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Artikel Tagged ‘Übersetzungen’

Wer in der Schweiz Kunden «absahnen» will, muss den «Rahm» kennen. Und die «Cervelatprominenz». Oder in der Romandie die «Cheffe»

12. Mai 2014

In der Deutschschweiz, der Romandie oder im Tessin unterscheiden sich die Schweizer Sprachgewohnheiten von jenen unserer Nachbarländer. Es sind diese kleinen sprachlichen Unterschiede, die darüber entscheiden, ob Sie Kunden für Ihr Unternehmen gewinnen oder nicht.

Um Ihren Umsatz mithilfe von Marketingtexten in fremden Märkten zu erhöhen, müssen die übersetzten Texte die potenziellen Kunden ansprechen, indem sie die lokalen und kulturellen Gegebenheiten berücksichtigen. Aber wie ist das innerhalb der gleichen Sprache? Die deutsche Sprache wird beispielsweise in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien, Südtirol, Elsass und Lothringen sowie von Minderheiten in weiteren mitteleuropäischen Ländern gesprochen. Die französische Sprache in der Schweiz (über 20 %), in Frankreich, Belgien, Luxemburg, Kanada, West- und Zentralafrika und anderen Regionen. So vielfältig die Länder und Regionen sind, so unterschiedlich ist auch die jeweilige Sprache – auch die geschriebene. Nicht anders verhält es sich mit dem italienischen Sprachgebrauch.

Globalisierung verstärkt Swissness

Im Zuge der Globalisierung hat sich das Schweizer Selbstbewusstsein (Stichwort: Swissness) verstärkt, was sich auch in der geschriebenen Sprache niederschlägt: Man spricht nun von Schweizer Hochdeutsch bzw. von der Schweizer Standardsprache − in der Kurzform: Deutsch (CH). Gleiches gilt fürs Französische und Italienische. Die im Rahmen der Globalisierung auftretenden Migrationsbewegungen, in unserem Fall insbesondere die Einwanderung gut ausgebildeter deutscher und französischer Fachkräfte in die Schweiz, haben zu einer kulturellen Gegenreaktion geführt – in Form einer vermehrten Verwendung der Schweizer Dialekte im gesprochenen Wort und auf der Ebene der Schriftlichkeit in der Verwendung des Schweizer Hochdeutschen, Französischen und Italienischen.

Cervelatprominenz, Rahm und Cheffe

Wenn Schweizer von Cervelatprominenz, Rahm und Spital sprechen, meinen die Deutschen Lokalprominenz, Sahne und Krankenhaus. Dieses Beispiel zeigt den Anspruch, dem Ihr Sprachdienstleister gerecht werden muss. Er darf fremdsprachige Texte nicht einfach ins Deutsche, Französische oder Italienische übersetzen, sondern muss die jeweiligen Sprachvariante des entsprechenden Landes bzw. der entsprechenden Region, in unserem Fall der Schweiz, beachten – etwa in der Orthografie des Schweizer Hochdeutschen: z.B. die grundsätzliche Verwendung des Kommas als Dezimalzeichen (ausser bei Geldbeträgen) oder den erhöhten Gebrauch des Fugen-S und des Doppel-S anstatt ß. Im Französischen weicht der Wortschatz im Bereich der politischen, wirtschaftlichen, institutionellen, gesundheitlichen Organisationen deutlich ab. In der Schweiz wird nach dem Bachelor eine Vielfalt von formations postgrades angeboten, während in Frankreich die Rede von Master oder 3e cycle ist. Und bei der Personalsuche achtet die Romandie bei der Chefin darauf, diese auch in der weiblichen Form anzusprechen: Cheffe statt Chef (=Frankreich-Französisch). Ohne extra-textuelles Wissen über die Schweiz (sprich Kultur, organisatorisches System usw.) kann sich der Übersetzer in diesem Dschungel schnell einmal verlieren.

Wenn der Geldbeutel das Schweizer Portemonnaie kalt lässt

Um Kosten zu sparen, wenden sich Schweizer oder ausländische Unternehmen für ihre deutschsprachigen bzw. französischen Übersetzungen für die Schweiz an deutsche bzw. französische Übersetzungsagenturen. Die Folgen daraus können für Ihr Unternehmen aber grössere Umsatzeinbussen bedeuten – denn liest ein Deutschschweizer in einem Marketingtext «Geldbeutel» lässt ihn das kalt. Er wird kaum für Ihr Produkt in sein «Portemonnaie» greifen. Gefühle sind an kulturelle und sprachliche Begebenheiten gekoppelt und spielen im Marketing eine entscheidende Rolle, da sie nur über die Sprache vermittelt werden können. Damit der Schweizer sein Portemonnaie für Ihr Unternehmen lockert, brauchen Sie einen Sprachdienstleister, der die lokalen und regionalen Eigenheiten kennt und mit Muttersprachlern aus der jeweiligen Region arbeitet. Wie sind da Ihre Erfahrungen?

In einem weiteren Blogartikel erklärt Ihnen unser Korrektor Christian Treffort Besonderheiten des Westschweizer Französisch.

Übersetzungs-Stolpersteine beim Export

7. Mai 2014

Examining graphs with other people on backgroundBringen Sie jeweils auch Ihre alte Batterie zurück für die «Sauberwelt in deutscher Wald»? Oder geniessen Sie mit dem anderen «Geschleckt» «teutonische Gemutlichkeit» samt «Weihnachtsganz»? Wenn Sie gerade nur Bahnhof verstehen, dann hängt das damit zusammen, dass der Hersteller der elektrischen Weihnachtskerzen GWK 9091 aus Japan an der Übersetzung seiner Bedienungsanleitung gespart hat. Welche weiteren Übersetzungs-Stolpersteine Ihnen beim Export im Weg stehen könnten, zeigen wir Ihnen im aktuellen Blogartikel.

Quelle: Bedienungsanleitung GWK 9091: Süddeutsche.de

Übersetzen kann ich doch auch selbst

Um Übersetzungsresultate wie im obigen Beispiel aus Japan zu vermeiden, lassen Sie die Finger von Übersetzungsmaschinen oder Wort-für-Wort-Übersetzungen Ihrer Mitarbeiter oder Lieferanten. Denn damit schreiten Sie geradewegs ins Desaster. Nehmen Sie sich stattdessen lieber etwas Zeit, um eine Übersetzungsagentur zu finden, die Ihr Unternehmen mit Ihren Produkten und Dienstleistungen fachlich, sprachlich und menschlich am besten repräsentiert.

Bedienungsanleitungen sind eh für die Tonne

Falsch! Gerade Bedienungsanleitungen sind Imageträger und bestätigen den Kunden, mit dem Kauf des Produkts richtig gewählt zu haben. Denn selbst ein «Wegwerf-Dokument» wie eine Bedienungsanleitung wird unbewusst mit der Qualität und Servicedienstleistung des Produkts bzw. des Unternehmens gleichgesetzt und bildet so die Grundlage für das Vertrauen in das Produkt. Oder trauen Sie etwa der «Gluckseligkeit unter finstrem Tann» des japanischen Herstellers von elektrischen Kerzen?

Englisch reicht doch für alle

Von wegen! Wenn Sie als Unternehmen in Länder expandieren, deren Muttersprache vom Englischen abweicht, sind Sie gut beraten, die Landessprache in Ihre Kommunikation aufzunehmen. Denn erstens ist nicht jeder auf der Welt des Englischen mächtig. Und zweitens sprechen Sie mit einer allgemeinen Übersetzung die regionalen und kulturellen Eigenheiten eines Landes nicht an, geschweige denn dessen Werte, Sprachwitz oder Humor. Auch wird es schwierig, Ihr Unternehmen samt Philosophie und Angebot dem Zielpublikum näherzubringen. Dadurch verpassen Sie die Eroberung neuer Märkte und die Steigerung Ihres Marktanteils, was letztlich zu einem höheren Aufwand führt, als wenn Sie von Beginn an in Qualitätsübersetzungen investieren.

Was riskiere ich schon mit nicht ganz korrekten Übersetzungen?

Unter Umständen ein Gerichtsverfahren, das Ihr Unternehmen in den Bankrott zieht. Beispielsweise bei hochwertigen Technologien und deren industrieller Handhabung. Stellen Sie sich vor: Sie entwickeln eine Maschine, die bei einer falschen Handhabung aufgrund falscher Übersetzungen Verletzte oder gar Tote zur Folge hat. Das kostet Sie nicht nur ein teures Gerichts- und Haftpflichtverfahren, sondern im schlimmsten Fall Ihre Existenz. Von Ihrem Image und Gewissen ganz zu schweigen.

Website in 14 Sprachen übersetzt − wie der Kanton Zug kommuniziert

27. Januar 2014

Ein Kanton, vierzehn Sprachen: Der Kanton Zug ist die erste Behörde, die mit ihren Einwohnern und Touristen in weit mehr als den Landessprachen kommuniziert – auch auf Chinesisch, Arabisch Kroatisch u.v.a. Damit trägt die Kantonswebsite entscheidend zur Integration bei. Mit dieser Aktion ist der Kanton Zug in der Schweiz Pionier.

Dr. Marc Höchli, Kommunikationsbeauftragter des RegierungsratesZuzüger, Touristen wie auch Unternehmen: Alle stossen im Kanton Zug auf eine offene Kommunikation. Der Kommunikationsbeauftragte des Regierungsrates, Dr. Marc Höchli, erhielt durchwegs positive Rückmeldungen, als die Zuger Website in vierzehn Sprachen aufgeschaltet wurde. Der personelle und finanzielle Aufwand hielt sich dabei in Grenzen.

Wenn Sie mehr über das Schweizer Pionierprojekt wissen möchten, lesen Sie dazu den vollständigen Artikel inklusive Interview mit Dr. Marc Höchli. Erfahren Sie auch, wie teuer eine vierzehnsprachige Website ist und was es dabei kulturell zu berücksichtigen gibt.

Das Altstadt, das Wahrzeichen von Zug

Wort der Woche: Alles OK?

26. Juli 2013

Okay Wort der WocheUnser aktuelles Wort der Woche gilt als die bekannteste Abkürzung der Welt. Kaum ein Wort ist so universell verständlich wie dieses Synonym für «alles in Ordnung».

Erstmals ist «okay» 1954 mit dem Vermerk «Herkunft ungeklärt» im Duden zu finden. Und auch in der neuesten Auflage des Dudens hat sich an der Angabe der Herkunft nichts geändert. Unzählige Theorien versuchen Licht in die Herkunft dieser Abkürzung zu bringen. Und auch bei der Schreibweise sind mehrere Varianten verbreitet: Alles O.K., o.k., OK oder doch okay?

Theorien weltweit
Den Ursprung des Wortes versuchten Linguisten in den unterschiedlichsten Sprachen zu finden. So soll beispielsweise das Wort «okeh» aus der Sprache der Choctaw-Indianer (wird als gesprochenes Ausrufezeichen an Hauptsätze gehängt) die Quelle unseres heutigen «Okay» sein. Auch im Griechischen versuchten die Forscher ihr Glück: Hier wurden sie in «ola kala» (alles gut) fündig. Nicht zuletzt sollen die Römer die Schöpfer des Wortes gewesen sein, denn das lateinische Kürzel für «omnia correcta» (alles korrekt) erscheint auf den ersten Blick plausibel.

«oll korrect»
Doch die am weitesten verbreitete These ist die folgende: Mitte des 19. Jahrhunderts war es in Boston, New York und auch New Orleans Mode, Abkürzungen für alltägliche Ausdrücke absichtlich falsch zu schreiben. Dazu gehörten beispielsweise KY «know yuse» (no use) oder KG «know go» (no go) − und eben auch OK «oll korrect» (all correct).
Die meisten dieser Trendwörter verschwanden im Laufe der Jahre, das «Okay» aber blieb. Der Grund dafür soll im Präsidentschaftswahlkampf von 1840 zu finden sein. Der amtierende amerikanische Präsident, Martin van Buren, dessen Spitzname Old Kinderhook (nach seinem Heimatort) war, kandidierte gerade für seine zweite Amtszeit. Mit der Gründung des OK Clubs durch van Burens Anhänger bekam die Abkürzung eine doppelte Bedeutung. Daraufhin verbreitete sich das OK in ganz Amerika und in weiterer Folge über die Grenzen hinaus.

Ungeachtet seiner Herkunft wird unser «Okay» auch in Zukunft in aller Munde sein. Ob am Ende einer Frage, um einen Nachdruck zu verleihen, oder am Satzanfang, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, oder als neutrale Bezeichnung für etwas, das wir weder besonders gut noch besonders schlecht finden – es ist eben okay!

White Paper: Texten Sie sich zum Messeerfolg!

12. Juli 2013

Ein erfolgreicher Messeauftritt steht und fällt mit der richtigen Kommunikation vor, während und nach der Messe. Dabei ist es nicht nur entscheidend was Sie sagen bzw. schreiben, sondern vielmehr wie Sie Ihre Botschaft vermitteln.

Denn um neue Leads zu generieren, benötigen Sie Texte, die Ihre Zielgruppe abholen. Nur wenn Ihre Botschaft ankommt, werden Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung auch verkaufen. Wie Ihre Texte konkret aussehen müssen, damit der Messebesucher seinen Mehrwert schneller bei Ihnen als bei der Konkurrenz erkennt, können Sie in unserem neuen White Paper nachlesen. Um dieses zu erhalten, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an marketing@translation-probst.com mit dem Betreff «White Paper». Gerne schicken wir Ihnen dieses dann als PDF-Dokument zu.

Messestand Translation-Probst

Messestand der TRANSLATION-PROBST AG

Ein erfolgreicher Messeauftritt steht und fällt mit der richtigen Kommunikation vor, während und nach der Messe. Dabei ist es nicht nur entscheidend was Sie sagen bzw. schreiben, sondern vielmehr wie Sie Ihre Botschaft vermitteln. Denn um neue Leads zu generieren, benötigen Sie Texte, die Ihre Zielgruppe abholen. Nur wenn Ihre Botschaft ankommt, werden Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung auch verkaufen.

Wie Ihre Texte konkret aussehen müssen, damit der Messebesucher seinen Mehrwert schneller bei Ihnen als bei der Konkurrenz erkennt, können Sie in unserem neuen White Paper nachlesen.

Um dieses zu erhalten, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an marketing@translation-probst.com mit dem Betreff «White Paper». Gerne schicken wir Ihnen dieses dann als PDF-Dokument zu.