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Artikel Tagged ‘Keywords’

E-Post: SEO 2017

30. Januar 2017

Wohin geht die Reise?

Ins Ungewisse. Denn eines wird aus einer Studie von Searchmetrics klar: Suchmaschinentricks à la carte wird es in Zukunft nicht mehr geben. Denn Googles Suchroboter können längst zwischen «Keyword-gespickten» und wirklich relevanten Inhalten unterscheiden – und rücken so das Nutzerbedürfnis und die Suchabsicht ins Zentrum. Das Ziel von Suchmaschinenoptimierung lässt sich einfach zusammenfassen: Die wichtigsten Fragen der Nutzer zu einem Produkt oder einer Dienstleistung sind mit umfassenden und informativen Inhalten zu beantworten.

Was ändert sich in der Search Engine Optimisation – TRANSLATION-PROBST AG

SEO 2017: Wohin geht die Reise?

Wikipedia zeigt exemplarisch, wie Suchmaschinenoptimierung geht. Wikipedia-Artikel umfassen nämlich reichhaltigen, kontextbezogenen und nicht berechnenden Inhalt – und steht in allen Rankings zuoberst. Anders sieht es bei den «Keyword-Königen» aus: Was bisher mit der Stichwortinfiltration in Seitentiteln, Title Tags, Google Descriptions, Lauftexten, Links und Bildern noch gut funktionierte, wird künftig erschwert, da die Suchroboter (Webcrawler) die Relevanz einer Landingpage oder Website nach anderen Kriterien beurteilen werden – und sie sind enorm lernfähig.

«Soo! muss Technik»
Was hat der Slogan eines Elektronikhändlers mit SEO zu tun? Viel, denn Websites müssen in erster Linie eines: technisch einwandfrei funktionieren. Und mobile-optimiert sein, über kurze Ladezeiten verfügen und nutzerorientiert aufgebaut sein, damit die Besucher möglichst lange auf der Seite verweilen; Ab 3 Minuten 43 wird es für Google-Bots bzw. Internetnutzer interessant – nach der Devise: «Wer länger auf der Seite verweilt, den scheint der Inhalt wohl zu interessieren.» Das wiederum hat einen Einfluss auf die inhaltliche Relevanz und somit ein besseres Ranking zur Folge.


Klicks, Klicks, Klicks
Infografik zu den wichtigsten SEO-Faktoren

Wichtigste SEO-Faktoren 2016
Screenshot: digitalmarketingphilippines.com

Ist eine Landingpage grafisch und technisch mustergültig konstruiert, bedarf es nun ausführlicher, vor allem aber ganzheitlicher Inhalte. Ab 300 Wörtern pro Seite steigt in den Augen der Algorithmen die inhaltliche Relevanz. Doch wer wiederum bloss Keywords säen will, erntet bald eine Abstrafung; Die Inhalte müssen einen Suchbegriff oder eine Suchbegriffsphrase in einem grösseren und umfassenderen Zusammenhang wiedergeben – wie bei Wikipedia. Dann verweilen die Leser zum einen länger auf den einzelnen Inhaltsseiten, zum anderen klicken sie sich vermehrt durch die Inhalte – und teilen diese im besten Fall noch in ihrem sozialen Netzwerk, was wiederum neue Klicks generiert. Und je mehr solcher Klicks aus sozialen Netzwerken oder aus Suchmaschinenergebnissen (Click-Through-Rate = CTR) zustande kommen, desto stärker verbessert sich das Ranking.


Fazit
Technik, Nutzerfreundlichkeit und Suchabsicht von Nutzern bestimmen künftig das Ranking – also werbetechnisch ganz klassisch: Wer sind meine Zielgruppen, welche Sehnsüchte oder Probleme tragen sie mit sich herum und wo suchen sie sich professionelle Hilfe, die sie mit passenden Lösungen weiterbringt? Auf gut Deutsch: Wir sollten uns vermehrt in die Nutzer hineinversetzen und unser Einfühlungsvermögen anzapfen. Gemischt mit einem guten Cocktail aus Big Data werden wir dann mit den Inhalten nicht ganz falsch liegen. Zur Not helfen uns da ein paar Tipps und Tools:

Infografik zu den wichtigsten SEO-Faktoren
Top 15 SEO-Tools
15 simple Google-Analytics-Tipps für besseres Content- und Suchmaschinenmarketing

Ihr Team der Translation-Probst AG

Wort der Woche: «Online-Text»

7. September 2015

Diese Woche berichten wir ausnahmsweise über zwei Wörter: «Online» und «Text». Otto Waalkes würde «Online» wohl mit «an der Leine» übersetzen. Ganz Unrecht hätte er dabei nicht. Schliesslich hängen wir an der Leine oder Linie, die uns mit dem weltweiten Internet verbindet. Beim Text ist es etwas einfacher: Das Wort stammt vom lateinischen «texere» ab, was «weben» bedeutet. Ein Text ist somit ein Geflecht aus Informationen − passend zum weltweiten Gewebe namens Internet. Doch worauf gilt es bei «Online-Texten» zu achten? Auf ein Wort.

Oder Keyword. Suchmaschinenoptimierte Texte sind heute in aller Munde. Es gilt, nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Suchmaschinen zu schreiben und dabei die richtigen Stichworte oder Keywords zu treffen. Doch ist ein «Online-Text» bzw. ein Text für die digitalen Medien etwas anderes als ein «Offline-Text»? Ja und nein. Zum einen ist das Leseverhalten an Bildschirmen anders als bei Printmedien; dieser Unterschied gilt es daher zu berücksichtigen. Zum anderen gelten dennoch dieselben Regeln wie im klassischen Journalismus.

Online bis zu 30 Prozent langsamer
Lesen wir Texte online, sind wir bis zu 30 Prozent langsamer, als wenn wir ein Buch aufschlagen. Für die Autoren bedeutet dies kurze und prägnante Texte. Für die Webdesigner ansprechende Webdesigns, die den Text auflockern und den Usern gut portioniert servieren. Neben einem guten Online-Text und nutzerfreundlichen Design helfen wie im klassischen Journalismus die folgenden Elemente:

  • Aussagekräftige Titel im Schlagzeilen-Stil
  • Prägnante Überschriften und fett markierte Schlagwörter
  • Das Relevante und Wichtige zuerst: W-Fragen wie «Wer bietet was, wann, für wie viel, wo, für wen und warum an?», Nutzen, Vorteil, News gleich zu Beginn
  • Geeignete Bilder, Infografiken oder Aufzählungen
  • Ein Gedanke pro Satz
  • Leserliche Schrift
Online-Texte entscheiden über Erfolg oder Niederlage.

Online-Texte entscheiden über Erfolg oder Niederlage.

Je übersichtlicher ein Online-Text ist und je mehr Ankerpunkte wie Überschriften, fett markierte Keywords oder Infografiken und Bilder er bietet, desto leichter besteht er den «Scan Blick» der Nutzer. Denn diese schauen zunächst nur oberflächlich die relevanten Informationen an, ehe sie sich entscheiden, sich zu vertiefen. Ausserdem nehmen Online-Nutzer nur 50 Prozent aller Informationen wahr.

Wie viele Keywords dürfen es denn sein?
Etwa 4 Prozent der Gesamtzahl der Wörter in einem Text. Sonst strafen einen die Suchmaschinen ab. Die relevanten Suchbegriffe sollten auf den folgenden Ebenen eingesetzt werden:

  • URL (wenn möglich) und Browsertitel
  • Suchmaschinen-Beschreibung (bekannt auch als Google Description)
  • Überschriften
  • Am Anfang und Ende eines Abschnitts
  • In Listen oder Beschriftungen für Bilder, Infografiken, Videos oder Links

Daneben ist es ratsam, eigene Online-Texte mit weiteren ähnlichen Artikeln oder Unterseiten zu verlinken. Auch Backlinks verbessern die Suchmaschinen-Performance, sollten aber vom Inhalt her demjenigen Ihrer Website entsprechen: Es nützt Ihnen nichts, wenn Sie Schraubenschüssel verkaufen wollen und via Social Media Portale von irgendwelchen Bananenseiten empfohlen oder verlinkt werden. Alles muss also im Kontext stehen. Und bei den Keywords bedeutet dies auch, Synonyme und Umschreibungen zu verwenden, weil die Suchmaschinen kontextbezogen die Websites bewerten.

Unser SEO-Texter Pre textet Ihre Website so, dass Google und Ihre Kunden Sie gut finden.

Unser SEO-Texter Pre textet Ihre Website so, dass Google und Ihre Kunden Sie gut finden.

Relevanz entscheidet
Keywords hin oder her: Am Ende entscheidet die Relevanz Ihrer Online-Texte, ob Sie Aufträge gewinnen oder verlieren. Und Relevanz (= Bedeutung, Wichtigkeit, Gewicht) erreichen Sie nicht durch ein Sammelsurium an Keywords, sondern durch das Entdecken der Fragen, die Ihren Kunden unter den Fingernägeln brennen. Ihre Online-Texte müssen zeigen, dass Sie es sind, die die Probleme Ihrer Kunden kompetent lösen können. Sie müssen Bedürfnisse oder Sehnsüchte ansprechen. Das, was bewegt oder beunruhigt. Das Ganze unterstreichen Sie mit Belegen und Beispielen − ob mit Kundenaussagen, erfolgreichen Projekten oder Tests, z. B. vom Kassensturz oder TÜV.

Versetzen Sie sich dabei in Ihre Kunden und überlegen Sie, wie deren Tagesablauf sich gestaltet, welche Sorgen sie plagen, was sie zwischen acht und zwölf Uhr machen, welche Medien sie konsumieren oder was für Hobbys sie haben (könnten). Dann kommen Sie der Relevanz rasch näher und verstehen Ihre Kunden auch besser.

Am Ende entscheidet der Inhalt Ihres Online-Textes darüber, ob sich Ihre Kunden tatsächlich damit auseinandersetzen möchten. Wohlgemerkt freiwillig und gerne. Wenn Sie das geschafft haben, funktioniert Ihre Werbung.

Unser Wort der Woche: Dieses Mal von unserem Gastautor, Texter und PR-Berater, Predrag Jurisic. Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen im Bereich Online-Texte: Wie erleben Sie die Herausforderungen? Was können Sie unserer Community mitgeben? Was stört Sie am ganzen Suchmaschinen-Kram? Wir wollen es wissen und darüber berichten. Darum sind wir über IHREN Kommentar froh. Bis nächste Woche.