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Artikel Tagged ‘Fussball’

Wort der Woche «Rumänien»

13. Juni 2016

Was wissen Sie über Rumänien? Dass deren Nationalmannschaft an der EM in der Schweizer Gruppe spielt. Und dass Taschendiebe und Kommunisten von dort kommen. Und sonst nichts? Wir finden, dass es an der Zeit ist, diese Wissenslücke zu schliessen und Rumänien die Ehre zu erweisen.

Public Viewing ROU:SUI mit der TRANSLATION-PROBST AG

Mehr Wissen über Rumänien dank der Euro2016

Kaum bekanntes Juwel der Tourismusbranche
Rumänien liegt im Grenzraum zwischen Okzident und Orient – eingebettet zwischen fünf Ländern, am Fusse der Karpaten und an den Ufern des Schwarzen Meeres. Die Tourismusbranche nennt den Küstenabschnitt der «Perle des Ostens» mit seinen traumhaften Sandstränden die rumänische Riviera. Auch sonst wartet Rumänien mit unzähligen Sehenswürdigkeiten auf: einem eigenen Mount Rushmore, Draculas Schloss, dem «kleinen Wien», dem «kleinen Paris» und dem Donaudelta.

Lebendige Kultur und Sprachenvielfalt
Bedingt durch seine Geschichte, die von der antiken Besetzung durch die Römer über den Einfall der Osmanen bis zum Niedergang der sozialistischen Diktatur reicht, verfügt Rumänien über eine reichhaltige und lebendige Kultur. Von den knapp 21 Millionen Rumänen spricht die deutliche Mehrzahl Rumänisch (Limba Românǎ), gefolgt von Ungarisch und – je nach Region – Englisch und Französisch. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts machten die deutschsprachigen Siebenbürger Sachsen und Donauschwaben einen hohen Anteil an der Bevölkerung aus; ihre Zahl sank aber stetig bis auf heute 2,2 Prozent. Zu Unrecht berüchtigt ist das Land auch der Roma wegen – denn diese machen lediglich 3,3 Prozent der Bevölkerung aus.

Sichere Züge und andere Verkehrsteilnehmer
Wegen der ineffizienten Verwaltung verursacht die Infrastruktur gewisse Probleme, obwohl Rumänien als Mitglied der EU Gelder zum Ausbau und zur Verbesserung beantragen könnte. Einzig die Bahn- und Autobahnnetze wurden renoviert und ausgebaut. Der Zustand der Haupt- und Nebenstrassen sei mit westeuropäischen Verhältnissen in keiner Weise vergleichbar, berichten Reisende. Gewarnt wird aber nicht nur vor maroden Strassen, sondern auch vor der beherzten Fahrweise der Einheimischen – und vor langsamen und unbeleuchteten Pferdefuhrwerken.

Politisch verkannt
Politisch ist Rumänien im Wandel begriffen: einst ambitionsloses Schlusslicht der Reformstaaten Ostmitteleuropas, heute stabiles Vorbild in Sachen Strukturwandel. In einer gewaltlosen Bürgerrevolution, die von allen Generationen, vor allem aber von den Jungen, getragen wurde, stürzten die Rumänen ihre äusserst korrupte Regierung. Heute ist Rumänien eine Bürgergesellschaft und ein Rechtsstaat mit einer schlagkräftigen Justiz und einer gefürchteten Antikorruptionsbehörde.

Fussballerisch ambitioniert
Im Sport sind die Rumänen nicht zu unterschätzen. Sie durften im Tennis, Rugby und vor allem im Turnen grosse Erfolge feiern. Und im Fussball? Bisher kämpfte die rumänische Nationalmannschaft an sieben Welt- und an vier Europameisterschaften, wobei sie je einmal den Viertelfinal erreichten. Bestimmt erinnern Sie sich an Gheorghe Hagi? Er wurde kürzlich zum besten rumänischen Spieler der letzten fünfzig Jahre gekürt.
Der Schweizer Janco Pascar, der einen Teil seiner Karriere im Land Draculas bestritt, berichtet: «In Rumänien wird etwas härter gespielt als in der Schweiz. Doch die Mannschaften sind auf dem Platz weniger gut organisiert; als Spieler fühlt man sich manchmal ziemlich auf sich alleine gestellt.»

Trotz des gewonnenen Wissens über diese Perle des Ostens und des daraus wachsenden Respekts wünschen wir uns am Mittwoch ein spannendes Spiel – das am Ende die Schweiz für sich entscheiden möge.

Das goldene Leder für den FC Winterthur

1. April 2016

Fussballspieler und Stadion sind für den FC Winterthur, der derzeit Fünfte der Challenge League, die grössten Posten der Jahresrechnung. Geschäftsführer Andreas Mösli greift mit Sponsoren zu speziellen Massnahmen, um bei der FC Winterthur AG auch dieses Jahr eine erfolgreiche Bilanz auszuweisen.

Der FC Winterthur kickt sich ab der neuen Saison mit dem goldenen Leder zum Sieg.

Der FC Winterthur kickt sich ab der neuen Saison mit dem goldenen Leder zum Sieg.

Andreas Mösli ist seit 2003 Geschäftsführer des FC Winterthur. Wir haben den erfolgreichen Geschäftsführer getroffen, und dieser erzählte uns von seinem neuesten Projekt, das den Club finanziell vorantreiben soll. „Mein neuestes Projekt wird eine absolute Neuheit im Sport-Sponsoring“, erzählt uns der unkonventionelle Geschäftsführer. „Wir haben einen Sponsoring-Partner gefunden, der auf dieselbe Seite kickt!“, so Mösli weiter.

Mit diesem neuen Partner meint Mösli die Firma TRANSLATION-PROBST AG, die bereits seit 11 Jahren in Winterthur zu Hause ist und mit dem goldenen Logo gleich auffällt. Die Firma von CEO Roman Probst verkörpert die Werte Genauigkeit, Treffsicherheit und Zuverlässigkeit – also Werte, die auch beim FC Winterthur hoch im Kurs stehen. Zusammen haben die beiden Firmen ein Sponsoring-Konzept entwickelt, das dem FC Winterthur nicht nur Geld, sondern auch mehr Fans bringen soll. Ab der neuen Saison wird im Stadion Schützenwiese in Winterthur, das es übrigens seit 1896 gibt, nur noch mit einem goldenen Liga-Ball gespielt, der nach jedem Spiel an den Höchstbietenden verkauft wird. Die Auktion erfolgt noch während des Spiels über eine neu entwickelte Applikation, die für Android, Windows und IOS-Nutzer gratis als Download angeboten wird.

Der goldene Ball wird von Adidas hergestellt und pro Spiel von einem Sponsor beschriftet. So erhofft sich Geschäftsführer Mösli eine Mehreinnahme durch den Verkauf der Bälle und mehr interessierte Sponsoren. Firmen aus Winterthur und Umgebung, die gerne als Sponsor auftreten würden, können auf der Homepage des FC Winterthur die neu gestalteten Sponsoring-Pakete ansehen und mit Andreas Mösli Kontakt aufnehmen.

Wort der Woche – Fussball

18. Oktober 2013

fussball-schweizer-natiDass wir für diese Woche «Fussball» zum Wort der Woche auserkoren haben, liegt auf der Hand: Hat es doch die Schweizer Nati geschafft, sich endgültig für die WM 2014 in Brasilien zu qualifizieren! Trotz des Wermuttropfens, dass Ottmar Hitzfeld nach der WM nächstes Jahr als Nati-Coach aufhört, widmen wir uns diese Woche ganz und gar den mannigfaltigen Begriffen, die Fussballer aus dem deutschsprachigen Raum rund um das runde Leder gebrauchen.

Warum «tschutten» Schweizer eigentlich?

Jeder kennt ihn, jeder braucht ihn – den schweizerischen Begriff für Fussballspielen: «Tschutten». Doch wie schweizerisch ist das Wort wirklich und woher stammt es? Das Variantenwörterbuch des Deutschen nennt das englische Wort «shoot» als Ursprung, das dann als «Schutten» den Weg in die deutsche Sprache fand und sich schliesslich zum breit getretenen «Tschutten» mauserte, so dass es kaum ein Schweizer Tschütteler für ein Fremdwort hält.

Das Fach Germanistik an der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg verortet die Begriffe «tschutten» und «schutten» in der Schweiz in zwei Regionen: Während die Berner hauptsächlich den Begriff «schutten» verwenden, sagen alle anderen Deutschschweizer «tschutten». Aber auch die Süddeutschen scheinen ab und zu Gefallen am «Tschutten» zu haben.

Es wird auch «gepöhlt» und «gebäbbelt»

Der Fussball ist ein Sport voller Emotionen. Möglicherweise liegt hierin auch die Ursache für die vielfältigen Verben, die sich die Kicker und Tschütteler der deutschsprachigen Welt für ihre Leidenschaft ausgedacht haben. Im Ruhrpott wird nicht «gekickt», sondern «gepöhlt». Ja, Sie haben richtig gelesen: «gepöhlt». Der Begriff hat einen engen Zusammenhang mit «pfählen». Es wird angenommen, dass die Geschwindigkeit beim Schiessen mit dem Fussball mit der Kraft des Einschlagens von Pfählen verglichen wird.

Ganz reizend ist auch das Wort «Bäbbeln» aus Sachsen: Stellen Sie sich nun grad den Sächsischen Dialekt vor – niedlich, nicht wahr? Nicht umsonst wurde das «Bäbbeln» 2010 zum schönsten sächsischen Wort gekürt.

Der am meisten gebrauchte Begriff in Deutschland ist jedoch das «Bolzen», das eine ähnliche Herleitung hat wie das «Pöhlen». Die Österreicher dagegen bevorzugen es hauptsächlich zu «kicken». Und die St. Galler pflegen das Motto: «Hopp, Sanggalle – ine mit em Balle!» In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spass beim nächsten Anpfiff.