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Artikel Tagged ‘Wort der Woche’

Wort der Woche – Webübersetzung

13. Dezember 2013

uebersetzungDas Internet bietet alles, was das Herz begehrt, und natürlich auch Webübersetzungen. Webübersetzungen sind einerseits Übersetzungsservices, die online und meist kostenlos angeboten werden, und andererseits Unternehmen, die sich auf das Übersetzen von Webseiten spezialisiert haben. Diese Woche fragen wir uns deshalb, woher das Wort «Webübersetzung» stammt? Allerdings gestaltet sich die Beantwortung dieser Frage etwas schwieriger als erwartet.

Bei der Google-Suche nach der Wortherkunft von «Webübersetzung» gibt es zwar 487‘000 Ergebnisse, aber keine, die direkt beantwortet, woher der Begriff «Webübersetzung» stammt. Deshalb teilen wir den Ausdruck «Webübersetzungen» in die zwei Worte «Web» und «Übersetzungen» auf. Wir gehen davon aus, dass daraus das moderne Wort entstanden ist.

Web gleich Internet

Der englische Begriff «Web» bedeutet ursprünglich Netz, Gespinst oder Spinnwebe, wobei Letzteres auch etymologisch mit den anderen verwandt ist. Web ist oftmals nur ein abgekürztes Synonym für Internet bzw. für das World Wide Web. Das World Wide Web (www) ist das weltweit verbreitete Computernetzwerk sowie Informations- und Nachrichtenübermittlungssystem im Internet und ein Anglizismus, der sich aus dem Englischen world wide (deutsch: weltweit) und web (Netz) zusammensetzt.

Übersetzung gleich hinübertragen

Übersetzungen sind Überführungen einer syntaktischen Kategorie in die syntaktische Position/Funktion einer anderen Sprache oder eine gradlinige Bewegung. Das Wort «Übersetzung» stammt vom Lateinischen trānslātiō bzw. von trānsferre, was so viel wie übertragen bedeutet. Trānsferre setzt sich wiederum aus trāns (=hinüber) und ferre (=tragen) zusammen. (Wiktionary: Translation)

Aufgrund der doppelten Wortherkunft lässt sich bestätigen, dass das Wort der Woche «Webübersetzung» sich aus diesen zwei erforschten Begriffen zusammensetzt. Schliesslich dient das weltweite Netz zum Hinübertragen verschiedener Texte.

Wort der Woche – App-Übersetzungen

29. November 2013

app-uebersetzungenGoogle hat festgestellt: Apps werden weitaus häufiger installiert, wenn sie in der jeweiligen Landessprache programmiert sind. Aus diesem Grund ruft Google einen eigenen Übersetzungsdienst für App-Entwickler ins Leben.

Seit Dienstag können App-Entwickler auf den neuen Übersetzungsdienst von Google zugreifen, der ihnen ein Netz an geprüften Übersetzungsdienstleistern bietet. Es handelt sich bei diesem Dienst nicht um den Google Translator, der Texte in variierender Qualität übersetzt, sondern um eine Schnittstelle zwischen App-Entwicklern und Übersetzern.

Google macht, was die TRANSLATION-PROBST AG schon länger kennt

Ein Netzwerk mit qualifizierten Übersetzern zu bieten, ist nicht neu: Die TRANSLATION-PROBST AG macht dies seit der Gründung im Jahre 2005. Recht hat Google hingegen bei der Erfolgsquote der App-Downloads: Je genauer die Zielsprache einer App ist, umso häufiger wird sie im entsprechenden Sprachgebiet heruntergeladen. International tätige Unternehmen sehen jedoch nach wie vor keinen Handlungsbedarf, ihre App ausser auf Englisch noch in einer anderen Sprache zu programmieren. Das häufigste Argument: Es kostet zu viel. Allerdings liegt auch die Downloadquote höher – ebenso die Identifikation mit dem Unternehmen, was punkto Branding von unschätzbarem Wert ist.

Mensch gegen Maschine

Googles Algorithmen sind wahrlich ein technologischer Fortschritt. Trotz innovativer Eigenschaften setzt die TRANSLATION-PROBST AG aber nach wie vor auf den Menschen, da er bestimmte Sachverhalte immer noch besser bewältigt als eine Maschine. Stellen Sie sich vor: Sie möchten eine App übersetzen lassen, die viel mit Emotionen oder Botschaften zwischen den Zeilen arbeitet. Bringen Sie mal der Maschine Emotionen und das Lesen zwischen den Zeilen bei! Ausserdem ist der persönliche Kontakt bei umfangreichen Projekten nach wie vor die wichtigste Komponente für den Erfolg.

Haben Sie auch eine App, die Sie über die Landesgrenzen hinaustragen möchten? Gerne helfen wir Ihnen dabei – lassen Sie uns einmal darüber sprechen: 0840 123 456.

Wort der Woche – Handicap

22. November 2013

Am 29. und 30. November 2013 sind wir als Partner der ersten nationalen Messe Swiss Handicap ‘13 in Luzern als Aussteller dabei. Diese Messe setzt sich für die Bedürfnisse und Belange von Menschen mit einer physischen, psychischen oder sensorischen Behinderung oder Erkrankung ein. Was das Wort «Handicap» bedeutet und woher es stammt, erläutern wir in unserer Serie «Wort der Woche».

Zu Beginn möchten wir die Schreibweise des Wortes klarstellen: Handicap kann mit C (Handicap) sowie mit K (Handikap) geschrieben werden. Trotz der verschiedenen Schreibweisen bleibt die Bedeutung des Wortes dieselbe: «Handicap» bedeutet Behinderung oder Nachteil bzw. Benachteiligung. Wobei sich dies vor allem auf eine dauerhafte Beeinträchtigung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Teilhabe bzw. Teilnahme einer Person bezieht. In Bezug auf den Sport meint «Handicap» jedoch einen Faktor zur Nivellierung unterschiedlicher Leistungsstärken. Golf ist dafür eines der bekanntesten Beispiele.

Englisches Pfänderspiel

Der Begriff «Handicap» hat einen spielerischen Hintergrund. Denn er stammt von einem alten englischen Pfänderspiel, das sich «Hand-in-cap» nannte. Bei diesem Spiel tauschten zwei Spieler ihre Besitztümer. Dabei entschied ein Schiedsrichter darüber, ob die Besitztümer denselben Wert hatten oder nicht. Falls die Besitztümer unterschiedlich viel wert waren, musste der Schiedsrichter die Differenz benennen. Die Spielregeln: Beide Spieler sowie der Schiedsrichter mussten Geld bzw. den Wetteinsatz in eine Kappe (englisch = cap) legen. Anschliessend griffen beide Spieler in die Kappe und nahmen ihre Hand entweder mit Geld gefüllt oder leer heraus – daher der Name des Spiels «Hand-in-cap» («Hand in Kappe»). Eine geldgefüllte Hand signalisierte das Einverständnis zum Schätzwert und eine leere Hand die Unstimmigkeit zum Schätzwert. Der Gewinner: Wenn beide Spieler gleicher Meinung waren, gewann der Schiedsrichter das Geld in der Kappe. Wenn aber ein Spieler mit dem Schätzwert einverstanden war und der andere nicht, dann gewann derjenige, der damit einverstanden war.

Quellen:
http://www.wissen.de/wortherkunft/handicap
http://de.wikipedia.org/wiki/Behinderung
http://de.wikipedia.org/wiki/Handicap
http://en.wikipedia.org/wiki/Hand-in-cap

Wort der Woche – Lohn

8. November 2013

geldDie 1:12-Intiative, die Gleichheit zwischen Mann und Frau sowie das Tabuthema der Schweiz haben alle etwas gemeinsam: Lohn! Die einen verdienen zu viel, die anderen zu wenig, und trotzdem spricht niemand über seinen Lohn. Wir wollen diese Woche wissen, woher das Wort «Lohn» stammt.

Der Duden beschreibt den Begriff «Lohn» als Bezahlung für geleistete Arbeit bzw. als etwas, womit man für eine Leistung, Mühe o. Ä. entschädigt wird, eine sogenannte Belohnung. Das Wort «Lohn» geht auf das Altenglische «lean» und das Altfranzösische «lan» zurück. Zugrunde liegt der indogermanische Begriff «lup», was Beute oder Fang bedeutet. Darin spiegeln sich das lateinische Wort «lucrum» (Gewinn) und das griechische Wort «leía» (Jagdbeute) wieder. Diese Erklärung der Wortherkunft zeigt, aus welchem Zusammenhang das Wort «Lohn» vermutlich stammt.

Vom Salz zum Lohn

Gehalt, Entgelt, Vergütung, Verdienst, Salär oder Gage sind nur einige der Synonyme für das Wort «Lohn». Obwohl mindestens 20 Begriffe ungefähr dasselbe bedeuten, stammen sie von anderen Ausdrücken ab.

Interessant ist zum Beispiel die Herkunft des Synonyms «Salär». Etymologisch geht der Begriff auf das Lateinische «salarium» zurück und bedeutet Salzration. In der Antike hatte Salz einen sehr hohen Wert. Denn neben dem Einsatz als Speisewürze, diente Salz als Konservierungsmittel. Deshalb erhielten römische Legionäre einen Teil ihres Lohnes als Salzration ausbezahlt. Obwohl das Salär nicht mehr in Naturalien ausbezahlt wird, gibt es den Begriff heute trotzdem noch.

Ein anderes Wort gefällig?

Damit Sie bei Diskussionen über die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau oder die Einstiegslöhne von Fachhochschulabgängern nicht immer nur von «Lohn» sprechen müssen, haben wir Ihnen eine Liste mit Synonymen zusammengestellt.

  1. Abgeltung
  2. Arbeitsentgelt
  3. Aufwandsent-schädigung
  4. Besoldung
  5. Bezahlung
  6. Einkommen
  7. Entgelt
  8. Entlohnung
  9. Gage
  10. Gehalt
  11. Honorar
  12. Kostenerstattung
  13. Lohntüte
  14. Salär
  15. Tantieme
  16. Vergütung
  17. Verdienst
  18. Belohnung
  19. Einkünfte
  20. Gratifikation

Wort der Woche – Europa

1. November 2013

Alte Europa KarteBereits 20 Jahre ist es her, seit am 1. November 1993 die Europäische Union gegründet wurde. Seither hat sich in Europa viel getan. Deshalb erküren wir zum Jubiläum der EU den zentralen Begriff «Europa» zum Wort der Woche.

Europa ist ein Erdteil, der sich über das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse er-streckt und geografisch als Subkontinent gesehen wird. Bereits im 5. Jahrhundert vor Chris-tus wurde der Begriff «Europa» das erste Mal als geografischer Terminus verwendet. Doch woher stammt das Wort «Europa» eigentlich?

Herkunft des Wortes umstritten

Der Begriff «Europa» lässt sich ins alte Griechenland zurückverfolgen. Dort wurde «Eurṓpē» meist als Wortbildung einer Verbindung der altgriechischen Worte «weit» (εὐρύς, eurýs) und «Sicht» bzw. «Gesicht» (ὄψ, óps) aufgefasst. Daher stammt die Aussage «die [Frau] mit der weiten Sicht».

Etwas anderes dagegen erzählt die griechische Mythologie: Eine phönizische Königstochter trug den Namen Europa, sie war wunderschön, aber etwas leichtsinnig. Als Zeus Europa zum ersten Mal sah, verliebte er sich sofort in sie und wollte sie verführen, ohne dass jemand bemerken sollte, dass er Zeus war. Um sich zu tarnen, verwandelte er sich in einen zahmen Stier und näherte sich Europa auf einer Blumenwiese am Meeresstrand. Da Europa noch nie einen so harmlosen Stier gesehen hatte, schwang sie sich, ohne lange nachzudenken, auf seinen Rücken. Das war Zeus‘ Gelegenheit: Er rannte mit Europa auf dem Rücken ins Meer und schwamm nach Kreta, der Insel vor Griechenland. Wie Aphrodite vorausgesagt hatte, wurde der fremde Erdteil nun nach Europa benannt. Zugleich wurde diese Geschichte zur Zukunftsvision der politischen Integration Europas.

Quellen: www.wikipedia.org, www.gottwein.de