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Artikel Tagged ‘Qualitätssicherung’

Wort der Woche «Mindesttarif»

5. Dezember 2016

Neulich geriet die Bundesverwaltung unter Beschuss, weil sie laut der Berner Zeitung für Übersetzungsaufträge mehr Steuergeld als nötig ausgebe. Während sich die Bundeskanzlei auf den Mindesttarif als Qualitätsabsicherung beruft, werden günstigere Übersetzungsdienstleister bei Ausschreibungen ausgeschlossen. Aus diesem Anlass beschäftigen wir uns im aktuellen Wort der Woche mit dem «Mindesttarif» bei Übersetzungen.

Mindesttarif ist nicht gleich höhere Qualität

Der Mindesttarif für Übersetzungen ist nicht mehr zeitgemäss.

40 Rappen pro Wort – das ist der Mindesttarif, den die Bundesverwaltung für Übersetzungen durch externe Dienstleister festgelegt hat. Zuviel und wettbewerbswidrig, wie die beiden Nationalräte Barbara Steinemann und Lukas Reimann finden. Aus Sicht der Bundeskanzlei gerechtfertigt, weil damit der Qualität von eingekauften Übersetzungsdienstleistungen Rechnung getragen werde. Und wie sehen das die Übersetzungsdienstleister?

Angebot und Nachfrage spielen lassen

Die TRANSLATION-PROBST AG vertritt klar die Haltung eines freien Wettbewerbs – schliesslich sollten Angebot und Nachfrage über den Preis entscheiden. Ein Mindesttarif ist aber auch aus anderen Gründen nicht empfehlenswert: Je nach Textart, Umfang, Schwierigkeitsgrad oder Lieferfrist variieren die Tarife ohnehin, sodass eine individuelle Offerte nötig ist, die auch unter den Mindesttarif pro Wort fallen kann – gerade bei grossen Volumina.

Für eine durchschnittliche Übersetzung innert fünf Tagen verlangt die TRANSLATION-PROBST AG ebenfalls 40 Rappen pro Wort, was ein Richtwert ist und sich vor allem auf Texte und Übersetzungen mit geringem Umfang bezieht wie bei der Übersetzung von Lebensläufen, Geburtsurkunden oder Zeugnissen. Bei Übersetzungsaufträgen, die z. B. ganze Websites, Kunden- und Mitarbeitermagazine oder Rechtstexte und Verträge betreffen, gestalten sich die Preise nach Fachgebiet und Anforderungsprofil deutlich anders als beim Mindesttarif. Die Preisgestaltung ähnelt derjenigen eines Fahrzeugkaufs: Der Mindesttarif oder Richtwert bezieht sich auf ein Grundmodell. Wenn jemand dieses Grundmodell einmalig bestellt, dann bleibt es bei diesem Preis. Kommen hingegen weitere Extras und Ausstattungen hinzu samt einem Flotteneinkauf, werden die Preise entsprechend individuell verhandelt und mit Mengenrabatten belohnt.

Unsere Empfehlung: Mindesttarife aufheben

Aus den genannten Gründen empfiehlt die TRANSLATION-PROBST AG, die Mindesttarife aufzuheben, weil diese nicht den marktüblichen Rahmenbedingungen entsprechen. Ausserdem sagt ein teurer Preis noch nicht viel über die Qualität der Übersetzungsdienstleistung aus. Diese setzt sich aus verschiedenen Parametern zusammen wie:

• dem Übersetzungs- und Qualitätssicherungsprozess
• der interkulturellen Adaption
• der einheitlichen Fachterminologie

Bei effizient gestalteten Übersetzungsprozessen profitieren die Kunden von günstigeren Tarifen, ohne dass dabei die Qualität beeinträchtigt wird.

Ihr Team von der TRANSLATION-PROBST AG

Wort der Woche «Corporate Language Technology»

28. November 2016

In jeder Branche gibt es Buzzwords, bei denen viele längst die Augen verdrehen [Jonas: z.B. „Buzzword“]. Sprechen wir von CLT, sehen wir die ansteigende Panik bei Leuten, die mit Sprachdienstleistungen sonst wenig zu schaffen haben. Aber keine Angst, Terminologen wollen nur spielen: Sie verhelfen Ihnen zu schnelleren, konsistenten und auch noch günstigeren Übersetzungen.      

Corporate Language Technology – TRANSLATION-PROBST AG

Qualität braucht Zeit: Unser CLT-Team nimmt es ganz genau.

Auf die Frage, wie man CLT in drei Worten zusammenfassen könne, meint der eine Experte zunächst überrascht: «Ja, puh, Terminologie», fasst sich und ergänzt dann «Qualitätssicherung». Eine zweite Expertin skandiert: «Cool, lässig, trendy. Oder Support, Troubleshooting und Qualitätssicherung.» Hier setze ich an und will wissen, woran man Qualität denn messen könne. Bezeichnenderweise misst sich diese in fehlender negativer Rückmeldung, sowohl vonseiten des Kunden als auch – und dies als Zeichen der Effizienz – der Übersetzer. Dann wird es philosophisch. Die Abteilung CLT überbringe dem Übersetzer die Sprache des Kunden, habe also eine Brückenfunktion inne.

CLT-Mitarbeitende: ein Psychogramm
Terminologen sind ein eigener Schlag Menschen: Bei uns stammen alle aus der Linguisten- bzw. Übersetzerecke; sie besitzen neben einem Hochschulabschluss eine ausgeprägte Affinität zu Computern. Sie als Nerds zu bezeichnen, wäre dennoch überzeichnet: Doctor Who-Fanartikel* sucht man auf ihren «Schreib»-Tischen vergeblich. Dafür eine physische Ausgabe des Zürichdeutschen Wörterbuchs.

[*Verena: oder „Raumpatrouille Orion“? Könnte mir aber durchaus vorstellen, davon Fanartikel anzuschaffen (Raumschiff Enterprise-Modell hab ich in der Pipeline 🚀 😹)]

Was macht die CLT-Abteilung?
Ohne mich jetzt in technische Details zu verstricken: Unsere jungen Unerschrockenen stellen sicher, dass die Corporate Language intern und extern gewahrt bleibt. Sie sind somit quasi die Mütter, die mahnend fragen: «Kind, was sind das für Ausdrücke?» Sie erstellen für Kunden und Übersetzer ein mehrsprachiges Glossar. Für technisch Interessierte: Sie finden mehr Informationen über CLT in den Erläuterungen.

Troubleshooting und Support
Wo immer bei den Übersetzern oder im Projektmanagement Probleme mit der Software auftauchen, ist jemand vom CLT zur Stelle: «Wenn irgendetwas hakt, kommen sie zu uns – wir haben keine Angst, Knöpfe zu drücken.» Nerds. Allerdings erkennt das CLT auch, wenn Texte bereits vorgängig fast ganz übersetzt worden sind und meldet diesen versehentlichen Doppelauftrag dem Kunden. Die Freude über überraschend gesparte Ausgaben ist dann meist gross. Böse gesagt: Das CLT kostet die Agentur im Prinzip nur Geld – Rabatte geben und Qualität sichern sind, kurzfristig gesehen, äusserst schlecht für den Umsatz.

Für Aussenstehende witziger Schlusssatz: Unsere Troubleshooter leiden allesamt an Telefonophobie – Sie zucken bei jedem Klingeln zusammen und raunen sich zu: «Geh du ran!»

Haben Sie weitere Fragen zu Corporate Language Technology? Rufen Sie uns (nicht das CLT) gratis an: 0800 123 456.


Info-Box

Die Abteilung CLT (Corporate Language Technology) unterstützt das Wording Ihres Unternehmens, indem sie Ihre Firmenterminologie entwickelt und in mehrsprachigen Terminologie-Datenbanken verwaltet.
Terminologie-Abo: Bei diesem kostenpflichtigen Service kann der Kunde sich direkt ins browserbasierte Interface einloggen und selbständig Begriffe hinzufügen oder ändern. So haben die Übersetzer jederzeit zugriff auf die aktuelle Terminologie. Sprechen Sie mit uns darüber: terminologie@translation-probst.com


Erläuterungen

Wie ist der Ablauf?
Der Kunde wird vom Projektmanagement nach Referenzmaterial (Glossar, Styleguide, Corporate Language, Corporate Identity) gefragt. Mit dem Material erstellen die Mitarbeitenden der CLT-Abteilung eine auf den Kunden und die Branche zugeschnittene Terminologie-Datenbank (Termbank), die sie im Austausch mit dem Kunden laufend ergänzen und pflegen. Bei Änderungen der Datenbank werden die Übersetzer sogleich durch einen Vermerk «vom Kunden bestätigt» informiert. Bei den folgenden Übersetzungen werden diese Begriffe sofort richtig verwendet. Gerade bei sehr technischen, spezifischen Texten vereinfacht die Termbank die Arbeit der Übersetzer ungemein.
Dank der sogenannten Translation Memorys (TMs)* haben die Übersetzer Zugriff auf frühere Übersetzungen und können sich an Stil und Wording dieser orientieren. Matches (übereinstimmende Passagen) aus dem TM werden angezeigt und können an den aktuellen Kontext angepasst werden.

[*Jonas: Würde hier nicht noch einen neuen Begriff einführen: wird sonst zu kompliziert 😼]

Was kostet Sie eine Termbank?
Kurz gesagt, nichts. Im Gegenteil: Da die Datenbank für die Übersetzer jederzeit abrufbar ist, können Ihre Übersetzungen schneller – das heisst günstiger – und konsistenter erfolgen. Bei grösseren Aufträgen wird die Termbank auf unserem Server, der gegen Fremdeinwirkung geschützt in der Schweiz steht, für alle Übersetzer geteilt, d.h. sie haben simultanen Zugriff darauf. So ist eine Konsistenz auch grosser Projekte gewährleistet.

Sehen Sie hier die Köpfe hinter der CLT-Abteilung.

Ihr Feedback ist Gold wert!

28. Dezember 2012

Kundenumfrage TRANSLATION-PROBST AGEine ausgezeichnete Bilanz zum Jahresende! Auch 2012 konnten unsere Kunden ihre Aufträge mithilfe einer 5-minütigen Umfrage bewerten. Dieses Feedback ist für uns ein wichtiger Bestandteil für die Qualitätssicherung und -optimierung.

Umso mehr freut es uns, dass 2012 insgesamt 119 Kunden unsere Leistungen mit einer ausgezeichneten Durchschnittsnote von 5.54
(von 6)
bewertet haben! Doch nicht nur für uns ist Ihre Meinung Gold wert: Jeden Monat verlosen wir unter allen Teilnehmern die bekannteste Schweizer Goldmünze, ein Goldvreneli im Wert von knapp 200 Franken.

Was die glücklichen Gewinner von 2012 zu ihrem unerwarteten Goldsegen meinten, können Sie hier nachlesen.