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Artikel Tagged ‘Video-Dolmetschen’

Wort der Woche «Video-Dolmetschen»

8. Februar 2016

Wenn es richtig eingesetzt wird, kann das Video-Dolmetschen einen echten Mehrwert im Alltag bieten. Wir erklären Ihnen kurz, was es damit auf sich hat, und beantworten einige FAQs dazu.

Video-Dolmetschen bietet einen echten Mehrwert im Business-Alltag.

Video-Dolmetschen bietet einen echten Mehrwert im Business-Alltag.

Video-Dolmetschen powered by Swisscom Vidia ist eine innovative Applikation von Swisscom, die Online-Dolmetscherdienste ermöglicht. So kann man ganz bequem über das Smartphone, Tablet oder den Computer mit mehreren Teilnehmern eine mehrsprachige Sitzung abhalten. Egal ob man sich am gleichen Ort befindet oder auf der ganzen Welt verstreut ist.

Welches sind die Vorteile des Video-Dolmetschens?
Video-Dolmetschen ist perfekt geeignet, um einen kurzfristigen Kommunikationsbedarf abzudecken. Beispielsweise wenn Sie sich mit einem Geschäftspartner kurzschliessen müssen, der nicht die gleiche Sprache spricht. Diese Situation gibt es immer öfters, da sich die Geschäftsbeziehungen nicht mehr aufs eigene Land beschränken. Video-Dolmetschen ist sehr flexibel, das heisst der organisatorische Aufwand ist sehr gering, es müssen keine Flugtickets oder Hotels für den Dolmetscher gebucht werden, sondern er kann sich bequem von zu Hause aus einloggen. Gerade in den Bereichen Business, Behörden, Medizin und Tourismus sehen wir viel Potenzial für diese Technik.

Für welche Situationen ist Video-Dolmetschen geeignet, für welche ein persönlicher Dolmetscher?
Man muss sich bewusst sein, dass Video-Dolmetschen das herkömmliche Dolmetschen nicht ersetzt, sondern ergänzt. Video-Dolmetschen ist nicht simultan, sondern eine Art Verhandlungsdolmetschen. Das bedeutet: Sprecher A sagt etwas, der Dolmetscher übersetzt das Gesagte, dann ist Sprecher B an der Reihe. Wenn Sie einen gezielten und kurzfristigen Kommunikationsbedarf haben, bei dem die qualitativen Ansprüche nicht extrem hoch sind, ist das Video-Dolmetschen sehr gut geeignet. Für Konferenzen und anspruchsvollere Business-Meetings empfehlen wir jedoch nach wie vor einen persönlichen Dolmetscher, weil er durch seine aktive Teilnahme vor Ort das Kommunikationserlebnis massiv steigern kann.

Bald sind Generalversammlungen. Ist das Video-Dolmetschen hierfür geeignet?
Ja und nein. Für eine Generalversammlung werden Simultandolmetscher verlangt. Das ist mit Video-Dolmetschen technisch (noch) nicht möglich. Deshalb eignen sich hierfür nach wie vor persönliche Dolmetscher besser. Video-Dolmetschen kann jedoch ergänzend bei den Vorbereitungen eingesetzt werden. Beispielsweise für Meetings, an denen gewisse Punkte noch abgesprochen werden müssen.

Wie sieht es mit der Qualität der Verdolmetschung aus?
Das hängt stark von der vorhandenen Technik und der Internetverbindung ab. Doch auch vom Dolmetscher: Wegen seiner sehr kurzen Vorbereitungszeit kann natürlich keine Höchstqualität gewährleistet werden. Wenn das Video-Dolmetschen aber gezielt eingesetzt wird, ist die Qualität total ausreichend und erfüllt ihren Zweck bestens.

Weshalb braucht es überhaupt Dolmetscher?
Dolmetscher kennen die Wichtigkeit der Nuancen sowohl von der Ausgangs- als auch von der Zielsprache. Ein Dolmetscher ist unparteiisch, gibt das wider, was gesagt wurde, ohne es zu beschönigen oder etwas zu unterschlagen. Giulia Silvestrini, Konferenzdolmetscherin und Leiterin des Dolmetschermanagements der TRANSLATION-PROBST AG, sagt dazu Folgendes: «Man wird zur Stimme des Sprechers.» Es dürfen nicht einfach Wörter aneinandergereiht werden, sondern die Bedeutung muss übermittelt werden. «Wenn ich dolmetsche, sehe ich jeweils gar keine Wörter mehr, sondern Bilder. Ich verdolmetsche dann diese Bilder in die Zielsprache», so Giulia. Zudem können sich Dolmetscher auf das Zielpublikum einlassen und ziehen auch kulturelle Aspekte mit ein. Kurz: Dolmetschen ist eine Wissenschaft, die man nicht einfach von heute auf morgen lernen kann.

Haben Sie noch weitere Fragen oder möchten Sie einen Video-Dolmetscher buchen? Dann melden Sie sich unter interpreting@translation-probst.com oder 0840 123 456.

Wort der Woche: «disruptive»

7. Dezember 2015

Disruptive ist englisch und bedeutet «etwas Bestehendes auflösen, zerstören». Wer also mit seiner Geschäftsidee Erfolg haben will, muss so innovativ sein, dass bestehende Technologien abgelöst oder eben − zerstört werden. Aber Achtung: Wer nicht ständig neue disruptive Ideen entwickelt, wird schnell von der Konkurrenz verschluckt.

Was sind disruptive Technologien genau und woran erkennt man sie? Wikipedia sagt, es sei «eine Innovation, die eine bestehende Technologie, ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung möglicherweise vollständig verdrängt». Die neuen Technologien bedeuten langfristig einen grossen Schritt nach vorne. So gehört beispielsweise das WC in die Kategorie disruptive Technologie. Es hat die Hygiene stark verbessert und dadurch die Lebenserwartung der Menschen rasant ansteigen lassen.

Nur mit innovativen Ideen sticht man aus der Masse heraus und wird erfolgreich.

Nur mit innovativen Ideen sticht man aus der Masse heraus und wird erfolgreich.

Immer wieder neu erfinden
Es genügt nicht, eine gute Idee zu haben und dann jahrelang die gleiche Unternehmensstrategie zu fahren. Denn eine disruptive Technologie, die erfolgreich auf dem Markt etabliert ist, wird irgendwann zur sustaining Technologie. Das heisst zur bestehenden Technologie. Wenn sie diesen Status erreicht hat, wird sie angreifbar durch neue, schnellere und günstigere Lösungen. Wer erfolgreich sein will, muss sich also immer wieder neu erfinden. Die Aussage «geht nicht» gibt es bei innovationshungrigen Menschen nicht. Der folgende Spruch bringt es perfekt auf den Punkt: «Alle haben gesagt, es geht nicht, bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach machte.» Natürlich muss man auch in der Übersetzungsbranche immer wieder disruptiv sein, um seinen Platz an der Sonne behalten zu können.

Disruptive Technologien in der Übersetzungsbranche
Maschinelle Übersetzungstools schiessen wie Pilze aus dem Boden. Klar, diese Tools sind noch meilenweit von den Fähigkeiten eines menschlichen Übersetzers entfernt. Schliesslich können Menschen zwischen den Zeilen lesen, den Kontext erfassen und einen angemessenen Stil in die Übersetzung einfliessen lassen. Diese Tools könnten wohl einmal eine weitreichende Innovation werden, die Dienstleistung bleibt im Kern jedoch die gleiche — nämlich die des Übersetzens. Und trotzdem muss man sich dagegen wappnen, ins Abseits zu geraten. Roman Probst, der CEO und Inhaber der TRANSLATION-PROBST AG, tut dies, indem er immer wieder neue Ideen ausheckt, um sein Unternehmen voranzutreiben: «Wir gehen nach dem ‹Jobs to be done›-Prinzip. Das heisst, wir möchten Innovationen kreieren, die ein ganz spezifisches Bedürfnis unserer Kunden befriedigen.» Ein Beispiel dafür ist das Video-Dolmetschen, das dank der Kooperation mit Swisscom umgesetzt werden konnte. «Die Kunden haben sich immer wieder beklagt, dass Dolmetscher zu hohe Reisekosten verursachen», so Roman Probst. Ein Video-Dolmetscher wird per Video zugeschaltet und verursacht deshalb keine Reisekosten. Zudem können Meetings sehr kurzfristig organisiert werden. «Mit dieser Idee haben wir den Nerv der Zeit getroffen. Die Budgets werden immer kleiner und die Zeitressourcen immer knapper. Mit Video-Dolmetschen können wir also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.»

Je mehr neue Technologien auf den Markt kommen, desto schneller dreht sich die Welt und umso rascher ist die eigene Reaktion gefragt. Das Internet wurde 1969 erfunden und ist heute nicht mehr wegzudenken. Welche disruptiven Technologien kennen Sie oder haben Sie schon im Alltag angewendet?