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Mein Praktikum bei der Translation-Probst AG

24. Mai 2017

Eine weitere Offenbarung für meine Berufswahl

Erste «Sorgen» führen zu einer neuen Erkenntnis und somit auch zu mehr Sicherheit bei der Berufswahl: vom Dolmetscher bis zum Übersetzer, erfüllt mit neuen Informationen. Doch ist der Alltag am Computer das, was ich mir unter meinem Traumberuf vorstelle?

Man ist stundenlang am Tippen.

Ein Berufsleben am Bildschirm? Für viele undenkbar.

Wie kam ich auf diese Agentur? Ich war auf der Suche nach einem Praktikum, das mit Sprachen zu tun hat. So bekam ich von meiner Lehrerin den Vorschlag, mich bei der Translation-Probst AG zu bewerben. Ich tat dies und habe – dank Vitamin B – ein paar Tage bei ihnen erhalten. Am Tag vor meinem Praktikum war ich ganz beschäftigt mit den Gedanken: «Was muss ich da wohl machen? Werde ich das von mir Verlangte gut erledigen können? Und – was zieht man denn in einem Büro an?» Auf dem Weg im Zug von Baar nach Winterthur konnte ich mich dann doch beruhigen; Die zahlreichen Fragen in meinem Kopf hatte ich für mich geklärt und konnte mich nun stressfrei auf das Praktikum freuen.


Erfreuliches Gespräch mit einer Dolmetscherin
Bei der TPAG habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Ich war begeistert, wie gut das Team zusammenarbeitet. Alle waren hilfsbereit und kontaktfreudig mir gegenüber. Ich bekam einen guten Einblick in ihren Alltag. Schon an meinem ersten Tag durfte ich Grundlegendes über die Firma erfahren und einige Aufgaben erledigen und mich mit der Dolmetscherabteilung unterhalten. Da mein Interesse an dieser Abteilung gross war, hat es mich gefreut, mit einer professionellen Dolmetscherin über ihre Erfahrungen zu sprechen. Das Gespräch hat mich so sehr überzeugt, dass ich diesen Beruf vielleicht später machen möchte. Jedoch wurde mir auch gesagt, dass man viel Verantwortung trägt und oft kurzfristig eine Menge Infos erlernen muss für einen nächsten Dolmetscherauftrag. Da ich mit Stress aber nicht besonders gut umgehen kann, weiss ich nicht, ob dies der perfekte Beruf für mich ist.

Weiterführende Tipps von Texter und Übersetzer
In der Agentur hat es aber noch mehr Abteilungen: Die Übersetzer, die Texter, das CLT-Team, das Marketing oder auch das Management-Team. So bekam ich die Möglichkeit, mich mit den verschiedenen Leuten zu unterhalten und Eindrücke über ihren Alltag zu sammeln. Beim Texter habe ich hauptsächlich Tipps erhalten, wie ich am besten vorgehen sollte, was meine Berufswahl angeht – und wie man denn Texter wird. Da ich jedoch im Texten nicht besonders gut bin, ist diese Richtung keine Option für mich.

Ein Übersetzer hat mich über seine Tätigkeit aufgeklärt. So wie ich es verstanden habe, ist man als Übersetzer hauptsächlich… ja, am Übersetzen. Man sitzt also am Computer und übersetzt jegliche Art von Texten in die vom Kunden verlangte Sprache. So ist man stundenlang am Tippen und am Tippen. Ob dies das Richtige für mich ist? Da bin ich mir nicht sicher. In dieser Agentur wird hauptsächlich am Computer gearbeitet und ich bräuchte ein wenig mehr Bewegung und Abwechslung. Ich habe mein Interesse an Sprachen mit dem Übersetzer geteilt und er brachte mir einen neuen Vorschlag: die Touristikbranche. Das wird womöglich mein nächstes Ziel vor Augen sein.

Praktika als Chance bei der Berufswahl
So kam ich zu dem Entschluss, dass das Übersetzen auf jeden Fall eine tolle Berufsmöglichkeit wäre, es aber nicht so richtig zu mir passt. Der Alltag im Büro war eine total neue Erfahrung für mich. Für einige ist es genau das Richtige – für mich jedoch eher nicht. Jeder hat so seine Wunschvorstellungen von dem perfekten Job, doch bei mir ist alles noch ein wenig verschwommen. Meine Kriterien sind: Fremdsprachen, Reisen, Entdecken und Kommunikation mit Menschen auf der ganzen Welt. Deswegen ist es aber auch gut, dass ich verschiedenen Praktika belegen kann um so herauszufinden, was ich möchte und was nicht. Die drei Tage Praktikum bei der TPAG haben mir meine Entscheidung für eine Berufsrichtung demnach erleichtert; Eine Berufsfeld mehr, über das ich jetzt mehr weiss.

Für neue Praktikanten wünsche ich, dass sie in so gute Hände geraten wie ich.

Liebe Grüsse

Ihre Lorena Bürgin
Schülerin der fms Zug