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Artikel Tagged ‘Interkulturelle Adaption’

Wort der Woche «Muttersprache»

15. Februar 2016

Die Muttersprache ist die Sprache, die in der Kindheit ohne formalen Unterricht erlernt wird. Sie wird auch Erstsprache genannt. Am kommenden Sonntag, den 21.02.2016, feiern wir den internationalen Tag der Muttersprache. Ein Tag, der ganz besonders schöne und wichtige Aspekte des Zusammenlebens ins Zentrum stellt.

Der internationale Tag der Muttersprache fördert die Mehrsprachigkeit.

Der internationale Tag der Muttersprache fördert die Mehrsprachigkeit.

Der Aktionstag wurde im Jahr 2000 von der UNESCO ins Leben gerufen, um die sprachliche und kulturelle Vielfalt zu fördern und der kulturellen Identität Ausdruck zu geben. Denn gut die Hälfte aller Sprachen, die weltweit gesprochen werden, ist vom Aussterben bedroht. Sie können damit nichts anfangen? Dann stellen Sie sich vor, dass durchschnittlich jeden Monat zwei Sprachen in Vergessenheit geraten. Traurig, oder? Unter Sprachen werden übrigens auch die Brailleschrift — die Blindensprache — und die Gebärdensprache verstanden.

Warum der 21. Februar?
Ein grosses Problem ist, dass Sprachen nicht mehr von Generation zu Generation weitergegeben werden und dadurch verschwinden. Gründe dafür gibt es viele. Etwa weil sie nicht mehr gefördert werden. Wie beispielsweise in Ost-Pakistan, wo die Sprache Urdu zur Amtssprache erhoben wurde. Diese wurde lediglich von 3 Prozent der Bevölkerung gesprochen, war jedoch die Sprache der herrschenden Schichten im Land. Auf die Proteste gegen diesen Entscheid geht übrigens der internationale Tag der Muttersprache zurück: Die folgenschwersten fanden am 21.02.1952 statt.

Sprachenvielfalt in der Schweiz
Entgegen der weitverbreiteten Meinung im Ausland sind nicht alle Schweizer mindestens zweisprachig aufgewachsen. Und doch ist eine Verständigung trotz vier Landessprachen problemlos möglich. Leider ist das Romanische dennoch vom Aussterben bedroht und wird zu den gefährdeten Sprachen Europas gezählt. Es wird von gerade mal 0,5 Prozent der in der Schweiz lebenden Personen gesprochen.

In der Schweiz nehmen aber auch die unzähligen Dialekte einen sehr hohen Stellenwert ein. Unabhängig vom sozialen Status oder Bildungsniveau werden sie in praktisch allen Alltagssituationen gesprochen. Man könnte meinen, dass die Unterschiede nicht allzu gross sind. Doch es treffen ganz unterschiedliche Ausdrucksweisen aufeinander: Güürbis, Bitzgi, Greübschi oder Gigetschgi sind nur einige Ausdrücke für das Kerngehäuse des Apfels.

Auch bei den Übersetzungen ist es wichtig, dass nicht nur in die richtige Sprache übersetzt wird, sondern sich auch die regionalen Gewohnheiten der Zielgruppe in der Übersetzung widerspiegeln. Dessen sind wir uns bewusst und setzen deshalb nur muttersprachliche Fachübersetzer ein, die die Zielgruppe und die kulturellen Gegebenheiten in- und auswendig kennen.

Falls Sie weitere Fragen dazu haben oder eine Übersetzung brauchen, können Sie sich gerne bei uns melden unter 0840 123 456 oder info@translation-probst.com.

Wort der Woche «Integration»

23. November 2015

Einige nennen es die grösste Flüchtlingskrise seit dem Bürgerkrieg in Ruanda vor 20 Jahren. Andere gehen sogar bis zum Zweiten Weltkrieg zurück. Fakt ist, dass unsere Welt in Unruhe ist, das zeigen auch die jüngsten Ereignisse von Paris. Extrem viele Menschen sind auf der Flucht, und deshalb kommt auch das Thema Integration immer wieder zur Sprache. Wir haben vier unserer ausländischen Mitarbeiter dazu befragt.

Der Duden spuckt gleich mehrere Bedeutungen aus: «Wiederherstellung einer Einheit», «Einbeziehung, Eingliederung in ein grösseres Ganzes» und «Verbindung einer Vielheit von einzelnen Personen oder Gruppen zu einer gesellschaftlichen und kulturellen Einheit». Doch wie kommt man als fremde Person in eine grössere Gruppe, und wie lernt man die kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten kennen?

Verena, Floriane, Pascal und Julia (im Uhrzeigersinn)

Verena, Floriane, Pascal und Julia (im Uhrzeigersinn)

Liebesflüchtlinge
Unsere Mitarbeiterinnen Julia (D), Floriane (F), Verena (D) und unser Comiczeichner Pascal (F) haben eines gemeinsam: Sie alle haben ihren Job, ihren Freundeskreis, ja ihr ganzes Leben in ihrem Heimatland aufgegeben, haben ihre Zelte abgebrochen und sind für die Liebe in die Schweiz gezogen. Alle vier haben eine ähnliche Taktik gewählt, um sich in der Schweiz zu integrieren.

Integration dank Arbeit und Freizeitkontakten
Landsleute treffen und eine Arbeit finden, hiess ihr Erfolgsrezept. Pascal sagt: «Ich wollte mich integrieren, koste es, was es wolle, und habe deshalb jeden Job angenommen, egal wie gut oder schlecht er bezahlt war.» Auch Julia findet, dass die Arbeit bei der Integration hilft: «Das Team der TRANSLATION-PROBST AG macht es einem einfach, sich zugehörig zu fühlen.» Verena hatte dank ihrem Schweizer Freund schnell Kontakt zu Schweizern, und Floriane knüpfte während des Studiums Kontakte, und dank ihrem Sohn, der zuerst in der Krippe und danach in der Schule war, begegnete sie anderen Eltern. Es hört sich alles so einfach an, doch der Teufel steckt im Detail.

Höflich und hilfsbereit, aber distanziert
Oftmals wird man nämlich nicht nur mit Sprachbarrieren konfrontiert, sondern auch mit kulturellen Unterschieden. Julia beschreibt ein Kommunikationsproblem: «Schweizer sind im Allgemeinen höflicher und weniger direkt als die Deutschen. Ich muss besonders feinfühlig sein, damit ich auch das indirekt Ausgesprochene richtig wahrnehme und niemanden mit meiner Direktheit verunsichere.» Floriane findet die Schweizer viel verschlossener als die Franzosen: «Wir hatten Schwierigkeiten herauszufinden, wie wir beispielsweise unseren Nachbarn begegnen sollen, ohne sie vor den Kopf zu stossen.» Verena findet, dass vor allem ältere Menschen zu wenig offen sind: «Mit älteren Schweizern habe ich nach wie vor Probleme, weil sie oft sehr konservativ und verschlossen und nicht gerade offen gegenüber Ausländern sind.» Pascal spricht ein anderes Thema an: die Ordnung.

Die Schweizer und ihr Ordnungsdrang
Durchs Band geben die Mitarbeitenden an, dass es in der Schweiz sehr sauber, rein und geordnet ist. Pascal ist fasziniert davon, dass am Zürichsee alle Autos peinlich genau auf einem Parkfeld in einem Parkhaus stehen: «Alle Autos stehen in der gleichen Richtung im Parkhaus. Für einen Pariser ist das verrückt und unvorstellbar.» Verena wundert sich über den Sauberkeitswahn der Schweizer: «Ich finde viele Schweizer ein wenig pingelig und tendenziell sehr sauber.» Julia sieht das genauso: «Das Land wirkt idyllisch, geordnet und sauber, und alles ist sehr effizient hier.» Floriane mag, dass alles geordnet zu und her geht: «Anfangs war ich überrascht von den vielen Regeln und dass diese von allen befolgt werden. Mittlerweilen mag ich diesen Aspekt der Schweiz.»

Die Sprache, die Ordnung, die Art der Schweizer — das sind alles Dinge, die man verstehen und kennen muss, bevor man sich integrieren kann. Das Gleiche gilt für Übersetzungen: Nur wer die Kultur des Ziellandes genau kennt, kann eine treffsichere Übersetzung abliefern. Aus diesem Grund setzt die TRANSLATION-PROBST AG für die Übersetzungen ausschliesslich muttersprachliche Übersetzer ein, die mit den kulturellen Gegebenheiten des Ziellandes vertraut sind.

Zum Schluss verraten unsere Protagonisten noch ein paar Tipps für eine erfolgreiche Integration:

Pascal: «In der Schweiz muss man pünktlich sein!»

Julia: «Integration ist für mich ein Gefühl. Man sollte versuchen, sich ein soziales Netz aufzubauen, damit man sich dazugehörig fühlt.»

Verena: «Der Schlüssel ist in jedem Fall die Sprache. Es muss nicht Schweizerdeutsch sein, aber man muss sich verständigen können.»

Floriane: «Menschen aus unterschiedlichen sozialen Umfeldern treffen, nicht verzweifeln und geduldig sein.»

Wort der Woche «Interkulturell»

6. Juli 2015

Das Wort «interkulturell» steht seit elf Jahren im Duden und ist eines der rund 2‘300 Stichwörter des Zertifikats Deutsch, das u.a. beim Goethe-Institut erworben werden kann. Tatsächlich hat das Wort einiges auf dem Kasten und tritt in verschiedenen Zusammenhängen auf. Ein paar davon möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

Interkulturelle Kompetenz
Wer interkulturell kompetent ist, schafft es, mit Individuen und Gruppen anderer Kulturen erfolgreich zu interagieren. Dafür muss sich die Person in fremde Konzepte der Wahrnehmung, des Denkens, des Fühlens und des Handelns hineindenken können. Ganz einfach ist das nicht. Schnell sind Vorurteile gebildet, und über den eigenen Tellerrand zu schauen, fällt auch nicht immer leicht. Neugierde, Einfühlungsvermögen sowie Erfahrungen betreffend andere Kulturen sind einige der Grundvoraussetzungen für die interkulturelle Kompetenz. Ebenso gehört die Fähigkeit dazu, den eigenen Standpunkt transparent zu übermitteln.

Bei Verhandlungen ist es wichtig, dass man die Kultur seines Verhandlungspartners bestens kennt.

Bei Verhandlungen ist es wichtig, dass man die Kultur seines Verhandlungspartners bestens kennt.

Interkulturelles Dolmetschen
Interkulturelles Dolmetschen findet in einer Trialogsituation statt – einem Dialog zu Dritt – und ist besonders im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen ein Thema. Für Personen mit sprachlichen und/oder kulturellen Verständigungsschwierigkeiten kommen interkulturelle Dolmetscher wie gerufen, denn sie helfen zugewanderten Personen, sich in den schweizerischen Strukturen zurechtzufinden und sich zu integrieren. Bei der mündlichen Übertragung des Gesprochenen von einer Sprache in die andere tritt die Berücksichtigung des sozialen und kulturellen Hintergrunds der Gesprächsteilnehmenden besonders in den Vordergrund. Gerade bei komplexen oder emotionalen Gesprächen sowie bei wichtigen Entscheidungen sind interkulturelle Dolmetscher das A und O für ein erfolgreiches Verständnis.

Interkulturelle Adaption
Eine unserer Projektmanagerinnen brachte es letztens auf den Punkt: Sprachen verbinden Kulturen. Allein durch die Umstellung einzelner Buchstaben entsteht nämlich eine völlig andere Sprache. Auch bei der Übersetzung einer Website spielt Interkulturalität eine Rolle. Länder wie Japan, China oder Brasilien mögen beispielsweise animierte Grafiken und viele verschiedenen Farben viel mehr als wir in der Schweiz, die klar strukturierte Seiten ohne viel Bling-Bling bevorzugen. Die verschiedenen Vorlieben wie auch die Keywords, nach denen User in unterschiedlichen Ländern suchen, erfordern eine interkulturelle Adaption bei der Website-Übersetzung. Einfach eins zu eins zu übersetzen reicht nicht, damit Sie mit Ihrer Website mehr Umsatz machen können.

Sie sehen, das Wort «interkulturell» sollte nicht unterschätzt werden. Bei uns können Sie jederzeit einen Fachübersetzer buchen, der sich bestens mit diesem Thema auskennt. Berechnen Sie den Preis für Ihre Übersetzung in gerade mal 20 Sekunden.

Wort der Woche «Deflation»

26. Januar 2015

Ein Gespenst geht um in Europa. Seitdem die Nationalbank den Euro-Mindestkurs aufgehoben hat, besteht die Gefahr, dass sich dieses Gespenst auch in der Schweiz eine gemütliche Bleibe sucht. Wer es mit ihm aufnehmen will, muss neue Strategien und Wege suchen.

Nein, die Rede ist nicht etwa vom «Hippygspängstli», sondern von der Deflation. Das Wort «Deflation» ist ein Antonym zu «Inflation», das aus dem lateinischen «Inflatio» (Ausweitung) stammt. Während die Inflation den Wert des Geldes verringert, macht die Deflation genau das Gegenteil: Das Preisniveau sinkt stetig, das heisst, der Franken ist mehr wert, und man kann sich davon mehr kaufen. Kein Wunder also, sind gerade vorletztes Wochenende zahlreiche Schweizer Sparfüchse nach Konstanz gepilgert. Für Schweizer Unternehmen wird der Wettbewerb also noch härter.

Zum Haare raufen: Die drohende Deflation bringt grosse Herausforderungen mit sich.

Zum Haare raufen: Die drohende Deflation bringt grosse Herausforderungen mit sich.

Neue Märkte im Ausland erschliessen

Für fast alle Branchen ist die Deflation ein ungebetener Gast. Denn während die Preise sinken, können die Fixkosten nur schwer verringert werden. Gerade die Lohnkosten sind aufgrund des Drucks vonseiten der Gewerkschaften sehr unflexibel. Verständlicherweise will auch niemand seine Angestellten und mit ihnen das jahrelang aufgebaute Know-how verlieren. Ein möglicher Weg, dies zu umgehen, ist die Erschliessung neuer Märkte im Ausland. Neben genügend Kapital, einer guten Strategie und einer Portion Mut sind für eine erfolgreiche Expansion die sprachlichen und kulturellen Aspekte matchentscheidend.

Erfolgreich dank interkultureller Adaption

Wer in einem ausländischen Markt Fuss fassen möchte, muss die potenziellen Kunden in erster Linie in deren Sprache ansprechen. Eine 1:1-Übersetzung vom Deutschen in die entsprechende Sprache ist jedoch wenig zielführend. Essenziell ist, dass man sich beim Übersetzen der Kultur des Ziellandes bewusst wird und sich daran anpasst. Wie geht man auf die Menschen zu? Wie laufen Vertragsverhandlungen ab? Und welche Wörter benutzt die anvisierte Zielgruppe? Dies sind wesentliche Fragen, die es vor der Übersetzung zu klären gilt. Die TRANSLATION-PROBST AG setzt daher nur muttersprachliche Fachübersetzer ein. Diese beherrschen nicht nur die Zielsprache einwandfrei, sondern sind auch mit der Kultur des entsprechenden Landes vertraut. Zudem bieten wir einen massgeschneiderten Terminologie-Service an. Eine Investition in dieses Produkt ermöglicht eine konsistente Kommunikation nach innen und aussen und verringert die Kosten bei Folgeübersetzungen. So treffen Ihre Texte bei Ihrer Zielgruppe ins Schwarze, und Sie können dem Gespenst ins Gesicht lachen.

Vielsprachigkeit: Eine Herausforderung, die wir gerne annehmen.

27. November 2012

TRANSLATION-PROBST AG Übersetzungen in über 30 Sprachen

Beim Übersetzen führt die simple Übertragung eines Textes von der Ausgangs- in die Zielsprache oftmals zu kulturellen Missverständnissen. Welche wesentliche Bedeutung interkulturellen Adaptionen in unserer globalisierten Welt zukommt, illustriert der NZZ-Artikel «Die Tücken der Vielsprachigkeit». Anhand von Beispielen aus den Bereichen Religion und Menschenrechte zeigt er, was passieren kann, wenn bei Übersetzungen keine Rücksicht auf kulturelle Unterschiede genommen wird. So entsteht aus einem angestrebten kulturellen Dialog schnell eine kulturelle Barriere.

Auch die TRANSLATION-PROBST AG legt sehr viel Wert auf die interkulturelle Adaption Ihrer Texte. Denn auch wir wissen um die Bedeutung von Übersetzungen, die genau an den Sprachgebrauch und die kulturellen Besonderheiten Ihrer Zielgruppe angepasst sind.