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Artikel Tagged ‘Tourismus’

Wort der Woche «Tourismus»

4. Juli 2016

Wussten Sie, dass der Begriff «Tourismus» erst seit den 1980er Jahren offiziell im deutschsprachigen Gebrauch ist? Vorher hiess der Ausdruck noch Fremdenverkehr, bei dem immer eine leichte Fremdenfeindlichkeit mitschwang. Um die Gäste aus dem Ausland nicht zu vergraulen, stellte der deutsche Sprachraum auf Tourismus um – unser Wort der Woche.

Von Massen- bis Ökotourismus – zu welcher Touristengattung gehören Sie?

Von Massen- bis Ökotourismus – zu welcher Touristengattung gehören Sie?

Bald sind Sommerferien, bald zieht es wieder Millionen von Menschen in den Süden. Und jedes Jahr aufs Neue bescheren Reiselustige der Tourismusbranche weltweit einen Umsatz von über 620 Mrd. US-Dollar und sind somit unbewusst Arbeitgeber für rund 100 Mio. Menschen. Damit die Touristen auch fassbar werden, hat die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) eigens dafür eine Definition kreiert:

«Touristen sind Personen, die zu Orten ausserhalb ihres gewöhnlichen Umfeldes reisen und sich dort für nicht mehr als ein Jahr aufhalten aus Freizeit- oder geschäftlichen Motiven, die nicht mit der Ausübung einer bezahlten Aktivität am besuchten Ort verbunden sind.»

Doch Tourist ist nicht gleich Tourist, wie ein näherer Blick in die Touristengattungen zeigt.

Touristen und ihre Untergattungen
Fast schon wie in der Tierwelt gibt es für die Gattung «Tourist» verschiedene Untergattungen. Da ist zum Beispiel der altbekannte mallorquinische Massentourist, der seinen Urlaub all inclusive zelebriert: Dabei okkupiert er jede Sonnenliege, schon bevor der Hahn kräht, und stürmt das Hotelbuffet, als gäbe es keinen Morgen mehr. Oder das gegenteilige Pendant dazu – der Individualtourist, der als Globetrotter noch unentdeckte Flecken der Erde aufspürt und sie in seinem persönlichen Blog mit konfuzianischen Zitaten gekonnt in Szene setzt.

Dazwischen gibt es die Kultur- und Bildungstouristen, die alle Museen und Sehenswürdigkeiten unsicher machen und sich jeweils im Hotel händeringend mit Ausflugstipps und Prospekten eindecken – denn die Zeit ist knapp, und es gibt noch so viel zu sehen. Eine noch nicht allzu alte Gattung sind die aktiven Sport- und Naturtouristen, die es mit jedem Berg aufnehmen, als würden sie gegen Tyson kämpfen. Zu den neueren Touristen-Gattungen zählen die Öko- und Agrotouristen, die gerne im Stroh schlafen, Weintrauben stampfen oder ihren selbst gemachten Ziegenkäse ihren Freunden zum Apéro reichen.


Turbulenzen am Tourismushimmel
Die Sonne scheint längst nicht mehr am Tourismushimmel: Die Branche sieht sich seit ein paar Jahren starken Turbulenzen ausgesetzt. Das Internet hat die Branche massgeblich verändert: Reisende suchen und buchen online, umgehen die Reisebüros und seit Neuestem auch die Hotels – dank Couchsurfing-Plattformen. Hinzu kommen Bewertungsplattformen, auf denen Touristen den «Credibility Gap»* zwischen inszenierter Hotel-Homepage und dem realen Ferienerlebnis gnadenlos enthüllen.

Neben dem neuen Buchungsverhalten über die Onlineportale spielen auch Währungsschwankungen eine grosse Rolle, wie das wegen der Frankenstärke in der Schweiz der Fall ist. Aber auch Streiks, Naturkatastrophen oder Gewaltkonflikte bringen die Branche ins Wanken. Und nicht zuletzt das Überangebot des ewig Gleichen: Die Gastronomie- und Hotelbetriebe sind sich in Angebot und Service zu ähnlich, was die ohnehin schon dünnen Margen zwangsläufig auffrisst.

*Glaubwürdigkeitslücke zwischen der Selbstdarstellung der Anbieter und der subjektiven Wahrnehmung der Touristen

Mögliche Trends
Die jetzige Form des Tourismus befindet sich in einem Strukturwandel: Couchsurfing, Vermietung von privaten Wohnungen und Häusern oder günstige Mitfahrgelegenheiten auf kürzeren Strecken haben Zukunft – Airbnb und Uber lassen grüssen. Dies wiederum bedeutet, dass die Hotel-, Gastronomie- und Transportbetriebe samt Anbietern von Sehenswürdigkeiten viel enger zusammenarbeiten und kombinierbare Pakete anbieten müssen, damit die Gäste mit einer Buchung gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen können.

Ein weiterer Trend liegt im sanften und naturnahen Tourismus, der weg von den überbelegten Stränden hin in Naturreservate führt und das Lokale betont, wo sich Touristen und Ansässige vermehrt austauschen und gegenseitig kennenlernen können. Auch die Bedeutung von Gesundheit und Erholung wird zunehmen, da es immer mehr Menschen gibt, die im Urlaub Energie tanken wollen und teils aus gesundheitlichen Gründen sogar müssen.

Eine verwegene, aber eventuell demnächst mögliche Tourismusvariante liegt im Weltraum verborgen: Projekte wie das SpaceShipTwo werden derzeit getestet und entwickelt, sodass es einen Weltraumflug bald für ein Schnäppchen von EUR 150‘000.– zu erstehen gibt.

Wir wünschen Ihnen sternenklare Nächte und sonnige Ferientage – egal, welcher Touristengattung Sie angehören. Erholen Sie sich gut und kommen Sie wieder munter zurück.

Ihr Team der TRANSLATION-PROBST AG.

Peinlicher Fehler im Düsseldorfer Stadtführer zum Eurovision Song Contest

29. April 2011

Im Blogartikel Dank unserem «Gut-zum-Druck»-Service heimtückischen Textfehlern ein Schnippchen schlagen fragten wir Sie nach eigenen Erfahrungen mit gerade noch rechtzeitig oder zu spät entdeckten Fehlern. Die folgende Geschichte erreichte uns über Berichte in verschiedenen Medien:

Peinlicher Fehler im Düsseldorfer Stadtführer zum Eurovision Song ContestAls Gastgeber des diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) produzierte Düsseldorf bzw. die Düsseldorfer Marketing & Tourismus GmbH einen exklusiven Stadtführer. Auf 100 Seiten bietet sie den Besuchern Informationen zum Musikwettbewerb und alles Wissenswerte zu den Themen Gastronomie, Nightlife, Kultur, Shopping, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen.

Fehler mit Implikationen: «Aktionstag der Schwulen» statt «Aktionstag der Schulen»
Dieser Fehler, der sich in die deutschsprachige Ausgabe der Broschüre schlich, wurde in der englischen Fassung folgerichtig mit «Gay’s Day of Action» übersetzt. Peinlich − denn eigentlich sollte ein «Aktionstag der Schulen» beworben werden. Mit einem Aufkleber musste die Tourismuszentrale den Fehler in 65‘000 deutschen und 35‘000 englischen Exemplaren korrigieren. Auf dem Seiteneinband der englischen Ausgabe wurden die Leser ausserdem mit «Wielcome to Düsseldorf» begrüsst. Weil die Zeit für einen Nachdruck fehlte, musste das überflüssige «i» 35‘000 Mal übermalt werden.

Dieser Fall wird weitherum mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis genommen; er führte wohl neben zusätzlichen Kosten auch zu unnötigem Stress. Solche Fehler können aber auch persönliche, religiöse oder ethische Gefühle verletzten und somit ernsthafte kommunikative, wirtschaftliche oder rechtliche Konsequenzen haben. Darum bieten wir unseren Kunden sowohl einen kostenlosen Terminologie-Service als auch den kostenlosen «Gut-zum-Druck»-Service an.

Mit der TRANSLATION-PROBST AG Terminologie und heimtückische Fehler im Griff
Mit dem Terminologie-Service erfassen wir wichtige Begriffe und Fachausdrücke und stellen deren konsistente Verwendung in allen Sprachen sicher. Beim «Gut-zum-Druck»-Service kontrollieren wir alle von uns übersetzten Dokumente nochmals vor der Fertigstellung, um sicherzustellen, dass die Übersetzungen richtig implementiert wurden und sich bei der Umsetzung keine Fehler eingeschlichen haben.

Vermeiden Sie Kommunikationspannen und setzten Sie auf die Qualitätsgarantie der TRANSLATION-PROBST AG.

Triff mich in Montreux!

22. Oktober 2010

Die TTW ist leider schon wieder vorbei. Ich danke allen Besuchern: Es hat viel Spass gemacht, Euch beim Live-Armbrustschiessen zu betreuen . Aber übt unbedingt weiter bei unserem Online-Spiel – einige haben es bitter nötig! Und es geht ja immerhin um einen Sprachaufenthalt in Australien! Jetzt treffen und gewinnen. Toll getroffen haben die Leute von unserem Nachbarstand KUONI, die – wie wir auch – auf Swissness setzen.
Und noch was: Mein buschiger Bart hat nichts mit Eitelkeit, Strommangel oder Rasierwasserallergie zu tun – ich bin einfach nur ein Ur-Schweizer, und der Bart steht für meine langjährige Treffsicherheit. Uf widerluege!

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Übersetzungen aufs Zielpublikum ausrichten

1. Juni 2010

Menschen, die man in ihrer Sprache anspricht, fühlen sich verstanden und willkommen. Aus solchen Menschen werden Kunden. Dieses einfache Prinzip proklamierte bereits der ehemalige deutsche Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt: «Wenn Sie was verkaufen wollen, müssen Sie die Sprache der Kunden sprechen…»

Zürich Tourismus hat dies erkannt. Seit 2008 kommen die Russen am liebsten nach Zürich wenn sie die Schweiz bereisen. Diesen Trend wollen die Zürcher Tourismusförderer durch eine gezielte, auf russische Kunden abgestimmte, Vermarktung fördern. Hilfe dazu erhielt Zürich Tourismus von TRANSLATION-PROBST. Wir übersetzen die gesamte Homepage auf Russisch, wobei die Inhalte explizit auf die russische Kundschaft zugeschnitten wurde.

TRANSLATION-PROBST adaptiert Ihren Text an Ihre Zielregion in über 30 Sprachen.

Der Aufwand zahlte sich aus: Diverse Medien wie 20 Minuten, NZZ Online und der Tagesanzeiger berichteten über die kundenfreundliche Investition. Ausserdem nimmt die Anzahl der russischen Besucher im diesem Jahr trotz Krise weiter zu. Sie scheinen sich in Zürich willkommen zu fühlen.

Wenn ein Unternehmen seine Zielgruppe nicht anspricht, dann geht sie verloren. Für zielgruppengerechte Texte bietet TRANSLATION-PROBST passgenaue Dienste an. Lesen Sie mehr über den Zielgruppenzuschnitt von TRANSLATION-PROBST im Artikel  «Die Sprache der Kunden sprechen» der Zeitschrift «Inside», herausgegeben von FH Schweiz.

Auf den untenstehenden Links, finden Sie Tipps von unserer Partnerfirma Worldsites für den optimalen Kundenzuschnitt Ihres Angebots.

«Kundensprache sprechen und globale Botschaft für lokale Konsumenten anpassen»

«Anpassungen an die Kundensprache und globale Botschaften für lokale Kunden»

«Wie Sie Fehler in der Übersetzung und der lokalen Kundenansprache vermeiden»