüchtigt ist das Land auch der Roma wegen – denn diese machen lediglich 3,3 Prozent der Bevölkerung aus.

Sichere Züge und andere Verkehrsteilnehmer
Wegen der ineffizienten Verwaltung verursacht die Infrastruktur gewisse Probleme, obwohl Rumänien als Mitglied der EU Gelder zum Ausbau und zur Verbesserung beantragen könnte. Einzig die Bahn- und Autobahnnetze wurden renoviert und ausgebaut. Der Zustand der Haupt- und Nebenstrassen sei mit westeuropäischen Verhältnissen in keiner Weise vergleichbar, berichten Reisende. Gewarnt wird aber nicht nur vor maroden Strassen, sondern auch vor der beherzten Fahrweise der Einheimischen – und vor langsamen und unbeleuchteten Pferdefuhrwerken.

Politisch verkannt
Politisch ist Rumänien im Wandel begriffen: einst ambitionsloses Schlusslicht der Reformstaaten Ostmitteleuropas, heute stabiles Vorbild in Sachen Strukturwandel. In einer gewaltlosen Bürgerrevolution, die von allen Generationen, vor allem aber von den Jungen, getragen wurde, stürzten die Rumänen ihre äusserst korrupte Regierung. Heute ist Rumänien eine Bürgergesellschaft und ein Rechtsstaat mit einer schlagkräftigen Justiz und einer gefürchteten Antikorruptionsbehörde.

Fussballerisch ambitioniert
Im Sport sind die Rumänen nicht zu unterschätzen. Sie durften im Tennis, Rugby und vor allem im Turnen grosse Erfolge feiern. Und im Fussball? Bisher kämpfte die rumänische Nationalmannschaft an sieben Welt- und an vier Europameisterschaften, wobei sie je einmal den Viertelfinal erreichten. Bestimmt erinnern Sie sich an Gheorghe Hagi? Er wurde kürzlich zum besten rumänischen Spieler der letzten fünfzig Jahre gekürt.
Der Schweizer Janco Pascar, der einen Teil seiner Karriere im Land Draculas bestritt, berichtet: «In Rumänien wird etwas härter gespielt als in der Schweiz. Doch die Mannschaften sind auf dem Platz weniger gut organisiert; als Spieler fühlt man sich manchmal ziemlich auf sich alleine gestellt.»

Trotz des gewonnenen Wissens über diese Perle des Ostens und des daraus wachsenden Respekts wünschen wir uns am Mittwoch ein spannendes Spiel – das am Ende die Schweiz für sich entscheiden möge.

Raclette und Rösti in Mailand

2. Juli 2014
Zwei Besucher der «Giro del Gusto» - mit einem Schweizer Bier in der Hand.

Zwei Besucher der «Giro del Gusto» – mit einem Schweizer Bier in der Hand.

Vergangenen Mai konnte die Mailänder Bevölkerung auf der berühmten Piazza del Cannone vor dem Castello Sforzesco an der ersten Etappe des «Giro del Gusto» teilhaben. Der «Giro del Gusto» ist eine Initiative des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und soll als Roadshow anlässlich der Weltausstellung 2015 die Bevölkerung für das Thema Ernährung interessieren und sensibilisieren. Unsere Nachkorrektorin Marina, die an der Universität Mailand als Professorin unterrichtet, hat sich für uns am «Giro del Gusto» umgesehen.

Neben verschiedenen Attraktionen, Ruhezonen, Picknickplätzen und einem Container, der zu einer virtuellen Reise durch den neuen Gotthardtunnel einlud, stand das Herzstück: das Schweizer Haus. Dieser typisch schweizerische Holzbau war bereits an den Olympischen Winterspielen in Sotschi ein Erfolg. Über 60’000 Besucherinnen und Besucher probierten und kauften dort verschiedene Köstlichkeiten aus der Schweiz: Neben Panini mit Saucisson, Raclette, Rösti, Most und Wein gab es musikalische Unterhaltung verschiedenster Art  Folklore, Jazz und Klassik. Thematische Veranstaltungen zu Kunst, Design, Architektur, Tourismus und Gewerbe sowie Spiele und Wettbewerbe für Kinder rundeten das Programm ab.

Vorgeschmack auf NEAT und Expo 2015
Die Stadt Zürich und der Think Tank W.I.R.E. erinnerten daran, dass Mailand und Zürich in Bälde durch die Eröffnung des NEAT-Gotthardtunnels, der möglicherweise schon 2016 fertig sein wird, noch näher zusammenrücken werden.

Die Roadshow ist in Mailand (30.04.−11.05.) gestartet und zieht über Rom (22.−26.09.) nach Turin (23.−27.10.) weiter und gibt einen Vorgeschmack auf die Expo 2015. Die Weltausstellung mit dem Titel «Nutrire il pianeta, energia per vita» (Den Planeten ernähren, Energie für das Leben) findet im kommenden Jahr von Mai bis Oktober in Mailand statt. Jedes Land soll sich mit den verschiedenen Aspekten des Themas Ernährung befassen und innovative, nachhaltige Lösungen präsentieren, die unseren Planeten retten könnten.

144 Länder dabei
Bis heute haben 144 Länder ihre Teilnahme bestätigt; die Schweiz hat als erstes Land den Teilnahmevertrag unterzeichnet. Der Schweizer Pavillon präsentiert sich an der Expo 2015 auf einer Fläche von 4432 m2, auf der vier hohe Türme – gefüllt mit Lebensmitteln – stehen werden. Besucherinnen und Besucher dürfen sich frei dieser Lebensmittel bedienen, bis die Vorräte langsam schwinden. Die allmähliche Entleerung der Türme soll auf den masslosen Nahrungsmittelkonsum der westlichen Länder aufmerksam machen, zum Nachdenken über die eigenen Gewohnheiten anregen, das Bewusstsein schärfen und Nachhaltigkeit fördern.

Das Projekt des Architekturbüros Netwerch GmbH aus Brugg trägt den Namen «Confooderatio Helvetica».

Fussball-WM 2014 – Des einen Freud, des anderen Leid

7. Juni 2014
Professor Tells Herz schlägt eindeutig für die Schweizer Nati.

Professor Tells Herz schlägt eindeutig für die Schweizer Nati.

Fussball kann Freunde zu Feinden machen und Gegner zu Verbündeten. Besonders eine Weltmeisterschaft ist fähig, ein ganzes Land in einen Ausnahmezustand zu versetzen. Darauf freut sich jedoch nicht jeder.

In wenigen Tagen ist es soweit: Die Welt schaut auf Brasilien, wo sich alles um ein kugelförmiges, aus Leder oder einem anderen geeigneten Material gefertigtes, zwischen 410 und 450 Gramm schweres Objekt mit einem Überdruck zwischen 0,6 und 1,1 bar drehen wird. Diese Vorgaben jedenfalls machen laut dem Fussball-Weltverband (FIFA) aus einem Ball einen Fussball, mit dem im Herren-Profisport gekickt wird.

Zunächst mein herzlichstes Beileid allen, die mit Fussball nur wenig bis gar nichts anfangen können. Solche Menschenexemplare existieren, und keinesfalls nur in weiblicher Ausstattung. Während der WM-Tage ist es zu deren Graus schlicht unmöglich, dem Thema Fussball zu entkommen. Überall lauern versteckte Gefahren, sei es beim morgendlichen Kaffee mit den Arbeitskollegen oder dem gelegentlichen Schwatz mit dem Nachbarn, der mehrmals betont, «die Italiener sind wohl Ornithologen, was die Schwalben angeht».

Hier deshalb meine Überlebenstipps: vom 12. Juni bis 13. Juli jegliche Art von Small Talk vermeiden, den Radio und den Fernseher aus dem Fenster werfen und das Zeitungsabonnement auf Eis legen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kalkuliert die Vor- und Folgemonate am besten gleich mit. Zu sämtlichen Public Viewings, Pubs und dergleichen sollte zudem ein Abstand von mindestens 500 Metern gewahrt werden. Jetzt wäre auch der perfekte Zeitpunkt, sich zu beweisen, dass man einem Leben in digitaler Abstinenz durchaus gewachsen ist. Mit diesen Ratschlägen sollte einem fussballlosen Sommer nichts im Wege stehen, ausser man liest gerade diesen Blog, in dem, nun ja, halt auch Fussball der Ursprung allen Schreibens ist.
Nun an all jene, deren Herz ab Donnerstag genau wie meines im Fussball-Takt schlägt und die es kaum erwarten können, im Kreis der Freunde lauthals ihre Lieblingsmannschaft anzufeuern (eventuell wird es ja über den Bildschirm direkt ins brasilianische Fussballstadion übertragen, bei der heutigen Technik weiss man nie): Freut euch, fiebert mit, malt euch eure Nationalfarben ins Gesicht, trinkt ein kühles Bierchen dazu, glaubt bis zur letzten Sekunde an den Sieg – an der diesjährigen Copa do Muno FIFA, wie es auf Portugiesisch heisst, soll alles möglich sein.
 
Für wen Professor Tell und ich fanen, wird spätestens dann klar, wenn wir rufen: Hopp Schwiiz! Hop Suisse! Forza Svizzera! Hopp Svizra!

Swiss Handicap

4. Dezember 2013

Vom 29. bis 30. November 2013 fand die Swiss Handicap ’13 in der Messe Luzern statt. Rund 150 Aussteller wie Nestlé, Netcloud und die TRANSLATION-PROBST AG unterstützten den Event als Aussteller und/oder Partner.

Lesen Sie im Folgenden das Interview von Roman Probst mit Ewa Ming, der Organisatorin der Swiss Handicap ’13.

ewa-ming

Liebe Ewa Ming

Noch nie hat eine Messeorganisation eine Messe für Menschen mit Behinderung organisiert. Warum haben Sie das gemacht?
Im Bereich der Hilfs- und Kommunikationsmittel für Menschen mit einer Behinderung oder Erkrankung gibt es so viele Innovationen und Angebote, aber keine nationale Plattform, auf der diese präsentiert werden können. Diesen Treffpunkt wollten wir schaffen, aber nicht im Stil einer «normalen» Messe – damit hätten wir nie diese Resonanz erreicht. Es musste ein Ort werden, wo Begegnungen stattfinden und Inklusion gelebt werden kann.

Drei Tage ist es her, seit Sie die Türen der Messe geschlossen haben. Was hat Sie persönlich am meisten beeindruckt?
Der offene und natürliche Umgang unter allen Anwesenden – egal ob bei den Besuchern, Ausstellern oder untereinander. Gezeigt hat sich das nicht nur in den Gesprächen an den Ständen, sondern zum Beispiel auch an der Swiss Handicap Night, der Party nach Messeschluss. Da gab es keine Berührungsängste: Rollstuhlfahrer mischten sich unter die Tanzenden, und Menschen mit und ohne Behinderung feierten gemeinsam bis spät in die Nacht.

Organisieren Sie diesen Event im nächsten Jahr wieder?
Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Die Besucherzahl von 8500 zeigt, dass das Bedürfnis nach einer solchen Plattform da ist. Auch die Aussteller zeigten sich äusserst zufrieden, und viele haben bereits ihre Teilnahme fürs nächste Jahr zugesichert. Es wird also sicher eine Fortsetzung geben, voraussichtlich vom 28. bis 29. November 2014.

Warum muss man diese Messe besuchen?
Als Betroffene, weil man sich in einem professionellen und doch auch emotionalen und stimmungsvollen Rahmen über die neuesten Angebote informieren kann. Aber auch wenn man sich nicht direkt angesprochen fühlt, ist die Messe einen Besuch wert. Wer kennt nicht den einen oder anderen Betroffenen? Es ist ein Thema, das in irgendeiner Form jeden betrifft – ob selbst oder jemanden im näheren Umfeld.

Vielen Dank für das Gespräch.