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Übersetzungs-Stolpersteine beim Export

7. Mai 2014

Examining graphs with other people on backgroundBringen Sie jeweils auch Ihre alte Batterie zurück für die «Sauberwelt in deutscher Wald»? Oder geniessen Sie mit dem anderen «Geschleckt» «teutonische Gemutlichkeit» samt «Weihnachtsganz»? Wenn Sie gerade nur Bahnhof verstehen, dann hängt das damit zusammen, dass der Hersteller der elektrischen Weihnachtskerzen GWK 9091 aus Japan an der Übersetzung seiner Bedienungsanleitung gespart hat. Welche weiteren Übersetzungs-Stolpersteine Ihnen beim Export im Weg stehen könnten, zeigen wir Ihnen im aktuellen Blogartikel.

Quelle: Bedienungsanleitung GWK 9091: Süddeutsche.de

Übersetzen kann ich doch auch selbst

Um Übersetzungsresultate wie im obigen Beispiel aus Japan zu vermeiden, lassen Sie die Finger von Übersetzungsmaschinen oder Wort-für-Wort-Übersetzungen Ihrer Mitarbeiter oder Lieferanten. Denn damit schreiten Sie geradewegs ins Desaster. Nehmen Sie sich stattdessen lieber etwas Zeit, um eine Übersetzungsagentur zu finden, die Ihr Unternehmen mit Ihren Produkten und Dienstleistungen fachlich, sprachlich und menschlich am besten repräsentiert.

Bedienungsanleitungen sind eh für die Tonne

Falsch! Gerade Bedienungsanleitungen sind Imageträger und bestätigen den Kunden, mit dem Kauf des Produkts richtig gewählt zu haben. Denn selbst ein «Wegwerf-Dokument» wie eine Bedienungsanleitung wird unbewusst mit der Qualität und Servicedienstleistung des Produkts bzw. des Unternehmens gleichgesetzt und bildet so die Grundlage für das Vertrauen in das Produkt. Oder trauen Sie etwa der «Gluckseligkeit unter finstrem Tann» des japanischen Herstellers von elektrischen Kerzen?

Englisch reicht doch für alle

Von wegen! Wenn Sie als Unternehmen in Länder expandieren, deren Muttersprache vom Englischen abweicht, sind Sie gut beraten, die Landessprache in Ihre Kommunikation aufzunehmen. Denn erstens ist nicht jeder auf der Welt des Englischen mächtig. Und zweitens sprechen Sie mit einer allgemeinen Übersetzung die regionalen und kulturellen Eigenheiten eines Landes nicht an, geschweige denn dessen Werte, Sprachwitz oder Humor. Auch wird es schwierig, Ihr Unternehmen samt Philosophie und Angebot dem Zielpublikum näherzubringen. Dadurch verpassen Sie die Eroberung neuer Märkte und die Steigerung Ihres Marktanteils, was letztlich zu einem höheren Aufwand führt, als wenn Sie von Beginn an in Qualitätsübersetzungen investieren.

Was riskiere ich schon mit nicht ganz korrekten Übersetzungen?

Unter Umständen ein Gerichtsverfahren, das Ihr Unternehmen in den Bankrott zieht. Beispielsweise bei hochwertigen Technologien und deren industrieller Handhabung. Stellen Sie sich vor: Sie entwickeln eine Maschine, die bei einer falschen Handhabung aufgrund falscher Übersetzungen Verletzte oder gar Tote zur Folge hat. Das kostet Sie nicht nur ein teures Gerichts- und Haftpflichtverfahren, sondern im schlimmsten Fall Ihre Existenz. Von Ihrem Image und Gewissen ganz zu schweigen.

Geschäftsberichte übersetzen: Die Visitenkarte Ihres Unternehmens

10. September 2013

tippenDer Geschäftsbericht eines Unternehmens ist eine der wichtigsten Informationsquellen für Aktionäre, Kunden und Geschäftspartner. Um Glaubwürdigkeit und Reputation des Unternehmens auch beim fremdsprachigen Zielpublikum zu wahren, sind deren professionelle Übersetzungen das A und O des Erfolgs.

Dabei ist besonders wichtig, dass die Übersetzer nicht nur Sprachprofis sind, sondern sich auch auf dem Finanzmarkt bestens auskennen. Denn Fachbegriffe aus dem finanztechnischen Bereich müssen korrekt und fachspezifische Inhalte verständlich übersetzt werden. Auch wenn es um den Stil und die formale Gestaltung eines Geschäftsberichtes geht, gibt es in unterschiedlichen Kulturen und Sprachen verschiedene Konventionen. Deshalb sollten bei Übersetzungen dieser Art ausschliesslich muttersprachliche Fachübersetzer zum Einsatz kommen, die in der Sprache und Kultur Ihrer Zielgruppe zu Hause sind.

Natürlich spielt darüberhinaus eine konsistente Terminologie und ein einheitliches Wording eine zentrale Rolle. Konkret heisst das: Fachbegriffe und für das Unternehmen typische Redewendungen sowie die Corporate Language müssen immer gleich übersetzt werden. Um dies zu gewährleisten arbeiten Übersetzer mit zuvor aufwendig erstellten Glossaren und Terminologie-Listen, die wichtige Fachbegriffe enthalten. Zudem arbeiten bereits viele Übersetzer bzw. Übersetzungsbüros mit der neuesten Übersetzungssoftware, die eine einheitliche Übersetzung der Corporate Language erleichtert.

Auch orthographisch und grammatikalisch muss ein Geschäftsbericht einwandfrei sein. Denn als Visitenkarte eines Unternehmens darf der Geschäftsbericht keine Fehler enthalten. Auch hier gilt «Doppelt genäht, hält besser!»: Vergewissern Sie sich als Unternehmer, dass die Übersetzung Ihres Geschäftsbericht nochmals von einem Experten korrekturgelesen wird.

Eine Investition in professionelle Übersetzungen für Ihren Geschäftsbericht lohnt sich auf jeden Fall! Denn nur so erreichen Sie Ihr Zielpublikum auf direktem Wege und Ihre Botschaft kommt an.

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Das Wort der Woche – passend zum Sommer: die Hängematte

19. Juli 2013

Jedes Wort hat eine Geschichte zu erzählen. Wenn man sich die Entstehung der Wörter (Etymologie) genauer ansieht, trifft man oftmals auf eine unerwartete Herkunft. Deshalb möchten wir mit dem «Wort der Woche» die Geschichten verschiedener Begriffe erzählen. Wir hoffen, damit bei den Leserinnen und Lesern einen AHA-Effekt auszulösen.

Überraschend finden wir die Herkunft unseres ersten Wortes, der «Hängematte». Die Bedeutung scheint auf den ersten Blick klar bzw. transparent zu sein — eine hängende Matte. Aber lassen Sie sich nicht täuschen.

Denn bei der Geschichte dieses Wortes in der deutschen Sprache handelt es sich um ein Paradebeispiel der Volksetymologie. Darunter versteht man in der Linguistik die Umdeutung eines (Fremd)-Wortes in Anlehnung an ein bekanntes, ähnlich klingendes Wort aus der eigenen Sprache. Soviel zur Theorie. Doch nun zurück zu unserer «Hängematte»:

Bereits Kolumbus lernte auf seinen Reisen die Schlafnetze der Taínos auf Haiti kennen, die sie hamáka nannten. Im Deutschen erscheint das Wort erstmals im 16. Jahrhundert als Hamaco oder Hamach. Da dieses Wort für die Deutschsprachigen zu «exotisch» und nur schwer auszusprechen war, wurde es im Laufe der Zeit zur «Hängematte» umgewandelt. So war es in der Aussprache dem Stammwort «Hamach» ähnlich. Doch nicht nur lautlich ähneln sich diese beiden Wörter. Auch von der Bedeutung her ist die Hängematte (hängende Schlafmatte) der Sache selbst sehr ähnlich.

Interessant ist auch, dass die englischen und französischen Begriffe noch deutlich näher am Ursprungswort sind: hammock (Englisch) und hamac (Französisch).

Wort der Woche von TRANSLATION-PROBST AG